das bisschen haushalt macht sich von allein..

    • (1) 23.12.16 - 13:47

      hallo zusammen,
      habe mich nach vielem lessen jetzt hier angemeldet weil ich tipps und meinungen zur besseren selbstreflexion gebrauchen kann.

      ich lebe seit einigen monaten mit meiner freundin und ihrem kind (2,5 jahre) zusammen.

      ich arbeite vollzeit, mit pendeln bin ich täglich von 6:30-18:30 unterwegs. meine freundin hat vorerst die rolle der hausfrau. ich bin es gewohnt alles sauber und auch ordentlich zuhause zu haben. leider klappt das nciht mehr seit wir zusammen wohnen.
      mein aufgabenbereich zuhause ist einkaufen, papierkram, etc und natürlich auch ca. 1h am tag mit dem kind beschäftigen. wir haben ein gutes verhältnis.
      diese neue lebenssituation ist allerdings sehr neu und kräftezährend für mich. bin oft KO, hobbies leiden. damit hab ich mich abgefunden.
      zur entlastung würde ich mir wünschen mich nciht um den haushalt kümmern zu müssen. ich bin der meinung bei 12 stunden + x am tag ist es fair den haushalt meiner freundin zu überlassen, aber sie schafft es nicht. ich kann mir schon vorstellen das es anstrengend ist 24/7 für das kind da zu sein aber dennoch denke ich mit organization sollte es möglich sein in den 12h in denen ich arbeite den täglichen haushalt (ohne einkauf, papierkram,etc) zu bewältigen.
      wie seht ihr das? und falls ihr meiner meinung seid was für tipps habt ihr um das besser hinzubekommen. natürlich hab ich versucht ruhig und sachlich einige male mit ihr darüber geredet, angebote gemacht wie das ich mehr drauf achte hinter mir aufzuräumen etc aber sie ist sehr empfindlich und nicht kritikfähig darum endet das immer in streit.

      • Wie hast du denn Arbeit und Haushalt sonst geschafft, als ihr noch nicht zusammen gewohnt habt? Es ist meiner Meinung nach völlig ok, dass du mit an packst, denn du wohnst dort auch. Wäsche waschen kannst du, mal abwaschen oder spülmaschine abstellen, Müll raus bringen, dein Bett morgens machen, das sind völlig selbstverständliche Dinge, die man auch als vollzeit arbeitender Part machen muss, damit es funktioniert. Haushalt mit kind ist gar nicht so leicht, da man jede Tätigkeit zig mal unterbrechen muss weil das Kind etwas wieder aufräumt oder dreckig macht oder Unsinn macht.

        • Ach so, manche Tätigkeiten kann man auch gar nicht mit kind machen. Bügeln zum Beispiel. Da das Kind gegen das Bügeleisen oder -Brett sehr leicht gegen kommt und sich schwere Verbrennungen zuziehen kann. Wenn ich Bügel, dann kümmert sich mein Mann um unser Kind. Du könntest neben der selbstverständlichen mithilfe sie auch entlasten, indem du dich am Wochenende intensiv um das Kind kümmerst, damit sie ruhe hat um etwas zu schaffen oder um auch mal ausspannen zu können. Mag dir nicht gefallen, aber so ist das in einer Familie nun mal; jeder kümmert sich um den anderen.

          • (4) 23.12.16 - 14:48

            <<<<manche Tätigkeiten kann man auch gar nicht mit kind machen. Bügeln zum Beispiel.<<<<

            echt jetzt?!....gaaar nicht?!...z.b. bügeln?

            du brauchst beim bügeln jemanden der dein kind hütet #gruebel
            ich kenne absolut niemanden der das jemals so gemacht hat, alle haben mit kind gebügelt...hmmm

            ich weiß, ehrlich gesagt gerade nicht, was man nicht mit kind machen kann.
            und das man immer unterbrechen muss, weil der nachwuchs gerade was möchte, macht oder sonstwas, ist völlig normal und das ist job...genau diese unterbrechungen hat man auch im "richtigen" job und dennoch muss man leistung bringen.

            kind, haushalt&co ist für mich genauso ein job wie ganz normales arbeiten.
            als hausfrau mit nur einem kind ist es ein witz nicht alles zu schaffen das es ordentlich und sauber ist.die meisten hausfrauen neigen nur leider oft dazu, ihre zeit unorganisiert zu verteilen und fangen irgendwann an zu schwimmen und das gejammere beginnt...aber das ist ein anderes thema.

