Monogamie - eine Erwartung?

    • (1) 14.01.17 - 14:37
      Polygamie

      Hallo,

      ich habe einen Partner, mit dem ich jetzt dchon einige Jahre zusammen bin.
      Er hat aber zunehmend ein Problem damit, dass ich nicht monogam leben möchte.

      Auch im Hinblick auf meine Tochter, die anfängt Fragen zu stellen, hält es es für nicht in Ordnung.
      Zwei Fragen : gibt es wohl Männer die es dauerhaft akzeptieren, dass es noch andere neben ihnen gibt und die nicht eifersüchtig sind oder das Gefühl haben dass ihnen was weg genommen wird?
      Warum ist das für Erwachsene so ein Problem wenn sexuelle Treue nicht angestrebt wird?
      2. Muss meine Tochter zwangsläufig Schaden nehmen, weil sie jetzt mitbekommt dass ich verschiedene Männer habe?
      Braucht ein Kind um Stabilität zu erfahren eine monogame Mutter?
      Überfordere ich meine Tochter und wie soll ich es ihr altersgemäßig erklären, sie ist 7.
      Mit einer kritischen Auseinandersetzung rechne ich wenn sie in der Pubertät ist, vor allem wenn Freunde von ihr es mitbekommen.

      Wie verhalte ich mich da am besten?

      • (2) 14.01.17 - 14:42

        hallo,

        1. zu deiner Tochter: da du selbst dir unsicher bist und nicht ein für dich passendes Modell gefunden hast, würde ich erst recht die Tochter so raushalten, dass sie von all deinen Suchen und Ausprobieren und nicht-genau-wissen nichts mitbekommt.

        2. ist alles möglich - aber die Gesellschaft gibt uns eine Prägung - und das vielleicht auch nicht unbegründet. du kennst die Schwierigkeiten einer 3er Beziehung. entweder du findest Leute, die mitmachen und "daran wachsen" wollen - oder nicht.
        vg

        Hi,

        du kannst leben wie du willst aber warum soll das Deine Tochter mitbekommen?
        Nimmst du die Männer mit nach Hause ins Schlafzimmer? Sitzen sie abends bei dir auf der Couch?
        Sorry, manche Dinge können echt privat bleiben , wenn sie alt genug ist kannst es ihr ja erzählen - Pupertät- aber jetzt kann sie doch nix mitbekommen.

        Meine Kinder bekommen die Sexualtutä mit menem Mann auch nicht mit, hoffentlich#schwitz
        lg
        lisa

        Hallo,
        als ich deinen Beitrag gelesen habe, war ich direkt mit Vorurteilen bedeckt.
        (Es lief eine Diskussion darüber im Allgemeinen)

        Wie du deine sexuellen Beziehungen lebst, dass ist in meinen Augen egal.
        Mal sehen ob dir Männer antworten dazu. Da du ja von Männern eine Rückmeldung möchtest.

        Zum Thema was deine Tochter betrifft, möchte ich meine Meinung sagen.

        Ich selbst habe die moralische Vorstellung, dass ein sieben jähriges Kind noch nicht mitbekommen sollte, dass du verschiedene Sexpartner hast. Auch ein ein-und ausgehen von verschiedensten Männern im zu Hause eines Kindes finde ich nicht gut.

        Warum? Tja, weil es nicht möglich ist, in diesem Alter einem Kind zu erklären was dir ein Bedürfnis ist auszuleben. Das dir deine Sexualität offensichtlich so wichtig ist.

        Das ist natürlich ein "Heile Welt" vorspielen, aber das finde ich auch nicht verwerflich. Sondern für ein Kind schon wichtig und richtig.

        Ist es nicht möglich, dass außerhalb deiner vier Wände zu praktizieren?

        Gruß

      • Zu frage eins kann ich nichts sagen aber zur 2. Frage. Ja, deine Tochter braucht Stabilität in ihrem Leben..Leine ständig wechselnden Männer sondern feste bezugsperson en, jemand, der ihr Vater ist. Ein Kind braucht feste Strukturen um zu wachsen. Vor allem wundere ich mich, warum du dieses lebensmodell vor deiner Tochter leben willst. Deine Sexualität ist deine privatsache und da hält man (egal ob monogam oder nicht) seine Kinder grundsätzlich raus.

        (6) 14.01.17 - 15:01

        ich habe es gehasst, und meine mutter verabscheut für ihren lockeren umgang mit ihren sexuellen männergeschichten.
        halte dein kind da raus.
        und wie bitte sollen freunde von deinem kind sowas mitbekommen? hast du vor die halbe stadt flach zu legen, inklusive pubertierender bubis?
        es ist garantiert nicht geil, wenn die eigene mutter solch einen stempel hat.

      • Es ist schwer für deinen Partner. Sicher habt ihr eure Beziehung unter anderen "Bedingungen" eingegangen. Deshalb verstehe ich, dass er "nicht begeistert" ist.

