Großer Altersunterschied - Kann das klappen???

    • (1) 27.11.16 - 20:54
      _kopflos_

      Guten Abend,

      mich interessiert momentan die Frage, ob ein großer Altersunterschied (Mann 50+ und Frau 30+) klappen kann oder ob sich da auf kurz oder lang immer Schwierigkeiten ergeben? Die Lebenserfahrung ist natürlich schon eine ganz andere. Und Kinderplanung ist ausgeschlossen.

      LG

      • (2) 27.11.16 - 21:08

        Das kann genauso gut klappen oder nicht klappen wie eine Partnerschaft mit nur 5 Jahren Altersunterschied.
        Schwierigkeiten aufgrund des Altersunterschieds können auftreten, wenn die Frau mit 45+ mitten im Leben steht und der Mann eventuell mit 65+ abbaut.

        • (3) 27.11.16 - 21:10

          dann kann er ja den Haushalt schmeißen und kochen etc...
          kenne ich auch und das funktioniert super ;-)

          (4) 27.11.16 - 21:14

          Danke für deine Antwort. Ja, das waren auch meine Bedenken. Und er ist dann schon in Rente (oder fast) und bis die Frau soweit ist, gibts ihn vielleicht schon gar nicht mehr... Manchmal kann man es sich nicht raussuchen wo die Liebe hinfällt...

      (6) 27.11.16 - 21:09

      meiner Meinung nach ist weniger der Altersunterschied entscheidend, sondern mehr,
      wie weit die unterschiedlichen Persönlichkeiten - trotz unterschiedlicher Lebensphasen - zusammen kommen.

      manchmal braucht man als jüngerer Part eine besonders gute Stabilität und Sicherheit - und trotzdem genug Offenheit für das mehr an Lebenserfahrung des anderen.

      bist du unsicher?

      lg

    • (7) 27.11.16 - 21:10

      Hallo!

      Ich denke pauschal gesagt ja, das kann klappen, wenn man viel Rücksicht, Verständnis und Respekt voreinander hat.

      Aber ich denke, das sollte in jeder Beziehung so sein.

      In diesem "speziellen" Fall noch etwas mehr als sonst, der junge Part muss dem älteren Teil zugestehen, dass vielleicht manche Dinge routinierter, gewohnter oder auch langsamer gehen.

      Und andersrum muss der ältere Teil hinnehmen, dass ein 30-jähriger Mensch einfach noch frischer, schneller oder energiereicher in manchen Dingen ist.

      Und das heißt nicht, dass jemand deswegen steinalt ist. Aber es wird gewisse Unterschiede naturgemäß geben.

      Allerdings können solche Beziehungen sehr bereichernd sein, man kann viel voneinander lernen und profitieren.

      Ich gebe ganz klar den Daumen nach oben und wünsche euch alles gute!

      (8) 27.11.16 - 21:17

      Natürlich kann es funktionieren....genauso wie es Probleme geben kann wie bei allen anderen Beziehungen auch.

      Es gibt einige Herausforderungen die natürlich bei geringerem Abstand nicht (umbedingt) gegeben sind. Wenn er in Rente geht und das Leben genießen will stehst du noch mitten im Berufsleben - evtl mit Karriere....das sind halt 2 völlig unterschiedliche Lebensphasen. Man muss sich auch mal den Gedanken erlauben das ein gemeinsamer Lebensabend eher unwahrscheinlich ist.....also wenn du in Rente gehst bist du evtl schon alleine. Generell können Interessen sich stark unterscheiden......das Thema Kinder scheint bei euch keine Rolle zu spielen?

      Ob das jetzt Gründe sind sich auf so eine Beziehung nicht einzulassen muss jeder für sich selbst entscheiden.

      (9) 27.11.16 - 21:28

      Hallo.

      Meine Oma, die mit ihren 85 Jahren naturgemäß auf eine lange Lebenserfahrung zurückblicken kann und in all den Jahren auch viele Beziehungen/Ehen erlebt hat, in denen es einen solchen Altersunterschied gab, sagt immer, dass die jungen Frauen gar nicht wissen, auf was sie sich da einlassen ...

