tief enttäuscht

    • (1) 11.11.16 - 09:46

      Hallo, hab gestern Streit mit meinem Mann gehabt, wir sind seit 12 Jahren verheiratet und eigentlich läuft es immer sehr harmonisch bei uns. Klar hat man Meinungsverschiedenheiten aber gestern hat mich tief verletzt.

      Wir haben seit knapp 6 Monaten ein Pflegekind aufgenommen, dass jetzt etwas über ein Jahr alt ist. Wir haben lange dafür gekämpft, nachdem es mit einem eigenen Kind nicht geklappt hat. Da es dann auf einmal ganz plötzlich ging, war ich innerhalb von 4 Tagen Mutter eines 7 Monate alten Kindes. Ich die immer Vollzeit gearbeitet hat und dann zu Hause, 24 Stunden rundum Betreung. Mir macht es sehr viel Spaß, ich wollte es ja auch so, aber es gibt auch Situationen wo ich an meine Grenzen komme, so wie jede Mutter. Mein Mann wollte dieses Kind genauso. Allerdings unterstützt er mich nicht so wie ich mir das wünschen würde. Er hat bislang dem Kleinen zweimal die Windel gewechselt und nachts ist er noch nie aufgestanden. Da unser Muckel in seinem kurzem Leben schon viel erlebt hat und viel verarbeiten muss, ist das nächtliche Schlafen nicht so toll. Nun kam es zu einer Diskussion, weil mein Mann mir fast gar nicht hilft. Er meinte dann gestern abend, ich habe das ganze doch nur gewollt, um zu hause zu sein und auch hier nichts mehr tun zu müssen. Das hat mich sehr getroffen, und ich sitzen ja hier nicht den ganzen Tag rum... ich kümmere mich 24 Stunden um das Kind. Klar die Wäsche ist nicht immer sofort wieder gefaltet im Schrank und manchmal liegt hat auch viel an Spielzeug hier rum... aber das mache ich dann meist noch abends wenn der Lütte im Bett ist. Und eigentlich stört das meinen Mann auch nicht.

      • Hallo,

        na das glaube ich sehr wohl, daß dich solch eine Aussage verletzt. Also ich würde sagen, da ist ja auf jeden Fall nochmal Redebedarf angebracht. Sag es ihm, wie sehr er dich damit getroffen hat, hat er das wirklich so gemeint?
        Er soll sich ruhig mal eine Woche Urlaub nehmen und deinen Part übernehmen...
        LG

        Hallo,

        das sind verletzende Worte, wie kommt Dein Mann darauf? Ward Ihr Euch vielleicht doch nicht so einig? Hier herrscht Redebedarf zwischen Euch Beiden.

        LG und alles Gute!

        • Wir haben über ein Jahr alles dafür getan, ein Pflegekind zu bekommen, ich habe ihn immer wieder gefragt, ob er es auch will und er hat es immer bejaht. Wir mussten ja auch mehrere Seminare besuchen und hatten Hausbesuche und hatten bis der Kleine ganz zu uns kam auch immer die Möglichkeit, das ganze abzubrechen. Er liebt den Kleinen abgöttisch.

          • Dann ist es vielleicht die Zeit, die fehlt, um sich auf so ein Kind vorzubereiten, also die Schwangerschaft. Ich habe da mal nen interessanten Artikel gelesen.
            Ich würde auf jeden Fall mal bei einem Glas Wein und einem guten Essen mit ihm darüber reden. Vielleicht ist er einfach nur gestresst.

      Hallo, das ist ja schon ein Hammer, da wäre ich auch getroffen. Du solltest mal mit einer Freundin übers Wochenende wegfahren, damit er mal sieht, wie das so ist mit Kind. Danach wird er das bestimmt anders sehen. LG

      • Ich glaube nicht, dass dein Vorschlag das Problem löst. Meiner Meinung nach fühlt sich der Mann eher zurückgesetzt. Ich würde mehr bewusste Paarzeit empfehlen und mal genauer auf seine Wünsche u Probleme eingehen. Sich wie ein bockiges Kleinkind zu verhalten, bringt da nichts

    Wie hat er es sich denn vorher kommuniziert, wie er sich um das Kind kümmern will? Da gibt es ja ganz unterschiedliche Vorstellungen: Männer, die sagen, Kind ist ein reiner Frauenjob, er geht schliesslich arbeiten und spielt maximal ein wenig mit dem Kind. Männer, die sagen, Kind gehört ja zu beiden und auch wickeln, füttern, baden, Nachts aufstehen ist zu teilen.

    Wurde das denn zwischen Euch besprochen, wie das in der Praxis werden soll?

    (9) 11.11.16 - 12:02
    Nichtverzweifeln

    Ich denke auch, dass euch die 'Vorbereitungszeit' auf ein Kind fehlt wie bei Eltern, die die Schwangerschaft miterleben.

    Ihr seid binnen einer Woche Eltern geworden und euer Leben steht Kopf. Schlafmangel sollte ihr auf keinen Fall unterbewerten...der hat bei uns oft Streit provoziert. Da gönnte einer dem anderen die 5 min Schlaf nicht. Bei uns war das erste Jahr hart, nicht umsonst trennen sich viele in der Zeit. Ich habe viel mit meiner Hebamme dazu gesprochen. Kannst du dir nicht auch eine nehmen, auch mal zum Reden?

    Vielleicht wusste dein Mann in dem Moment nicht weiter und hat einfach gesprochen ohne nachzudenken. Das ist natürlich keine Entschuldigung, aber wem ist das noch nicht passiert.

    Sag ihm, dass es dich sehr verletzt hat und schaut wie ihr an einem Strang ziehen könnt. Mein Freund hat auch lange gebraucht in seine Vaterrolle zu finden. Und auch unsere Tochter war ein absolutes Wunschkind.

    Liebe Grüße

    (10) 11.11.16 - 13:08

    Das tut mir leid dass dein Mann so ist. Doch es ist auch bei manchmal leiblichen Vätern so, dass sie absolut nichts tun, obwohl sie auch die Kinder wollten. Wir haben zwei, das eine ist 2 und das andere 3 Monate und ich bin komplett alleine mit allem. Er steht nicht nachts auf, er wechselt keine Windeln nichts. Du siehst, Männer sind manchmal so. Das lernt man erst kennen wenn man Kinder hat denn vorher merkt man das nicht.

    • Männer und gute Väter sind nicht so. Nur wenn man mit den falschen Kindern in die welt setzt, passiert sowas.

      Das ist Quatsch. Mein Mann wechselt die Windeln, wenn es unbedingt sein muss und ich nicht da bin. Nachts aufstehen entfällt bei uns, der kleine wird im Familienbett gestillt, der große schläft inzwischen durch. Aber selbst als der nachts noch Flasche bekam: ich würde eh wach. Soll ich dann ernsthaft meinen Mann wecken? Reicht doch, wenn einer wach ist. Gerade das Thema Nachts und Windeln wechseln finde ich gar nicht so dramatisch, wie immer dargestellt.

      Dafür arbeitet mein Mann 100 Stunden die Woche, übernimmt noch einen Teil meiner Arbeit, damit ich den Rücken frei habe. Er nimmt den großen mit, wenn es irgendwie machbar ist, geht mit ihm zum Kinderturnen etc. pp.

      • Guten Tag,

        also dass dein Mann 100 Stunden die Woche arbeitet kann ich mit nicht vorstellen. Das wären ja an allen 7 Tagen der Woche über 14 Stunden?

        Da hat er glaube ich keine Zeit ins Kinderturnen zu gehen, oder schläft er nicht?

        Liebe Grüße

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