Räumliche Trennung in der Ehe

Soll ich den Schritt gehen und es drauf ankommen lassen?

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    • (1) 11.01.17 - 09:56

      Hallo Forum,

      erstmal zu meiner Situation. Ich bin 30 Jahre alt, meine Frau ist 28 und wir haben 2 Kinder im Alter von 4 jahren und 10 Monaten.
      Wir wohnen mit meinen Schwiegereltern in einem Einfamilienhaus in dem wir 3 Zimmer, Küche, Bad mit ca 65qm bewohnen.
      Wir besuchen zur Zeit auch eine Paarberatung da es zwischen uns spätestens jeden dritten Tag zu einem Streit kommt.

      Ich bin mittlerweile so genervt von den ganzen Streitigkeiten, ihren Wutausbrüchen und von der Wohnsituation das ich überlege eine räumliche Trennung in betracht zu ziehen.

      Ich verspreche mir davon zum einen das wir ein Partnerschaftliches verhältniss wieder erlangen, da wir seit dem meine Frau mit unserer Tochter (10 Monate alt) schwanger war, nur noch als Eltern funktionieren und keinerlei Partnerschaftliche aktivitäten durchführen ( keine gemeinsamen Unternehmungen, kein Sex, kein garnichts).
      Zum anderen sehe ich es als Chance, das wenn ich die "neue Wohnung" erstmal schön eingerchtet und renoviert habe, ich Sie davon Überzeugen kann bei ihren Eltern auszuziehen und mit den Kindern wieder zu mir zu kommen. ( zur Erinnerung: Bei ihren Eltern 3 Zimmer 65 qm , neue Wohnung 95 qm 4 Zimmer - und das zu fast dem selben Preis da die neue Wohnung meiner Mutter gehört!!!) #augen

      Als ich meine Frau darauf mal angesprochen habe war ihre Meinung zu einer räumlichen Trennung nur das sie einen Hass auf mich entwickeln würde da ich Sie mit den Kindern alleine lassen würde.

      Was meint Ihr??

      • (2) 11.01.17 - 10:04

        Muttis 95qm lösen auch keine Eheprobleme.

        Was sagt deine Frau zu einem generellen Auszug, ganz weg von Mutti und Schwiegereltern?

        So wie du es beschreibst, klingt es einfach nur nach Flucht deinerseits. Allerdings wedelst du mit einer größeren Wohnung als Lockruf für dein Frauchen. Eine räumliche Trennung hat aber einen ganz anderen Zweck.

        Ich denke so wird das nicht funktionieren.

        (3) 11.01.17 - 10:14

        Warum streitet ihr denn alle drei Tage? Wegen der räumlichen Situation oder weil ihr keinen Sex mehr habt?

        Wenn du einfach gehst, und alleine entscheidest, die große Wohnung zu beziehen, wirst du bei deiner Frau nicht erreichen,dass sie glücklich hinterherzieht oder mitzieht, sondern du wirst erreichen, dass ihr euch voneinander entfernt.

        Ist die große Wohnung eh bereits Thema ? Und warum will deine Frau offensichtlich da nicht hin?

        Auf mich wirkt es, als sei es deine Flucht. Raus aus der Enge, weg von den Streitereien.
        Es schafft für dich ganz sicher Entspannung. Aber findest du nicht, dass man, wenn man als Paar weiterleben möchte, lieber gemeinsam eine Lösung suchen sollte, mit der beide leben können?

        Oder aber es gibt keine Lösung mehr, dann kannst du dich auch ganz trennen.

        Ich würde diesen Schritt überdenken und lieber die Frau nochmal mit ins Boot der Entscheidung holen.

        Gruß Hezna #klee

        • (4) 11.01.17 - 11:14

          Was ist denn eigentlich an einer Flucht so schlecht? Schon Konfuzius sagt: kannst Du Deinen Gegner nicht besiegen, gehe ihm aus dem Weg.

