Sexprobleme nach 6 Monaten Baby

    • (1) 10.10.16 - 07:42

      Bei uns kriselt es gerade ziemlich. Ich habe das Gefühl mich um zwei Kinder gleichzeitig kümmern zu müssen. Ich vermute mein Mann leidet ziemlich unter dem Liebesentzug bzw. der Zuwendung, die nun unser Kind bekommt anstatt er, weil ich auch stille. Er gibt es nicht zu, aber ich merke es an seinen Reaktionen. Er würde am liebsten jede freie Minute mit mir schlafen, was ich aber ablehne, da ich im Moment anderes im Kopf habe und der Babyalltag mit auslaugen. Trotzdem haben wir aber jede Woche 1-2 Sex, was auch ich gut finde. Auch achte ich darauf, dass wir kuscheln, uns in den Arm nehmen und küssen. Aber meinem Mann ist das zu wenig – es wundert mich, denn vor der Geburt noch als Paar hatten wir auch nicht öfters Sex. Er ist jedes Mal beleidigt, wenn ich keine Lust habe. Das stört unser Familienleben sehr und macht den ganzen Alltag unheimlich anstrengend. Denn eigentlich sollte ja unser Kind im Vordergrund stehen und nicht er. Seit kurzer Zeit ist noch ein Problem hinzugekommen, was die Lage nochmal verschärft. Seit einiger Zeit hat er Erektionsprobleme, wenn wir miteinander schlafen wollen. Das ist für ihn die Katastrophe schlechthin und für mich auch, denn jetzt ist alles noch viel komplizierter. So drehen sich momentan all unsere Gespräche nur noch um sein Problem und wir haben lauter Sonderregeln ausgemacht, um ihn wieder aufzubauen. Jeder neue Anlauf endet momentan in der Katastrophe und setzt ihn wahnsinnig unter Druck. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass er dadurch versucht sich meine fehlende Liebe und Aufmerksamkeit wieder zu holen. Was einerseits verständlich ist, aber irgendwie erwarte ich von ihm auch, ein bisschen sich zurückzunehmen um des Kindes willen - schließlich ist er ein erwachsener Mann und das Kind nicht.
      Ich weiß auch nicht was ich machen soll… Einerseits versuche ich ihm zuzuhören und Verständnis zu zeigen, andererseits brauche ich ihn auch als Partner und Vater für unsere Tochter.

      • Hallo!

        Ich verstehe dich sehr gut. Aber ihr muesst aufpassen das ihr als Paar wirklich für euch Zeit habt. Nicht nur Sex sondern auch mal einen Spaziergang macht oder mal was essen gehen oder was trinken. Viele Mütter machen den Fehler nur noch Kind. Danach wundern sie sich das der Mann frustriert ist. Macht ihr sonst was gemeinsam? Ein Hobby?

        Alles Gute
        Gabi

        Wenn die Erektionsprobleme nicht körperlich sind, dann kommen sie nur aus dem Kopf. Ihr solltet reden, über eure Empfindungen, Gefühle, dem anderen die Situation klar machen,...
        Das ganze dann möglichst nicht als Vorwurf, sondern wertschätzend. Sauschwer ist das.

        Dann würde ich einfach kuscheln und mich bei Löffelchen-kuscheln einfach mal randrücken oder so. Und ansonsten soll er kommen. Er darf nicht das Gefühl haben er muss jetzt, auch wenn er sich den Druck selbst macht.

        War bei uns auch so. Viel gekuschelt, viel geredet und nicht gedrängt und immer wieder glaubhaft versichern, dass es dir nichts ausmacht und es irgendwann schon wieder gehen wird. Ich habe ihm immer gesagt, dass ich warten kann, auch wenn es zwei Monate dauert oder zwei Jahre. Im Nachhinein hat er gesagt, dass er es bewundert hat, wie gut und locker ich damit umgegangen bin und ich ihm immer gutes Gefühl gegeben habe.

        Sauschwer, viel Diplomatiegeschick, aber frau kann das! Vielleicht schaffst du es auch, aber wie gesagt, es ist schwer!

        Hallo

        Das klingt extrem anstrengend bei Euch.

        Ich würde ihn noch ein Mal zum ernsthaften Gespräch bitten und ihn fragen, ob er eigentlich absichtlich versucht, Dich kaputt zu spielen und was er sich davon erhofft.

        Ich hätte nicht mehr so viel Verständnis für ihn.

      • HI,

        Zitat:"Denn eigentlich sollte ja unser Kind im Vordergrund stehen und nicht er."
        Ihr seid eine Familie, da sollte niemand im Vordergrund stehen. Sicherlich braucht das Baby Dich gerade total viel aber ich denke, das es am Abend auch mal ins Bett geht, oder?
        Vielleicht jetzt mal anfangen feste Schlafenszeiten einzuführen und nicht erst um 23.00 Uhr, wenn man selber ins Bett geht.