      ... und sie meint damit den gesundheitlichen Aspekt und Tatsache, dass die Gefahr sehr groß ist, dass man als jüngere Frau, die noch voll im Leben steht, irgendwann einen Pflegefall, in welcher Form auch immer, Zuhause hat (das kann natürlich durch Schicksal auch jüngeren Paaren passieren, aber in der erwähnten Konstellation ist es ja fast sicher).

      Das ist gar nicht despektierlich gemeint ... sondern man muss sich dem einfach bewusst sein und wissen, ob man sich darauf einlassen kann und will.

      LG

      • (10) 27.11.16 - 22:06

        Du hast recht. Das Thema könnte man auch in die Überlegungen mit einfließen lassen. Letzten Endes wären die eigenen Eltern und der Partner dann gleichalt und wenn es blöd läuft, ist man irgendwann nur noch am rotieren... #schock

    (11) 27.11.16 - 21:56

    Hi,

    Ich kann aus Erfahrung sprechen. Nein tut es nicht. Oder eher selten.

    Bei uns hat man den Unterschied sehr gemerkt. Auch leider der Humor war völlig unterschiedlich.

    LG

    (12) 28.11.16 - 05:49

    Naja Kinderplanung halte ich zwar nicht für ausgeschlossen, denn wir Männer können auch noch im hohen Alter aber grundsätzlich denke ich das es um gemeinsame Interessen, den gleichen Humor und den gemeinsamen Weg geht, man sollte das Leben versuchen zu jedem Zeitpunkt zu genießen.

    (13) 28.11.16 - 08:09

    Hi,

    20 Jahre können schon viel sein, aber irgendwie hat man sich ja verliebt.

    Mein Partner und mich trennen 12 Jahre. Wir ergänzen uns. Ich bin in den 14 Jahren die wir schon zusammen sind auch etwas ruhiger geworden und er blieb fit. Die Kinder und ich halten ihn jung sagt er.
    Leider muss auch bei uns der ältere ( er),die jüngere (mich) pflegen. Mich hat es Gesundheitlich nicht so gut erwischt.

    Klar haben wir unterschiedliche Hobby s, aber man kann ja auch mal was allein machen.

    Aber ich muss auch sagen, es kommt darauf an, wie jung der jüngere Part ist. Irgendwann denkt dieser evtl etwas erfasst zu haben und orientiert sich weiter.

    Gruss

    (14) 28.11.16 - 08:35

    ... in meinem Bekanntenkreis gibt es leider fünf Fälle, wo er mit bereits 45-53 gestorben ist... immer junge Familien, und die Frau steht mit den Babys/Kleinkindern plötzlich alleine da.

    das bringt das Gefühl von "Ordnung" und Lebensrhythmus völlig durcheinander...

    deswegen - um zu deiner Frage zurückzukommen - denke ich, dass man das Leben einfach genießen darf/soll
    und wenn zwischenmenschlich alles passt - dann würde der Altersunterschied für mich keine Rolle spielen.

    allerdings würde ich es nicht ertragen, wenn er anfängt nach "alt" zu müffeln, wie man es bei manchen alten Menschen so riecht (warum ist das eigentlich so?)
    und ich würde auch vorab klären wollen, dass Frau ihn nicht unbedingt später pflegen muss, dass diese Erwartungen nicht bestehen.

    lg

    • Der letzte Abschnitt Deines Postings ist für mich erschreckend kalt.

      Nein, Männer müssen nicht "alt" müffeln - mein Mann benutzte bis zu seinem Tod mit knapp 79 Jahren ein sehr gutes, teures Rasierwasser, das alle in der Familie sehr gerne an ihm schnupperten.
      Selbst als er schon pflegebedürftig war, war er äußerst auf Körperpflege bedacht.

      Dein letzter Satz toppt alles. Ich gehe davon aus, dass man aus Liebe heiratet. Und dann ist es für mich die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, den anderen zu pflegen, wenn er krank ist.
      Und da macht es keinen Unterschied, ob die Frau mit 35 MS bekommt oder der Mann mit 65 einen Schlaganfall. Wenn man so etwas "von vornherein ausschließen" will, dann sollte man sich auf keine feste Partnerschaft oder Ehe einlassen.
      Meine Meinung!
      Gruß Moni

      • (16) 28.11.16 - 11:19

        liebe fruechenomi Moni,

        das stimmt, das kann kalt verstanden werden.