          Mit vier Personen auf 65 qm, da würden sogar siamesische Zwillinge Platzangst kriegen. Das ist doch Folter. Dazu noch Kleinkinder, die quäken, man kann sich nicht aus dem Weg gehen und zu allem Überfluss noch die Eltern in Rufweite. Nee, jeder Tag mehr in dieser klaustophobischen Atmosphäre bedeutet Beziehungshölle.

          Der Mann plant das einzig Richtige: Mehr Platz, mehr Raum, mehr Luft zum Atmen.

          Die einizige Frage bleibt, wie er sein Weib motiviert bekommt, seinem klugen Plan zu folgen? Jedenfalls heisst räumliche Erweiterung oder Trennung nicht das Ende. Wenn sie allerdings so stur ist und bei ihrer Familie bleiben will oder muss, dann würde ich persönlich auch ohne sie gehen. Und erst mal Abstand herstellen, der das Nachdenken wesentlich erleichtert.

          • (5) 11.01.17 - 11:50

            Du hast des Pudels Kern erfasst...SIE will nicht weg von zu Hause.

            Räumliche Trennung zum Zweck der späteren, von beiden gewollten Familienzusammenführung, ist kein no go. Gebe ich dir Recht. Aber wenn hier einer flüchtet, und den andren zurücklässt, wird es vermutlich im Ende keinen positiven Effekt haben.

            Eine gemeinsame Entscheidung muss her oder eine von ihm durchaus akzeptierte Zweitlösung, die komplette Trennung bedeutet.

            • (6) 11.01.17 - 12:34

              Schnickschnack.

              Räumliche Distanz schafft emotionale Nähe. Was man vermisst, liebt man.

              Wenn mir jemand andererseits so nahe ist aufgrund der räumlichen Enge, dass er mir quasi ständig ins Ohr atmet, dann bekommt jeder normale Menschen den Wunsch, auszubrechen. Seine Frau bricht sozusagen nach innen auf und verkapselt sich und er möchte diesem sauerstoffarmen Zustand räumlich entfliehen.

              Die Entscheidung muss nicht gemeinsam sein, wenn, wie ich sagte, die Dame sich verweigert und noch dazu mit der ultimativen und besonders bei Frauen beliebten Jammerarie "Mein Mann hat mich und die Kinder sitzen lassen" aufwartet.
              Aber die schlussendliche Trennung bedeutet das nicht.

              Erst mal Zeit zur Ruhe zu kommen, wieder durchzuatmen und einen klaren Verstand bekommen.

              Ein zwanghaftes Warten auf eine gemeinsame Entscheidung bei dem Platzmangel und die nervige Fresse des anderen ständig in Riechweite, erhöht dann tatsächlich nur den Druck, die Brocken komplett hinzuschmeißen.

              • (7) 11.01.17 - 13:33

                Dann sollte er sich lieber erstmal eine kleine Bude nehmen, in der er nachdenken kann.

                So hat es den Eindruck, er zieht in die neue Wohnung und will nur den Druck auf sie erhöhen, nachzuziehen. Und je nach Sturheit der Gattin wird er auf Granit beißen und nichts gewonnen haben.

                • (8) 11.01.17 - 13:49

                  Wieder so eine kleine Kemenate? Sozusagen als schmuckloses Refugium für den flüchtenden Lump, damit sie daheim ja nicht denken könnte, Oha, der Knabe schwelgt jetzt in endlosen und luxuriösen Weiten?

                  An dem Punkt, wo die beiden sind, hilft nur noch eine baldige räumliche Trennung. Und klug wäre es von ihm, etwas parat zu haben, wohin sein Familie problemlos nachziehen kann. Das kann man auch ganz relaxed mitteilen ohne Druck zu inszenieren. Wenn es denn so weit ist. Aber erst mal Ruhe einkehren lassen. Von einander getrennt. Egal ob seine neue Bleibe 40 oder 100qm hat. In jedem Fall, auch strategisch gedacht, kann man auf Dauer mit 4 Mann nur schwer auf 65 qm existieren. Da muss man sich schon sehr lieb haben. Man kann vielleicht vegetieren aber nicht leben. In vielen Ländern dieser Erde wären viele Familien für 65 qm zwar sehr dankbar. ....Aber für 95qm bestimmt noch dankbarer.

