Warum Kinder ohne Heirat oder warum erst Kinder, dann heiraten?

    • (1) 13.01.17 - 19:36

      Wenn ich hier die Beiträge lese, fällt mir auf, dass viele User mit ihrem Freund oder ihrer Freundin zusammen leben und Kinder haben, aber nicht heiraten. Oder irgendwann später mal heiraten.

      Ich war immer der Ansicht, dass die Reihenfolge so ist: entweder heiratet zuerst und bekommt dann Kinder. Das hat den Vorteil, dass man sich besser kennt und weiß, ob es klappt, bevor man Kinder plant, die bei einer möglichen Trennung die Leidtragenden sind. Außerdem hat es auch steuerliche Vorteile, verheiratet zu sein. Und wenn ich meine, zu jemanden zu gehören, beweise ich mir das doch eher (zunächst) mit einer Heirat als mit einem Kind?

      Ich lasse mich gerne belehren und würde gerne verstehen, aus welchen Gründen man zuerst Kinder bekommt und dann, ein paar Jahre später, irgendwann heiratet. Sind das alles ungeplante Schwangerschaften und man will den anderen gar nicht heiraten? Oder ist es so geplant?

      • Im letzten Jahrhundert war es auch noch so....wo solche Ansichten auch hingehören.

        Willkommen im 21. Jahrhundert!!!!!

        Bist ein Fake, der die Runde aufmischen will?

        #fest und ein Sofa....

        lisa

        • (3) 13.01.17 - 19:41

          sie ist ein Urbiasaurus, das glaube ich also nicht ganz mit dem Fake ;-)

          Oh ja ganz genau! Wozu Werte und Traditionen pflegen, wenn sich unsere liberalistische Gesellschaft in der jeder das tun kann wann er will und was er will, hauptsache die Selbstverwirklichung ist oberse Priorität im Leben, doch sooooo gut entwickelt. Merken wir eigentlich noch wo uns dieser Werteabfall führt?Zu was er uns macht?

          Heutzutage muss sich die freiwillige Hausfrau schämen, rechtfertigen und für "dumm da unabhängig" betiteln lassen. Denn es ist klar, heutzutage scheitert eben JEDE Beziehung, Monogamie ist nicht möglich, Vertrauen wird missbraucht!

          Wenn man heutzutage sagt, ich habe 4 Kinder lautet stets die erste Frage: alle vom selben Mann?

          Wo gehen wir denn hin? Ist unser Jahrhundert wirklich so toll?

          Lg Carry

          (Für alle die, die es nicht verstanden haben, es war viel Ironie in meinem Text ;-))

          • Die Hochzeit wurde nicht erfunden, weil sich zwei Menschen lieben, sondern zur Absicherung der Frau/KInder,.

            Da dieses heute nicht mehr vorhanden ist, ist die Institution der Ehe nur noch etwas kirchliches.
            Den Glauben vor Gott bezeugen, davon erzählst Du aber nichts.

            Dem Staat ist es doch eigentlich egal, ob Du verheiratet bist oder nicht, wegen den paar Steuern lohnt es sich auch nicht mehr, 1000x X für eine pompöse Hochzeit auszugeben, wie es gerne gemacht wird.

            Und nach der Scheidungsquote zu sehen, was bringt eine Hochzeit?

            LG
            Lisa

            • (6) 14.01.17 - 18:36

              Hallo,

              Die Institution Ehe wird heute sehr viel häufiger ohne, als mit kirchlichem Segen geschlossen. Also kann man wohl nicht sagen, es sei heute nur noch etwas kirchliches.

              Ich glaube, daß es auch heute noch viele Partnerschaften gibt, die durch die Eheschließung einfach zeigen wollen oder dazu stehen wollen: Wir wollen dauerhaft gemeinsam durchs Leben gehen. Ein Stück weit wird auch die Erziehung, bzw. Ehe der eigenen Eltern mit einspielen, ob oder wie wichtig es den jungen Leuten ist.

              Die Absicherung ist m. M. nach auch noch ein Teil, auch wenn sich da in den letzten Jahrzehnten einiges geändert hat. Aber allerspätestens beim Tod eines Partners ist es sehr wohl ausschlaggebend, ob man verheiratet war oder nicht. (Erbfolge, Rente etc.)
              LG

    Genau die gleiche Frage stell ich mir auch öfter...aber ich weiß ich bin da etwas altmodisch ;-) mich wundert nur wenn ich dann lese unser Kind ist schon x Jahre alt wann heiratet er mich endlich...

    Für mich war immer klar kein Kind vor der Ehe und das wusste auch mein Mann von Anfang an.

