an die, die sich entliebt haben..

    • (1) 04.11.16 - 22:30
      woran habt ihr es gemerkt

      hallo zusammen,

      ich bin so unsicher, ich mag meinen mann. wenn ich mir vorstelle er wäre weg, dann wäre das wirklich schlimm, aber ich denke es sind nur noch freundschaftliche gefühle und da kann ja eine trennung auch weh tun.

      ich bin aber auch immer unter strom, habe wenig muse und zeit für mich.

      ich weiß einfach nicht, was liebe ist. er nervt mich oft, aber jemanden den man liebt kann man doch auch mal auf den mond schiessen wollen oder?

      andererseits leben wir wirklich wie bruder und schwester..

      wie war es bei euch, als es nicht mehr ging, woran habt ihr sicher bemerkt das es vorbei ist mit der liebesbeziehung?

      lg

      • Hallo!

        - der Sex wird monoton, wird stark weniger und hört ganz auf
        - man macht mehr Allein, weil der Partner nicht so Recht möchte
        - Bei Streitgesprächen wird der Ton lauter und es fallen schon mal unschöne Worte
        - man fährt auch mal Allein oder mit Freunden in den Urlaub
        - Einer oder beide Partner lassen sich äußerlich gehen
        - Es sind keine gemeinsamen Projekte mehr in Planung
        - Es entwickeln sich Hobbys, die Allein gemacht werden
        - Probleme bespricht man mit eher mit Freunden als mit dem Partner
        - Man fühlt sich nicht mehr so verstanden

        Fazit:

        Daß die Liebesbeziehung nachlässt ist in den allermeisten Fällen zu erwarten. Ob man
        dann gleich auseinander geht oder eine offene Partnerschaft lebt ist ganz unter-
        schiedlich.
        Bei uns ist es der letztere Fall. Das Nachlassen fing so nach 15 Jahren an und hat

        sich nach 20 Jahren verfestigt. Trotzdem wollen wir zusammen alt werden, weil
        wir eher Kopf als Gefühlsmenschen sind und die Basic's wie z.b Vertrauen, Pflicht-
        bewusstsein, Verlässlichkeit, Zufriedenheit, gleiche Ansichten zu vielen Dingen und

        Humor sind immer geblieben, da kann man gut mit leben.
        Ja und der Spaß ist eben nun individueller, muss aber nicht so bleiben, da schauen
        wir mal.

        • (3) 05.11.16 - 01:24

          Hallo,
          ich bin gerade ein wenig erschrocken darüber, dass alle deine genannten Punkte auch auf mich und meinen Mann zutreffen. Na ja, ich bin mir dessen bewusst, dass wir keine gute Ehe führen, aber irgendwie ist es trotzdem frustrierend, wenn man das so gespiegelt bekommt.
          Es ist traurig, wenn man kaum noch etwas, was einen bewegt, seinem Mann erzählen mag, weil das Vertrauen über die Jahre einfach weg ist. Mein Mann ist leider ein introvertierter Mensch geblieben. In 15 Jahren ist es ihm nicht gelungen über sich oder seine Gefühle zu sprechen, mit meinen ist er auch überfordert, daher ist bei uns das große Schweigen angesagt. Außer: "Wie war dein Tag?", und Dinge rund um die Kinder, gibt es keinen Gesprächsstoff. Ich bin es leid, ihn ständig aufzufordern und aus der REserve zu locken. Da kann auch keine Paartherapie mehr helfen. Er ist einfach so. Ich hoffe, dass auch er eines TAges einer offenen Beziehung zustimmt, dann könnte ich mir sogar vorstellen, mit ihm zusammen zu bleiben. Im Alltag ergänzen wir uns gut. Mal sehen, was die Zukunft bringt.

          Grüße

          • (4) 05.11.16 - 22:04

            "Da kann auch keine Paartherapie mehr helfen. Er ist einfach so. Ich hoffe, dass auch er eines TAges einer offenen Beziehung zustimmt, dann könnte ich mir sogar vorstellen, mit ihm zusammen zu bleiben."

            Habt ihr denn mal eine Paartherapie versucht? Oder eine offene Beziehung?

        Das hört sich für mich sehr erwachsen und vernünftig und zugleich auch irgendwie schrecklich an, vielleicht weil mir die sehr gelungene Problembeschreibung bekannt vorkommt, ich mir zugleich denke: Das kann es doch nicht sein, jedenfalls nicht für immer.