                  Und langfristig wird diese Familie mehr Platz brauchen. Da kann er eigentlich schon als nächstes etwas grösseres nehmen. Kommt sie plus Nachwuchs nicht nach, kann er sich immer noch eine adäquate Junggesellenbehausung suchen.Und sie kann immer noch in ihrer 64 qm-Hucke bleiben oder wieder zurück dorthin. In eine kleine Wohnung wird sie ihm aber kaum nachziehen....

                  Vor allem: Wieso wird immer nur von dem Druck geschrieben, den er auf sie auslöst? Der Mann ist schon so weit getrieben, dass er da raus muss auch um den Preis der Trennung. Ich glaube, den Druck, den er grad hat, ist bedeutend höher.

                  • (9) 11.01.17 - 14:01

                    Ich möchte mit meinen Antworten nicht sagen, dass 65 qm reichen. ICH wäre an Stelle seiner Frau froh, wenn er solch eine Lösung bieten könnte und würde mit wehenden Fahnen das jetzige zu Hause verlassen. Aber ich denke an das Geld, das vermutlich nicht so locker sitzt, als das er anteilig bei den Schwiegereltern UND eine große eigene Wohnung bezahlen könnte, bis die Gattin evtl. genauso denkt.

                    Wenn es hier nur darum geht, räumlich getrennt zu sein, um sich zu besinnen und allein überlegen zu können, welcher nächste Schritt der vernünftigste ist, reicht auch eine kleine Bude.

                    Das er den größeren Druck hat, denke ich auch.

                    • (10) 11.01.17 - 14:37

                      " ICH wäre an Stelle seiner Frau froh, wenn er solch eine Lösung bieten könnte und würde mit wehenden Fahnen das jetzige zu Hause verlassen. "

                      Dann sag' das doch gleich und tänzel hier nicht so kapriziös aus Gründen falsch verstandener weiblicher Solidarität um den heißen Brei....:-)

                      Mitunter ist es ganz gut wenn Frauen einfach tun, was man ihnen sagt!#ole

                      • (11) 11.01.17 - 14:44

                        Hier gehts aber nicht um mich sondern darum, eine Lösung zu finden.

                        Und ich glaube nach wie vor nicht, dass eine räumliche Trennung der Findung dient, es sei denn man will eh gehen.

                        • (12) 11.01.17 - 15:01

                          Vertrau doch einfach den intuitiven Kapazitäten Deiner Dir angeborenen weiblichen Spiritualität.

                          Genauso, wie Du sagtest, sollte des TE Frau sich verhalten: Froh sein über ausstehende Vergrößerung der gemeinsamen Bleibe.

                          Jetzt muss sie das nur noch einsehen.:-)

                  (13) 21.01.17 - 21:34

                  Danke ubuntu für deine unterstützung in der sache. Zur info: die räumliche trennung beginnt ab märz für erstmal 4 monate und dabei läuft die paarberatung weiter. Der therapeut hielt die räumliche trennung auch für durchaus angebracht auf grund der doch sehr festgefahrenen und angespannten situation.

                  Danke für alle kommentare.

          (14) 11.01.17 - 12:48

          Kleiner Nachtrag: Erweiteter Suizid im häuslichen Umfeld hat nicht selten räumliche Enge als eine Ursache!

          Und soweit wollen wir es doch nicht kommen lassen, gell? :-)

      >> kannst Du Deinen Gegner nicht besiegen, gehe ihm aus dem Weg <<

      Wenn ich meinen Ehepartner als Gegner betrachte, hilft eine räumliche Trennung auch nicht mehr...

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