    Logisch fände ich noch zu sagen wir wollen gar nicht heiraten...wäre zwar nichts für mich aber ist ja auch völlig ok. Nur dieses warten auf den Antrag nach dem Kind finde ich seltsam.

    Freunde von uns sind schon zusammen seit sie Teenager sind, also seit fast 20 Jahren und haben zwei Kinder. Sie wollen aber nicht heiraten. Erst Recht nicht nur wegen der Kinder. Sie sagen wenn sie irgendwann das Bedürfnis haben zu heiraten, dann tun sie es. Wenn nicht dann nicht. Finde ich völlig in Ordnung. Auch wenn es seltsam ist mit fast 40 zu sagen meine Freundin.... und das seit 20 Jahren :-)

    Meine Kollegin hat ihren Mann kennengelernt und sie haben kurz darauf schon geplant ein Junge bekommen - schwanger wollte sie nicht heiraten. Also haben die zwei noch einige Zeit gewartet. Als es an Kind zwei ging haben sie vorher noch geheiratet.

    Bei mir ist der Wunsch zu heiraten erst gekommen, als wir Kinder hatten. Erst da hat sich das so angefühlt, dass ich gern verheirat sein wollte.

    Ohne Kinder war mir das einfach nicht wichtig.

    Steuerliche Vorteile hatte das für mich auch damals keine und romantisch veranlagt bin ich auch nicht.

    Wenn ich keine Kinder bekommen hätte wäre ich glaube immer noch unverheiratet...

    Warum erst heiraten und dann Kinder bekommen? Man lernt sich dich durch einen Ring nicht besser kennen? Eine Trennung wird dadurch auch nicht unwahrscheinlicher...

    Und nur aus Geldgründen? Ähm....

    • (12) 14.01.17 - 03:28

      Der Irrglaube dass sich heirat immer steurlich lohnt hält sich irgendwie hartnäckig

      • (13) 14.01.17 - 12:40

        Nun ja, nicht immer, aber bei Freunden von uns macht das immerhin etwa 400,- netto im Monat aus, wenn man es nicht so dicke hat ist das viel Geld.

        LG, katzz

        • (14) 14.01.17 - 12:44

          Dann habe ich mich ungeschixkt ausgedrückt. Klar gibt es viele modelle wo es sich lohnt, aber dieses pasuchale lohnt sich "immer!" hält sich halt hartnäckig.

Hallo,

bei meinem Mann und mir was es so, dass er von Anfang an gesagt hat, dass er erst heiraten will und dann Kinder willkommen sind. Mir war es ehrlich gesagt völlig egal. Heiraten wollte ich schon, nicht falsch verstehen, aber hätte auch erst Kinder bekommen und etwas später geheiratet.

Heutzutage muss man ja wirklich nicht mehr heiraten, was ich aber echt seltsam finde ist, nach 10 oder 15 Jahren ganz plötzlich zu heiraten. Habe ich im Bekanntenkreis mehrfach erlebt und noch komischer finde ich dann, dass sie sich nach 1-2 Jahren auf einmal scheiden lassen.

LG

Hallo,

wenn ich zu jemanden gehöre bzw in einer Partnerschaft bin muss und sollte ich gar nichts beweisen. Weder durch Heirat, Kinder oder gemeinsamer Wohnung.

All das sind, m.M. nach, nur Vorstellungen die durch Gesellschaft und Erziehung geprägt sind.

Auch ich habe das klassische Modell gelebt. Sprich: gemeinsame Wohnung-Heirat-Kinder.... Dennoch hat mir dies keine Garantie gegeben das es so der richtige Weg war/ist-Trennung und Scheidung kam trotzdem.
Heute lebe ich nach "meinen" Vorstellungen: eigenes Haus mit meinen 2Kindern- neuer Partner-3.kind unterwegs...aber, weder werde ich mein Haus aufgeben oder mein Partner seine Wohnung für etwas gemeinsames, noch strebe ich eine Heirat an( für mich hätte es auch eher steuerliche Nachteile)...

Für uns ist es so ideal...und eine Bereicherung in vielerlei Dingen.

Grüße

(17) 13.01.17 - 20:02
unverheiratetundschwanger

Hallo!

In der Hoffnung, eine Balance herzustellen zu möglichen hässlicheren Kommentaren, mit denen ich mal rechne:
Ich liebe meinen Freund, wir wollen zusammen alt werden. Wir bekommen bald unser erstes gemeinsames Kind und freuen uns sehr. Es soll auch nicht das einzige bleiben.

