Kind UND Karriere? Seite: 2

      • >> Ist es nicht egoistisch und schon ziemlich dreist, wenn man erwartet, dass der selbständige Noch-Mann früher Feierabend machen muss, um das Kind vom Kindergarten abzuholen und zum Sport zu bringen? <<

        Nein. Es gibt hunderttausende Frauen, die nur noch in Teilzeit tätig sind, um ihrem Mann den Rücken frei zu halten. Da unternehmen die Frauen alles mit den Kindern, sind zu Kindergartenfesten, Schulaufführungen, Laternenumzügen und Kindergeburtstagen da, bringen die Kinder zu Arztterminen, müssen mit kranken Kindern zu Hause bleiben und noch vieles mehr.

        Seltsamerweise wirft den Männern in diesem Fall niemand Egoismus vor - es wird als normal angesehen. Mich regt das extrem auf!

        Mein Mann und ich leben eine Wochenendbeziehung, für uns ist alles in Ordnung, wir haben uns das so ausgesucht. Faktisch mache ich mit dem Kind aber vieles alleine, besonders natürlich alle Termine und Unternehmungen während der Woche. Du solltest aber mal sehen wie unser Umfeld ausrastet, wenn der Papa mal mit dem kranken Kind zu Hause bleibt. "Das ist ja soooo toll, dass er das macht" Ja, das ist es. Seltsamerweise jubelt bei mir keiner so, wenn ich zu Hause bleibe.

        Ich frage mich, warum es immer problematisch ist, wenn Frauen beruflich voran kommen wollen. Vielleicht möchte diese Frau ihrem Kind ein gutes Leben (auch finanziell) bieten können? Vielleicht möchte sie ein gutes Vorbild sein, wenn sie ihrem Kind zeigen kann, was sie erreicht hat?

        Für mich persönlich wäre das nichts, ich habe den Weg Beruf - Kind gewählt und nicht anders herum. So habe ich den Kompfort, mich um mein Kind ausreichend kümmern zu können. Aber diese Möglichkeit steht eben leider nicht allen Frauen offen.

        Du kennst ja auch die näheren Umstände nicht. Lebensplanung kann sich nunmal ändern. Sie sah, als sie ihr Kind bekam, mit Sicherheit eine gemeinsame Zukunft mit dem Mann. Diese ist nunmal leider irgendwann zerbrochen und nun muss sie sich alleine durchbeißen.

        (27) 17.01.17 - 09:34

        Hi,

        wenn es jetzt ein Mann wäre, würde sich womöglich gar nicht die Frage gestellt werden, oder?

        Die Frau muss ihr Leben alleine meistern, sprich auch Geld verdienen, ihr Kind groß bekommen, Rente vorsorgen, etc. etc. Sie ist doch gar nicht mehr mit dem Mann zusammen, also muss sie auch schauen wo das Geld herein kommt.

        Ich wage mal zu bezweifeln, dass Alleinerziehende an der Aldi Kasse wirklich die Kinder ohne Sorgen groß bekommen!

        Und der Vater des Kindes kann genauso eine Bezugsperson für das Kind sein. Ist in einer Ehe, wo der Mann im Außendienst arbeitet auch nicht anders, dass die Mutter unter der Woche, wochenlang oder gar Monate, beide Elternteile ersetzen muss.

        Und sein wir doch ehrlich, Alleinerziehende wuppen das ganze Leben der Kids, fahren neben der Arbeit die Kinder überall hin, sind bei Krankheit immer da, machen Nachhilfe, etc. etc. und der Papa hat womöglich immer ein tolles - jedes zweite Papa-Wochenende mit viel Spaß-. Aber der Kern der Erziehung übernimmt in der Regel die Mutter....ist das eine gerechte Aufteilung, bei getrennten Partnern? Jetzt muss dieser Mann halt mal mehr machen....und?

        Bist Du die neue Freundin des Mannes?
        Das sich Außenseiter sich immer einmischen müssen.