        Somit hast Du noch Zeit Dich auszuruhen und ihr habt gemeinsame Partnerzeit. Ich verstehe Männer schon, wenn Frauen Ihr Mama-Hormon gegen alles ausspielen und nur noch Baby im Fokus haben.
        Ich kenne leider viel zu viel Frauen, wo nur doch das Baby im Vordergrund steht und sonst nix mehr. Leider haben das einige Beziehungen auf Dauer nicht überlebt.

        Einerseits habt ihr 1-2x Sex/WOche , anderseits will er öfters, dann hat er Erektionsporbleme , dann Sonderregeln....steige da nicht wirklich durch. Ihr setzt Euch "gegenseitig" unter Druck!

        Lg
        Lisa

        • "Einerseits habt ihr 1-2x Sex/WOche , anderseits will er öfters, dann hat er Erektionsporbleme , dann Sonderregeln....steige da nicht wirklich durch. Ihr setzt Euch "gegenseitig" unter Druck!"

          Das habe ich auch nicht verstanden. Mit einem 6-Monate alten Zweitkind und 1-2x Sex pro Woche sollte er doch klar kommen können - woher kommt der Druck, mehr zu machen?

        • "Vielleicht jetzt mal anfangen feste Schlafenszeiten einzuführen und nicht erst um 23.00 Uhr, wenn man selber ins Bett geht."

          Du hast doch schon in zig Threads erzählt, wie pflegeleicht deine Kinder waren.

          Versuche doch endlich mal zu verstehen, dass es Kinder gibt, erst recht im Babyalter, die nicht so einfach zu händeln sind. #augen

          Da ist nichts mit "festen Schlafenszeiten einführen", wenn der liebenswerte, aber nervige Schreihals das nicht mitmacht.

          "Sicherlich braucht das Baby Dich gerade total viel aber ich denke, das es am Abend auch mal ins Bett geht, oder?"

          Es gibt Babies, die verbringen den Abend mit Schreien und schlafen, wenn, nur mit Körperkontakt. Monatelang.

          Dass du andere Kinder hattest, war nicht dein Erziehungserfolg und lag auch nicht daran, dass du so entspannt warst, sondern war schlichtes Glück.

          • Nicht jedes Kind ist pflegeleicht und nicht jedes Kind quengelt.

            Und ja, wenn es ein ganz normales Kind ist - nicht super pflegeleicht und nicht super schreiend, kann man mit 6 Monaten anfangen einen Rhythmus zu beginnen.

            Dies kann zu Hause vieles erleichtern, mehr Ruhe für die Mutter, etc.

            Leider gibt es halt auch Mamis, die lassen die Kids sooo lange Wach wie es nur geht, um gemeinsam ins Bett zu gehen. Halte ich für eine gute Beziehung zum Partner nicht unbedingt förderlich, bzw, auch für die eigene Ruhephase, um mal Luft zu holen.

            DAS ich entspannte Kinder hatte, liegt leider seeehr oft an entspannte Eltern.:-p:-p:-p:-p

            LG
            Lisa

            • Dem Kind zwanghaft einen Rhythmus aufzwingen zu wollen, macht oft nur mehr Stress, als es einfach zu akzeptieren.

              Unser Sohn hat 5 Monate nur bei uns auf dem Sofa geschlafen. Ständig zu ihm zu laufen und gar keine Ruhe mehr zu haben, war keine Option.

              Und mein Mann hat das Gas genauso gesehen. Wir hatten dadurch beide viek webuger Stress und überhaupt keine schreiphasen. Bis heute nicht, weil wir nichts aufgezwungen haben.

              Das war bei Kind 1 anders und hat uns deswegen auch viele Nerven gekostet und wir haben viel gestritten.

              >>DAS ich entspannte Kinder hatte, liegt leider seeehr oft an entspannte Eltern<<
              Arrogant hoch 10.
              entspannte Eltern gibt es nicht, wenn man sich und das Kind zu etwas zwingt, was beide Parteien nicht wollen und nur noch schlimmer und zeitaufwändiger wäre.

              • (10) 10.10.16 - 12:44

                Naja, wo ist das Problem, ein Kind welches auf dem Sofa einschläft ins Bett zu bringen oder vorher, wenn man merkt die Augen fallen zu?

                Irgendwann wird er doch eh ins Bett gebracht....weil es schläft oder wieder schläft.

                Ich habe hier noch von "zwingen" geschrieben aber es gibt genug Eltern, die lassen ihre Kinder "bewusst so lange wach", damit sie gemeinsam ins Bett gehen können.

                Lisa

                • Man merkt, du hast nicht sooooo viel Ahnung.

                  Wenn man selbst pflegeleichte Kids hat, sollte man keine Ratschläge an die verteilen, die sie nicht haben.