Wir halten beide nichts von der Ehe. Aus ganz vielen Gründen. Steuerliche Vorteile hat es z.B. nur, wenn man eine traditionellere Rollenverteilung lebt. Mein Partner und ich verdienen aber ca gleichviel! Kein steuerlicher Vorteil für uns. Und traditionelle Geschlechterrollen finden wir auch eher abschreckend. Dann ist die Ehe staatlich geregelte Beziehung. Der Staat hat aber in meiner Beziehung nix verloren. Das ist doch zwischen mir und meinem Partner. Mir gefällt außerdem, dass wir freiwillig zusammen sind. Kein Vertrag, der uns bindet. Wir sind zusammen, weil wir es so wollen. Und wenn man schon eine besondere Bindung haben will, ist ein Kind doch auch eine viel stärkere Verbindung als ein Blatt Papier. Zusätzlich ist die Ehe immer noch ein Exklusivclub für Heteros. Das ist elitär und passt mir nicht. Ich wusste schon immer, dass ich mal Kinder will. Die Ehe hat mich noch nie gereizt.
Ich hoffe, ich hab dir da ein bisschen Klarheit verschaffen können, wie sowas zustande kommen kann.
Liebe Grüße!

  • "Und wenn man schon eine besondere Bindung haben will, ist ein Kind doch auch eine viel stärkere Verbindung als ein Blatt Papier. "

    Genau so ist es ! Daumen hoch :)

    Ich glaube, darum geht's ihr nicht. Ich stelle mir eine ähnliche Frage wie die TE. Ich weiß natürlich, dass es Leute gibt, die von der Ehe nichts halten. Das ist ja jedem seins und natürlich muss man heute nicht mehr unbedingt verheiratet sein, um Kinder zu haben. Dafür gibt's Argumente, genauso wie es umgekehrt Argumente für die Ehe gibt. Das ist einfach eine Einstellungsfrage und weder unverständlich noch diskutabel. Auch wenn ich persönlich schon wichtig fand zu heiraten, aber eigentlich auch nur kirchlich. Das standesamtliche Blatt Papier kann man sich schenken, find ich, da man sowieso grad wieder zum Anwalt laufen kann und es aufheben lassen kann. Kirchlich zu heiraten ist für mich was anderes. Wir haben uns vor 200 Leute hingestellt und pompös vor Gott und der Welt geschworen, dass wir zusammenhalten wollen bis dass der Tod uns scheidet. Ich für meinen Teil denke mir schon, dass man da nicht so leicht "davonläuft" wie so. Aber gut, wie gesagt, jedem das Seine.

    Nun aber zurück zum Thema. Ich glaub, es geht eher darum, was viele bei uns hier auch machen. Ja, grundsätzlich möchte man natürlich schon heiraten und schwupps, schwanger. Dann wird entweder schwanger noch geheiratet oder dann danach mit Kind. Und das versteh ich eben auch nicht. Warum heirate ich dann nicht gleich vorher????

    • (20) 15.01.17 - 07:29
      unverheiratetundschwanger

      Naja, ich denke, das passiert zum Beispiel mal durch einen Verhütungsunfall oder weil einem die Reihenfolge egal ist. Man muss ja auch nicht die klassische Reihenfolge einhalten, nur weil man im Laufe des Lebens beides möchte.

      Ich kenne auch Leute, die sich für ein gemeinsames Kind entschieden haben und dann im Umkehrschluss auch einen gemeinsamen Familiennamen wollten. Also haben sie schon angefangen zu probieren und gleichzeitig die Hochzeit geplant. Da war es dann auch nur Zufall, dass die Eheschließung vor der Schwangerschaft kam.

      Und das mit dem Gott... Da muss man ja auch erstmal dran glauben und sich tatsächlich an einen Schwur vor diesem gebunden fühlen, damit das so funktioniert. Und dann kann die Ehe trotzdem noch den Bach runtergehen. Würdest du in so einem Fall diesen Schwur deinem eigenen Lebensglück überordnen?

      • Also, der Schwur ist ja vor Gott und aber auch vor diesen ganzen Leuten passiert. Pompös und in weiß und mit ner großen Party und in dem Bewusstsein, dass das unauflöslich ist im Sinne von dass man das nur einmal machen kann.

