Feiern steht für ihn an erster Stelle

    • (1) 11.12.16 - 08:54

      Ich bin echt enttäuscht und ärgere mich über meinen Freund (30) Wir sind seit 4 Jahren zusammen und ich bin im 6 Monat schwanger. Alles geplant und es war eigentlich immer toll. Klar er hat schon immer gern gefeiert aber es gab auch Zeiten da war er ständig zu Hause. Jetzt bemerke ich dass er immer unzufriedener wird umso länger er zu Hause ist. Er braucht das als Ausgleich zur Arbeit hat er letztens gemeint. Früher habe ich ihn auch immer gelassen weil ich ihm es ja auch nicht verbieten wollte. Andere Frauen sind nie ein Thema gewesen. Jetzt verbiete ich ihm das auch nicht, frage aber schon ob wir das Geld nicht vielleicht woanders ausgeben möchten? Vor einiger Zeit hatten wir hier seine Freunde zu Besuch die ich nicht wirklich kenne. Bin aber irgendwann ins Bett weil ich vor lauter Sodbrennen dauernd zur Toilette rennen musste. Hab mich entschuldigt und mein Freund brachte mir auch noch ein Eimer und war eigentlich sehr einfühlsam. Die Musik, das Geschrei wurde nur immer lauter. Nach 3 Stunden bin ich nochmal nach unten und habe gebeten die Musik etwas leiser zu drehen. Wurde von meinem Freund nur belächelt und gesagt ja, ja. Da wurde ich schon echt grantig. Ich war noch keine 10min oben da wurde es noch lauter. Ich bin ihm dann wohl völlig egal. Hauptsache Party. Spielen meine Hormone verrückt oder empfinde nur ich das als unmöglich? Solche Situationen wo ich merke ich kann ihn davon eh nicht abbringen oder Z.B er geht feiern und sagt ich bin um zwei wieder hier und kommt dann um halb sieben. Ob man sich auch wohl Sorgen macht? Habe ihm schon x Mal gesagt dass er einfach gehen soll und nicht sagen dass er dann und dann wieder kommt. Oder dass er vielleicht mal schreibt "hey hab Spass hier ich bleibe noch" ist doch echt nicht zu viel verlangt oder? Naja gestern waren wir auf ner Weihnachtsfeier und auf dem Rückweg frage ich ihn dann noch ob ich ihn zum Kollegen bringen soll da wir schon um 19.00Uhr auf dem Rückweg waren. Da runzt er mich an dass er da nicht mehr hin brauche, ich hätte ihn beim letzten Mal (obige Situation) blamiert. Bitte was? Ich wäre verrückt und es wäre alles meine Schuld. Also ich war echt total empört und habe nichts mehr gesagt. Er versteht mich eh nicht und will es auch nicht verstehen. Werde mich jetzt erstmal sammeln und dann nochmal in Ruhe mit ihm sprechen. Aber was mache ich denn wenn es nix bringt?

      (4) 11.12.16 - 09:25

      gehe nicht in das Gespräch rein mit der Angst, was du machen müsstest, wenn das Gespräch nichts bringt.

      vielleicht kannst du eher vertrauen, dass manche Entwicklungen auch Zeit brauchen und erwartest nicht direkt ein Ergebnis?

      Wichtig finde ich, dass du zu dem stehst, dass deine Aktion keine Blamage ist. Er hätte auch ganz anders reagieren können - und seinem Freund vorleben können, dass es auch was Schönes sein kann, auf den anderen Rücksicht zu nehmen. Warum steht er da so unter Druck und muss der Coole sein? Ist er der Erste im Bekanntenkreis, der Vater wird? Hat er keine anderen Vorbilder, die in der Ehemann- und Vaterfigur Schönes ausleben?

      Es ist nicht cool, eine Trotzphase auszuleben. Es kann aber ein schönes Gefühl sein, wenn man achtsam und respektvoll miteinander umgeht, wenn man Verantwortung übernimmt. Kennt er das von zu Hause nicht? Oder ist er einfach noch so jung, dass er den Haudrauf spielen muss? Er kann doch auch ein Gentleman a la James Bond sein, oder?

      Vielleicht braucht er einfach nur Inspiration?