        Würdest du ihm gleiches zustehen wollen? Wenn ja, hast du es ihm bereits gesagt?

        Es gibt sicher Männer und Frauen, welche nicht monogam leben und glücklich damit sind. Der Großteil macht es nicht. Zumindest nicht offiziell.

        Ich finde deine Offenheit zunächst gut. Der Normalfall ist das versteckte Fremdgehen.

        Eine Lösung habe ich für dich nicht. Schade, dass ihr in dem Punkt auseinander driftet. Kann deine Partner sich vorstellen, dass ihr in einen Club zusammen geht? Ohne, dass etwas mit anderen passiert?

        Deiner Tochter würde ich nichts sagen. Ich vermute, dass du einen Liebhaber nicht nach Hause mitbringen möchtest.

        Wenn meine Kinder mich als Atheistin fragen, ob es einen Gott gibt, dann antworte ich, dass manche das und das glauben, andere wiederum das und das. Es gibt verschiedene Wege. So würde ich auch Beziehungsmodelle erklären. Jedoch würde ich sie nicht wirklich mit harten Fakten belasten. Die dann auch noch ihre Freundinnen und Schulkollegen verstehen müssten etc.

        LG

        • (8) 14.01.17 - 16:59

          Ich möchte da etwas näher erläutern :
          Es geht nicht um Bettgeschichten, also nicht nur um Sex.
          Ich habe zur Zeit drei Männer mit denen ich eine Beziehung lebe.

          Mein 1. Partner und ich leben auch nicht zusammen, ich möchte nicht Zusammen wohnen, mit niemandem.
          Und meine Tochter kennt die anderen beiden natürlich auch.Die besuchen mich genauso wie mein HauptPartner.
          Ich kann ja schlecht mal zu dem oder zu dem fahren, meine Tochter ist noch zu klein um alleine zu bleiben.

          Diese Männer sind seit mehreren Jahren in meinem Leben und natürlich wird es so sein dass auch Freunde meiner Tochter, die uns besuchen insbesondere am Wochenende das mit bekommen.

          Mein Mann hat polygam gelebt als ich ihn vor 5 Jahren kennen lernte.
          Ich kenne seine anderen Frauen und verstehe mich gut mit denen.
          Wir sind mittlerweile sogsr gut befreundet.

          Aber auf einmal möchte mein Partner diese Polygame Lebensweise nicht meht.
          Das ist ja auch ok, oft ist es ja so dass sich Vorstellungen ändern und ich habe schon oft gehört dass die polygame Phase bei einigen irgendwann vorbei war und sie nun monogam leben.
          Es kann sein dass das bei mir auch irgendwann wieder so is.
          Aber momentan nicht.
          Ich liebe alle drei und möchte niemanden aufgeben .

          • Okay, durch deine zusätzlichen Zeilen zeigt sich dann ein anderes Bild.

            Eure Tochter weiß sowieso, dass es andere Partner gibt. Sie erlebt Vertraulichkeiten zwischen dir und den Partnern usw. Ich denke, dass sie trotzdem eine stabile Elternbeziehung erleben kann!

            Was sind die Gründe für deinen Partner, dass er nun monogam leben möchte?

      1) Ich kenne einen Mann der nicht monogam leben kann wie er sagt. Da vergeht im dann die Lust und er braucht unterschiedliche sexpartnerinnen. Das ist auch der Grund warum seine letzte Beziehung in die Brüche ging....seine Freundin kam damit nicht klar. Also ja es gibt sie wohl die Männer die so denken wie du und keine monogame Beziehung anstreben, man muss sich nur finden.

      2) Warum muss deine Tochter überhaupt mitbekommen das du verschiedene Männer hast? Ich will und wollte nie etwas vom sexualleben meiner Eltern wissen. Selbst wenn sie nicht monogam gelebt haben/leben geht mich das doch nichts an? Halt deine Tochter raus und erkläre einem Kind (mit gerade mal 7 Jahren!) einfach euer sexleben nicht. Ich frage mich wie man überhaupt auf die Idee kommt das man sein Kind in diese Richtung aufklären muss?

      Ja dein Kind braucht Stabilität aber wenn du dich Verantwortungsbewusst verhältst wirken sich verschiedene sexpartner doch nicht auf ihr Leben aus?

      Ganz schön egoistisch gegenüber Deiner Tochter.

      Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

      Sicherlich gibt es Menschen, die so leben wollen wie Du es tust. Du lebst ja mit einigen davon in Beziehungen. Genauso gibt es eben Menschen, die das nicht möchten. Beides ist vollkommen Ok.

      "gibt es wohl Männer die es dauerhaft akzeptieren, dass es noch andere neben ihnen gibt und die nicht eifersüchtig sind oder das Gefühl haben dass ihnen was weg genommen wird?
      Warum ist das für Erwachsene so ein Problem wenn sexuelle Treue nicht angestrebt wird?"

