Argomentation

    • (1) 20.12.16 - 12:36

      Hallo zusammen,

      kurze Eckdaten. Ich 42, er 47, zwei Mädels 5 und 9. Er arbeitet Vollzeit, ich zu 80%, kümmere mich also um die kids nach 15 h.

      Nun ist es schon öfters bei Diskussionen vorgekommen, dass mein Mann mir vorwirft ich würde nur über Dinge sprechen, die erledigt werden müssen.#augen Was natürlich erst einmal nicht stimmt bzw. ich spreche nicht NUR davon sondern AUCH.

      Ich muss dazu sagen, dass mein Mann bei vielen Dingen ein Brett vor dem Kopf hat:-p, ich also klare Ansage machen muss, wenn etwas erledigt werden muss und er viele Dinge nicht sieht. Hierzu kommt noch, dass er das meiste an mir hängen lässt..(anderes Thema).

      Nun weiss ich aber nicht wie ich genau argumentieren soll. Ich meine, es stimmt schon, dass ich öfters Sachen anspreche die erledigt werden müssen, aber ich finde dies normal und wohl auch logisch, mir fehlt nur das schlagende Argument, ihm dies zu vermitteln, da ja schon was Wahres dran ist und das das Problem bei ihm liegt.

      Hat jemand einen hilfreichen Tipp.

      Danke und Gruss

      laului

      • (2) 20.12.16 - 13:01

        <<<<....und das das Problem bei ihm liegt.<<<<

        geil, einfach nur geil...das Problem liegt also bei ihm...das ist so komisch selbstverständlich #rofl

        gut, das es nicht ( auch ) bei dir liegt...warum auch?! #rofl

        am besten ist dann immer, die sooo ehrliche einsicht( wenn überhaupt ) , dass es natürlich auch mit an einem selber liegt, aber es hat null wert, denn unter'm strich, ist er dennoch das problem....

        2 menschen, 2 verschiedene meinung in sachen die getan werden müssen und dazu noch die frage der wichtigkeit und wann es passieren muss...in der regel meint die frau das bestimmen zu müssen..warum auch immer...weil sie meint auch seine mutter zu sein?!... und er ein kleiner, dummer junge ist?!neiiiin, niemals....aber...aber....aber....also doch #schein

        sicher müssen sachen erledigt werde, aber in der regel ist es so, dass madame anfängt zu bestimmen wann und was...er pariert nicht wirklich und madame fängt an immer mehr zu bestimmen und zu zicken...irgendwann nervt es nur noch und man hat aus prinzip schon keinen bock mehr...nicht förderlich aber völlig normal...ich wäre nicht besser, gehöre jedoch zu den personen die immer alles sofort erledigen...habe aber die toleranz das nicht jeder so ist, auch nicht mein partner, somit macht er anderes ...

        ich käme niemals auf die idee argumentieren zu müssen damit mein mann bestimmtes macht....

        jedoch neigen frauen ja auch super gerne dazu, einem alles abnehmen zu müssen, alles schaffen zu müssen und wenn es dann nicht mehr klappt....gemeckere....

        was nicht heißt, dass es nicht auch männer gibt, die das nicht auch ausnutzen...nun, aber dann ist man es so oder so selber schuld....

        süß....welches argument damit er versteht, dass er schuld hat #rofl#fest

        • (3) 20.12.16 - 13:14

          Ausser, dass ich Deine Antwort mehr als "unpassend" bzw. überheblich und null hilfreich finde, zu DEINEM besseren Verständnis:

          ich meckere nicht und zicke nicht,

          - aber wenn der Müll überläuft, ich ihn kurz an der Tür abstelle um ihn dann beim nächsten Gang in unsere Waschküche im Schuppen (draussen) zu bringen und er zweimal rausläuft und ihn nicht sieht, denke ich ist eine Ansage normal .

          - wenn der Kühlschrank leert ist, muss ich nicht sagen, "es muss eingekauft werden"

          etc.etc.

          Sonst bin ich es tatsächlich, die immer sagt, was zu tun ist.

          Ich wünsche Dir ein Frohes Fest und fürs nächste Jahr etwas mehr Empathie!!!

          Gruss

          laului

          • (4) 20.12.16 - 14:12

            naja, dass du meine antwort so siehst war mir ja schon vorher klar, aber dank eigenwilliger emphatie und dem wissen, dass die meisten direkt angespisst sind und dann gar nichts mehr, aus prinzip schon, verstehen wollen weil sie so gaaar nicht zickig sind, war ich so nett und habe dennoch geantwortet #schein

            hmmm...mit deiner antwort hast du mich jetzt jedoch bestätigt.ich bezweifel das du dich selber reflektierst und wenn, ist der radius nicht gerade groß, in etwa bis zum bockigkeitsrand und so wird es zuhause auch sein....auch wenn du das gerne anders siehst.

            was nicht heißt, dass du im unrecht bist ( ja, ja...du verstehst ja gerne falsch, darum betone ich das nochmal #schein ), nur so wie du es machst, kannst du es nicht schaffen...bei niemanden! und dabei ist es sowas von völlig egal, ob er schon immer so war oder ob du ihn dahin erzogen hast...SO schaffst du es nicht.

