Männer und Erziehungsjahr>schwierig zu verstehen!

    • (1) 22.10.16 - 07:47
      Milynn

      Hallo guten morgen ;)

      Wie ihr oben schon lesen könnt, richtet sich meine Frage ein bisschen mehr an die Männer.

      Mein Freund und ich wollen iwann ein Kind.
      Jedoch ist es so, dass ich derzeit in einer,sagen wir,schwierigen psychischen Verfassung bin,und in Therapie.

      Mein Freund und ich Sprachen über Kinder und über die Zeit währenddessen und danach.

      Ich kann es mir nicht vorstellen, dass da mal ein Mensch Un mir wächst,und ich es auf die Welt bringe...Aber okay,dass schafften andere Frauen auch. ;)

      Ich überlege,ob es realisierbar ist,dass mein Freund die Elternzeit,ca 1Jahr zu hause bleibt und ich wieder arbeiten gehe,obwohl er mehr verdient als ich.

      Gibt es hier jemand die das so leben?
      Ich möchte meinem Freund nicht die Chance auf ein Kind nehmen..
      Aber so richtig weiß ich nicht ob ich dem gewachsen wäre..

      Ich bin ein Mensch,ich muss über alles Kontrolle haben,bzw die Möglichkeit selbst zu bestimmen..
      Das ist mein Krankheitsbild.. :,(

      In urlaub fliegen is Hölle,ich kann da nicht aussteigen wenn ich will..

      Das als Beispiel.

      Und genauso wenig hätte ich bei einer Ss Kontrolle über z.b. das wachsen des Bauches oder über Bewegungen...

      Ich weiß nicht was ich machen soll...Will ich überhaupt das alles so??

      Wenn nicht,muss ich mich wohl trennen,denn mein Schatz ist 32 und ich nehm ihm die Chance auf Familie wenn ich kein Kind möchte. :(

      Ich fühl mich schlecht.

      • Hallo,

        Nimm es mir nicht übel, aber derartige Dinge solltest du im Zuge deiner Therapie besprechen.
        Zudem ist ein Kind kein Kompromiss, wenn du selber von dir sagst das du damit nicht klar kommst, schon allein körperlich, dann ist das so.
        Keiner hier kann dir sagen "ja mir hin es so ähnlich und jetzt ist doch alles toll mit Kind", sowas kann bei dir ebenfalls zutreffen oder auch nicht.
        Dein Freund hat mit 32 noch alle Zeit der Welt mit Kindern, die Frage ist ja eher wie alt du bist.
        Wie lange machst du die Therapie schon? Wenn es erst seit kurzem ist, könntet ihr vielleicht noch ne Weile warten wie sich dein Krankheitsbild entwickelt.
        Nimmst du Medikamente und ist eine Schwangerschaft mit diesen kompatibel?
        Alles fragen die du hier nicht beantworten musst, die aber in deine Planung mit einfließen sollten.

        Klar ist es schade wenn deine Beziehung daran scheitert , falls du dich dagegen entscheidest, aber man muss selber voll hinter der kinderplanung stecken und grad du als Frau MUSST ja nun mal zwangsläufig durch Schwangerschaft und co.
        Was bringt es euch wenn ihr alle unglücklich und psychisch am Ende seid?
        Es ist ja nicht nur dieses eine Elternjahr, was es zu überstehen gilt, dieses Kind habt ihr ein Leben lang und du wirst dich nie komplett raushalten können.

        LG

        • Kompliment für deine Antwort #blume

          Dem ist nichts hinzuzufügen!

          @TE

          Um es nochmal zu betonen: mit dem einen Jahr Elternzeit ist es ja nicht getan (und auch da hat der arbeitende Partner Einschränkungen). Es geht dann ja auch weiter! Viele Jahre lang!

          Und ein Kind ist nicht berechenbar oder kontrollierbar wie eine Maschine - in dem Maßstab ist das erste Jahr sogar noch irgendwie leichter. Neben Versorgung (und viel Liebe ;-) ) die es benötigt ist es ja noch nicht so mobil. Mit einem Jahr räumt es dir dann vielleicht deine Regale aus, schmeißt die Rasse ins Klo oder fegt dir das Essen vom Tisch. Kommst du mit deinem Krankheitsbild damit zurecht?