        LG
        LIsa

        Du bist doch scharf auf den Kerl und dich nervt, dass seine "ungeliebte Zweckehefrau" das Kind auf ihn abschiebt und er das auch noch gerne zu tun scheint und auf sie offenbar gerne Rücksicht nimmt (und nicht auf dich)...

        Ich finde solche Väter super, es sollte noch viel mehr von Ihnen geben! Natürlich ist es selbstverständlich, dass er seine berufliche Zeit um sein Kind herum plant, so wie es die vielen vielen Frauen auch machen, die die hauptsächliche Betreuungszeit leisten. Und die dafür in der Regel weder Lob noch Unterstützung bekommen.

        Warum wird bei Vätern und Müttern immer mit zweierlei Maß gemessen?!?!

        Ich bin mit einem Patchworkvater zusammen, der zwei Jahre das Leben alleine mit zwei kleinen Kindern gestemmt hat und das mit Vollzeitjob. Alle sind immer voll des Lobes und wie tapfer er war und er bekam aus allen Ecken und Enden Hilfe angeboten, die Stadt bezuschusste ihm sogar eine Tagesmutter, um die Zeit am späten Nachmittag bis zu seiner Heimkehr zu überbrücken.

        Um es nochmal zu wiederholen: Er hat einfach "nur" das geleistet, was die vielen vielen Frauen auch machen, die die hauptsächliche Betreuungszeit leisten. Und die dafür in der Regel weder Lob und Unterstützung bekommen. Damit will ich seine Leistung nicht schmälern, aber es ist einfach unfair, Männern für etwas eigentlich so selbstverständliches zu applaudieren, während die gleiche Leistung von Frauen als zu erwartender Normalfall abgetan wird, der nicht der Rede wert ist. Ich bin für Applaus für alle!

        Ich finde deinen "Bekannten" toll und dass er seiner Ehefrau (das mit dem ungeliebt würde ich nochmal hinterfragen) den Rücken frei hält, damit sich diese eine gute Bildung und entsprechende Chancen erarbeiten kann. Da kann man nur klatschen und sagen Bravo.

        Aber was will der Mann dann mit einer wie dir? #kratz

        Hallo,

        ich verstehe manche Menschen nicht, die gleich so "g'schnappig" und verächtlich das Wort "karrieregeil" rausrufen.

        Das nur mal als Randbemerkung.

        Du hast geschrieben, dass die beiden sich auseinander entwickelt haben.
        Es war nun mal eine Zweckbeziehung, es hätte auch meinetwegen rund 20 Jahre lang gut gehen können, aber das ist es nun mal nicht.
        Ich kenne selber ein Paar im Bekanntenkreis, da kam das Kind absolut ungeplant und nach nur sehr kurzer Beziehung. Rund 8 Jahre ging das auch gut, mit Höhen und Tiefen, die ganz große Liebe schien es auch nicht gewesen zu sein, dann hat es einfach nicht mehr gepasst und sie haben sich getrennt.

        Aber sie haben es halt versucht.

        Und sowas kann passieren, die Welt dreht sich weiter.

        Vor 3,4,5 Jahren (ich nenne mal diese Nummer, weil Du was von Kindergarten schreibst), kann es noch ganz anders ausgesehen haben.

        Da war das Kind noch ein Baby, vielleicht hat die Frau da nicht so viel Zeit gehabt, weil das Baby sie sehr viel beanspruchte.
        Nun ist der oder die Kleine im Kindergarten, die Mutter hat vielleicht wieder etwas mehr Luft und ihr wurde bewusst, dass sie in ihrem aktuellen Job in den nächsten 10,20 oder 30 Jahren nicht glücklich wird.

        Und wenn man sich zudem noch mit dem Punkt Trennung befasst, dann kann es gut sein, dass sie nochmal das Ruder herumreißen möchte, um als AE auch alleine gut über die Runden zu kommen und um nicht dauernd auf den Unterhalt etc angewiesen zu sein.