        Zum Geruch: ich weiß, dass es auch junge Menschen gibt, die nicht gut riechen. Ob das nur mit der Pflege zu tun hat, ob man sich körperlich fit hält inklusive Saunabesuche, gute Ernährung etc... oder ein krebskranker Freund, dessen Darmflora durch die Chemo zerstört ist und deswegen nicht gut aus dem Mund riecht... ich will meinen Mann riechen können... und das nicht nur aufgrund voranschreitenden Alters. Und ich möchte auch im Alter gut riechen... ;-)
        ich fand es nur als Kind so widerlich, wenn ich alte Leute besucht habe und beim öffnen der Wohnung mir so ein Geruch entgegenkam, dass ich mich zusammenreissen musste. Und davor habe ich manchmal Angst, ob ich das selbst steuern kann, weil ich das ja auch niemandem zumuten muss.

        Und zur Pflege: ich finde entscheidend, dass der Partner entscheiden kann und dass nicht davon ausgegangen wird. Wäre ich ein Pflegefall fände ich eine Zwischenlösung schön, dass ich Pfleger habe - und mein Liebster dann etwas tut, wenn es passt -... aber eben nicht muss.
        Warum ich das schreibe: weil ich mitbekommen habe, wie manche Menschen unter der Dauerbelastung der Pflege extrem leiden (ich denke hier an intensivere Pflege). Ob man eine Krankheit zusammen emotional trägt und die beste Pflege ermöglicht - oder ob man sich deswegen aufgibt... das sollte entscheidbar sein... und da gibt es auch Zwischenlösungen. Sich komplett abzuwenden und nur noch Partys zu feiern, weil der Partner einen Schlaganfall erlitten hat oder an MS erkrankt ist, das meine ich natürlich nicht.

        ich habe es eher aus meiner Sicht gemeint, was ich meinen Liebsten zumuten würde und was nicht...

        vielleicht ist es jetzt verständlicher.

        liebe Grüße

        • Meine Güte man wird doch in der Lage sein auch für sein Alter zu organisieren und vorzusorgen.
          Als meine Eltern unbeweglicher wurden, haben wir Kinder ihnen z.B. eine regelmäßige Putzhilfe , Gärtner etc.beschafft.
          Ja das ging zunächst auch gegen die Hausfrauenehre meiner Mutter.Zuvor hatte sie lediglich den Fensterputzer akzeptiert.Aber schon bald hat sie es eingesehen und war dankbar.
          Auch ambulante Pflegehilfen und Betreuung gibt es überall.
          Wer sein Hygieneverhalten im Alter ändert bzw. einschränkt, hat vielleicht ein gleichgültiges Umfeld und noch nie ein offenes Haus geführt.Das zeigt sich dann natürlich, wenn Altersgebrechen auftreten.
          In einer intakten Beziehung lassen sich Lösungen finden.Der Fittere übernimmt das.Meine Mutter hat z.B. meinem kranken Vater täglich die Haare mit einem Spezial Shampoo gewaschen, als es diesbezüglich für sie spürbare Veränderungen gab.
          Ungelüftete Wohnungen gibt es in jedem Alter.

          • (18) 28.11.16 - 14:56

            Ich habe nirgendwo geschrieben, dass man keine ambulanten Hilfen in Anspruch nehmen und nur selber bis zur Selbstaufgabe pflegen muss. Wenn es nicht mehr geht, geht es nicht mehr, dann ist immer noch ein Pflegeheim ein Thema.
            Aber von vornherein bei einer Ehe/Partnerschaft zu sagen, aber bitteschön, verschone mich damit, krank zu werden und meine Pflege zu brauchen - das finde ich hardcore - in jeder
            Altersklasse, denn auch junge Leute können schwerkrank werden. Hat nicht nur was mit Altersvorsorge zu tun.