        Wenn ich sehe, woran Beziehungen scheitern, sei es nun im Freundes- und Bekanntenkreis oder was man z.B. hier auf urbia so liest, dann sind das ganz oft nicht mehr die großen Dinge sondern so eine allgemeine Unzufriedenheit, eine Vorstellung, dass das Leben ohne den Partner halt jetzt irgendwie besser wäre. Leute trennen sich und kommen wieder zusammen, Leute "haben sich auseinandergelebt, sind aber noch beste Freunde", etc. Diesen Trennungsursachen beugt man damit ein Stück weit vor, finde ich. Die Partner versichern sich mit einer katholischen Ehe - so ist die Auffassung von mir und meinem Mann - dass sie es versuchen WOLLEN, dass man es nicht einfach hinwirft. Das gibt auch keine Garantie, das ist klar. Wenn eine Ehe darauf hinausläuft, dass der eine den anderen komplett fertig macht und jede Lebensqualität verloren geht, dann muss man sich trennen. Aber als letzten Ausweg, nicht als einen von vielen. DAS seh ich als Unterschied. Es ist auch ein Zeichen, dass sich beide einig sind, dass sie es grundsätzlich für sehr wahrscheinlich halten, mit dem Partner alt werden zu können. Wir waren bei der Hochzeit 9 Jahre zusammen und waren und sind heute noch sicher und v.a. bereit. Aus deinen Worten lese ich, dass du das grundsätzlich in Frage stellst. Nun, dann solltest du natürlich das auch nicht schwören. Klar.

        Und zurück zum Thema: Die TE hat ja genau gefragt, ob es Unfälle sind oder tatsächlich so geplant. Ich z.B. finde das überhaupt nicht wertend, sondern mich würde es tatsächlich einfach interessieren, weil es für mich einfach nicht vorstellbar ist. Ich finde es schöner, praktischer, einfacher, ... vorher zu heiraten und finde keinen Grund die Reihenfolge zu vertauschen. Meine Freundinnen, die das getan haben, mag ich nicht fragen, weil es immer ein bisserl wie ein Vorwurf rüber kommt oder den Mädels doch irgendwie peinlich ist. Und daher find ich diese Diskussion im Internet ganz interessant.

        Von einer Bekannten hab ich z.B. gehört, dass sie halt keine Pille nahm, weil das "bei ihnen damals einfach noch nicht so war wie heute" ??? (sie wird 50 und meine Mutter hat z.B. immer die Pille genommen, aber gut) und es halt dann irgendwann passierte. Meine Oma meinte, ihr wurde gesagt, sie könne nur ganz schwer schwanger werden und sie hat es deshalb probiert - geheiratet werden konnte erst wenn das Haus soweit fertig war ??? - sie wurde nicht vor der Ehe schwanger, hätte es aber in Kauf genommen. Nun, das lässt mich das Ganze leichter verstehen.

        Klar, es geht niemanden etwas an, aber dennoch wird es doch erlaubt sein, allein schon aus Gründen der Erweiterung des eigenen Horizonts, zu fragen. Genau wie man fragen kann, warum manche muslimischen Frauen Kopftuch tragen, warum Leute Vegetarier sind oder warum sie lieber campen als in Hotel gehen. Ich persönlich finde es sehr spannend zu erfahren, warum wer etwas gemacht hat und warum nicht. Ich lasse das aber dann auch so stehen und versuch nicht dagegen zu argumentieren. Wie du jetzt grad. Ich hab dir erklärt, warum wir katholisch geheiratet haben und wo für mich die Besonderheit dabei liegt. Da gibt's eigentlich kein Gegenargument.

        • (22) 18.01.17 - 15:16
          unverheiratetundschwanger

          Gegenargumente hervorbringen kann maneiner Meinung nach sehr wohl, wenn man sich in einer Diskussion befindet. Ich hätte nicht das Gefühl respektlos geworden zu sein und finde es deshalb schade, weil ich jetzt das Gefühl kriege, Du wolltest mir den Mund verbieten. Und nicht nur das, auch die Stabilität und Validität meiner Beziehung infrage stellen.
          Ich habe auf Deine Antwort lediglich darstellen wollen, wieso Deine für Dich ja passende Haltung zu dem Thema für mich nicht passt. Und für viele Leute, die ich kenne eben auch nicht. Ich wollte nicht Dein Wertesystem meinem gegenüber abwerten und mir tut es leid, wenn ich Dir das Gefühl gegeben habe. Wenn es für Dich diesen Wert hat und diese Kraft besitzt, ist das gut. Ich freue mich ja auch für alle meine FreundInnen, die sich für eine Ehe entscheiden. Schön, wenn sie eineN PartnerIn gefunden haben, die diesen Wunsch teilen! Ich für meinen Teil bin unheimlich froh, einen Partner zu haben, der da meine Wertvorstellungen teilt. Und auf den ich mich ohne Trauschein verlassen kann.