            @TE
            wie war sie vorher? war sie da sauber und ordentlich?
            von was lebt sie jetzt?mit von dir?

            ich finde, wenn sie nicht arbeitet, hat sie sich um alles zu kümmern, auch das abends essen auf dem tisch steht und soweit alles gemacht ist.dennoch heißt das nicht, dass man nicht auch den müll mit rausnehmen kann oder den tisch abräumt, ums kind kümmert usw. ...denn sie hat den tag genauso zu tun wie du auch, also wenn sie alles erledigt und nicht meist kaffee trinken ist, tv guckt, am pc hängt usw...und dann nichts geregelt bekommt und jammert.

            genau wie am wochenende, beide haben da gleich viel zu machen und es sollte selbstverständlich sein.

            hätte ich einen partner mit kind der nicht arbeitet, ich bin den ganzen tag arbeiten und es wäre chaos wenn ich nach haus komme und ich müsste mich um grundlegendes kümmern, hätten wir ein problem.
            nicht das man mal einen faulen haben kann, aber nicht regelmäßig...auf mich muss genauso viel verlass sein im job wie in seinem job auch, ganz einfach...

            wenn nicht, muss ich mir überlegen ob ich das so noch möchte und er wohl auch...

            • (5) 23.12.16 - 16:57

              danke auch für diese meinung! jetzt komm ich mir nicht wie ein tyrann vor.
              ich hab sie kennengelernt als sie allein mit kind gelebt hat, da war komplettes chaos, da war der junge aber auch erst 1,5 und ich dachte mir klar das sie allein überfordert ist.
              aber jetzt kann er auch mal alleine spielen, macht immer noch so ca 3 stunden mittagsschlaf und da find ich eigentlich auch in 12 stunden muss doch die standardarbeit zu schaffen sein.
              und ja sie lebt komplett von mir. die ganzen kosten liegen bei mir. das macht mir nichts aus aber darum denk ich halt wenn ich 12 stunden arbeiten geh und mir von kunden und chefs standing in den arsch treten lassen muss um schneller zu sein, die ganze finanzielle verantwortung hab plus altersvorsorge etc, abends dann noch so 15-20 min was mithelfe und auch noch 30 min oder 1h mit dem kind spiele dann muss ich doch auch feierabend haben mal. wenn ich aber she das fast in jedem raum mindestens eine haushaltsbaustelle noch offen ist kann ich nicht feierabend machen und am ende brauchen wir immer das wochenende um liegengebliebene arbeit aufzuholen - zusammen natürlich.

              mit standardarbeit mein ich küche und bad sauber wäsche aufgehängt oder wenn trocken verräumt und wohnzimmer und fussböden sauber.

              klar am wochenende hock ich nciht auf der faulen haut wenn sie was macht, mach ich da auch was im haushalt. oder geh mit dem jungen spielen oder eben grosseinkauf oder sowas.
              aber unter der woche bin ich platt wenn ich zuhause bin. sport hab ich schon gestrichen. mehr geht nicht.
              ich hab den eindruck es ist wie du sagst. sie ist noch unorganisiert und ineffizient. heute ist mir das aufgefallen weil der kleine krank it, wir zum arzt mussten und ich so einen tag notfall home office machen musste. ich bin wie immer um 6:30 aufgestanden, hab nen arzt rausgesucht, meinem boss bescheid gegeben, geduscht zänegeputzt und den ersten kunden verartztet, da sass sie noch mit ipad auch der couch. den restlichen vormittag hab ich gearbeitet und sie hat gekocht. das wars aber bis mittag.. nur gekocht, lecker aber trozdem. küche chaos, wäsche hab ich ne ladung neben der arbeit gemacht, müll, altpapier gelber sack entsorgt und mir gedacht sie ist total ineffizient. darum kam heute die discussion wieder hoch. wenn ich was sag schnappt sie ein.

