deutsch-afghanische Partnerschaftskrise wegen unehelicher Schwangerschaft

    • (1) 17.12.16 - 13:26
      kassandra989

      Hallo ihr Lieben!

      Dies ist mein erster Beitrag hier im Forum und ich möchte die Gelegenheit nutzen, um mit ein paar Meinungen von euch einzuholen und mir einfach einmal den Frust vom Leib zu schreiben. Achtung: der Text wird lang...

      Anfang diesen Jahres lernte ich einen wirklich tollen Mann kennen - witzig, klug und gutaussehend, aber eben auch afghanischer Herkunft und Muslim. Trotz dieser doch arg kulturellen Unterschiede und aller Sorge und Kritik von Freunden und Familie ließ ich mich "auf ihn ein". Seither führen wir eine sehr glückliche Beziehung.
      Im August wurde ich jedoch ungewollt schwanger. Mein Freund gab mir klar zu verstehen, dass es für ihn überhaupt nicht in Frage kommen würde, das Kind zu bekommen. Für mich allerdings sah die ganze Sache anders aus und ich entschied mich, letztlich nach sehr vielen Diskussionen auch mit "Einwilligung" meines Freundes, das Kind zu bekommen. Er war sogar bei Untersuchungen dabei, jedoch emotional auf einer ganz anderen Ebene als ich. Im Gegensatz zu mir, wie ich mich emotional immer mehr auf das Kind einlasse, entfernt er sich immer weiter.

      Die Beziehung läuft gut, aber eben nur solange, wie das Thema "Kind" nicht aufkommt. Sobald ich etwas in diese Richtung anspreche blockt er ab oder sagt gar nichts dazu. Lediglich der Name des Kindes war ihm wichtig - dieser soll nämlich ein muslimischer Name sein. Diese "verflixte" Religion... Versteht mich nicht falsch, aber in dieser Beziehung macht es einfach zu viel kaputt. Mein Freund möchte nicht mehr mit mir in die Stadt gehen, weil andere Muslime uns sehen könnten. Er kann seiner Familie nicht von der Schwangerschaft erzählen, weil er Angst hat, "verstoßen" zu werden. Er kann die Schwangerschaft einfach (aufgrund seiner Religion) nicht akzeptieren. ABER: Unehelichen Sex haben geht... #aerger Das ist doch absolut paradox.

      Ich weiß im Moment einfach nicht, wie es weiter gehen soll. Er möchte in jedem Fall mit mir zusammen bleiben. Aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie das funktionieren soll, wenn das Kind dann da ist? Was, wenn er sich dann immer noch nicht auf das Kind einlassen kann? Was, wenn das Kind ohne Vater aufwächst, obwohl er neben dem Kind sitzt? Wisst ihr, wie ich es meine?

      Hat jemand schon einmal etwas "ähnliches" erlebt? Was denkt ihr darüber?
      Danke für's Lesen und ggf. Antworten...

      Liebe Grüße!

      • (2) 17.12.16 - 13:50

        Absolut paradox
        denn unehelicher Sex ist Tabu im Islam
        Er ist also ein Heuchler und lebt Doppelmoral. Auch Abtreibung ist im Islam nicht erlaubt, sondern nur im Notfall und med. Gründen.

        Meine ehrliche Meinung: vergiss ihn!

        Afghanen sind ein schwieriges Volk. Du würdest nie vollwertig akzeptiert werden und das zeigt wr Dir jetzt bereits!

        Ich habe nichts gegen Muslime oder Afghanen, ich bin selbst Muslimin und mein Mann stammt auch nicht von hier. Aber ich bin seine erste Freundin gewesen, wir haben geheiratet, Kinder bekommen und ich bin in seiner Familie integriert, als Konvertitin (vor ihm).

        Abtreibung hätte er nie erlaubt, weil sein Kind dadurch sterben müsste.

        Als ich noch seine Freundin war, war es geheim, aber es stand eh fest: wir heiraten.

        Du bist 1. nicht konvertiert und 2. nicht mit ihm verheiratet.

        das alles schließt Dich für seinen Kulturkreis aus.

        er nutzt den Sex mit Dir, die Zeit. Sobald seine Mutter eine passende Afghanin zeigt ist er weg!

        Das ist hart, aber ist so.

        das finde ich unterirdisch und hat mit dem Glauben (den er eh nicht lebt) nichts zu tun, sondern ist kulturell verankert.

        (3) 17.12.16 - 13:54

        wäre ich als ich noch seine Freundin war, schwanger geworden, hätten wir sofort geheiratet. Das war eh der Masterplan, wir waren noch sehr jung, daher ging nicht alles von heut auf gleich.

        Ich wurde dann noch im Heiratsmonat schwanger.

        Gewollt.

        Natürlich wissen wir beide, dass wir hätten warten sollen, aber dadurch dass wir geheiratet haben ist es für ihn duldbar.

        • bitte nicht falsch verstehen... ich frage nur, ob ich es richtig verstanden habe.

          Du schreibst selbst, dass Sex ausserhalb der Ehe in Islam tabu ist, bist selbst konvertiert (vor deinem Mann) und hattest selbst Geschlechtsverkehr ausserhalb der Ehe mit ihm und das war ok, weil ihr eh heiraten wolltet??

          Versteh ich nicht so ganz.... Dann hast du doch genau die gleiche Sünde begangen, die dieser Freund der TE, nämlich als muslime ausserhalb der Ehe Sex gehabt.

          Oder wart ihr bereits islamisch getraut worden und später erst standesamtlich?