          LG

      Dass der Mann im Elternzeit geht, ist zwar durchaus realisierbar. Aber es löst dein Problem nicht. Ein Kind bedeutet Einschränkungen in seiner freiheit- nicht nur im ersten Lebensjahr sondern so lange, bis es auszieht. Ein Kind bedeutet Verantwortung übernehmen- sein Leben lang. Es bedeutet schlaflose Nächte, nicht mehr tun zu können, wann, wie lange und mit wem man will. Ein Kind heißt seine Bedürfnisse hinten anstellen. Wenn du das nicht kannst oder willst, solltet ihr kein kind bekommen. Denn wenn du nicht für es da sein kannst, solltest du keine Mutter werden.

      Du solltest Dich mit Deinen Freundinnen, die schon Kinder haben, über das Leben mit Kindern (insbesondere mit Babies) unterhalten. Man kann sich da nämlich nicht herausnehmen, sobald ein Baby im Haushalt ist, wird einem alles diktiert.

      Außerdem ist Dein Therapeut eher der Ansprechpartner, wenn es um die Planung von Kindern in Bezug auf Deinen Gesundheitszustand geht. Und mit 32 kann Dein Freund auch noch einige Jahre warten, bis Du gesünder bist und Dich selbst entscheiden kannst.

      Ich halte schlicht den Zeitpunkt für so eine Entscheidung für falsch gewählt.

    • Was Du Dir vorstellst, funktioniert nicht.

      Du kannst nicht Deinem Freund zuliebe "ein Kind bekommen". Das ist viel viel mehr Stress und Arbeit, als Du Dir überhaupt vorstellen kannst. Im besten Falle 18 Jahre lang.

      Hallo,

      ich wollte zu Bedenken geben, dass es bei Kindern keine Zeit während dessen oder gar danach gibt.

      Für Kinder entscheidet man sich oder eben nicht. Ein bisschen schwanger und nur etwas Mutter sein gibt es nicht.

      Auch wenn das jetzt blöd rüberkommt: Ich glaube, Du solltest Dir für eine Entscheidungsfindung viel Hilfe holen, das schaffst Du nicht allein.

      Hallo,

      ein Kind zu erziehen, ist eine riesige Aufgabe für 2 Erwachsene - und das über mindestens 10 Jahre intensiv, dann immer etwas weniger, aber trotzdem noch sehr präsent.

      Man ist dann einfach zu dritt. Könntest Du jetzt mit einer 3. vollständig allein denkenden Person zusammenleben, die sich nicht von Dir kontrollieren lässt?

      Gerade in den ersten Jahren ist Kindererziehung eine anstrengende Aufgabe - natürlich ist es schön, aber man gibt weit mehr als man bekommt in der Zeit. Das "etwas zurück bekommen" kommt erst später, und auch nur dann, wenn man für sich und seine Familie das richtige getan hat.

      Wenn Du das nicht kannst, solltest Du aktuell nicht über Kinder nachdenken. Mit Deinen Einschränkungen wäre das für ein Kind einfach nicht die richtige Aufwachs-Umgebung. Es wäre dem Kind gegenüber unfair.

      Das ist natürlich schwer zu entscheiden, wenn man noch kein Kind hat - man hat ja nix zum vergleichen.

      Kannst Du nicht Zeit bei Verwandten mit Kindern verbringen und schauen, wie die leben und welche Kompromisse gemacht werden und gemacht werden müssen?

      Wenn Dir das nicht zusagt, dann musst Du es zugunsten eines noch nicht vorhandenen Kindes lassen.

      Es ist wie mit Haustieren: Wenn Du keine Zeit für einen Hund hast oder den Dreck nicht haben willst, dann schaff Dir keinen Hund an - es wäre keine artgerechte Haltung und dem Tier gegenüber unfair.

      Ich wünsch Dir alles Gute.

      jg

      (10) 23.10.16 - 17:19

      Hallo,

      >>Mein Freund und ich wollen iwann ein Kind.
      Jedoch ist es so, dass ich derzeit in einer,sagen wir,schwierigen psychischen Verfassung bin,und in Therapie.<<
      Bitte denkt Beide erst über Kinder nach, wenn Du geheilt bist, alles andere wäre weder für Dich noch das Kind gut, ja selbst für Deinen Freund nicht.

      LG

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