Brief

    • (1) 14.12.16 - 20:24

      Es gibt da schon seit längerem ein Problem. Jedes Mal wenn ich versuche es anzusprechen diskutieren wir darüber, aber ich vergesse meine ganzen guten Argumente und sehe es in der Diskussionssituation auch nicht mehr so eng - durch seine Argumentierung. ER kann das!!!

      Heute hätte ich es wieder versucht, aber wir schweifen dann immer wieder ab. (ER lenkt nicht ab).

      Ich habe mir jetzt paar zeilen notiert, die hätte ich ihm in Form eines Briefes oder Mail etc. geschrieben.

      Einerseits finde ich persönliches reden drei mal besser.
      Andererseits hab ich es jetzt schon oft versucht und bin gescheitert.

      Hat das schon jemand von euch so gemacht?
      Wie sind eure Erfahrungen damit?
      Wann und wie soll man den Brief hinlegen.
      ZB Wenn ich ihn den Brief hinlege, lest er ihn wenn er von der Arbeit heimkommt (23.30) - da schlaf ich schon .... nicht dass er mich dann aufweckt (Ich habe ein 4monate altes baby das durchschläft, ich brauche meinen schlaf damit ich tagsüber die Kraft für den Kleinen hab :)

      • Abend,

        Ich kenne euch als Paar nicht und die Situation ist zu vage um einen wirklich tollen Tip abzugeben.
        Je nach dem was du für ein Problem hast, geht es ja nicht darum wer von euch beiden das bessere Argument hat.

        Es geht ja oft um Würdigung dabei und dieses wegargumentiert ist dann häufig eine Geringschätzung.
        Je nach dem wie dein Mann drauf ist, wird er auf das geschriebene Wort genauso reagieren wie auf das gesprochene.
        Gruß fatty

        Hallo

        ich würde meine Argumente stichpunktartig ( halb ausformuliert ) aufschreiben und vorher vereinbaren, dass jeder 15 Minuten Zeit hat alles zu sagen was ihm auf dem Herzen liegt.Ohne Unterbrechungen durch den Partner natürlich.
        Diese "Hausaufgabe" geben z.B. Ehetherapeuten .
        Wer schlecht 15 Minuten zuhören kann, macht sich dann halt auch die ein oder andere Notiz.

        L.G.

        (4) 15.12.16 - 10:45

        ... ich konnte meistens am Telefon ganz gut Dinge ansprechen, wenn man sich nicht sieht, nur hört
        dann hatte ich meinen Zettel mit den Stichpunkten, die ich unbedingt ansprechen wollte, vor mir liegen.

        Mail auf keinen Fall!

        und im Brief würde ich keine Grundsatzdiskussionen beginnen. höchstens kurz schreiben/sagen, dass du ihn liebst (wenn dem so ist) und dass du ein Gespräch brauchst, um manches zu erleichtern oder besser abzustimmen (irgendetwas konstruktives)...

        und zu dem Gespräch würde ich mir den Zettel mitnehmen und ausmachen, dass jeder ausreden darf...

        lg

      • Ich kenne Dein Problem sehr gut. Habe gerade eine Beziehung beendet und hatte in den gemeinsamen Gesprächen über unsere Probleme immer wieder das Gefühl, meine Argumente nicht vorbringen zu können. Mir fehlte dann oft der richtige Ansatzpunkt, weil sich das Gespräch in eine andere Richtung entwickelte, oder mir gingen schon die Argumente aus, bevor er überhaupt ausgeredet hatte, weil er aus seiner Sicht auch sicher Recht hatte. Dabei waren mir meine Punkte wirklich wichtig, und ich bin überzeugt, dass sie auch ihre ganz eindeutige Berechtigung hatten. Eigentlich wollte ich wohl nicht streiten und war froh, wenn dann auch erstmal wieder alles in Ordnung zu sein schien.

        Also, wir sind jetzt getrennt, dieses Problem war aber sicher nicht der Grund dafür, da gab es genug andere. Um mir Gehör zu verschaffen habe ich einige Emails geschrieben und finde das auch absolut ok. Es fällt mir so einfach leichter, meine Gedanken zu sortieren und all das zu sagen, was ich sagen will und was mir wichtig ist. Mich mit einem Zettel mit Stichpunkten hinzusetzen kam mir mehr als doof vor - versucht habe ich das auch. Es ist eben nicht jeder der geborene Redner. Er hatte zu jeder Zeit die Gelegenheit, zu meinen Ausführungen Stellung zu nehmen - das ist wichtig, denke ich. Das hat er mal persönlich und auch mal schriftlich gemacht. Ich habe nun auch nach dem Ende das gute Gefühl, dass jeder sagen konnte, was ihm wichtig war, dass alles geklärt ist und auf beiden Seiten keine schlechten Gefühle bleiben. Darauf kommt es doch an.

        Ich würde den Brief nicht hinlegen, sondern persönlich überreichen und ein paar Worte dazu sagen.

        • Ich hab den brief als worddokument verfasst und den pc lies ich an.
          Ging schlafen.
          Ich hab den brief auf liebevolle art u weise formuliert. Ich hab meine Bedenken geschrieben und auch was mir wichtig ist.

          Um Mitternacht weckte er mich auf um mit mir zu kuscheln u zu reden. Er fand den brief sooo lieb und gefühlvoll dass er ihn abspeicherte.
          Schau ma mal wie sich das problem entwickelt

          ...

          Ps: er erschrak zuerst weil er dachte es sei ein Abschiedsbrief :D

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