Wenn frau kein Kind will- suspekt?

    • (1) 18.01.17 - 22:05
      Q und P

      Hallo,
      Ich frage das bewusst in einem Familienforum, da ich wissen möchte, wie meine Einstellung auf Menschen wirkt, für die es selbstverständlich ist, Kinder groß zu ziehen.

      Ich habe ein Kind, das aber beim Vater auf wächst. Wir haben die Abmachung schon während der Schwangerschaft getroffen, da ich das Kind nicht behalten wollte.
      Die Regelung ist so, dass ich mein Kind zu festen Zeiten ein bis zweimal im Monat sehe.

      Mittlerweile habe ich seit Jahren einen neuen Partner , der wegen mir auf weitere Kinder verzichtet.

      Freunde weidrn mich sber immer wieder darauf hin dass sie das nicht verstehen können, dass ich da nie von meiner Meinung abgerückt bin und auch nach jahrelanger Beziehung kein Kinderwunsch kommt.
      Auch in der Schwangerschaft sagten viele voller Überzeugung, dass ich sicher mein Kind bei mir haben möchte wenn es einmal da ist.

      Viele Frauen beschreiben, dass sie nach der Geburt sofort eine starke Verbundenheit gespürt haben, die es ihnen unmöglich gemacht hätte, das Kind weg zu geben. ..ja klar denke ich mir, Oxytocin lässt grüßen. ..rein hormonell zu erklären.

      Jetzt ist es so, dass ich mich sterilisieren lasse, da ich letztes Jahr einen Abbruch hatte.

      Mein Partner ist dagegen obwohl er weiß dass er mit mir kein Kind haben wird.
      Er kann mir auch nicht erklären warum ihn die Endgültige Entscheidung so mit nimmt.
      Ich gebe zu, ich verstehe ihn nicht.

      Wenn er noch ein Kind will, kann und muss er gehen.
      Dass meine Einstellung ungewöhnlich ist, ist mir klar.
      Aber ist das ein Makel oder etwas was meinen Wert als Frau schmälert?

      Viele meiner Freundinnen finden das " unnormal" da es biologisch vorbestimmt ist dass eine Frau Mutter werden möchte.

      Männer haben mir in der Vergangenheit schon gesagt, ich wäre Ihnen suspekt und was mit mir nicht stimmt.

      Immer wieder werde ich mit diesem doch srhr persönlichen Thema konfrontiert, dass meine Eltern da gar nicht mit klar kommen, muss ich nicht erwähnen.

      Was macht meinen fehlenden Kinderwunsch für Außenstehende so unverständlich, warum ist das für andere so problematisch, dass es Frauen, wenn auch vielleicht sehr wenige, wie mich gibt?

      • (2) 18.01.17 - 22:17

        Das Thema wird mir langsam wirklich sehr suspekt, entweder will man hier immer wieder aufmischen, oder es kommt doch recht oft vor, dass es Frauen / "Mütter" gibt, die keine Lust auf ihre Kinder haben.

        Es ist von der Natur so gedacht, dass sich Mütter um ihren Nachwuchs kümmern/aufziehen. - natürlich ist es dann unnormal, wenn es anders läuft.

        Man, jetzt reicht es aber....

        • (3) 18.01.17 - 22:20

          Das ist doch seit monaten der Dauerbrenner hier. Frauen die ihre Kinder als Last empfinden, lieber Karriere und Selbstverwirklichung leben als Kinder Erziehung und Kind lebt beim Vater. Ich kann das nicht mehr ernst nehmen. Doch wenn ich schreiben würde es ist ein Fake und jemand will aufmischen, hagelt es wieder Kritik. Deswegen lasse ich es einfach so stehen und denke mir meinen Teil. So oft wie dieses Thema hier in den letzten Wochen thematisiert wurde, meint man, 70 % der Kinder leben beim Vater oder haben eine Mutter die eigentlich keinen Bock auf ihr Kind hat.

