Stress wegen Arbeitszeit Seite: 2

                • "Über eine Mutter die ohne mit der Wimper zu zucken ihr 6 Wochen altes Baby zurück lässt um Karriere zu machen denke ich mir meinen teil.... "

                  Sorry, aber richtig NACHdenken sehe ich nicht bei Dir.

      1.: Wie alt sind die Kinder? Hast Du bei denen den Eindruck, dass sie Dich "vermissen"?

      2.: Die Putzfrau soll abgeschafft werden und Du sollst das "wieder" machen? Wieso? Wenn er doch zu Hause ist, kann er doch die Putzfrau abschaffen und das selbst machen?!

      3.: Könnt Ihr Deinen täglichen Arbeitsweg verkürzen?

      Ich ziehe den Hut vor Frauen, die eine Familie haben und Karriere machen. Ich hab überlegt, ob ich "trotzdem" schreibe. Und hab mich geschämt, dass 2016 in einem der reichsten Länder der Welt Familie und Karriere für Frauen immer noch ein Widerspruch zu sein scheinen. Wenn es klappen soll, dann muss der Partner das absolut unterstützen, genau wie Männern vielfach völlig selbstverständlich von ihren Partnerinnen der Rücken freigehalten wird damit sie Karriere machen können.

      Es gibt ja den Spruch "hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine Frau, die ihn stützt". Und die Erweiterung "und hinter jeder erfolgreichen Frau stehen drei Männer die versuchen, sie zurückzuhalten".

      Auch wenn Ihr wohl vorab alles besprochen habt ud Euch einig gewesen seid, dass Du Karriere macht, scheint er aktuell mit der Rollenverteilung unzufrieden zu sein. Hat sich in seinem Umfeld etwas verändert, so dass ihm das jetzt unangenehm ist? Einen Lösungvorschlag, der sich nicht vor allem darauf stützt, dass er seine Einstellung (wieder) verändert, hab ich leider nicht. Aber ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr über Eure jeweiligen Bedürfnisse reden könnt (und zwar über die tiefliegenden, nicht über "die Putzfrau soll weg, mach Du das wieder!")

      • (28) 28.10.16 - 07:26

        "Ich ziehe den Hut vor Frauen, die eine Familie haben und Karriere machen"

        und ich ziehe den Hut vor Frauen, die eine Familie haben und Vollzeit arbeiten müssen, damit das Lebenseinkommen trotz oder mit Mann gesichert ist und die sich nicht jahrelang auf gemütlichen 20-Stunden-Stellen ausruhen können.

        Denn die, die Vollzeit arbeiten müssen, sind ja doppelt die Gearschten - vernachlässigen ihre Kinder und machen trotzdem nicht zwangsläufig Karriere...

    Hallo,

    ich kann euch beide verstehen.

    Als Mama von drei Kindern (16, 3, 2) konnte ich sowohl die Erfahrung im schnellen Wiedereinstieg in den Beruf machen als auch Erfahrung als Hausfrau und Mutter sammeln. Bei meinem ersten Sohn bin ich auch sofort wieder arbeiten gegangen und es war für mich selbstverständlich dass mein heutiger Ex-Mann und ich uns die Betreuung teilen. Es war ebenfalls abgesprochen, dass er erstmal etwas zurücksteckt und ich Karriere mache. Damals war ich allerdings noch sehr jung und habe wenig an meine Familie und mehr an mich selbst gedacht. Wohl in der Annahme, dass wenn ich mehr Geld mit nach Hause bringe, ich meiner Familie Gutes tue. Aus heutiger Sicht bereue ich es, dass ich zu gewissen Anlässen oder Zeiten einfach nicht greifbar war für meinen Sohn. Irgendwann hatte ich es kapiert, dass es nicht nur um den eigenen Job gehen darf und habe mein Pensum von 60 auf 35 heruntergeschraubt. Zu spät, wie ich heute denke. Denn meine Ehe ist in die Brüche gegangen und mein großer Sohn hat eine deutlich engere Bindung zu meinem Ex-Mann als zu mir.
    Hätte mir das damals ganz am Anfang jemand gesagt, dann hätte ich demjenigen nicht geglaubt bzw . als Gegner von Gleichberechtigung abgetan und belächelt.