        Ich finde an dem Thema nichts Schlimmes.
        Im Gegenteil, ich finde die Frau toll - sie will nicht auf der Stelle treten, sie bildet sich weiter (was auch ein tolles Vorbild für das Kind sein kann).
        Und wenn der Vater des Kindes da mitspielt, dann ist es doch wirklich toll gelöst.
        Auch hier ziehe ich den Hut vor ihm, dass er seine Ex gut unterstützt.
        Das Studium ist nun mal da und das wird auch jetzt mal eine stramme Zeit werden - aber es ist nicht für die Ewigkeit.
        Und das Kind wird auch älter und selbstständiger.
        Wenn sie dann einen guten Job hat und z.B., auch mal geschäftlich Termine hat oder es spät wird, dann kann man z.B. auch umso leichter mal einen Babysitter oder eine Betreuung beanspruchen, ohne dass es gleich finanziell ein Loch in die Kasse reißt.

        Und darf ich Dir was sagen: ich bilde mich selber gerade auch fort (Bereich Marketing und Fotografie) und es ist auch für uns als Paar oft etwas heftig, da mein Mann auch viel unterwegs ist.
        Wäre ich aber in der Situation einer Trennung, dann wäre ich sehr sehr dankbar, wenn mein Expartner mir trotzdem den Rücken freihält.
        Und: umgekehrt würde ich es für ihn genauso machen, wenn er eine wichtige Fortbildung oder viele Termine hätte und die Kinder hier und da nicht nehmen kann.

        --> ich habe mal irgendwo den Spruch gelesen, dass auch getrennte Eltern in Hinsicht auf die gemeinsamen Kinder ein tolles Team bleiben können.
        Und Dein Bekannter und seine Ex machen es genau so, das finde ich super.
        Eine Situation, die wirklich nur wünschenswert ist.

        Deswegen sieh diese Sache bitte nicht so stutenbissig.
        Wenn er wirklich nur ein Bekannter von Dir ist, dann ist es sowieso nicht Dein Problem.
        Und wenn da doch mehr im Busch sein soll - dann sieh es bitte mal von der Seite, dass dieser Bekannte ein durchaus verantwortungsvoller Mensch ist, der sowohl sein Kind als auch die Mutter seines Kindes wertvoll unterstützt, damit sie dem gemeinsamen Kind trotz Trennung auch ein schönes Leben bieten kann.

        LG

      • (30) 17.01.17 - 10:30

        "'Entschuldigung, Herr Dr. XY, ich muss jetzt Feierabend machen, weil ich pünktlich mein Kind vom Kindergarten abholen muss.'?"

        Das finde ich im Jahr 2017 n.C. vollkommen unproblematisch. Das ist vielleicht noch nicht die Mehrheitsmeinung, aber das schwappt von Skandinavien ziemlich unaufhaltsam herüber und mit Wowi kann man sagen: Das ist auch gut so!

        • Ich unterschreibe das.

          Zumal wir in der heutigen Zeit so derart gut vernetzt und flexibel sind, dass man viele Arbeiten auch problemlos noch am Spätnachmittag oder Abend von zuhause aus erledigen kann.

          Mein Mann war früher auch schon mal komplett zuhause, als er noch angestellt war, als meine Tochter und ich beide von der Grippe ausgeknockt im Bett lagen.

          E-Mails und Schreibkram versteht sich von selbst und wenn an den Tagen mal hier und da ein Meeting war, kam er halt per Skype dazu. Fertig.

          LG

      (32) 17.01.17 - 10:34

      Wenn der Vater sich so verhalten würde, wie die Mutter würde das keinen Menschen interessieren, aber wenn es die Mutter macht, wird sich aufgeregt.

      Warum?

      Und was hat die Selbstständigkeit damit zu tun?#kratz

      Warum darf die Frau keine Karriere machen und Kind ist bei Papa? Wenn es doch für die beiden funktioniert, ist das doch in Ordnung!