          • Ich würde ja drauf wetten, dass das immer der/die gleiche ist, mit einer besonderen Vorliebe für die Themen "eigene Kinder bereuen", Abtreibung und Behinderung...

        (5) 19.01.17 - 15:14

        Moment mal. Sie wollte das Kind nicht, der Vater schon. Die Schwangerschaft war offensichtlich ungeplant. Sie stand also vor der Entscheidung, abzutreiben oder dem Kind und dem Vater zuliebe die Schwangerschaft und Geburt auf sich zu nehmen. Was genau stört dich denn jetzt an ihrer Entscheidung? Soll man sie zwingen, sich Fulltime um das Kind zu kümmern "weil es sich eben so gehört"?
        An die TE: Ich finde es nicht unnormal, dass du keine Kinder willst. Warum sich manche Menschen so sehr daran reiben, hat wohl mit einem überzogenen Mutterkult zu tun, der viele Frauen sehr belastet.

        (6) 19.01.17 - 17:08

        Ok. Dann bin ich wohl unnormal
        Mein Kind wächst auch hauptsächlich beim Vater auf. Kann ich mit leben.

      • (7) 19.01.17 - 17:10

        Die Natur ist doch keine moralische Instanz, die festschreibt, was normal ist und was nicht! Sonst wären wir längst ausgestorben.

        Das einzige, was normal ist, ist dass es keine Normalität gibt.

        lg thyme

        (8) 19.01.17 - 17:58

        Das ist also von der Natur vorgeben soso...

        Warum gibt es denn dann Tierarten bei denen das Männchen die Hauptarbeit bei dem Nachwuchs übernimmt? Sei es ausbrüten, füttern oder versorgen? Alles wider der Natur oder was?

    (9) 18.01.17 - 22:27

    Aloha,

    warum genau das so ist, kann ich dir nicht sagen.

    Eventuell ist auch der Homo sapiens sapiens genetisch so konstruiert, dass auch er als großen Lebenszweck die Vermehrung seiner Art ansieht, egal wie sehr wir uns fortentwickelt haben mögen. Daher ist es seltsam, wenn ein Mitglied unserer "Familie" nicht so gepolt ist und das auch offen zugibt.

    Was mir an deiner Konstellation nicht gefällt ist das du ein Kind hast. Warum bist du schwanger geworden/hast das Kind behalten? -Ich verstehe, wenn man keine Kinder will und würde daraus nie ein Thema machen da es mir schlicht egal ist, ob Leute Kinder wollen oder nicht, aber es tut mir in der Seele weh, wenn man sein Kind ablehnt, das muss auch ich zugeben. Ich habe nicht erst nach der Geburt angefangen, mein Kind zu lieben, das war bereits in der Schwangerschaft so.

    Vielleicht sind Frauen ohne Kinderwunsch auch manchen Männern suspekt, weil sie unbewusst spüren, dass es keinen tiefen Bindungswunsch gibt? Die Bindung zwischen Mutter und Kind ist vermutlich die stärkste, die es gibt; diese Bedürfnis zu hegen und zu pflegen finden eventuell auch Männer in einer gewissen Weise anziehend? Ist jetzt nur geraten und klingt auch ein wenig archaisch.

    Generell finde ich es richtig, dass du dich sterilisieren lässt, wenn du keine Lust auf weitere Kinder hast und dein Freund wird es akzeptieren oder gehen müssen. Der Vorgang bringt halt eine Endgültigkeit, die ihm vielleicht Angst macht. Solang du nicht sterilisiert bist, ist vielleicht der Gedanke zumindest noch denkbar, dass du dich anders entscheidest.