      Irgendwie finde ich, dass Deine oben zitierten Fragen eine Wertung enthalten, eine Art Schwäche von Menschen, die nicht Deine Lebensmodell leben möchten. Das ist nicht Ok. Die Frage nach dem "Warum" ist irrelevant, es ist eben so und fertig. Gleichwohl ändern sich auch Lebeneinstellungen, wie Du bei einem Deiner Partner gerade erlebst, was ja in jedem Menschenleben ab und an passiert (hoffentlich zumindest).

      Die Geschichte mit einem Deiner Partner (der nun monogam Leben möchte) wird über kurz oder lang auseinander gehen. Der Leidensdruck ist noch nicht hoch genug bei ihm, dass er sich trennt. Kommt aber noch. Ihr hattet eine schöne Zeit, ist doch toll, dass ihr das zusammen erleben durftet. Du findest sicherlich weitere Menschen, die so leben möchten wie Du. Das alles ist jetzt kein wirkliches Drama...

      Die Geschichte mit Deiner Tochter ist schon deutlich schwieriger. Du schreibst weiter unten, dass Deine verschiedenen Partner sich sozusagen abwechseln bei Dir zu Hause. Ist der Vater einer von Ihnen? Nehmen die Männer Einfluss auf das Leben Deiner Tochter, insofern, dass sie an ihr "rumerziehen" oder gibt es da nicht viele Berührungspunkte? Sind die unterschiedlichen Männer Deiner Tochter gegenüber "weisungsbefugt"?

      Deine Tochter ist ja schon 7 und Du lebst schon einige Jahre so, wie hast Du es denn bisher gemacht und warum kommen Dir gerade jetzt Zweifel an der Situation Deiner Tochter auf? Was meint denn Deine Tochter so dazu? Ich kann mir vorstellen, dass die Männer, gerade weil Sie Dich nicht so oft sehen, während ihren Besuchszeiten auch Deine ganze Aufmerksamkeit einfordern. Wie funktioniert das denn so mit Deiner Tochter? Du schreibst auch, dass es momentan drei unterschiedliche Männer gibt. Gibt es auch Zeiten mit mehr, als diesen drei Männern?

      Klar kannst Du Deiner Tochter das ganze irgendwie erklären, aber wenn es Ihr nicht gut geht in der Situation bringt alles erklären nichts. Deine Tochter ist noch klein und kann sich der Situation nicht entziehen und ist eben auf Dich und Dein Verantwortungsbewusstsein angewiesen. Dazu mag auch gehören, dass man ab und an die eigenen Bedürfnisse zurückstellt.

      • (13) 14.01.17 - 23:49

        Keiner der Männer ist ihr Vater.

        Meine Partner verhalten sich neutral bis distanziert und haben sicher nicht die Aufgabe oder das Recht in irgendeiner Form zu erziehen. Sie kommen oft abends nach der Arbeit dann geht meine Tochter ins Bett. An den Wochenenden wo sie hier ist, treffe ich mich mit dem jeweiligen Mann auch nur abends wenn überhaupt.

        Sie gehört halt zu mir und wird akzeptiert.

        Die Männer haben ja auch Kinder auf die ich schon mal treffe. Ich bin freundlich aber nicht auf näheren Kontakt aus.
        Meine Tochter stellt Fragen.
        Warum ich nicht den selben " Papa " an allen Tagen da habe wie die Mütter ihrer Freundinnen?
        Warum keiner hier immer wohnt. ..
        Sie hat regelmäßig Kontakt zu ihrem richtigen Vater, von daher fehlt ihr keine Vaterfigur.

        Es ist schwierig, das stimmt schon.

        • Scheinbar ist da in der Tat etwas aus dem Ruder gelaufen, da Deine Tochter diese Frage stellt:

          "Warum ich nicht den selben " Papa " an allen Tagen da habe wie die Mütter ihrer Freundinnen?"

          Deine Tochter hat ja einen Vater, den Sie regelmäßig sieht und dennoch diese Frage stellt. Was antwortest Du denn darauf? Wie geht es denn Deiner Tochter?

          • (15) 15.01.17 - 11:48

            Es ist so, dass sie erstens nicht versteht, dass ihr Vater und ich nicht zusammen sind.
            Das wäre ihr, wie jedem Kind, am liebsten dass Papa und Mama eine Familie sind.

            Dann kommt dazu dass ich nicht nur einen Mann sondern drei Männer als Partner habe, etwas was sie nicht einordnen kann, weil sie festgestellt hat, dass andere Frauen normalerweise nur einen Partner haben.
            Ich habe jetzt mit dem Papa der Kleinen gesprochen und wir werden einen Termin beim Jugendamt ausmachen.

            Vielleicht ist es besser, sie lebt hauptsächlich beim Vater, das hatten wir schon mal.
            Er lebt zwar auch nicht mit einer Frau, sondern mit einem Mann zusammen und da ist sie auch vor blöden Kommentaren nicht sicher, aber unsere Gesellschaft hat halt immer noch ein Problem mit Familien die nicht dem Stereotyp entsprechen.

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