    Vielleicht bemerkt dein Mann einfach, dass es euch nicht gut tut als Familie. Evtl. bedauert er es, dass du nicht genügend Zeit für die Familie hast.

    Seit vier Jahren bin ich erneut verheiratet, habe zwei kleine Kinder mit ihm. Dieses Mal mache ich es anders...seit beide auf der Welt sind bin ich Hausfrau und Mutter (und das nicht weil ich keinen Job kriegen oder weniger Gehalt bekommen würde).

    Ob ich wieder arbeiten gehen werde, weiß ich nicht da mein Mann selbst immer bis 19 Uhr unterwegs ist. Nun sehe ich, wie wenig mein Mann von den Kindern mitbekommt und wie wichtig seine Arbeit für ihn ist.

    Zu deiner Frage wegen der Teilzeit.....nun ja....am sinnvollsten wäre es wohl, wenn Frauen und Männer sich die Arbeit als auch das Familienleben teilen würden und beide keine über 40 Std. arbeiten müssten. Eine Arbeitszeit von 30 Stunden für beide wäre dabei denkbar, aber wohl kaum umsetzbar in unserer heutigen Gesellschaft.

    Die Sache mit dem "Putzfrau weglassen" halte ich für etwas ungünstig ausgedrückt, aber niemand ist perfekt ;-).

    Ich bin mir sicher, dass wo ein Wille ist, auch ein Weg ist und ihr einen für euch finden werdet.

    Viele Grüße

    #winke

  • Ich habe die anderen Antworten nicht gelesen, das vorab.

    Was üblich ist, oder eben auch nicht, kann dir egal sein. Wichtig ist, dass ihr beide hinter eurer Entscheidung bzw. Lebensführung steht und euch einig seid. Da müsst ihr einen Kompromiss finden.
    Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dass jemand für die Kinder da sein sollte und wir dafür kürzer treten. Der sichere Hafen nach Kiga, Schule und dergleichen ist uns wichtig, zwei Stunden zwischen Feierabend und Schlafenszeit finden wir für Kinder zu wenig.

    Ich bin zuhause, kümmere mich um unsere 3 Kinder, Haus, Hof, Behörden und Finanzen, die Arbeitszeiten meiner Frau sind deinen sehr ähnlich. Das war unsere Individuelle Entscheidung, die Außenwirkung war uns dabei gleichgültig und ist es bis heute. Allerdings verteufel ich auch niemanden, der es anders macht, es ist eben alles höchst individuell.

    Wie lange wir arbeiten, wie die Verteilung bei uns ist und ob das für uns akzeptabel ist, spielt für euch und euer "Problem" doch gar keine Rolle...

    Ich arbeite 30 Std. pro Woche, unser Kind ist 3 Jahre alt und ich bin während der Woche mit dem Kind alleine. Deswegen kann und möchte ich derzeit nicht Vollzeit arbeiten. Ja, ich halte meinem Mann den Rücken frei und finde das ok so. Allerdings habe ich den Anspruch, auch mal wieder Vollzeit arbeiten zu können.

    Dennoch finde ich das Verhalten deines Mannes inakzeptabel. Es macht mir ein bisschen den Eindruck, als wolle er sich kleinhalten. Es passt ihm anscheinend einfach nicht, dass du beruflich erfolgreich bist und mehr arbeitest (vielleicht auch erfolgreicher bist) als er! Viele Männer scheinen damit ein Problem zu haben.

    Wieso in Dreiteufels Namen sollst du weniger arbeiten und die Putzfrau abschaffen??? Mit deiner Stundenzahl ermöglichst du finanziell die Putzfrau. Wenn du weniger arbeitest, dann habt ihr weniger Geld zur Verfügung und könnt dann an der Putzfrau sparen - das Ergebnis ist aber doch das Gleiche.

    Er hat kein warmes Essen auf dem Tisch? Kann der arme Mann etwa nicht kochen? Was ist das für ein Chauvi, der erwartet, dass ihm seine Frau abends eine warme Mahlzeit hinstellt? Ich würde ihm die Nummern der Lieferdienste hinlegen.

  • (32) 28.10.16 - 09:47

    ... für uns gilt, dass die Arbeit emotional erfüllt (nicht immer), weswegen jeder so viel arbeitet, wie es für ihn wichtig ist und dass man darin gut ist (Vertiefung von Erfahrungen und Wissen beispielsweise).
    Und im Moment suchen wir beide, wie viel geht und wie ruckelt sich das Privatleben ein, welches uns beiden auch wichtig ist.