    Ich wollte auch nie ein Kind. Mir hat das niemand negativ ausgelegt. Als ich ungeplant schwanger wurde, habe ich gespürt, dass ich das Kind behalten will. Das war sehr überraschend. Ich habe es getan und ich liebe meinen Sohn über alles, das ich jemals jemanden so lieben würde, konnte ich mir nicht vorstellen. Das habe ich aber gespürt und deswegen war es für mich auch keine Frage, das Kind zu behalten. Hätte ich einen Widerwillen gehabt, hätte ich das nicht getan. Daher wundere ich mich bei dir, warum du das Kind bekommen hast. Rein aus Nächstenliebe für den Vater kann ich mir jetzt auch nicht vorstellen, um ehrlich zu sein.

    Gruß.

    • (10) 18.01.17 - 23:47

      Ich habe eine Abtreibung nicht als Lösung in Betracht gezogen, warum soll ich dem Kind das Leben verwehren , wenn es mir nichts ausmacht es auszutragen und der Vater bereit ist , die Betreuung zu übernehmen? Oder verstehe ich es jetzt falsch , du meinst doch, eine Abtreibung wärw besser gewesen, nur weil ich das Kind nicht selbst aufziehen möchte?

      Vielen Frauen wird doch nahe gelegt nicht abzutreiben und das Kind weg zu geben.
      Ich habe mein Kind lediglich beim Vater gelassen.
      Nur weil ich als Mutter nicht die Hauptbezugsperson bin und sein will, soll das Kind nicht geboren werden?
      So einfach wollte ich es mir nicht machen, außerdem löst eine Abtreibung in meinen Augen keine Probleme, meinem Kind geht es gut, der Vater ist zuverlässig und eine enge Bezugsperson.
      Ich liebe mein Kind auch, aber möchte halt kein Kind aufziehen.

      • (11) 19.01.17 - 13:52

        Hallo.

        Vorab, ich habe vier Kinder und die bewusst bekommen, da ich Kinder sehr mag.

        Ich finde es von dir verantwortungsvoll, dass du dein Kind dem Vater überlässt. Denn er wird die Liebe haben und aufbringen wollen, dem Kind gerecht zu werden. Soll jetzt kein Vorurteil sein, ich denke nur, dass du eben diese Gefühle nicht erwidern kannst, warum auch immer. Im gewissen Sinne machst du dir ja dann doch etwas ein Kopf um dein Kind. Und wenn ihr das so gut geregelt habt und das Kind damit auch klarkommt, dann ist das die beste Lösung.

        Alles Gute.

        LG

        Ich finde dich nicht unnormal, einfach nur etwas ungewöhnlich ;-)

        >> Ich habe eine Abtreibung nicht als Lösung in Betracht gezogen, warum soll ich dem Kind das Leben verwehren , wenn es mir nichts ausmacht es auszutragen und der Vater bereit ist , die Betreuung zu übernehmen <<

        Die Entscheidung für das Kind war auf jeden Fall richtig.
        Hauptsache es wird geliebt - egal wo und egal von wem!

(13) 18.01.17 - 22:29

Ich hab manchmal den Eindruck, das Thema Regretting Motherhood ist einigen Nasen noch nicht genug

  • (14) 18.01.17 - 22:35

    *mist*

    Jedenfalls, denke ich, dass das Thema einigen noch nicht breitgetreten genug wurde. Es eignet sich außerdem um in einem Familienforum zumindest mal den Versuch zu starten ein bisschen aufzumischen.

    @TE: Ich glaube, Deine Freunde haben entweder das Gefühl, dass Du nicht hundertprozentig hinter der Entscheidung stehst - mußt Du mit Dir selber klären oder Du kokettierst mit dem Thema. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass echte Freunde immer wieder von allein davon anfangen.

(15) 18.01.17 - 22:31

Du hast bereits ein Kind das du dich von Geburt an dafür entschieden hast das es nicht bei dir lebt fällt mir schwer nachzuvollziehen ich finde es ok wenn Kinder beim Papa leben aber meistens ist das später und der Wunsch des Kindes . Du hast aber gelernt das ein Kind / Kinder nichts für dich ist und das finde ich konsequent genauso konsequent finde ich wenn eine Frau sagt sie möchte keine Kinder . Schlimmer finde ich die Frauen denen Kinder nie so wichtig waren bei denen Karriere , Freizeit und Freiheit immer Vorrang hatten und denen auf einmal mit über 40 einfällt jetzt muss ein Kind her (damit meine ich nicht die Frauen die erst spät den richtigen Partner kennengelernt haben ) .

