Kompliziert

    • (1) 12.10.16 - 17:00
      amigos

      Hallo! Ich habe seit mehr 2 Jahren einen Freund bzw eine Affäre oder wie auch immer. Er sagt selbst er ist beziehungsunfähig. Ich habe immer gesagt mir ist es egal, er ist mir wichtig und ich will ihn nicht verlieren. Ich wollte ihn so akzeptieren wie er ist. Egal wie unser Beziehungsstatus genannt ist. Doch es ist so schwierig. Er ist sehr freiheitsliebend, er braucht Zeit für sich, Zeit für seine Freunde. Manchmal meldet er sich 2 Wochen nicht. Geht nicht ans Handy. Reagiert nicht. Aber wehe er will etwas von mir und ich bin nicht sofort für ihn da. Dann ist er beleidigt und sauer. Wenn ich etwas mit einer Freundin ausmache und er will mich sehen, dann erwartet er dass ich das absage. Und ich tue das sogar, weil ich froh bin wenn er mich sehen will. Inzwischen sind meine Freundinnen sauer weil ich sie so oft versetze. Er spioniert mir auf FB hinterher und wehe ich poste ein Foto mit einem Mann, dann will er alles darüber wissen und fragt ob wir was am laufen haben. Wenn ich ein Foto mit meinem Ex und meiner Tochter poste weil wir am Wochenende Geburtstagsfeier hatten, dann meint er wieso ich Fotos von meinem Ex poste. Er ist einerseits so besitzergreifend und andererseits will er selbst jede Freiheit. Dann gibt es da noch die andere Seite. Manchmal ist er total auf Schmusekurs und wir verbringen eine ganze Woche miteinander. Dann kommt er direkt nach der Arbeit zu mir und wir kochen zusammen, er bringt Geschenke mit, Blumen, er spielt mit meiner Tochter und geht mit ihr auf den Spielplatz damit ich in Ruhe ein Bad nehmen kann usw. Er wohnt dann eigentlich die ganze Zeit bei uns und wir leben wie jedes normale Paar. Doch irgendwann ist es ihm dann zu viel und er klinkt sich 2 Wochen aus. Dieses hin und her macht mich fertig. Meine Tochter gewöhnt sich dann auch daran dass er da ist und plötzlich ist er weg und sie fragt jeden Tag wann er wieder kommt.

      Also wenn es nach mit ginge, muss es keine der beiden extreme sein. Er muss nicht dauernd bei uns sein, er kann gerne seine eigene Wohnung behalten, seine Freiheiten, aber dann sich einfach 2 Wochen nicht melden? Bei ihm gibt es kein Zwischending. Er ist so extrem. 1000 % aufeinander glucken, dann ewig nicht melden. Manchmal war er auch 4 Wochen bei uns, traf in der zeit keine Freunde, war nicht unterwegs. Ich fand es schön, auch wenn mir das dann fast zu viel war, weil er dann DAUERND hier war. Und er möchte dann auch nicht, dass ich weg gehe und etwas mit Freundinnen mache. In der Zeit gibt es dann nur ihn. Wenn er dann weg ist, weil er genug einen auf Familie gemacht hat, dann kann ich sehen wie ich zurecht komme und die ganzen sozialen Kontakte wieder nachholen.

      Das hat mich schon zwei Mal so genervt, dass ich Schluss gemacht habe. Doch er beteuert dass er mich liebt und mich nicht verlieren will. Er hat auch so viele liebenswerte Seiten und wenn er ein wenig normaler wäre was seine Nähe-Distanz in der Beziehung angeht, dann wäre es perfekt. Doch dieses extreme macht mich fertig.

      Jetzt ist gerade wieder Pause angesagt, er meldet sich nicht. Keine Ahnung wie lange. Ich hatte immer gedacht es wird mit Zeit besser. Aber es ändert sich nicht. Auch nach so langer Zeit. Meine Freundin meint ich muss überlegen ob ich mit so jemandem zurecht komme. Der anscheinend wirklich beziehungsunfähig ist. Er bedeutet mir viel, ich liebe ihn. Doch es macht mich kaputt. Ich weiß nicht ob ich auf Dauer damit leben kann. Soll ich ihm die Pistole auf die Brust setzen und sagen entweder er wird etwas "normaler" oder ich trenne mich? :-( Oder soll ich ihn so akzeptieren wie er ist? Ich hatte eigentlich den Traum von einem zweiten Kind. Doch mit so einem Mann, der einfach verschwindet und wochenlang nicht da ist, wie soll man ein Kind haben? Diesen Wunsch müsste ich dann begraben. Oder wird er ruhiger wenn er älter wird? Er ist jetzt 28. Meine Gedanken drehen sich gerade im Kreis. Was meint ihr dazu?

