Treffen gemeinsamer wichtiger Entscheidungen

    • (1) 05.01.17 - 11:48
      Schwazz wie die Nacht

      Hallo

      mein Mann und ich sind seit sieben Jahren zusammen. In dieser Zeit gab es selbstverständlich immer mal wieder wichtige und zukunftsrelevante Entscheidungen zu treffen (Hauskauf, Job, Kinder etc.). Rückblickend stelle ich nun fest, dass die meisten dieser Entscheidungen nach dem Willen und Wunsch meines Mannes getroffen wurden. Nicht weil er mich gedrängt hätte! Nein, offenbar ist das meine Art. Und seine Art ist es diese Entscheidungen so anzunehmen ohne zu Hinterfragen ob ich das nun tatsächlich so möchte oder nur seinetwegen mache. So könnten wir eigentlich ewig weitermachen denn bislang waren wir ja beide damit zufrieden. Nun gibt es aber einen Punkt im Job der zur Entscheidung steht der mir irre wichtig ist. Und wieder ertappe ich mich dabei mich nach ihm zu richten. Doch diesmal möchte ich das so nicht!

      Wie kriege ich da die Kurve? Wenn ich mich mal durchsetze habe ich das Gefühl ihm meinen Weg aufzuzwingen. Das fühlt sich nicht gut an. Aber klein bei geben möchte ich diesmal auch nicht.

      Viele Grüße
      Schwazz

      (6) 05.01.17 - 12:11

      Hallo,

      für mich käme es auf die Art der Veränderung an. Du schreibst, dass es um den Job geht. Wenn du z. B. innerhalb deines jetzigen Standortes eine bessere Position einnehmen könntest, dafür aber weniger Zeit für die Familie hast, würde ich mich, ohne dabei größere Diskussionen zu führen, durchsetzen.

      Wäre die Jobveränderung mit einem Umzug und Hausverkauf/-vermietung verbunden, würde ich Für und Wider zusammen mit meinem Mann gegeneinander abwägen. Sollen die Kinder lieber im gewohnten Umfeld verbleiben, sind sie noch so klein, dass du zwingend da sein musst? Könntest du pendeln? Könnte dein Mann die Kinder überwiegend allein betreuen.

      Ich habe mich jetzt mal auf diese beiden Beispiele eingeschossen. Vielleicht liege ich ja komplett falsch. Aber Weiterkommen bzw. verbessern im Job finde ich sehr wichtig. Und das sollte auch deinem Mann klar sein. Oder hättest du dann vielleicht sogar eine bessere Position als er? Damit können Männer nur schlecht umgehen (ist bei uns so), da muss er aber über seinen Schatten springen, und ich würde in diesem Fall keine Kompromisse eingehen.

      Viele Grüße

      • (7) 05.01.17 - 12:15
        Schwazz wie die Nacht

        Ja, du bist schon recht nahe dran. Es gäbe gewisse Einschränkungen aber natürlich keine so weitreichende wie Umzug oder ähnliches. Ich bin unglücklich im Job und möchte nochmal von Vorne anfangen. Wäre machbar wenn er mitzieht und etwas unterstützt.

        • Was heißt denn "nochmal von Vorne anfangen"? Heißt es einfach nur, dass Du woanders arbeitest, wo Du mit Anfangsgehalt eingestellt wirst, und deshalb kleine finanzielle Einschränkungen? Dann würde ich mich ganz klar durchsetzen! Oder möchtest Du noch mal eine ganz neue Ausbildung machen, so dass Du in den nächsten Jahren sehr wenig bis gar nichts zum gemeinsamen Lebensunterhalt beisteuern kannst? Dann finde ich es schon schwierig, das einfach so durchzusetzen. Da müsste man die Situation sehr viel genauer kennen, um eine Meinung dazu zu entwickeln. Oder gibt es zeitliche Einschränkungen, durch die Dein Mann in seinem Job etwas ändern müsste? Ich finde es sehr schwierig, Dir ohne Hintergrundinformationen etwas zu raten.

          (9) 05.01.17 - 13:11

          Na dann ist doch alles klar: Du startest neu durch, und ihr sortiert euch als Familie neu. Alles Gute für dich #klee

    Hallo,

    hast Du ihm denn schon gesagt, wie irre wichtig Dir dieser Punkt ist? Habt Ihr die Meinungsverschiedenheit schon auf dem Tisch, oder glaubst Du nur zu wissen, was er denkt und richtest Dich danach?

    Du zwingst ihm nicht Deinen Weg auf, wenn Du Punkte klarmachst, die Dir wichtig sind.

    Dein Job, Dein Leben, Deine Entscheidung. Mach was draus.

    Viele Grüße!

    • (11) 05.01.17 - 12:17
      Schwazz wie die Nacht

      Ja, die Fakten liegen offen auf dem Tisch. Jeder hat gesagt was er möchte und es wurde ausgiebig diskutiert. Einen Mittelweg gibt es nicht. Entweder wir machen es so wie ich will oder so wie er möchte.

      • Im Hinblick darauf, dass eure Ehe immer schiefgehen kann und du irgendwann alleine auf dich gestellt wärest, solltest du in guten Zeiten unbedingt dafür sorgen, dass dein Leben auch allein das maximale für dich bietet.

        Wenn du nun also einen Job annehmen könntest, der dir das ermöglicht, würde ich für die Umstände, die damit einhergehen, eine passable Lösung suchen und mich ansonsten durchsetzen.

        Deinem Partner muss da wichtig sein, dass es dir damit gutgeht.

        Ich würde das auch vor ihm genauso formulieren..."ich weiß, dass du damit nicht 100% zufrieden bist, aber dieses wird mein Weg sein. Ich hoffe, du unterstützt mich dennoch, auch wenn wir nicht einer Meinung sind".

        Gruß Hezna #klee

        Solltest Du Deine Chance jetzt nicht ergreifen um einen Konflikt zu vermeiden, gebe ich persönlich Euch noch ca. 5 Jahre.

        Es gibt kein "Entweder wir machen es so wie ich will oder so wie er möchte. " Besser wäre schon ein "wir". Deswegen heißt es Partnerschaft, nicht Unterwürfigkeit.

        Dann schließe ich mich meinen beiden Vorschreiberinnen an. Es ist DEIN Job und DEINE Entscheidung.

        Wünschenswert wäre, dass er sie mitträgt, weil ihr eben eine Partnerschaft und keine Alleinherrschaft lebt.

        Alles Gute!

        (15) 05.01.17 - 13:49

        es wäre ja auch möglich, dass er erst mal dagegen ist, weil... Angst, Bequemlichkeit etc...
        und dann kapiert er irgendwann, dass es dir so gut tut und somit euch allen!

        .. oder es zeigt sich, dass er lieber eine Frau haben will, die immer macht, was er möchte... und dann wäre die Entscheidung auch klar, oder?

        lg

        und viel Vergnügen!

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