Einzelkind und Uneinigkeit über 2.

    • (1) 06.01.17 - 21:22
      Riesen Problem

      Hallo,
      Ich bin Mutter einer Tochter und möchte auch kein Kind mehr, ich hatte nie einen ausgeprägten Kinderwunsch in dem Sinne wie man das oft hier liest.

      Ich konnte mir vorstellen ein!! Kind zu bekommen und das wars.
      Mein Problem ist dass mein Partner ein gemeinsames Kind mit mir möchte, obwohl er selbst auch zwei Kinder hat.
      Ich hab ihm ziemlich am Anfang gesagt dass ich kein Kind mehr möchte, aber anscheinend hat er das nicht erndt genommen.
      Jetzt hat er mir gesagt, dass es für ihn so wäre dass sich ein Kinderwunsch in Zusammenhang mit einer Partnerschaft entwickelt und dadurch käme, dass man den Partner liebt und die Liebe festigen will.
      Das ist für mich aber nicht so.
      Ich habe unabhängig von einer Partnerschaft keinen Wunsch mehr nach einem Kind.
      Mein Exmann kam mir immer mit dem Thema : armes Einzelkind, etwas was ich nicht als Nachteil sehe und schon mal lange kein Grund ist, noch ein Kind zu bekommen.

      Das Argument, ein Kind braucht einen Spielgefährten, finde ich am wenigsten sinnig.

      Denn wer will vorhersehen dass die Kinder sich verstehen und zusammen spielen?

      Dann auch immer der Druck nach 2-3 Jahren das 2. Kind zu produzieren, was hat es mich genervt.
      Am besten Junge und Mädchen, ein längerer Abstand ist ja nicht mehr ok wenn man das Spielgefährten Argument vorbringt.
      Mein jetziger Mann nervt mit dem Thema, egal was ich sage.
      Dabei hatte ich gedacht, das sei geklärt.
      Er wirft mir mittlerweile vor unnormal zu sein weil ich kein Kind mehr will.
      Das wäre dann schon die zweite Ehe, die scheitert wegen dem Thema.

      Soll ich seinetwegen ja sagen obwohl ich nicht will? Ein Kind als Liebesbeweis, wie er meint?

      Für mich wäre es einfach ein Opfer um ihn zu halten.

      Gibt es hier noch andere Einzelkindmütter die bewusst nur das eine wollen?

      • Ich finde es wäre ein Liebesbeweis, wenn ER deinen, von Anfang an geäußerten Wunsch - das du kein zweites Kind möchtest - akzeptiert.

        Wenn du dich gegen deinen Willen für ein weiteres Kind entscheidest kann das nicht gut gehen. Lass dich zu nichts drängen und mach das was womit du dich wohl fühlst!

        Ich nicht. Aber meine Schwester hat nur 1 Sohn. Mittlerweile erwachsen. Sie erst 38. Mit dem Vater ewig getrennt. 3 andre Partner danach. 1 Abtreibung vor ca 13 Jahren.

        Bis heute kommt ihr kein zweites Kind in die Tüte. Keiner ihrer Partner verlangte je eines. Sie hätte es nie wegen Mann getan. Eher sich getrennt. Männer sind austauschbar. Kinder nicht.

        Sie arbeitet, lebt und braucht definitiv kein weiteres Kind.

        Ich hab mehrere Kinder. Alle gewollt. Aber mir eins aufdrängen? Nein. Es musste und war immer mein Wille.

        (4) 06.01.17 - 22:30

        Die bewussten Einzelkinder-Mütter gibt es ganz sicher, aber was nutzt dir das?

        Letztendlich hilft Euch nur miteinander zu sprechen. Aber nicht als "Diskussion" wo ein Wort das andere gibt und man schon mitten im Satz des anderen gedanklich eine Antwort formuliert. Stattdessen als Zwiegespräch zu einem vereinbarten Termin, bei dem Ihr eine Stunde für Euch habt, nicht gestört werdet und nicht müde seid. Ein Partner spricht 15 min nur über sich, über das was ihm wichtig ist, wie es sich für ihn anfühlt (z.B. der Kinderwunsch), wovor er sich fürchtet, was er sich wünscht. Der andere hört nur zu, spricht nicht, ist einfach ganz auf Empfang. Keine Entgegnung, keine Nachfragen, nur empathisches Zuhören. Nach den 15 min (Timer) wird noch der Satz bzw. Gedanke beendet, dann dankt der Sprechende für's Zuhören, und der Zuhörende für die Offenheit.

        Dann wechseln die Partner ihre Rollen.