            du siehst dich und du hast recht...PUNKT...kann sein, dass du mal so nett bist und verstehst, aber es bringt nichts, denn es wird mit sicherheit was folgen was dir nicht passt und das spielchen geht von vorne los....

            aber was soll man dir erklären wie?!"dafür fehlt mir dann die empathie #niko

            ein kleiner tipp: wenn einem was nicht passt, sollte man immer bei sich anfangen und etwas ändern...wenn man selber aber etwas nicht begreift bzw. ändert, kann man den anderen nicht für anderes verantwortlich machen....
            und was man macht, soll immer mit herz und verstand gemacht werden, wenn eines fehlt, bekommste du es doppelt negativ zurück....

            und jetzt sieh mich gerne weiter wie du magst ....dir frohe weihnachten #winke

          • "aber wenn der Müll überläuft, ich ihn kurz an der Tür abstelle um ihn dann beim nächsten Gang in unsere Waschküche im Schuppen (draussen) zu bringen und er zweimal rausläuft und ihn nicht sieht, denke ich ist eine Ansage normal ."

            Warum ist eine Ansage normal? Du hast ja offensichtlich beim ersten Mal schon gesehen, dass er den Müll nicht mitgenommen hat. Sonst wüsstest du ja nicht, dass er vorbei gelaufen ist. Warum fragst du dann nicht freundlich: "Ich hab' den Müll neben der Tür abgestellt und wollte ihn nachher rausbringen. Könntest du ihn vielleicht mitnehmen, wenn du das nächste Mal raus gehst?"

            >>...und er zweimal rausläuft und ihn nicht sieht, denke ich ist eine Ansage normal<<

            Ansagen macht eigentlich ein Chef an seine Mitarbeiter, oder Eltern an ihre Kinder. "Ansagen" gegenüber zwei gleichgestellten Personen finde ich mehr als unangebracht.

            Ich verstehe, warum sich viele Männer bevormundet fühlen und von ihren Frauen als "Mutter" sprechen. Ich glaube auch, dass viele Frauen dazu neigen (sicherlich auch Männer) ihre Männer genauso zu behandeln wie ihre Kinder...

            Grundsätzlich kann ich deine Situation vollkommen nachvollziehen. Du hast viel um die Ohren und musst irgendwie "alles am laufen halten". Dasselbe Problem habe ich auch ;-) Wenn ich nicht einkaufe, dann bleibt der Kühlschrank leer. Wenn ich nicht staubsauge, dann bleiben die Krümmel liegen.

            Ich habe meinen Partner mal gefragt, warum er das nicht aufräumt/macht. Seine Antwort war: "Ich finde es hier noch nicht schmutzig" oder "Da ist doch noch genügend im Kühlschrank drin zum essen". Wir haben einfach ein anderes Verständnis von Ordnung. Wer bin ich, dass ich einem erwachsenen Menschen eine Ansage machen darf, dass er jetzt zu staubsaugen hat, weil ich es zu schmutzig finde? Letztendlich ist das ja mein Problem ;-)
            Auf der anderen Seite ruhen sich sicherlich auch viele Männer darauf aus, dass die Frau alles erledigt.

            Unser beiderseitiger Vorschlag ist: Wenn ich etwas getan haben möchte, dann darf ich ihm das einfach so sagen. Ich erwarte im Gegenzug nicht von ihm, dass er meine Gedanken liest bzw. sich mein Verständnis von Ordnung etc. aneignen muss. Ist der Kühlschrank leer, sage ich ihm das und bitte ihn einkaufen zu gehen, falls ich nicht dazukomme. So klappt das bei uns wunderbar.

            Schöne Feiertage dir #blume

      Und....? Hast du dein Verhalten mal hinterfragt? Wir sind ja nicht dabei.

      Wenn er abends zur Tür reinkommt und du drückst ihm gleich die Liste in die Hand und erläuterst den Ablaufplan für zu erledigende Aktionen, dann mag er Recht haben.

      Ansonsten will das Leben gelebt und der Alltag organisiert werden. Danach kann man zu Smalltalk und angenehmen Gesprächsthemen übergehen. Worüber würde er denn gern sprechen? Abends bei einem Glas Wein muss man auch nicht mehr die kaputte Waschmaschine erörtern.

      Schwer zu beurteilen, ob er dir absichtlich den Schwarzen Peter zuschiebt, um sich aus der häuslichen Verantwortung zu stehlen oder ob ihr wirklich ein Kommunikationsproblem habt. Alles zu erledigen und sich anschließend zu ärgern, dass es an dir hängen bleibt, ist auch nicht zielführend. Redet mal ohne Vorwürfe und reine Erwartungshaltung über eure Aufgabenverteilung und das Gleichgewicht zwischen angenehmer Paarzeit und notwendigen Aktivitäten.

      • Hallo.

