Wohin gehen? Und was zuerst suchen (Job, Schule, Haus)?

    • (1) 07.11.16 - 10:58
      Neuanfang2017

      Hallo,
      ich brauche heute eure Schwarm-Intelligenz :-) ich möchte anonym schreiben, daher bitte Topic notfalls verschieben wenn es stört.

      Ich scheitere gerade mit meinem Patchwork-Partner und werde alleine mit meinem Kind einen Neuanfang wagen. Mein Sohn kommt nächstes Jahr in die Schule. Wir werden nicht hier im Ort oder in der Gegend bleiben. Wir wohnen momentan noch in einem EFH mit viel Garten und Grün in einer Kleinstadt.

      Rein theoretisch können wir jetzt überall in D hin, aber wo? Und was mache ich zuerst klar? Tolle Schule? Gute Jobchancen? Bezahlbaren Wohnraum?

      Ich bin gerade etwas überfordert. Ich habe für mein Kind einen Platz in einer tollen und beliebten Montessorischule ergattert, allerdings liegt diese im Speckgürtel einer Großstadt, wo die Mieten um Umfeld sehr hoch sind. Ausserdem bin ich keine Großstadtpflanze mehr, ich brauche Grün und gute Luft und Ruhe :-) Die Vorstellung, wie zu Uni-Zeiten in einer winzigen Bienenwabe zu wohnen mit Hauptverkehrsader vor dem Fenster und ohne Garten verursacht in mir Panik. Ich bin fast 40, keine 20 mehr. In die Innenstadt pendeln für einen guten Job wäre von dort natürlich drin, wenn auch nicht Vollzeit aufgrund der Betreuungszeiten in dieser Schule (8-16h).

      Mein Herz zieht es eher in eine beschauliche Kleinstadt oder aufs Land, da könnte ich mir sogar ein eigenens Haus leisten (ich besitze noch eine Eigentumswohnung, die ich als Finanzierungsgrundlage verkaufen kann), aber da sieht es halt wieder schwierig aus mit Jobs. Ich möchte mit meinem Kind endlich irgendwo ankommen und dann dort auch die nächsten Jahre wohnen.

      Es ist so schwierig. Ja, einen Tod muss man sterben. Aber ich leide schon unter der Trennung, mein Kind muss ich umtopfen, wir müssen einen kompletten Neuanfang starten und der soll so schön wie möglich sein. Oder verlange ich da zu viel? Ich fühle mich wie vor einem riesigen, unbezwingbaren Problemberg stehend. Wo soll ich anfangen mit dem Aufstieg??

      Sortiert mich mal bitte, danke!

      • suche dir zuerst einen guten Job in einer Gegend, in der du dich wohl fühlst.

        • (3) 07.11.16 - 11:12

          Hallo,

          ja, das war auch mein erster Impuls. Allerdings habe ich schon gemerkt, dass eine der ersten Fragen ist, ob und wie mein Kind betreut wird. Und wenn ich dann sage, erst Job, dann Betreuung suchen (ist im Übrigen sehr schwierig für ein Kind im Vorschulalter, viele Kigas nehmen ungern große Kinder und nehmen NEU nur kleine Kinder ab 3 auf), dann werden Augen gerollt und ein "tjaaa, aber das ist ja schwierig und finden Sie mal auf die Schnelle einen Platz...". Mein Sohn soll ja auch nicht den letzten übriggebliebenen Platz in der Kita im Problembezirk (mal platt ausgedrückt) bekommen.

          • Frag doch auch mal beim Jugendamt der in Frage kommenden Städte nach, wie es mit den Plätzen aussieht.

            Und Plätze für ältere Kinder gibt es vor allem in neu eröffneten Kitas, weil man da sonst schnell viel zu viele 3jährige in der Gruppe hat. Das ist sowohl für die Erzieherinnen anstrengend als auch für die Kinder ungünstig - und die nächsten Plätze würden dann ja auch erst frei werden, wenn die Kinder alle mit 6 Jahren in die Schule wechseln, und man würde als neue Kinder dann wieder nur lauter 3jährige finden. Pädagogisch sinnvoll und entspannter Arbeiten lässt es sich aber mit einem gesunden Altersmix, wo man etwa gleich viele 3-4-5jährige in der Gruppe hat.

            Daher hast Du in Kitas die in den letzten ein oder zwei jahren erst geöffnet haben wirklich gute Chancen mit einem Vorschulkind.

            Du kannst da auch erst mal unverbindlich fragen wie es aussieht, und hast dann schon eine Lösung parat fürs Vorstellungsgespräch.

            Die Wohnung wäre mir am wenigsten wichtig, zur Not zieht man halt ein halbes Jahr später nochmal um.

      Wichtig ist ein guter Job und eine gute Schule für dein Kind. Ob ihr erstmal eine Übergangswohnung habt oder gleich euere traumimmobilie findet finde ich erstmal zweitrangig. Klar 2x umziehen nervt dann gegebenfalls aber wenn ihr dann schonmal wisst in welchem Umfeld ihr bleibt, ist auch das kein Beinbruch.

    • Hallo!

      Erstmal Job!
      Einstiegszeitpunkt etwa heute + 2 Monate. Hast Du den Job, dann hast Du eben 1-2 Monate Zeit dort anzukommen wo der Job ist, inkl. Ki-Betreuung.

      Ich denke aber das ist der falsche Weg.