        Nach dem Gespräch ist es gut das noch ca. eine dreiviertel Stunde ungestört nachklingen zu lassen, z.B. bei Hausarbeit, einem Spaziergang, (keine Ablenkung wie Buch, TV, Trubel).

        Bei dieser Art von Gesprächen kommt man sich näher, versteht vieles beim anderen leichter und durch die Würdigung der Gefühle des anderen verändern sich auch Konfliktthemen.

        Es ist z.B. auch mögliche dass es deinem Mann gar nicht um ein zweites Kind an sich geht, sondern dass er das Bedürfnis hat, dass du seine Liebe zu ihm "bestätigst". Klingt für mich zumindest in deinem Text so an: "Jetzt hat er mir gesagt, dass es für ihn so wäre dass sich ein Kinderwunsch in Zusammenhang mit einer Partnerschaft entwickelt und dadurch käme, dass man den Partner liebt und die Liebe festigen will." Sowas versteht man oft erst in einem (oder mehreren) Zwiegespräch/en. Oftmals geht es um ein ganz anderes Bedürfnis als auf den ersten Blick vermutet. Das echte Verstehen der Bedürfnisse des anderen ist dann meist schon die halbe Lösung.

        In meiner Partnerschaft haben uns diese Gespräche schon sehr geholfen (obwohl es am Anfang etwas ungewohnt war), ich hoffe es hilft Euch auch. Einen Versuch ist es wert.

      • (5) 07.01.17 - 01:04

        Hallo zusammen

        Ich bin eine bewusste Einzelkind Mama. Habe mir immer eine Tochter gewünscht. Die habe ich und bin vollkommen zufrieden.

        Mittlerweile ist sie 6 Jahre, wir können so viele tolle Sachen zusammen unternehmen ... da haben wir keine Zeit für ein Baby. ;-)

        Würde mir keins mehr aufzwingen lassen Vorallem wenn es vorab von dir schon angesprochen
        War mit ihm.

        Ein liebesbeweis......, Spielpartner oder sonstiger Quatsch ist doch alles blödsinn.

        Ein Kind ist eine Reise für das ganze Leben und die sollte weder nebenbei oder irgendwie nebenherlaufen

        Um Himmels Willen! Kein Kind als Liebesbeweis obwohl du gar keins willst!! Das wäre die völlig falsche Lösung !! Macht lieber eine Paartherapie und sprecht eure Probleme richtig aus! Ein Kind sollte immer entstehen, weil BEIDE es wollen!!!

      • Wenn er von Dir den Liebesbeweis verlangt, das Kind zu bekommen, was er sich wünscht, dann wird er sicherlich auch zu 100% die Elternzeit, den Haushalt und in Teilzeit die spätere Erziehung des Kindes hauptsächlich übernehmen wollen.

        Spätestens wenn man nämlich von den Vätern (vielen, nicht allen) verlangt, dass sie den altmodischen mütterlichen Part übernehmen sollen, stellt man nämlich fest, dass sie zwar das Kind MACHEN, aber für sich selbst alles so belassen wollen. Also Frau schwängern und dann fröhlich weiter Vollzeit arbeiten gehen, während die Glucke daheim das Küken hütet, mit dem man dann überall angeben kann. Und der dringende Kinderwunsch löst sich auf einmal in Luft auf, wenn frau sagt, sie möchte den Rollentausch dann bitte auch durchziehen.

        Würde er das wollen?

        • (8) 07.01.17 - 11:31
          Riesen Problem

          Nein!! Das würde er nicht wollen.

          Er findet es unnatürlich dass ich auch nur in Erwägung ziehe, das Kind nicht hauptsächlich selbst betreuen zu wollen und wirft mir mangelnden Mutterinstinkt vor.
          Welche Mutter lässt schon ihr 8 Wochen altes Kind freiwillig zurück um wieder arbeiten zu gehen?

          Man beachte, ich lasse es ja nicht zurück, sondern es wäre beim Vater.

          Und stillen könnte ich ja dann such nicht, etwas was ich für mich eh ausschließe.
          Hab ich auch bei meiner Tochter nicht gemacht und bin auch relativ zeitig, nämlich nach 6 Monaten wieder Vollzeit arbeiten gegangen und meine Tochter wurde damals von einer Tagesmutter bzw.dem Vater betreut.

          Ich komme mit seiner Vorstellung von Aufgaben einer Mutter eh nicht klar : Stillen idt Pflicht, Mama muss die Hauptbezugsoerson sein und arbeiten soll sie die ersten Jahre nur ein paar Stunden. ...nicht meine Welt und daher indiskutabel.

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