        Ja, hab ich und nein ich halte ihm nicht die Liste in die Hand#freu

        Beispiele siehe oben, vielleicht etwas klarer #schein

        Ich spreche eigentlich über Alles Mögliche, aber klar auch über organisatorisches (siehe Kinder).

        Ja, wenn aber nun mal die Rechnungen bezahlt werden müssen, kann man sie nicht liegen lassen :-[

        Guter Tipp mit der Erwartungshaltung, werde ich heute Abend mal angehen. Danke

    Was sind das denn für Dinge die erledigt werden müssen und er nicht sieht in deinen Augen?

    Ich bin auch oft der Meinung wir müssten hier und da mal was tun...zB Lampen aufhängen oder den Garten winterfest machen. Damit Überfalle ich meinen Mann aber nicht sondern gehe die Sachen gemeinsam an. Wenn möglich auch nicht unter der Woche. Da ist er arbeiten und hat dann auch mal Feierabend.

    • (10) 20.12.16 - 13:22

      Hallo.

      Beispiele siehe oben.

      klar, unter der Woche ist bei uns da auch kaum Zeit. Ich helfe auch bei Gartenarbeit und auch sehr gerne, aber manche Dinge müssen bzw sollten wir uns jedoch aus Zeitgründen teilen (siehe Einkauf etc.)

      Gruss

      • Ja gut das sind ja eher alltägliche Dinge wie Müll und einkaufen....die können natürlich nicht warten und müssen gemacht werden...

        Ich bin da manchmal wie dein Mann vllt...ich renne in meinem Trott sicher 3x am Wäschekorb vorbei den mein Mann hingestellt hat...weil ich da eher blind für die Umgebung bin...#schein

        Bei uns haben feste Zeiten geholfen für mache Sachen...einkaufen gehen wir immer 2x die Woche an festen Tagen und planen davor. Dann muss ich (oder er) nicht erinnern sondern es ist halt immer so... Usw

        wirkliche Argumente hab ich leider nicht....wenn er den Müll 2x vergisst...ok dann nehme ich ihm mit beim 3 mal....dafür trägt er mir die Wäsche in den Keller auch wenn ich da schon x-mal war. Das ergänzt sich ganz gut eigentlich. Mir persönlich hilft da dann Gelassenheit...schließlich sind wir beide nicht perfekt.

Hallo!

Nun ja ich hoffe mal, dass Dein Mann im Gegenzug auch Deine Blindheit übersieht, wenn es darum geht, dass der Kredit mal umgeschichtet werden muss, eine Versicherung angepasst werden muss, weil der Inhalt nicht mehr passt, der TÜV vom Auto nicht verpennt wird, die Winterreifen umgestellt werden, die Werkstatt besucht wird, die Heizung überprüft wird, ....

FINDE Dich damit ab, dass Dein Mann eben den Staub im Haus nicht sieht, aber eben auch nicht, wenn er nicht da ist .... Deutlich blöder wäre es, wenn er nach hause käme und Dich fragen würde, was Du denn alles gemacht hast, weil toll sähe es nicht aus und das "richtige" hättest Du wohl auch nicht gekocht!?

Mein Mann und meine JUNGS wollen lieber klare Ansagen, als Dauer-Verantwortlichkeiten, à la "XY ist verantwortlich für den Papiermüll in diesem Haus, bedeutet: er sammelt ihn, trennt ihn und bringt ihn raus, wenn es nötig ist und ohne explizite Aufforderung".

Stell ihn vor die Alternative: kleinteilige Ansage, oder Dauerverantwortung für einen definierten Bereich und je nachdem teilt ihr Euch den Tagesschrott auf!

LG, I.

Mein Mann mag den Wortlaut "müssen" nicht...er meint, das erzeugt bei Ihm Reaktanz und dann macht er es erst recht nicht...

Ich umschreibe es dann (manchmal)."...Du...es wäre super klasse, wenn Du....könntest....."
Dann gehts eher.

Kommt aber auch immer darauf an, was es ist...

(14) 20.12.16 - 16:08

Könnte eine feste Aufgabenverteilung dabei helfen? Für alle meine ich, die Kinder sind ja auch alt genug, um mitzumachen.

Ansonsten würde ich ihm anhand von Beispielen verdeutlichen, dass es hakt und ihn um Lösungsvorschläge bitten. Was sagt er denn beispielsweise dazu, wie man ihm den Müll vorsetzen müsste, damit er ihn wahrnimmt und nicht ignoriert? Also z.B. den Beutel direkt vor die Haustür stellen, so dass man drüber fällt, wenn man rausgeht?

  • (15) 20.12.16 - 16:16

    .... da würde mein Mann auch noch drüber steigen mit seinem selektiven Blick ;-)

    ich finde deinen Tipp mit der konkreten Aufgabenaufteilung sehr gut - und das könnte die TE damit argumentieren, dass dann nicht mehr darüber diskutiert werden muss.
    Und dann solltest du dich, liebe TE, eine Weile zurückhalten und nur bei einem Gespräch für die Organisation anmerken, falls etwas gar nicht rund läuft. Aber nicht jeden Tag darüber sprechen...

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