      Vielleicht erzählst du ihm auch von deiner Sorge, wie euer Familienleben in einem Jahr oder in 10 Jahren aussehen könnte. Ob er da auch das Gegenteil lieber auslebt von dem, was für dich gut wäre? Frag ihn mal, wie er sich eure Beziehung dann so vorstellt. Und wie er sich vorstellt, Vater zu sein.
      Vielleicht schenkst du ihm auch zu Weihnachten ein Buch über das Vater sein (z.B. Jesper Juul)...

      alles gUte

      • Danke für deine nette Antwort. Er ist in seinem Kreise nicht der erste der Vater wird. Allerdings sind diese Freunde nicht viel besser mit dem Umgang von Alkohol. Vielleicht liegt es auch an der Mentalität. Vorgelebt bekommen hat er das bestimmt anders. Seine Eltern wohnen zwar in der Nähe aber gebürtig kommen sie aus Bulgarien. Da merkt man schon die ein oder andere Ansicht. Wenn ich ihn frage wie er unsere Zukunft sieht sagt er immer nur dass ich mir keine Sorgen machen soll. Er wird für uns Sorgen und das wars dann. Denke dass er unzufrieden mit sich ist und hier auch nicht wirklich viele Freunde hat. Mein Freundeskreis hat ihn aber ganz normal" aufgenommen " trotzdem verhält er sich respektvoller. Ausgelebt hat er sich genug, sollte man meinen. Verstehe auch nicht wie man Feiern oder Alkohol als Ausgleich nennen kann für die Arbeit. Also in der Woche trinkt er manchmal ein zwei Bier was mich auch schon stört, aber an den Wes dann auch gern alleine mal "etwas" Whisky.

        • (6) 11.12.16 - 13:59

          was genau bedeutet "für euch sorgen"? was stellt er sich darunter vor?
          und was sagt er, wenn er hört, was du dir darunter vorstellst?

          ich finde das ganz wichtig zu klären, bevor ihr euch aufgrund unterschiedlicher Konzepte ständig in die Haare bekommt, obwohl jeder denkt, dass ihr das doch schon geklärt hättet...

          Wie war seine Kindheit in Bulgarien? Herzlich? Hat er sich immer willkommen gefühlt? Gab es Schläge? Liebesentzug als "Erziehungsmethode" - möglicherweise auch zwischen den Eltern?

          Redet mal ganz viel, was ihr so erlebt habt. Damit ihr mehr übereinander wisst.
          Und lasst das wirken... und sprecht dann darüber, wie genau ihr euch eure Rollen als Eltern vorstellt - jeder von sich, ihr beide miteinander und jeder über den anderen.
          ... und welche Erwartungen/Wünsche ihr - trotz Eltern-Sein - als Paar habt.

          Wenn ihr euch beide wirklich zuhört, ausreden lasst, usw... dann fühlt ihr euch beide mehr ernst genommen. Das wäre eine wichtige Basis für das Gespräch.

          #sorry falls ich oberlehrerhaft ankomme - das möchte ich nicht. Ich bin etwas unter Zeitdruck, aber die Antwort ist mir wichtig...#sorry

    Wie man mit so einen egoistischen möchtegern party trottel auch noch kinder in die welt setzen.... Erstaunlich!

    • Weil er nicht immer so ein "Trottek" ist. Ist phasenweise leider so.

      • Und? Jetzt noch die leier mit der LIIIEEBE?

        Sorry, mit jemanden ein kind in die welt zu setzen der "Phasenweise" feiert und säuft ist schlicht dumm und naiv. Wenn du auf so eine Zukunft stehst und mit so jemanden einen auf Familie machen möchtest, ist das völlig ok. Wie immer wird das Kind der leidttagende sein. Kein Kind findet es toll wenn Papi dauernd feiern geht und sich abschießt. Mami sitzt dabei wie ein Heimchen zuhause. Auch Kinder werden größer und sie bekommen immer mehr mit als man denkt.

        • Achso dann ist es also meine Schuld? Muss man sich einen Mann suchen der immer zu Hause ist? Achso stimmt dann soll ich mich nicht beschweren, oder? Sorry ich bin auch nur ein Mensch. Menschen können sich ändern ins positive oder auch ins negative oder nicht?

          • Es ist nicht deine schuld, sondern deine Dummheit. Sorry.

            Man sollte sich einen vernünftigen und ordentlichen Mann aussuchen mit dem man eine Familie gründet, ja.

            Ein möchtegern Partyhengst und saufkopp zählt da eher weniger dazu, aber das wird dir sicherlich auch noch bewusst werden wenn du erstmal Mama bist!