          Ich bin auch durchaus der Meinung (so lese ich einen Teil Deines Beitrages zumindest), dass Leute leider zu schnell aufgeben statt an dem Erhalt einer Beziehung zu arbeiten. Egal ob innerhalb oder außerhalb einer Ehe. Auch wenn ich natürlich nicht für andere Leute bestimmen kann, ab wann deren Beziehung gescheitert ist, haben mein Partner und ich miteinander ausgemacht, dass es eigentlich nichts gibt, das nicht geklärt werden kann, dass wir beide bereit sind hart an unserer Beziehung zu arbeiten, sollten wir mal schwere Zeiten erleben. Wir brauchen dafür keinen Gott, kein Publikum. Aber wenn es ihm wichtig wäre, es noch einmal öffentlich zu schwören, würde ich es für ihn tun. Und umgekehrt genauso. Und dass es anderen Leuten wichtig ist, kann ich vielleicht nicht in der Tiefe verstehen, wie jemand, der gläubig ist oder selbst hohe Stücke auf die Ehe hält, aber ich finde es ebenso valide, wie meine Form des Zusammenlebens.

          • Oh, ich glaube, ich bin in den Antworten verrutscht. Deine Antwort war ja wirklich sehr sachlich und durchdacht. Ich war wohl eher auf den Teilnehmer, der dann schrieb, er bindet sich gerne an seine Kinder, nicht aber an eine Frau und schon gar nicht mit der altmodischen Institution Ehe. Da war ich tatsächlich auf jemand andern. Entschuldige, tut mir leid.

            Mit "keine Gegenargumente" meine ich halt, dass man persönliche Gründe für eine Entscheidung (die einen nichts angeht, wie z.B. die Ehe zweier fremder Leute) respektieren soll und nicht schreiben soll, dass es "Blödsinn" ist oder "altmodisch" oder "unsinnig". Wobei das ja 1. keine "Argumente" sind und 2. du das ja auch nicht geschrieben hast. Wie gesagt, ich meinte den anderen Teilnehmer und der Ausdruck "Gegenargument" ist falsch.

            Ich habe nur oft mal - nicht bei dir jetzt wie gesagt - das Gefühl, dass man für dumm, hinterwäldlerisch, ... hingestellt wird, wenn man gewissen Traditionen folgt, zumal wenn sie noch aus dem Glauben heraus motiviert sind (und man eine Frau ist). Ob man nun ein Kopftuch trägt oder katholisch heiratet (und das Ganze echt ernst nimmt), ob man auf Sex vor der Ehe verzichtet (nein, habe ich nicht getan :-p) oder, oder, oder... - das ist nicht nur was für dumme Ziegen, die dem Mann hinterher laufen. Im Gegenteil, ich ziehe aus meiner Ehe und auch aus Werten und Traditionen viel Freiheit. Für mich ist es leichter, in die Welt hinaus zu laufen und diese zu entdecken, wenn ich weiß, dass ich jederzeit heim kommen kann.

            • (24) 20.01.17 - 23:22
              unverheiratetundschwanger

              Ach, siehst du! Vielen Dank, dass Du das noch aufgeklärt hast.

              Ich finde es schön zu sehen, wie dicht wir da beieinander, auch wenn sich unsere Werte doch wieder unterscheiden. Und ich gebe dir total Recht, jemand anderem zu sagen, dass deren Wertesystem Unsinn/Blödsinn ist, trägt auf keinen Fall zu einer Diskussion bei und kann dann bitte auch gelassen werden. Alles Liebe!

    Du sagst doch selbst "Das ist ja jedem seins und natürlich muss man heute nicht mehr unbedingt verheiratet sein, um Kinder zu haben. Dafür gibt's Argumente, genauso wie es umgekehrt Argumente für die Ehe gibt. Das ist einfach eine Einstellungsfrage und weder unverständlich noch diskutabel". Warum sagst du dann am Ende, "ich versteh das nicht, warum kann man nicht erst heiraten und dann...". Entweder ist es nun jedem Seins oder nicht? Und um "vor Gott" zu heiraten, müsste man auch erst mal an Gott glauben. Große Überraschung: nein, das tut nicht jeder. Ist das auch unverständlich oder doch eher jedem Seins? Sorry, ich denke mal, du hast das nicht so gemeint wie es sich liest, aber dennoch konnte ich jetzt nicht widerstehen.

    PS: ich bin unverheiratet, schwanger, Atheistin und verlobt mit geplanter Hochzeit NACH Geburt. Warum? Weil's eben so ist und wir es können.

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