            Ich weiß sehr gut, wovon ich rede, habe meinen Mann in seinem letzten Lebensjahr sich ständig steigernd gepflegt. Meine Altersteilzeit machte es Gottseidank dann möglich.
            Aber ich weiß genau, dass er das gleiche für mich getan hätte. Und auch das (natürlich nicht nur) macht für mich eine Partnerschaft aus.
            LG

            • (19) 28.11.16 - 15:24

              "Aber von vornherein bei einer Ehe/Partnerschaft zu sagen, aber bitteschön, verschone mich damit, krank zu werden und meine Pflege zu brauchen"

              aber so habe ich das doch nie gesagt!

              aber wenn man überlegt, eine Beziehung einzugehen mit jemandem, der 20 Jahre älter ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Thema werden könnte, einfach größer als wenn man keinen großen Altersunterschied hat. und dann zu klären, welche Erwartungen es da gibt, was man dem anderen zumuten möchte und was in keinem Fall - das sind doch realistische Überlegungen, die Sinn machen.

              naja...

              • (20) 28.11.16 - 16:04
                gesunde Einstellung

                .... ich finde es auch gesund, kein Helfersyndrom zu haben und zu schauen, was realistisch und machbar ist, was jemand zu leisten vermag und was nicht.

            (21) 28.11.16 - 15:33

            Meine Anwort ging ja auch an den Grau-Nick.:-)

            Egal wer wen in welchem Umfang pflegen kann oder mag .
            Sicherlich wird man die Aufnahme in ein Pflegeheim so lange es irgendwie geht verhindern und seinen Partner zu Hause behalten.
            So stellen wir uns das später mal vor.Dafür schaffen wir die Voraussetzungen.
            Hauptsache zusammen bleiben.

            L.G.

            • (22) 28.11.16 - 15:44

              ja, und ich grau-Nick, mir ging es darum, dass manche ältere Herrschaften das erwarten

              ob man als Paar oder als junges Ding in eine Familie eingeheiratet hat oder oder...
              sobald es eben einen größeren Altersunterschied gibt.

              und das kann man doch sehr wohl ansprechen, welche Gedanken und Überlegungen und Erwartungen so im Raum stehen - damit nicht später das große Wunder aufkommt...

    Sehe ich anders.
    Ich finde, keiner, - weder der Partner, noch die Eltern-, können erwarten, dass man sie pflegt.

    Das finde ich ehrlich gesagt, eine unverschämte Forderung.

    Mein Partner ist auch 13 Jahre älter als ich. Wenn er in ein gewisses "Risiko - Alter" kommt, stehe ich noch voll im Berufsleben. Soll ich das dann aufgeben? Vielleicht auf Staatskosten?

    Umgekehrt würde ich nie von meinen Söhnen oder meinem Partner erwarten, dass sie mich pflegen. Auf die Idee käme ich gar nicht. Meine Eltern im aktuellen Falle übrigens auch nicht.

    Wenn man das gerne ableisten möchte, ist das eine feine Sache, klar. Aber man sollte es umgekehrt auch akzeptieren, dass nicht jeder finanziell und emotional dazu in der Lage ist.

    Gruss
    agostea

    • (24) 28.11.16 - 15:03

      <<<<umgekehrt auch akzeptieren, dass nicht jeder finanziell und emotional dazu in der Lage ist.<<<

      Ja und vor allem körperlich!
      So einen langen Kerl hebt man nicht mal eben so aus dem Bett.;-)

      Natürlich pflege ich meinen Mann, wenn es soweit kommen sollte, aber nur mit täglicher fachlicher Hilfe.
      Ich selbst möchte nicht von Angehörigen gepflegt werden.Umsorgt ja, aber nicht körperlich gepflegt.

      • (25) 28.11.16 - 15:23

        Richtig! Körperlich auch!
        Ich habe Skoliose und damit verbunden zwei schwere Bandscheibenvorfälle hinter mir. Ich glaube nicht, dass ich meinen über 1,90 m grossen Partner aufs Klo gewuppt kriege;-).

        Da fängt es schon an.

        Umsorgen - gut ausgedrückt. Umsorgen - ja! Vollumfänglich pflegen - Nein!

Top Diskussionen anzeigen