        Ist es tatsächlich so, dass der Wechsel zur offenen Beziehung bei euch den Druck vom Kessel genommen und damit die ganze Partnerschaft verbessert hat? Oder ist das im Grunde nur der letzte Schritt der Kapitulation? Wie kamt ihr zu dieser bewussten Entscheidung?

        • Hallo!

          Ich hätte in jungen Jahren auch nicht gedacht was man so Alles irgendwann umsetzen
          kann.

          Es kommt, meiner Ansicht nach, sehr stark darauf wie die Partner gepolt sind. Bei uns z.b

          ist Einer der introvertierte zuverlässige Pflichtmensch und Einer der Extrovertierte und
          kreative Macher. Also eine Ergänzung zweier unterschiedlicher Charaktere.

          Von Anfang an war klar dass das nur klappt wenn Jeder dem Anderen seinen Freiraum lässt
          und zum Glück ist Jeder von uns auch gerne mal Allein. Da kommt kein Klammern auf.

          Da wir uns mit 21 kennengelernt haben, waren die ersten 10 Jahre faszinierend und eine
          Bereicherung für Jeden, damals entwickelten sich auch die Rollen, welcher Jeder von
          uns für den Anderen spielt. Diese Rollenverteilung ist geblieben.

          Im Laufe der Jahre kam Routine auf und stärkere Impulse von außen bauten einen
          Veränderungsdruck auf. Da der introvertierte Part das eher aussitzen wollte ,ging
          der Extrovertierte auf Lösungssuche...Folge: neue Hobbys, neue Arbeit, neue Freunde.

          Da wir beide aus Überzeugung, mit 28 geheiratet haben, war immer klar dass Probleme
          nicht zur Trennung führen (Beide Eltern waren über 30 Jahre verheiratet). Wir kannten
          keine Scheidung in der Familie.

          Also kam es darauf an dass es einen Ausgleich geben muss, soll heissen daß wenn ich
          eine Woche Motorrad fahren gehe, dann macht meine Frau eine Woche Urlaub mit

          ihrer Freundin.

          Bei Zeitplanung und Verbindlichkeiten kommt zuerst die Familie und dann plant jeder
          die restliche freie Zeit für seine Aktivitäten........wir sind auch beiderseitig froh dass
          wir Einiges was der Partner macht ,nicht notgedrungen mitmachen müssen.

          Unser Grundsatz ist: Der Partner ist ein selbstständiger Mensch und nicht mein

          Eigentum, er bleibt nur wenn er sich wohl fühlt!

          Aber ehrlich, das ging erst so gut ab Mitte 40, weil man loslassen muss und man
          muss mit sich im Reinen sein!

    Hallo!

    ...als ich ihn nicht mehr "riechen" konnte.

    Hat er sich versehentlich mit meinem Handtuch abgetrocknet, konnte/wollte ich es nicht mehr benutzen aufgrund seinen eigenen Körpergeruches.

    LG

    Guten Morgen,

    ich konnte meinen Mann nicht mehr riechen.

    Du schreibst, dass Du ständig unter Strom bist... ich würde da zunächst mal schauen, dass Du da mehr für Dich tust, manchmal sind die Erwartungen an den Partner auch immens groß, wenn man selber unzufrieden ist.

    Alles Gute
    Joana

    (9) 05.11.16 - 14:04

    Ich habe es gemerkt, weil

    - ich keine Lust auf Zärtlichkeiten und Sex mehr habe
    - er mit relativ egal ist.
    - ich mich freue, wenn er mal weg ist.

    das wurde mit den Jahren immer ausgeprägter, so dass wir jetzt in Trennung leben.

    Hallo

    eine Ehe oder langjährige Beziehung sollte man nicht mit dauerhaft glückseligen Gefühlsansprüchen überfrachten.
    Es gibt auch Zeiten mit überwiegend freundschaftlichen Gefühlen.
    "Auf den Mond schießen wollen" ist auch nicht immer zu vermeiden im Alltag.

    <<<ich bin aber auch immer unter strom, habe wenig muse und zeit für mich.<<<<

    Dafür kann der Partner nichts .Das kannst nur du ändern.

    <<<andererseits leben wir wirklich wie bruder und schwester..<<<<<

    Warum?Wo oder mit wem lebt ihr eure Sexualität aus?Ist das zu beleben oder findet ihr euch körperlich nicht mehr anziehend?
    Dazu müsste man auch allgemein mehr Nähe herstellen.