      Warum triggert Dich das so an? Neidisch, weil sie Gas gibt und sich beruflich verwirklicht?

      (33) 17.01.17 - 10:44

      Deine Sichtweise ist total von gestern.

      Gruss
      agostea

    (35) 17.01.17 - 11:20

    Moin

    "Ist es nicht egoistisch und schon ziemlich dreist, wenn man erwartet, dass der selbständige Noch-Mann früher Feierabend machen muss, um das Kind vom Kindergarten abzuholen und zum Sport zu bringen? "

    nein

    "Zu Halloween, zum Laternenumzug und zum Weihnachtsmarkt musste ebenfalls der Papa, weil Mama keine Zeit hatte."

    na und?

    "Der Traum seiner Noch-Frau ist schon lange die berufliche Selbstverwirklichung, um die sie sich erst nach der Geburt ihres Kindes gekümmert hat."

    besser spät als nie.

    Egal ob Du darauf spekulierst die nächste Frau in des Mannes Leben zu werden oder Du diese Konstellation "nur" merkwürdig findest. Hier wird ein Vater in seine Pflicht genommen, welche er scheinbar gut meistert. Es geht Dich einen feuchten Kehricht an, wie die beiden das geregelt haben und Deine Einstellung lässt mich überlegen aus welchem Jahrhundert Du ins 21 Jahrtausend gepurzelt bist.

    (36) 17.01.17 - 11:21

    Ich bin immer der Meinung gewesen, daß ein zumindest Elternteil etwas mehr Zeit haben sollte für das Kind, was in Deinem Beispiel der Vater ist. Ich sehe hier kein Problem.

    Würdest du sowas einen Mann auch fragen?

    Nee, oder? Da ist es "normal" dass er seine Kinder wenig sieht weil er viel breitet. Aber wenn eine Frau dasselbe macht ist es ein Problem?

    Finde ich so rückständig.

    Ich verstehe immer noch nicht, warum man bei der Frau so ein Fass aufmacht, wenn es um ihre berufliche Karriere geht.
    Wenn der Mann sich so verhalten würde, würde niemand ein Wort drüber verlieren...#augen

    Soll heißen: Mütter sind nicht das Zentrum des Universums. #aha Jede Tätigkeit (bis auf das stillen), was eine Mutter macht, kann genauso GUT von einem liebevollen Vater ausgeübt werden!

    Und: Du fragst, was Frauen antreibt, so sehr auf ihre Karriere zu achten.

    Tja, wahrscheinlich die selben Gründe, die bei vielen Vätern eine Rolle spielen, die, obwohl sie Kinder haben, ebenso Karriere machen.

    Hallo,

    ja, ich kann mir das vorstellen. Warum denn nicht?

    Der Mann hat seine Karriere, die Mutter auch, das Kind lebt abwechselnd bei beiden. Natürlich wäre es schöner, wenn es auch noch eine funktionierende Partnerschaft on top gäbe - schöner wär's, wenn's schöner wär. Das ist ja immer so. :-)

    Aber so? Beide sind beruflich glücklich und erfolgreich und sie deichseln das alles mit Kind. Find ich super. Ich weiß nicht, ob ich eine Beziehung aufrecht erhalten würde, in der ich nicht glücklich bin.

    Mein Mann arbeitet Vollzeit und verdient ausreichend. Und TROTZDEM nehme ich es mir heraus, weitgehend unbezahlt meine Dissertation voranzutreiben, ich arbeite viel, verreise hin und wieder und nehme Termine wahr. Sogar abends. Wir haben zwei Kinder und teilen die Zuständigkeiten so weit wie möglich.

    Ich verstehe ehrlich gesagt Dein Problem nicht und sehe auch nicht, was Dich das angeht.