          VG Sally

          • sorry für die Schreibfehler, bin mit dem Handy online und hab nicht drauf geachtet. Man versteht aber den Text, denke ich :-)

            (6) 17.12.16 - 19:35

            Das stimmt und ist nicht korrekt. Das wissen wir beide. Aber für uns war klar wir heiraten und unsre isl. Trauung war viel früher als die standesamtliche, was an den Unterlagen lag.

            Ich werfe dem Freund das Handeln vor, dass er dieses unehel. Kind abtreiben wollte, sich zur Schwangerschaft total distanziert, sich nicht mehr mit ihr blicken lassen will, dass das Kind einen musl. Namen haben muss.

            Er poppt ohne Ehevertrag, will aber das Resultat nicht, schämt sich auf einmal.

            Ich finde wenn man unehelich schwach wird, sollte man zu den Konsequenzen stehen!

            • ich habe schon verstanden, dass du das Handeln des Freundes ihm vorwirst.Das sehe ich genauso!

              Ich hatte nur nicht verstanden wie du es mit deiner eigenen Beziehung gemeint hast. Danke, dass du mich nicht falsch verstanden hast :-)

              Leider liest und hört man genau dieses unverantwortliche Handeln muslimischer Männer sehr oft, sie haben Beziehungen zu nicht-muslimischen Frauen, vllt auch des Sexes wegen (?) und wenn daraus ein Kind entsteht, erzählen sie wiiiieee gläubig sie eigentlich wären uuuund die Familie erst, ach Gott, ah Herrje, wenn das blooooß einer mitkriegt!!! Da könnte ich echt kotzen! Und anscheinend denken die Frauen auch nicht vorher nach, was passieren könnte, ob es überhaupt eine Zukunft hat und was denn dann mit diesen Kind passiert. Schade.

              • (8) 17.12.16 - 23:35

                gebe ich Dir Recht.

                Ich könnt da auch kotzen.

                Vor allem glaub ich exakt bei Afghanen da dran, dass sobald ne passende Dame frei ist diese sofort geheiratet und Kinder gezeugt werden.

                nicht weil ich Vorurteile habe, nein. Ich kenne die "Moral" unter solchen Menschen.

      (9) 17.12.16 - 14:04

      Die Geschichten, die ich in der Hinsicht kenne, sind alle ungut für die Frau ausgegangen. In einem Fall hat sich der Mann sogar gewisse Kräuter von einer Art Schamanin geben lassen und seiner Freundin ins Essen gemischt, um das Kind loszuwerden. Sie hat ihn erwischt und gottseidank rausgeschmissen. Ehre, zumindest nach außen, geht über alles, deswegen passt auch der uneheliche Sex, so lange man ihn nicht offiziell sieht, gut in das Muster. Jetzt ist das Heimliche vorbei, Du wirst schwanger und das lässt sich nicht mehr vertuschen.

      Er wird Dich niemals heiraten, niemals wird seine Familie Dich anerkennen und wenn sie Wind davon bekommen, dass Du ein Kind hast, wird er eventuell gezwungen, sich zu trennen und eine andere zu heiraten. Willst Du wirklich so lange warten, bis es dazu kommt oder wäre es nicht vielleicht sinnvoller, jetzt schon für Dich zu entscheiden, welche Zukunft Dein Kind haben soll?

      Mit Religion hat das Ganze übrigens nichts zu tun, denn es gibt ganz sicher auch Muslime, die in so einem Fall zu ihrem Nachwuchs und der dazugehörigen Mutter stehen.

      "Mein Freund möchte nicht mehr mit mir in die Stadt gehen, weil andere Muslime uns sehen könnten. Er kann seiner Familie nicht von der Schwangerschaft erzählen, weil er Angst hat, "verstoßen" zu werden. Er kann die Schwangerschaft einfach (aufgrund seiner Religion) nicht akzeptieren."

      Wer Sex hat, weiß im allgemeinen, dass daraus eine Schwangerschaft entstehen kann...ich vermute, er hat nicht selber für Verhütung gesorgt?

      Und ich wundere mich wirklich, dass dir seine "Einwilligung" wichtig war - was hättest du denn gemacht, wenn Monsieur weiterhin dagegen gewesen wäre, dass du das Kind bekommst?

      Ein Mann mit dieser Einstellung könnte definitiv nicht mein Partner sein. Ich befürchte leider, dass dich da noch einiges erwartet - und selbst wenn du dich trennst, wirst du durch das gemeinsame Kind mit ihm verbunden bleiben.

      • (11) 17.12.16 - 14:28

        Danke für deine Antwort! Das kam wohl falsch rüber: wenn "Monsieur" weiterhin dagegen gewesen wäre, hätte ich mich natürlich dennoch für das Kind entschieden - demnach genau das getan was ICH möchte und nicht er. ;)

    Warum heiratet ihr nicht? Er will wohl nicht.....

Hallo!
Ich habe seit 14 Monaten mit afghanischen jungen Männern beruflich zu tun. Sie sind zwischen 16-(angeblich) 18 Jahre alt. Ich mag sie alle, aber diese "Doppelmoral" leben sie ALLE!. Alle vögeln munter deutsche Mädchen (wir besorgen die Kondome!), aber Respekt haben sie nur vor Frauen die Verheiratet sind und eheliche Kinder haben.

Ich würde das, was dein "Freund" mit dir macht, nicht eine Sekunde mitmachen!

Lg Sportskanone

Im Worstcase kann das sicher auch mit einem Partner aus dem gleichen Kulturkreis passieren, aber bei der genannten Konstellation sind diese Probleme doch vorprogrammiert. Warum macht man das?

Irgendwann wird er das Kind "Bastard" nennen und ......................

Gab es doch so schon tausende Male.

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