(16) 18.01.17 - 22:32

Meine Tante hat ist gewollt kinderlos und glücklich genauso wie manche Paare im Freundeskreis. Ich finde das weder unnormal noch sonstwas. Sie haben einfach andere Prioritäten im Leben ;-) kenne auch niemanden der sich da gross wundert. Sind auch gute Gesprächspartner da sie einfach eine ganz andere Sicht auf Dinge haben.

Das Kind wächst beim Vater auf? Ist doch ok...heutzutage nehmen auch Männer 2 Jahre Elternzeit...jeder wie er mag.

Mich wundert nur das soviel Frauen geballt dieses Thema hier besprechen wollen ;-)

(17) 18.01.17 - 22:49

Hallo du,

das Wort "normal" halte ich persönlich ohnehin für schwierig - es sagt lediglich etwas über mehrheitliche Aktzeptanz, Gewohnheiten, Gefühlswelten etc. aus. Zu jeder Mehrheit gehört eine Minderheit, nicht wahr?

Sicher gibt es viele Gründe, warum eine Frau keine Kinder haben möchte und diese Gründe sind für das Umfeld mehr oder weniger nachvollziehbar. Ich weiß nicht, inwieweit du mit deinen Eltern oder Freunden über das Thema sprechen willst und kannst. Wenn du meine Freundin wärest, würde ich sicher auch nachfragen, einfach um dich möglicherweise verstehen zu können. Zum Verständnis gehört für mich, dass ich meinen eigenen Standpunkt verlasse und versuche, deinen einzunehmen, also nicht "ich würde aber" sondern eher ein leise "aha, so kann sich das anfühlen..."

Da du dir sicher bist, keine Kinder zu wollen, finde ich die Konsequenz einer Sterilisation sehr verantwortungsbewußt.

Dein Partner ist vielleicht deshalb so mitgenommen, weil damit auch jede unbewußte Hoffnung auf eine Sinnesänderung von dir beendet wird? Vielleicht kannst du seine Traurigkeit einfach aktzeptieren, nicht als Angriff auf deine Entscheidung nehmen, sondern als etwas, was ihn eben jetzt bewegt und "verdaut" werden will? Verständnis, siehe oben...

Ich finde Frauen, die aus eigener Entscheidung kinderlos bleiben weder suspekt noch problematisch. Natürlich setzt du damit ein Fragezeichen hinter Lebenswege, die andere vielleicht noch nie hinterfragt haben, in die die eine oder andere möglicherweise hineingestolpert ist "weil das normal" ist. Manchmal versteckt sich vielleicht sogar Neid auf deine Eigenständigkeit und deine klare Entscheidung hinter dem Kopfschütteln über dich?

Nur nebenbei - ich bin mehrfache Mutter und glücklich damit. Das ist mein Weg. Du darfst deinen gehen und ich wünsche dir aus ehrlichem Herzen, dass es dir gut damit geht!

herzliche Grüße

(18) 18.01.17 - 22:56

Hat dein Partner leibliche Kinder?
War er der Erzeuger des Kindes, welches kürzlich abgetrieben wurde?

Deine Einstellung finde ich nicht besorgniserregend. Es ist vollkommen okay, dass du keine Kinder mehr möchtest.

Du schreibst leidenschaftslos von deinem Kind. Diese mitschwingende Emotionslosigkeit, sofern es denn zutrifft, könnte für dein Kind problematisch werden. Es ist letztlich nicht zu ändern. Du kannst es nicht erzwingen.