Dein Freund macht den Eindruck, als müsste er vor Kind und Familie die Sau rauslassen, weil er später nur noch auf Familie machen muss. Vielleicht sind das seine Bedenken - wenn das Kind erst da ist, ist sein Partyleben vorbei....

Hast du ihn mal konkret gefragt, wie es nach der Entbindung laufen soll und warum er so exzessiv feiert?

Habt ihr überhaupt Paarzeit mit Ausgehen und etwas unternehmen? Es liest sich so, als würde ER nur aus dem Haus gehen.

Mit deiner Aktion an dem Partytag bei euch zuhause hast du dir keinen Gefallen getan. Wenn er nur ganz selten mal bei euch feiert, finde ich es auch unmöglich, wenn die Frau sich verabschiedet und dann meint, sie müsste die anderen Feiernden maßregeln. Du hattest Sodbrennen und warst nicht totkrank. Das wäre mir im Traum nicht eingefallen. Ich hätte noch viel Spaß gewünscht und mich verzogen, notfalls Oropax rein und gut. Einmal in x Wochen oder Monaten kann man das wohl aushalten ohne Schaden zu nehmen. Der Rest ist Verhandlungssache zwischen euch. Generell finde ich es nicht verwerflich, wenn jeder ( und das gilt auch für dich) einen Tag in der Woche zur freien Verfügung hat, um Freunde zu treffen, zum Sport zugehen usw. Die Heimkehr erst am frühen Morgen finde ich etwas krass. Das macht nichtmal unser 18-jährigem Sohn. Und dieses Abschießen mit Alkohol ist Pubertär. Aber da er schon immer so war und es vielleicht eine Frage der Kultur ist, weißt du ja seit Jahren, wen Dünndarm an Land gezogen hast. Wenn's stört hätte ich das VOR dem Schwängern angesprochen und geklärt und nicht erst, wenn's zu spät ist. Er sitzt letztlich am längeren Hebel und kann machen, was ihm beliebt. Feiern bis zum Abwinken und du sitzt mit Kind zuhause und wartest und stehst brav morgens auf, wenn er den Rausch ausschläft. Was willst du auch machen?

Entweder hast du dir da den komplett Falschen für dein Familienidyll ausgesucht oder er bekommt noch die Kurve, wenn das Kind erst da ist - was ichneher nicht glaube anhand seiner Reaktion und Ansage an dich. Viellocht bist du auch eine von diesen fordernden und jammernden Schwangeren, die ständig etwas von dem Partner wollen und das treibt ihn weiter aus dem Haus. Das müsst ihr mal im ruhigen Gespräch klären.

  • Paarzeit gibt es natürlich auch. Ich kann auch mal allein zu Freunden oder wir unternehmen zu zweit was. Am Anfang unserer Beziehung war das auch eher schlimm aber das hat sich echt gelegt und ist jetzt erst wieder angefangen seit einigen Wochen. So hätte ich bestimmt keine Familie gegründet. Vielleicht hat er wirklich Panik davor aber wieso hat er das dann nicht vorher schon mal geäußert. Ist ja nicht so dass wir vorher keine Gespräche darüber geführt hätten.

Ich sehe dich in dieser Situation komplett im Recht. Und ich bin ehrlich, die Familienplanung hätte ich nicht in Angriff genommen, solange er den Ausgleich bzw seine Entspannung in Parties und wochenendlichen Trinkgelagen sucht. Denn du wirst somit das Kind allein betreuen müssen und tagsüber einen mosernden Mann haben, der wegen des Kindes (wenn es schreit etc) seinen Rausch nicht ungestört ausschlafen kann.

Jetzt steckst du in der Zwickmühle, entweder immer selbst zurück stecken zu müssen, solange er seinen postpubertären Partydrang auslebt oder aber seine Launen aushalten zu müssen, wenn er das deinetwegen nicht tut. Dass er für euch "sorgen" will, beruhigt da nicht wirklich. Er wird fürs Finanzielle sorgen und damit seinen Teil als erledigt betrachten. Der Rest wird dein Job sein.

Ich würde ihm meinen Standpunkt klar machen, dass er keinen Grund hat, beleidigt zu sein und dass man mit 30 mal langsam erwachsen werden kann. Und dass solche "Parties" in eurem Heim sowieso passé sind, wenn das Kind da ist.

Habt ihr keine Nachbarn, denen dieser Krach auf den Sack geht? Mit mir hätte er da nämlich ganz gewaltig "Party" gehabt und Besuch von den Herren und Damen in blau.

Gruß Küstenkönigin

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