    (40) 17.01.17 - 12:37

    Puh, das ist schwierig.
    Ich kann einerseits verstehen, dass sie ihrer Karriere nachgeht, gerade weil sie nun getrennt sind und gerade weil er sich ja auch verwirklichen "durfte" (unter welchen Umständen auch immer das nun stattgefunden hat). Ob das in dem Rahmen, in dem sie das jetzt durchzieht, so sein muss (gerade dem Kind gegenüber) steht auf einem anderen Blatt.
    Ich habe in meiner Karriere auch noch so einiges vor, evtl eine Fortbildung/Stelle in einer anderen Stadt (würde pendeln, evtl Wochenend-Mutter bedeuten). Ist aber mit meinem Partner so abgesprochen, wenn es spruchreif wird, werden wir einen Modus finden. Er selber möchte in den nächsten 5-10 Jahren auch noch ein Aufbaustudium machen. Auch das haben wir auf dem Schirm und werden dann GEMEINSAM entscheiden, was wann wie gemacht werden kann.

    Ich denke, das ist von Branche zu Branche unterschiedlich, ob man Kind und Karriere unter einen Hut bekommt. Mir wäre beides sehr wichtig, am Ende würde ich mich aber immer für die Familie entscheiden und im Job Abstriche machen. Gänzlich zuhause bleiben und überhaupt nicht mehr in meinem Beruf zu arbeiten käme sowohl für mich als auch für meinen Partner nicht in frage.

    (41) 17.01.17 - 13:03

    Ich werde nie verstehen, warum Familienväter in höheren Positionen/arbeitsintensiver Selstständigkeit völlig normal sein sollen, bei Frauen aber hinterfragt wird, wie sie so egoisitisch sein können und wie schlimm das für ein Kind sei. In deinem Fall scheint es ja beim Vater auch gut aufgehoben zu sein, ich höre nicht heraus, dass das Kind darunter leidet.

    Bei uns ist es so, dass ich selbstständig bin, manchmal auch pendeln muss, mein Ex ist angestellt, aber auch in einer guten Position. Wir arbeiten also beide viel, aber immer mit Blick auf die Kinder. Wenn ich pendel, dann meist nur, wenn die Kinder eh bei ihm sind. Manchmal muss ich mal ne Woche weg, das wird den Kindern aber früh genug angekündigt und die freuen sich dann eben auf ihren Vater. Der ist nämlich für ein Kind genau so wichtig wie eine Mutter.
    Diese ganzen Umzüge und Daten im Kindergartenalter: Dort sieht man meist die Mütter. Niemand fragt sich, wo denn der Papa zu dem Kind steckt. Natürlich ist der arbeiten. Warum nicht mal andersrum?
    LG, palo

    (42) 17.01.17 - 13:30

    Hallo,

    beim Lesen habe ich mich gerade gefragt, ob Du Dich auch so aufgeregt hättest, wenn es ein Mann wäre, der trotz Kind würde Karriere machen wollen.
    Ich kenne viele getrennte Paare, bei denen der Mann sein Kind nur wenig sieht - was ist also anders, wenn es hier die Frau ist? Oder findest Du es generell nicht schön, dass bei einem Wunschkind einer der Elternteile nur wenig Zeit für sein Kind hat? - DAS könnte ich nachvollziehen.

    Im Übrigen habe ich auch erst studiert, als meine Kinder beide auf der Welt waren - weil ich in meinem erlernten Beruf so unzufrieden war, dass ich mir nicht vorstellen konnte, diesen bis zur Rente (und das sind noch fast 40 Jahre) auszuüben. Studium allein hat noch nicht unbedingt mit Karriere zu tun, eher mit Qualifizierung...und auch mit Studium muss man nicht unbedingt Karriere machen wollen (und wenn die beste Freundin der Noch-Frau des Bekannten sowas sagt, muss es ja noch nicht der Wahrheit entsprechen sondern spiegelt erstmal nur den Eindruck der besten Freundin wieder), für manch einen Job benötigt man aber ein Studium...auch ohne gleich Karriereabsichten zu haben (die man sich natürlich mit Studium auch eher verwirklichen kann - zumindest in vielen Bereichen - als mit einer Ausbildung).