      Ich würde zumindest vorerst in dem Umfeld bleiben wo ich bin, da hätte ich Betreuung und hätte auch Wohnung und hätte auch Schule. Im Zweifel ändert sich nur eines dieser 3 Parameter.
      Zum Schulanfang würde ich es (ICH persönlich eher nicht!) als richtigen Zeitpunkt sehen um nochmal woanders neu anzufangen. Ich weiß ja nicht wie unkompliziert Dein Kind ist, aber zum Schulbeginn hin ändert sich manchmal die Situation drastisch .... was die Betüdelungsnotwendigkeit so angeht.

      LG, I.

      Hallo

      Ich persönlich würde auch erstmal die Jobangebote studieren und schauen, ob ich einen Job finde in einer Gegend, in der ich mich wohlfühlen könnte... Und dann würde ich weiter schauen, ob es da ein gutes Angebot an Schulen gibt für deinen Sohn... Danach wäre die Wohnungssuche dran, wobei ich da auch zu Kompromissen bereit wäre... Wichtiger ist ein Job und die Schule, denn ohne Job kein Wohnraum... Denn auch wenn du sagst, du könntest eine Immobilie verkaufen, um Kapital zu haben, bleiben immer noch die laufenden Kosten...

      LG

      Wenn es dir offenbar egal ist, wo du wohnst, was spricht dann dageben zumindest in der Gegend zu bleiben?

      Ansonsten fällt es mir schwer mir vorzustellen, so gar keine Affinität für irgendeine Region zu haben. Oder zumindest Gegenden ausschließen zu können. Versuch doch, das ganze einzugrenzen (Ost- oder Westddeutschland? Eher im Norden, eher im Süden? Vielleicht eine Großstadt, die du in der Nähe haben magst? Es gibt ja nicht nur die Wahl zwischen Studentenbutze in der City oder Bauernhof jwd.).

      Dann würde ich mir einen Job suchen. Denn egal wie toll alles andere ist, ohne Job wird das nichts. Und dann im gut erreichbaren Umfeld um die Arbeitsstelle nach Wohnung und Schule schauen. Denn täglich lange pendeln ist auch nichts.

      LG

      (10) 07.11.16 - 12:41

      Hast Du keine Familie, in deren Nähe Du vielleicht wohnen wollen würdest?

      Ich frage mich gerade, warum du infolge der Trennung gleich komplett umziehen musst? Hast du aktuell vor Ort keinen Job? Freunde? Familie? Es scheint dir doch per es gut zu gefallen,wo du gerade wohnst. Wieso steht denn fest, dass ihr nicht bleiben wollt?
      Für deinen Sohn wird die Trennung doch auch schwer genug sein. Es ist schließlich nicht das erste mal, dass er jemanden verliert (sofern du mit seinem Vater noch zusammen warst, als er geboren wurde). Er hat ja vor Ort auch Freunde.
      Und was ist mit seinem Vater? Müsste der nicht evt zustimmen?
      Nur weil man sich trennt, muss man ja nicht quer durch Deutschland ziehen #winke

      Ich finde einen Umzug ins Blaue hinein ohne die Gegend, die Mentalität usw zu kennen immer schwierig. V.a. Wenn ein Kind dran hängt. Als erwachsener Single könnte man einfach wieder die Region wechseln. Aber mit Kind....schwierig

      • (12) 07.11.16 - 13:48

        Danke auch dir für deine Antwort.

        Warum ich hier weg will? Mein Sohn und ich sind erst vor einem knappen Jahr hergezogen. Dies hier ist die Heimat meines Noch-Partners. Wir haben hier viel Anschluss gefunden, aber sind jetzt auch nicht so verwurzelt, dass wir unbedingt hier bleiben wollen. Die Gegend ist zwar sehr sehr schön, aber jobmäßig sieht es aufgrund der Entfernungen und der Infrastruktur nicht so toll aus. Und ich dachte, mit einem Umzug weiter weg ist es für mein Kind und mich auch was das WO betrifft ein echter Neuanfang.

        Ich habe keinen Ex-Partner, der in irgendeiner Form zustimmen muss. Der Erzeuger lehnt sein Kind und alles was damit zusammenhängt ab, leider auch die Unterhaltszahlungen. Aber das ist ein anderes Thema.

        Ich war immer sehr mobil nach meinem Studium, habe in verschiedenen deutschen und europäischen Großstädten gelebt und gearbeitet. Und auch überall noch Freunde und an vielen Orten zudem Verwandschaft. Alleine ist umziehen ja auch echt kein großes Ding. Mit Kind habe ich da allerdings einen Heidenrespekt vor.

        Ich habe momentan das Gefühl, ich kann nur zwischen Not und Elend wählen #zitter

        • Irgendwie verstehe ich dich unter dem Aspekt der mangelnden Infrastruktur usw schon. Allerdings topfst du deinen Sohn dann nach einem Jahr schon wieder um. Das würde ich mir für mein Kind nicht wünschen.

          Ich bin nach der Trennung vom Vater meiner Großen zurück in die alte Heimat gezogen und werde hier bleiben. Sie wäre auch für einen Wechsel der Einrichtung nicht so gemacht und bruncht viel Kontinuität.

          Ich würde an deiner Stelle zumindest versuchen, dass es der letzte Umzug bleibt. Also auch schauen, wieviele Jobs in der eigenen Branche so regional vorhanden sind usw. Heutzutage bleibt man ja nicht unbedingt dreißig Jahre bei einem Unternehmen.

    Wo wohnen denn Deine Familie und Deine alten Freunde?

    Hallo!

    Ich würde mit Kind nicht schon wieder umziehen, sondern vor Ort das Beste draus machen.
    Du schreibst ja selbst, dass du es hier eigentlich super findest. Da wird sich auch jobmässig was auftun.

    Für Kinder sind so viele Umzüge Stress pur, das würde ich ihm nicht antun.

    LG Claudi

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