    So 100% erkennt man das Aus einer Beziehung oft nicht.
    Zumindest mir ging es schon so.
    Bei ausreichend großem Leidens-druck kann ich die Beziehung/Ehe beenden.

    L.G.

    • (11) 05.11.16 - 22:01

      "<andererseits leben wir wirklich wie bruder und schwester..<<<<<

      Warum?Wo oder mit wem lebt ihr eure Sexualität aus?Ist das zu beleben oder findet ihr euch körperlich nicht mehr anziehend?"

      Geht bei einem Partner die Lust verloren, dann macht man es sich halt nur noch selbst, das ist leider so.

(12) 05.11.16 - 17:43

Ich erkenne mich in allem, was hier geschrieben wird.

Ich habe meinen Mann mit 18 kennengelernt, zusammen sind wir jetzt seit 26 Jahren, 2 erwachsene Kinder. Mein Mann ist 12 Jahre älter als ich.

Unseren Sex finde ich schon ewig schlecht. Es liegt aber an mir, da ich einfach keine Lust mehr auf ihn habe und nur noch ihm zuliebe mitmache.
Obwohl er sich auch überhaupt keine Mühe gibt, mal Schwung in unser Sexleben zu bringen. Auf den Mund küssen, geschweige denn knutschen - nein danke.

Viele werden jetzt denken, warum man dann noch zusammen ist.

Ich bin ein Mensch, der braucht Sicherheit und Rituale. Wir haben ein Haus gebaut, was noch nicht abbezahlt ist. Mein Mann bekommt nur wenig Rente. Würden wir uns trennen und er müsste von dem bisschen Rente leben, das würde ich nicht übers Herz bringen. Das hat er nicht verdient. Das Haus würde wahrscheinlich verkauft werden müssen. D.h. beide würden wir bei Null anfangenn - Nein danke.....

Ansonsten haben wir eine harmonische Ehe, streiten wenig und wenn, geht es auch mal unter die Gürtellinie, wie hier schon geschrieben wurde. Ist aber immer schnell wieder gut.

Gemeinsam geht es uns finanziell gut, schönes Häuschen - warum soll ich das aufgeben. Sex ist nicht alles im Leben und auch mit einem neuen Mann hält der tolle Sex nicht ewig an.

Ich kann mich auf meinen Mann verlassen, er auf mich. Wir sind füreinander da. Wir können zusammen lachen und machen vieles gemeinsam. Man hat doch auch eine gewisse Verantwortung dem Partner gegenüber.

Ich bin nicht unglücklich, und werde mit meinem Mann alt werden.

  • (13) 05.11.16 - 21:58

    "Unseren Sex finde ich schon ewig schlecht. Es liegt aber an mir, da ich einfach keine Lust mehr auf ihn habe und nur noch ihm zuliebe mitmache.
    Obwohl er sich auch überhaupt keine Mühe gibt, mal Schwung in unser Sexleben zu bringen. Auf den Mund küssen, geschweige denn knutschen - nein danke."

    Wenn er sich keine Mühe gibt, dann liegt es nicht an dir, wenn du keine Lust mehr hast, so bedauerlich das ist.

    • (14) 06.11.16 - 08:27

      ja, vielleicht hast du recht

      ich bin auch ein absoluter Nasenmensch und möchte einen sauberen Partner im Bett

      Die Morgendusche hält ja nicht bis abends und tausendmal habe ich ihm schon gesagt, er könne sich dochmal abends duschen oder baden. Er dann, er hätte doch heute morgen "frisch" geduscht und versteht das nicht.

      Oder wir "raffen" uns mal auf zum Sex und er nur "warte, geh mich mal kurz waschen", sorry, da schwindet bei mir jegliche eh nicht vorhandene Lust gleich ganz. Deshalb kann ich NIE mit ihm spontan Sex haben, mal schnell rüber zu ihm unter die Decke kriechen - weil ich genau weiss, es riecht nicht gut - und er ändert es einfach nicht. Da hat er irgendwie ein Brett vor'm Kopf - eigentlich ist er selbst schuld daran.....

      • #kratz

        Du widersprichst dir.
        Wenn er für dich abends oder nach Stunden generell nicht mehr gut riecht, wirst du hinsichtlich der Spontanität Abstriche machen müssen!
        Dann geht er sich halt vorher waschen.Besser als keinen Sex -oder ?

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