Ich habe einen Mann kennengelernt, welcher trotz lebender leiblicher Eltern bei Adoptiveltern groß geworden ist. Als Erwachsener hat er oft seine leibliche Mutter besucht. Die Treffen waren okay. Jedoch hat sie sich darum nie bemüht. Als Rat hat er von seinem Psychologen erhalten, nicht auf seine Mutter zu warten. Das war die Kurzform einer schweren Auseinandersetzung.

Ich finde es schwer für deinen Freund. Er blieb trotz Abbruch bei dir. Die Sterilation vernichtet seine offenbar noch bestehenden Hoffnungen. Er hat trotzdem die Wahl, was ich wichtiger ist.

Wenn es irgendwie geht, würde ich versuche, dass dein Kind aus der Konstellation keinen Schaden nimmt. Wie das glücken kann, weiß ich nicht wirklich. Ich bin von deinem Problem. abgewichen. Da du nicht wirkliche Probleme hast. Du kannst dich zum Glück von deiner Umwelt abgrenzen und bleibst bei deiner Meinung.

Hast du eine Erklärung für das "fehlende Müttergen"? Wie bist du aufgewachsen? Wie waren deine frühkindlichen Parameter?

Alles Gute für euch.

(19) 18.01.17 - 23:15

>>>Was macht meinen fehlenden Kinderwunsch für Außenstehende so unverständlich,<<<

Keine Ahnung, aber ich wundere mich immer wieder, was die Leute hier für Verwandte/Freunde/Bekannte haben, die in alles reinreden oder ungebeten Tipps geben. Ich kenne das gar nicht.

Mir wäre das im Übrigen total egal, ob jemand meine (also deine) Einstellung versteht, die ist zu akzeptieren und fertig.

(20) 18.01.17 - 23:56

Ich finde es nicht suspekt. Es ist eine ganz individuelle Entscheidung die jeder selbst treffen muss! Niemand, niemand! Hat das Recht darüber zu urteilen! Das solltest du deinen Freunden deutlich klar machen.

Alles Gute.

(21) 19.01.17 - 01:03

In meinem Freundeskreis ist das grundsätzlich nicht suspekt.
Ca. 65% haben Kinder, der Rest nicht.
Ich gehöre zum "Rest", hatte nie einen starken Kinderwunsch und habe ihn auch mit 40 nicht.
Wenn es morgen passiert, ok, kriege ich hin. Abtreiben würde ich vermutlich nicht. Aber um jeden Preis musste ich das bisher auch nicht haben.

Allerdings ist es wirklich ungewöhnlich dass eine Frau ihr Kind "abgibt" und es beim Vater oder sonstwo lässt, stimmt. Passt nicht zum eigentlich genetisch angelegten mütterlichen Fürsorgegefühl und ich verstehe dass da der ein oder andere da irritiert ist.

Ich denke DAS ist unverständlich, nicht der grundsätzlich fehlende Kinderwunsch.

Wenn Du Dich also gut erklärt hast und immer noch nicht verstanden wirst musst Du auf diese Menschen verzichten.

Du bist eben anders und den Preis musst Du leider zahlen.

LG, katzz

(22) 19.01.17 - 01:04

Du tust ja so, als bist Du ein Alien.
Nein, ich kenne ein paar Frauen (Arbeit, Nachbarschaft), die keine Kinder haben und auch keine wollen.
Finde ich nicht komisch, jeder so wie er mag.

(23) 19.01.17 - 07:31

"Was macht meinen fehlenden Kinderwunsch für Außenstehende so unverständlich, warum ist das für andere so problematisch, dass es Frauen, wenn auch vielleicht sehr wenige, wie mich gibt?"

Daran ist gar nichts unverständlich, Du lässt Dir nur einfach von Aussenstehenden zu viel reinquatschen. Das ist aber ja Deine Sache, wie viel Einmischung zu zulässt.

Und so wenige Frauen sind das garantiert nicht, in meinem Umfeld gibt es nicht wenige KollegInnen, Freunde, Bekannte, die absichtlich oder unabsichtlich keine Kinder haben. Frauen und auch Männer. Oder deren Nachwuchs beim Vater aufwächst.