    Ich finde wichtig, dass es dem Kind gut geht und es sich darauf verlassen kann, dass jemand für es da ist und seine Grundbedürfnisse erfüllt werden. Ist die Frage, ob es dafür unbedingt Mama braucht oder ob (gerade bei getrennten Eltern) nicht Papa genauso gut für das Kind da sein kann?
    Wenn der Papa (also Dein Bekannter) das so mitmacht, sehe ich da kein Problem drin - auf jeden Fall keines, über das ich mir Gedanken machen würde wollen. Ist ja in allererster Linie etwas, was die beiden Elternteile miteinander absprechen müssen - zum Wohle des Kindes. Und dafür ist nicht nur Mama sondern auch Papa zuständig-

    Mal ein anderer Gedanke:

    Warum soll eine Frau (oder ein Mann), die/der sich von dem Partner getrennt hat, nicht auch eine eigene Vorstellung vom Leben haben? Das Kind zieht nach überschaubarer Zeit aus, der Job bleibt noch viele Jahre länger....und wenn man dann nicht vorgebaut hat, muss man unter Umständen in einem Bereich arbeiten, der einen nicht zufrieden macht (das wollte ich nicht mein ganzes Leben lang). ODER man ist abhängig vom Noch-Ehepartner oder vom Amt, obwohl man das nie sein wollte.
    Es sind doch beides Individuen. Und ich kann verstehen, dass beide Wünsche vom Leben haben - also werden sie miteinander sprechen und sich irgendwo treffen müssen. ODER es muss schlimmstenfalls ein Familiengericht regeln, wer wann zuständig ist...wobei ich für das Kind hoffe, dass es nicht zu sowas kommt - ist unschön.

    LG

    a79

    Hallo,

    naja - die Familie macht ihr Ding. Anscheinend haben sie es gut organisiert oder ist Dir etwas anderes bekannt? Geht es dem Kind schlecht? Beklagt sich der Vater? Jammert die Mutter?

    Die Mutter ist keine schlechte, nur weil sie sich eine berufliche Grundlage schafft. Das nimmt nun eben Zeit in Anspruch. Der Vater ist nicht der Super-Held, nur weil er sich in dieser Zeit mehr um das Kind kümmert als die Mutter. Die Beziehung der beiden ist Geschichte und sie muss in Zukunft von irgendwas leben - und das Kind auch.
    Hättest Du den Thread auch eröffnet, wäre die Konstellation anders herum? Wohl kaum schätze ich.

    Neandertalgedankengut

    Grüße

    Ich finde deinen Post auch etwas komisch und zu sehr auf die Frau beschränkt. Wenn es ein Mann wäre der Kind UND Karriere (was du so besonders hervorhebst) machen will und sein Kind länger nicht sieht ist es total normal oder was? Und bei der Frau entsteht daraus eine Diskussion? Ich kenne tatsächlich viele Väter die oft beruflich mehrere Wochen am Stück teils im Ausland unterwegs sind und die Mütter komplett alleine mit den Kindern sind. Da kräht kein Hahn danach. Aber wenn es die Frau macht ist es seltsam?

    Übrigens, ich arbeite nur Teilzeit, aber aufgrund unterschiedlicher Arbeitszeiten muss mein Mann auch öfter einspringen um die Kinder abzuholen oder zum Hobby zu bringen weil ich gerade arbeite. Geht eben manchmal nicht anders. Und ja, dann sagt er seinem Chef er muss jetzt weg, Kinder abholen. Wo ist das Problem? Dann setzt er sich Abends nochmal an den Computer und macht seine Arbeit fertig. Heutzutage gibt es so viele unterschiedliche Modelle und ich finde eigentlich nichts mehr seltsam.

    (45) 17.01.17 - 14:44

    Und was geht dich das an was diese Eltern untereinander ausgemacht haben? Vielleicht macht es dem Mann Spaß sich um das Kind zu kümmern und der Kleine ist gern beim Papa?

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