      Danke und viele Grüße

      • Klingt egoistisch-narzisstisch und so, dass sich das kein Mensch antun muss und man das keinem Kind antun darf.

        Der malt sich die Welt wie sie ihm gefällt und du tanzt das Spiel mit. Das hat nichts mit Liebe sondern mit Abhängigkeitsverhältnis zu tun.

        Grüße Küstenkönigin

        • Ich persönlich glaube ja nicht an diese Beziehungsunfähigkeits-Ausrede die viele Männer so gerne als Vorwand nehmen.

          Für mich sind das Männer die keinerlei Verpflichtungen eingehen wollen, immer ein wenig unverbindlich bleiben, aber dennoch gerne hin und wieder zu einer Frau ins warme Bett kriechen um sich betütteln und umsorgen zu lassen. Und um die körperlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Da die wenigsten Frauen auf eine ehrliche Ansage a la " ich will keine Beziehung , keine Verpflichtung, aber hey lass uns doch ins Bett gehen " stehen.. haben sich diese Typen eben was cleveres ausgedacht. Geben immer gerade so viel n Emotionen, Verbindlichkeiten ab , wie notwendig um die Frau in dem Glauben zu lassen, ihn eines Tages rumkriegten zu können und dennoch so wenig dass sie sich ohne große Erklärungen einfach so verabschieden können, wenn sie doch plötzlich mehr will. Nach dem Motto
          " was nervst du mich? Du wüsstest dich dass ich keine Beziehung will"
          Meiner bescheidenen Erfahrung nach, können beziehungsunfähige Männer plötzlich sehr beziehubgsfähig werden.. wenn sie glauben die richtige Frau getroffen zu haben.

          Versuch dich unabhängig von ihm zu machen . Trenn dich, es gibt so viele tolle Männer d draußen

          • (4) 13.10.16 - 12:42

            "Für mich sind das Männer die keinerlei Verpflichtungen eingehen wollen, immer ein wenig unverbindlich bleiben, aber dennoch gerne hin und wieder zu einer Frau ins warme Bett kriechen um sich betütteln und umsorgen zu lassen."

            Selbst wenn es einfach wäre, wie du es schreibst...Was ist dagegen zu sagen? Es ist doch jedermanns Sache, sein Lebensmodell so zu wählen, wie es ihm aktuell gefällt. Solange ein anderer oder eine andere dies mitmacht, sollte man nicht seine eigenen, konträren Vorstellungen eines Zusammenlebens als Idealbild anderen überstülpen.

            Ich frage mich bei solchen Postings wie deinem zwei Sachen:

            1. Reagiert "Frau" auch so wenn eine Frau statt einem Mann derart ungebunden ihr Leben ausgestaltet? Oder gilt diese Frau dann nicht vielmehr als modern, als eigenständig und selbstbestimmt? Die Worte "verantwortungslos" und "unverbindlich" würden dann wohl weit weniger häufig fallen.

            2. Sind Menschen, die sich auf festere Beziehungen einlassen denn per se weniger egoistisch? Haben die keine Erwartungshaltungen und Erwartungen an den Partner und die Partnerschaft? Und scheitern diese Beziehungen nicht allzu oft an völlig überhöhten Erwartungen?

            Ich habe selbst mehr als 16 Jahre sehr unabhängig gelebt und ähnliche Beziehungen geführt wie der Freund der TE. Es stand den anderen frei, es zu beenden wenn es ihnen substantiell nicht reichte. Ich habe es allerdings auch schon selbst beendet wenn mir die Nähe zu viel wurde und der Betreffende aus seiner Sicht nicht anders konnte, also entweder mit vollem Programm oder lieber gar nicht mehr. Das Handeln liegt aber primär in der Verantwortung desjenigen, der unzufrieden ist.

            • Deshalb habe ich ja geschrieben " Für mich" ist ein solcher Partner nichts . Und für die TE anscheinend auch nicht denn sie schreibt selbst wie unter seinem Verhalten leidet bzw. sein Verhalten als kränkend empfindet.

              Gerne darf jeder sein Lebensmodell haben dagegen habe ich nichts gesagt.

              Ach , und per se ist gegen ein solches Verhalten wie das des Mannes der TE nicht zu sagen.. aber wenn er , so wie Ihrer und meiner damals auch etwas einfordert was er selbst nicht zu geben bereit ist .. ja, das ist in meinen Augen egoistisch .

              Und da ich damit nicht klar kam , und es leid war " es mit mir machen zu lassen " ist er nun mein Exfreund ????