                  Mein Söhne haben sich nie einfach so ins Bett legen lassen. Auf der Couch waren sie aber bei uns, sie spürten unsere Nähe und schliefen Friedlich.
                  Bei Kind 1 hab ich das versucht. Hat mir mehr scherereien und Gebrüll beschert, als vorher.
                  Bei Kind 2 hab ich's genommen, wie es kam und hab ihm Zeit gegeben. So hatten wir bei ihm keinerlei probleme bei Umstellungen.

                  Und solche Eltern, wie du beschreibst, kenne ich nicht.

              "entspannte Eltern gibt es nicht, wenn man sich und das Kind zu etwas zwingt, was beide Parteien nicht wollen und nur noch schlimmer und zeitaufwändiger wäre."

              Zwingen bringt nichts, aber es gibt schon auch Eltern, die sich die Schlafenszeiten völlig von den Babys aufdrücken lassen. Das ist anfänglich vollkommen OK, aber mit 6 Monaten können manche auch schon alleine einschlafen lernen. Wenn man den Zeitpunkt verpasst, ihnen das beizubringen, hocken die Eltern irgendwann auch noch beim 3jährigen nebendran, bis er eingeschlummert ist.

              • "Wenn man den Zeitpunkt verpasst, ihnen das beizubringen, hocken die Eltern irgendwann auch noch beim 3jährigen nebendran, bis er eingeschlummert ist."

                Wir begleiten sogar unsere Vierjährige noch körperlich in den Schlaf. Sobald sie eingeschlafen ist (und das ist meist nicht allzu früh, sie braucht sehr wenig Schlaf) tragen wir sie in ihr Bett. Das Baby schläft gleichzeitig und dann können wir unserem Paaralltag nachgehen.

                Das ist doch eine Sache von Minuten. Das beeinträchtigt das Paarleben mit Sicherheit nicht.

                • Ich glaube, diese Diskussion lässt sich nicht lösen...

                  Was ist so falsch daran, einzusehen, dass es DEN einen richtigen Weg nicht gibt?
                  Was für die einen Eltern und ihre Kinder o.K. ist, ist es für andere noch lange nicht - warum soll also nicht jeder seinen Weg gehen?

                  Bei uns war es auch so, dass die Kinder nie in unseren Betten gelegen haben. Wir konnten dann alle nicht gut schlafen (probiert haben wir es mal). Und ja, beim ersten Kind hatten wir fast ein Jahr keine feste Abendzeit (doch, nach der letzten Flasche gegen 22. Uhr) zum ins Bett gehen aber beim zweiten haben wir die Zeiten ziemlich früh an die des Großen angelehnt, damit es passte für unseren Alltag - d.h. nicht, dass wir unsere Kids hätten schreien lassen aber wir haben unsere Kinder in ihren Zimmern ins Bett gebracht und da schliefen sie dann auch, teilweise mit, teilweise ohne Begleitung. Ob das nun daran lag, dass sie pflegeleicht gewesen wären oder daran, dass wir entspannt waren oder nicht, das vermag ich nicht zu sagen... Und ja, das hat schon irgendwie was mit "Beibringen" zu tun, zumindest in dem Sinne, dass man für sich und auch für das Kind sichtbar eine Idee davon hat, wie z.B. der abendliche Ablauf sein soll.

                  Zum Beispiel wäre es für mich nicht in Frage gekommen, mein Kind auf dem Sofa hinzulegen, bis es einschläft, denn geschlafen wird im Bett. Das handhaben wir alle auch so. Aber deswegen ist es doch nicht falsch, wenn andere Eltern es so machen - darüber zu urteilen würde ich mir nicht erlauben. Für euch hat es so ja gepasst und dann ist es doch gut so.

                  Auf jeden Fall hat es bei uns funktioniert. Für uns und für die Kinder auch. Sie gehen heute noch zufrieden und gern ins Bett (wir haben auch einen Vielschläfer und einen Wenigschläfer hier - der spielt dann halt morgens shcon eine Stunde, bevor alle aufstehen...).

                  Und was nun das Paarleben beeinträchtigt oder nicht - auch das ist sicherlich von Paar zu Paar sehr verschieden und hängt mit den jeweiligen Einstellungen zu z.B. Erziehungs- und Liebesthemen zusammen....

                  LG

                  a79

              Das ist absoluter Unsinn.

              Genauso wie das Ammenmärchen, dass Kinder, die lange im Familienbett schlafen, nie da rausgehen und die Eltern nie mehr ihr bett für sich haben.

              Wenn man lernt, gewisse Dinge nicht erzwingen zu wollen und sie annimmt und einfach akzeptiert, dass sie so sind, macht es alles viel einfacher.

              Natürlich gibt es stimmen wie deine oder Twins, die dann Druck auf Eltern ausüben. Ich kenne das, das hab ich mir bei Kind 1 auch sagen lassen. Da hab ich Zuviel auf solche Stimmen gehört. Wir waren beide dann nur stresst und Kind 1 hat soviel geschehen.

              Bei Kind 2 haben wir's einfach genommen, wie es kommt und haben uns von niemandem reinreden lassen. Mei, war die Zeit zu entspannt #schein

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