Fühle mich wie autoritäre, meckernde Mutter meines Mannes Seite: 2

          • (26) 14.12.16 - 05:32

            "Noch ein kurzer Nachtrag: mein Freund hat mich im Rahmen einer Endlosdisussion mal gefragt, ob ich eigentlich recht haben, oder mich mit ihm verstehen will."

            Das ist in eine sehr, sehr gute Frage, die ich mir hoffentlich merken werde! #pro

            (27) 14.12.16 - 09:04

            Guten Morgen,

            vielen Dank für deine Antwort und die Mühe, die du dir gemacht hast. Tolle Worte!
            Bei einem Streit geht es mir nicht um das Recht, sondern darum den anderen zu verstehen. Warum hat er so gehandelt? Wie sieht es in ihm aus? Auch gegen denn Gemütszustand würde ich nie etwas sagen, da, wie du selber sagst, es jedem zusteht. Es geht mir darum, wie man damit umgeht und wir keine Blitzableiter sind. Einfacher wäre zu sagen, man sei gestresst, benötigt etwas Ruhe oder...natürlich gelingt es mir auch nicht immer. Aber auch Ausrutscher sehe ich als normal und menschlich an. Es darf nur nicht Überhand nehmen.

            Meine Eltern waren damals wirklich schrecklich. Hatten ewige und ständig Streit. Als kleines Kind sagte ich, sie sollen sich endlich trennen. Nach dreißig Jahren Ehe und als mein Bruder und ich auf eigenen Beinen standen, taten sie es endlich. Grauenhaft!

            Distanz haben wir ja oft dadurch, dass mein Mann oft unterwegs ist. Oft über mehrere Wochen. Mal kommt er nur am Wochenende, mal sehen wir uns zwei Wochen nicht.

            Und natürlich, mein Posting war dazu gedacht, mir einfach mal Luft machen zu können ohne Rücksicht nehmen zu müssen!

            Die Hilfe von außen hatte ich in der Vergangenheit angesprochen, möchte mein Mann jedoch nicht. Ich werde es trotzdem noch mal ansprechen. Noch gebe ich nicht auf.

            LG

      HI,

      ich kann dich total verstehen. Irgendwie geht es mir genauso. Allerdings mit dem Unterschied, dass ich schon irgendwie einsehe, dass ich genauso Schuld an der ganzen Situation mit.
      Wir haben auch 2 Kinder und ich bin abends auch sehr gestresst. Ich merke, dass ich an schlimmen Tagen, dann sofort auf meinen Freund losgehe, wenn er nach hause kommt. Er kann mir dann garnichts recht machen.
      Ich habe eingesehen, dass wir so nicht weiter kommen. Allerdings muss nach diesem Schritt dann der Schritt zu einem Paartherapeut gehen. Das werden wir auch in Angriff nehmen.

      Du erzählst deine GEschichte aus deiner Sicht, wir haben die Sichtweise deines Mannes noch nicht gehört. Diese hört sich sicherlich anders an und einige Dinge sind für uns als Außenstehende bestimmt auch gut nachvollziehbar.

      So blöd es sich anhört, versuche mal das ganze aus seiner Sicht zu sehen, versuche an dir zu arbeiten und motze einfach mal nicht, obwohl du im Recht bist. Warte mal ab, wie sich so alles entwickelt.

      Auch könnte ich mir vorstellen, dass ihr 2 garnichts alleine unternehmt? Versucht es mal, da rauft man sich wieder mehr zusammen.

      lg

      Du hast ja jetzt schon viele Antworten bekommen, mir fielen noch 100 Dinge ein, die ich dir schreiben könnte. Aber von außen ist es ja immer leichter, finde ich. Ich schreibe dir also ein paar Dinge, die mir eingefallen sind, als ichs gelesen hab.

      1. Ich persönlich kann mit "Männern" nichts anfangen, die Sport in dem Sinn betreiben, dass sie am Wochenende allein auf "Wettkämpfen" sind. Wir sind hier eine Familie und wir gehen z.B. im Winter wahnsinnig gern Skifahren, aber dann, wenn es uns passt. Da gehen wir mal als ganze Familie, dann auch mal nur mein Mann und ich und heuer leider (da mein Mann es im Kreuz hat) ich auch gelegentlich allein. Ich brauch das auch und fahr wirklich seit meiner frühestens Kindheit. Aber ich würde NIE auf irgendwelche affigen Amateurwettkämpfe fahren, die sowieso nichts bringen, wo man Gefahr läuft, sich zu verletzen und wo die Familie jedes WE per se ausgeschlossen ist. Das kann man als Jugendlicher machen, aber nicht als Eltern, meine Meinung. Aber sowas gehört irgendwann - am besten vor dem Kinderwunsch - abgesprochen. Und ja, mein Mann geht auch in die Feuerwehr - jede zweite Woche einen Abend, im Winter ist größtenteils Pause. Soll er, darf er, ich geh immer mal wieder ins Zumba, das ist auch immer abends 10mal und dann wieder gut.

      2. Spätestens als du geschrieben hast, dass er den Löffel abgeschleckt hat und ihn dann immer wieder abwaschen musste, hab ich mich gefragt, ob du sie noch alle beisammen hast, sorry. HALLO!!! Es ist doch niemand giftig und natürlich wird beim Plätzchenbacken geschleckt und nicht dauernd zwischendrin gespült. Also, ich finde es das Normalste der Welt, dass man mal was ableckt beim Kochen/Backen. Oder probierst du das Essen wie ein Koch mit zwei Löffeln??? Nee, also man kanns aber auch übertreiben, kein Wunder, dass bei euch alle so unentspannt sind.

      3. Jetzt mal was zu deiner Beruhigung: Ich hab hier nur einen 6jährigen, der sehr verständig ist, gut in der Schule, ziemlich intelligent und eigentlich ein recht braves Kind. Die Kleine mit ihren 5 Monaten zählt noch nicht ;-), die würd ich ggf. dann dem Papa, der Oma, etc. abgeben. Aber NIE und NIMMER würde ich mit meinem 6jährigen 3 Sorten Ausstechplätzchen backen können. Ausrollen kann ich mit meinen 35 Jahren immer noch nicht so gut wie meine Oma, aber ich lerne jedes Jahr dazu. Wie das Kinder können sollen, ohne dass man kiloweise Mehl dazugibt, wo dann aber die Plätzchen nicht mehr schmecken, erschließt sich mir nicht. Oma hat uns früher halt eine mini Teigmenge gegeben, wo wir alle mit einem eigenen Roller werkeln durften. Ich finde aber Plätzchen backen grundsätzlich nicht so einfach mit kleinen Kindern wie die Werbung immer tut. An guten Tagen klappt es seit heuer, dass mein Großer die runden Plätzchen aussticht. Geformte Ausstecher fuchsen schon wieder oft. Anstreichen, verzieren, das zweite Plätzchen auf das mit Marmelade bestrichene setzen, etc. - das geht und macht Spaß. Alles andere find ich für Kinder vor Schulalter zu schwierig. Und ich binde meine Kinder wirklich überall mit ein und er ist das gewöhnt.

      4. Man hat immer eine Wahl. Auch im größten Streit kannst DU es sein, die dann den Partner anlächelt und sagt: "Komm, hören wir auf, haben wir uns einfach lieb." Meist klappt das. Mein Partner ist super lieb, aber nachgeben ist nicht seine Stärke. Und dann bin es halt ich, die das macht. Davon fällt mir kein Zacken aus der Krone und alle haben was davon, weil die Stimmung wieder gut ist. Probiers doch einfach aus.

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