      (7) 12.10.16 - 17:07

      Stell den Kerl langsam mal vor die Wahl entwendet eine richtige feste Beziehung oder du suchst dir einen anderen. Wird Zeit dass der mal erwachsen wird.

      • (8) 12.10.16 - 17:12

        Er sagt er kann das nicht, mit jemandem zusammen wohnen z.B. Er hat noch nie mit einer Frau richtig zusammen gewohnt und unsere "Beziehung" war die längste die er bisher hatte. Dabei scheint er das schon immer ganz gut zu finden wenn wir einige Zeit so richtig zusammen sind mit Kind und allem drum und dran.

    Hallo!
    Auch wenn's weh tut was ich schreibe, aber das klingt als kann er alles mit dir machen.
    An deiner Stelle würde ich aber deine Tochter aus allem raushalten. Wenn sie eine Trennung verarbeitet braucht sie Halt und nicht so'n Luftikus!
    Such dir eine ernsthafte Beziehung!

    • (10) 12.10.16 - 17:15

      Ich mache das schon ziemlich lange mit, das stimmt. Die Freundinnen die er vor mir hatte, die haben das nicht so lange mit gemacht. Doch ich sehe in ihm den tollen Mensch der er sein kann. Jedes Mal wenn ich mich getrennt habe bin ich wieder schwach geworden bei ihm. :-(
      Meine Tochter kann ich da nicht raus halten. In seinen Phasen wo er auf Familie macht, da wohnt er bei uns, manchmal 2 bis 4 Wochen am Stück, das war das längste.

      • Wenn du willst kannst du. Dein Kind sollte da vorgehen.
        Entweder eine richtige Beziehung oder gar nicht!

        • (12) 12.10.16 - 17:21

          Ich denke mir immer, irgendwann muss es doch klick machen bei ihm. Dass er in dieser Zeit bei uns merkt wie schön das sein kann. Er sagt immer wie wohl er sich bei uns fühlt und dass er sich eine Familie wünscht. Und die Zeit ist dann traumhaft schön. Doch leider nur von mehr oder weniger kurzer Dauer. Und dann ändert sich plötzlich alles wieder und er ist weg. :-( Ich hoffe er wird älter und "sesshaft" und merkt, dass er nicht für immer so leben kann wie jetzt. Doch wann merkt er das?

          • <<<<<Ich hoffe er wird älter und "sesshaft" und merkt, dass er nicht für immer so leben kann wie jetzt. Doch wann merkt er das?<<<<<

            Wenn du Pech hast, merkt er es erst mit 80. -> Wenn er jemanden braucht, der ihm regelmäßig den Boppes abputzt.

            (14) 13.10.16 - 11:05

            Ich denke mir immer, irgendwann muss es doch klick machen bei ihm
            -----

            Du hast dich doch schon einmal getrennt. Und.......? Hat es da "Klick" gemacht bei ihm und zu irgend einer Veränderung geführt, ist er dir nur ein Stück weit entgegen gekommen, hat zu verstehen gegeben, dass du ihm so wichtig bist, dass er sich ändern wird?

            Wenn er überzeugter Freigänger ist, wird er sich nicht ändern. Einen Fleischfresser wirst du auch nicht bekehren können. Der isst bei dir vielleicht vegetarisch mit, weil es nicht schadet und so verkehrt nun auch nicht schmeckt, wenn es ihm gekocht und vorgesetzt wird. Aber danach geht der wieder zu Mc. Donald und isst seinen Burger. Auch wenn du ihm 100x erzählst, wie gut und gesund vegetarisches Essen doch ist.

            Ein Freund von uns ist überzeugter NICHT-Hochzeiter. In den letzten 25 Jahren haben sich 4 Frauen an ihm abgearbeitet. Jede hat versucht, ihn zu Ehe und Kindern zu bekehren. Er hat sich lieber getrennt, als nur einen Schritt nachzugeben. Heute ist er Mitte 50 und atmet auf, weil inzwischen seine Freundin auch zu alt für Nachwuchs ist. Ab und an lässt sie mal durchblicken, dass eine Hochzeit nicht soooooo schlecht wäre, aber er ist auf dem Ohr taub. Ich glaube ihm auch, dass er bei seiner Einstellung bleibt.

Kann dich gut verstehen... Finde, du hast deine Gefühle so auf den Punkt gebracht, dass ich direkt den Gedanken hatte, dass du ihm diesen Text einfach mal vorlegst... Ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass ihm - trotz der beiden kurzzeitigen Trennungen - gar nicht bewusst ist, was er dir mit seinem Verhalten antut. Liebe Grüße

Top Diskussionen anzeigen