    Die Argumentation mit warmen Mittagessen und Putzfrau klingt für mich eher nach dem Wunsch nach Betreuung für deinen Mann... er kann ja auch kochen...

    jeden Tag zwei Stunden Fahrtzeit plus den 42 Arbeitsstunden finde ich schon eine Leistung. wenn du dafür das Wochenende richtig frei hättest und emotional nicht weiter in deinem Beruf hängst und am Sonntag nicht schon Neues vorbereiten musst, dann finde ich: lieber weniger Zeit und die dafür intensiv mit der Familie verbringen. Sich Zeit nehmen, zuzuhören, Zeit haben zu erzählen... das trägt meiner Meinung nach mehr, als Eltern die körperlich anwesend sind aber nicht emotional und mit ihrer Aufmerksamkeit.

    Die Rabenmutter-Argumentation finde ich - ehrlich gesagt - anmaßend... das solltest du eher mit dir und mit den Kindern besprechen. Je nach Alter wollen die sich eh lieber abnabeln und mit Freunden was unternehmen... Und Kinder können schon verstehen, dass ihr arbeitet, damit der Alltag so funktioniert.

    ich glaube, er kommt nicht damit zurecht, dass bei euch die Rollen bisschen vertauscht sind.

    lg

    (33) 28.10.16 - 09:53

    Hallo,

    erlich gesagt kann ich deinen Mann verstehen #kratz und ich hätte an deiner Stelle gegenüber den Kindern ein total schlechtes Gewissen , es bleibt überhaupt keine Zeit fürs Familienleben...und ich Frage mich dann auch wozu hat man Kinder wenn mann irgendwie kein Bock drauf hat...mit denen Zeit zuverbringen....lieber 100,-Euro weniger in der Tasche aber glückliche Kinder ;-)

    Ich gehe übrigends arbeiten , 4 Tage die Woche aber so das ich spätestens 16.00 Uhr Feierabend habe um meine Kinder von Kindergarten ,Schule abzuholen ...es sei denn mein Mann hat frei dann bin ich auch mal etwas länger weg.

    Wenn das noch wichtig ist wir haben drei Kinder #verliebt

    • (34) 28.10.16 - 10:08
      Nobody said it was easy

      Grmpf. Einige Erwartungshaltungen Deines Mannes sind schon haarig, so wie Du sie formulierst (vor allem: die Putzfrau und Du kannst wieder putzen... äh? Nur Du?)

      Das meiste ist glaube ich aber schon gesagt, und darum lösche ich jetzt auch meinen langen Text wieder und verlinke nur auf diesen Artikel: http://bruellen.blogspot.de/2014/10/ich-hab-die-nase-voll.html

      Wir wären froh über ne 100%-Stelle, über mehr Geld in der Tasche, nicht drüber nachdenken, ob man der Putzfrau wegen Geldmangel kündigt oder gleich die ganze Wohnung, nicht über Altersarmut grübeln muss...

(36) 28.10.16 - 10:30

Freitag, Frischling .... was will man mehr #fest#glas Na, hat jemand ne Ahnung?

  • Aber nein, was denkst du denn? #schein

    Man muss ihr aber zugestehen, dass sie immer mal wieder den Finger auf den wunden Punkt legt. Diese Diskussionen sind wichtig. Ich erlebe sowas in der Art gerade live bei einer Freundin mit. Wir sind als Gesellschaft eben doch irgendwo 1952 stecken geblieben.

    lg thyme

    Dann guck mal im Schwangerschaftforum....da spricht sie sogar Frauen nach einer spontanen oder KS Geburt die Schmerzen ab #augen sie wären zu verweichlicht. Ertragen nichts mehr. Die sollten mal nicht so rumheulen....

Es gäbe ja in der Woche nie was Warmes zu essen
...........................

Ähm, wieso kocht er sich nichts? Du bist doch nicht die Köchin!

Er behandelt Dich wie eine Angestellte, als Mutter sollste Heim, Herd, Kinder und ihn bedienen oder wie?
Dem Typ würde ich was erzählen. Er soll mal im 21. Jarhundert ankommen.

Top Diskussionen anzeigen