Eine Kollegin Mitte 30 hat jetzt geheiratet und erzählte neulich, dass sie zwar jetzt immer wieder auf Nachwuchs angesprochen wird, aber eher in Richtung: "Überlegs Dir gut, ob Du das willst.". Und sie will nicht, wollte noch nie Kinder, das findet aber anscheinend keiner merkwürdig.

(24) 19.01.17 - 08:40

Hallo,

ich finde es in der heutigen Zeit nicht unnormal, sich bewusst gegen Kinder zu entscheiden. Ich kenne mehrere Frauen, die sich bewusst gegen Kinder entschieden haben bzw. Leute in meinem Alter, die auf die 60 zugehen und resigniert feststellen, dass sie wohl niemals Oma oder Opa werden. Was mich eher irritiert ist die Tatsache, dass Du bereits mindestens zweimal ungewollt schwanger warst (von mehr hast Du nicht berichtet). Mit Verhütung scheinst Du also ein Problem zu haben. Von daher scheint es mit nur konsequent zu sein, endlich den endgültigen Schnitt zu machen.

Dein Freund scheint sich mit Deiner Grundhaltung nicht arrangieren zu können. Setzt euch zusammen und tauscht eure Standpunkte aus. Wenn er sich ein Leben ohne Kinder und Familie nicht vorstellen kann, muss er die Konsequenzen ziehen.

LG

(25) 19.01.17 - 10:12

Guten Morgen,

In meinem Umfeld gibt es 2 Frauen, die sich bewusst gegen Kinder entschieden haben.

Und das nicht zwangsläufig weil sie Karriere machen möchten.
Sie mögen Kinder, wollen aber die jahrelange Verantwortung und "Aufopferung" nicht haben.

Ich kann es nachvollziehen.

Ich für meinen Teil habe eine Tocher. Ich liebe sie und möchte sie für nichts in der Welt hergeben, aber ein weiteres Kind kommt für mich nicht (mehr) in Frage. Das hat zum einen persönliche, zum anderen aber auch demographische Gründe.
Früher habe ich schon ab und zu darüber nachgedacht wie es wäre ein Zweites zu bekommen.
Aber einen richtigen Kinderwunsch hatte ich nie. Deshalb hat sich der Gedanke nicht gefestigt.
Hätte meine Tochter sich damals nicht "eingeschlichen", hätte ich vermutlichlich auch gar keine Kinder.

Manchmal stoße ich auf Unverständnis. Nach dem Motto: Aber du hast doch schon Eines, da wäre ein Geschwisterchen doch toll.
Oder: Mensch du bist doch noch so jung. Bist du dir wirklich sicher, dass du das möchtest? Warte ab, irgendwann kommt das schon noch. #augen

Aber nun. Ich muss ja auch nicht verstehen, warum manche Menschen 3,4,5 oder mehr Kinder in die Welt setzen. Allerdings fühle ich mich nicht dazu berufen darüber zu urteilen, da jeder sein Leben so gestalten darf und soll wie er es für richtig hält.

In deinem Fall ist es nun wohl so, dass dein Freund nun das letzte bisschen Hoffnung verliert, dass du dich vielleicht noch einmal umentscheiden könntest.
Das ist natürlich schwer zu verdauen, auch wenn du deinen Standpunkt schon immer klar gemacht hast.
Versuche nicht ihn mit Vorwürfen zu kommen. Stehe hinter deiner Entscheidung und lass ihn das verarbeiten.

VG und alles Gute

P.S. Ich glaube, dass diese Themen im Moment gehäuft vorkommen liegt daran, dass das Stigma wenn man nicht gern eine ist, oder gar keine Mutter sein möchte, so langsam verblasst.
Man kann und darf nun offenener darüber reden. So etwas tritt immer erst eine Welle los. Verebbt aber bestimmt bald wieder.

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