              • wenn sie vorher schon so einen Chaoshaushalt hatte, dann wird das nicht mehr besser - dann ist sie eben eine der Frauen, die das nicht gereiht kriegen

                "das Kind schläft mittags 3 Stunden" - es liegt ganz klar NICHT am Kind, sondern an ihr

                sowas kann man auch nicht erlernen oder sich aneignen, sie wird das nie besser hinkriegen oder nur unter ständigem Druck und nie freiwillig - es ist halt nicht ihr Anspruch Ordnung zu halten

                Entweder gewöhnst du dich daran oder trennst dich - sie wird niemals eine Haushaltsperle werden

              • Naja, wenn sie Ruhe hat, wird sie am Ipad sitzen statt mal ein bißchen was zu schaffen.

                Vielleicht solltest du mal das wlan sperren ;-)

                Ich hätte jedenfalls keine Lust, einem erwachsenen Menschen das Nichtstun zu finanzieren. Da könnte die Person beleidigt sein wie sie will.

                LG Küstenkönigin

          Also ich finde, dass man super mit Kind bügeln kann. Ich habe mein Bügeleisen mit dem Wort "nein" gesichert. Keins meiner Kinder geht da ran (2 und 5) und die Dame des Hauses kann sehr wohl den Haushalt schmeißen, wenn sie Hausfrau ist. Wäre ja noch schöner, dass der Mann malocht, womöglich die Frau und ihr Kind finanziert und Madame schaukelt den ganzen Tag ihre Eierstöcke oder was? Da wäre ich auch angepisst. Dass er am Wochenende natürlich mit anpackt sollte klar sein, aber unter der Woche? Würde ich nicht einsehen.

          • Ich finde, jeder, der im Haushalt mit wohnt hat auch beim Haushalt mit an zu packen. Wenn Sie Hausfrau ist, ist klar, dass sie das meiste macht. Aber nur weil er arbeitet gar nichts machen zu müssen würde mich anpissen. Jeder, der im Haushalt lebt, muss mit helfen. So funktioniert Familie. Jeder hat Pflichten im Haushalt. Wenn Sie beide vollzeit arbeiten würden, müsste der Haushalt ja auch gemacht werden. Und natürlich müssen ihn die Personen machen, die in ihm leben. Außer, man gönnt sich eine Haushaltshilfe.

            • (10) 23.12.16 - 17:11

              Naja, das ist ja wohl eine ganz klasische Rollenverteilung: Er sorgt für das Familieneinkommen, sie kümmert sich um Haushalt uns Kind. Dass ein Partner das eine komplett übernimmt und dann auch noch im anderen Bereich eingespannt wird, finde ich nicht fair. Oder sie geht arbeiten und sorgt mit fürs Familieneinkommen.

              Ich frag mich gerade, wie unsere Omas das hinbekommen haben. Die haben doch auch (größtenteils) den Haushalt versorgt, während der Opa das Geld verdient hat.

              • Natürlich haben unsere omas das hingekommen. Weil sie keine Wahl hatten. Sie DURFTEN ja nicht mal arbeiten gehen und mussten wegen allem den Mann fragen. Sie mussten SEINE ERLAUBNIS einholen um arbeiten gehen ZU DÜRREN. Sie waren mit Sicherheit nicht immer glücklich über die drei k (Kinder, küche, kirche). Sie hatten aber keine Wahl. Sie gingen vernunftehen ein um abgesichert zu sein, hatten Sex, auch wenn sie ohne nicht wollten, denn eine Ehefrau hat ihrem Mann stets zu Diensten zu sein. So war das damals.

                • (12) 23.12.16 - 17:24

                  Ich verstehe nicht, was dein Exkurs ins Mittelalter damit zu tun hat, dass heutzutage viele Frauen mit einem Kind vollkommen "überlastet" sind und ohne männliche Hilfe keinen 3-Personen-Haushalt auf die Reihe kriegen.

                  Ich weiß nicht, wann du "unsere Omas" zeitlich einordnest. Meine Großeltern haben aus Liebe geheiratet, meine Eltern auch, das war eine richtige Love-Story.

Top Diskussionen anzeigen