Plötzlich haben wir nicht mehr die selben Ziele

    • (1) 19.01.17 - 19:35
      honey ganz verwirrt

      Guten Abend,

      ich brauche unbedingt mal einen objektiven Rat.

      Mein Mann und ich kennen uns nun 8 Jahre. Wir haben ein gemeinsames Kind und letztes Jahr geheiratet. Zur Zeit bauen wir unser Traumhaus. Schöner könnte es nicht sein. Wäre da nicht mein Wunsch nach einem 2. Kind.

      Als wir uns vor 8 Jahren kennengelernt haben und klar war das es etwas ernstes wird, haben wir uns über Kinder unterhalten.

      Es war ziemlich schnell klar das wir welche möchten und es auch nicht bei einem bleibt. Wir wollten mindestens 3 Kinder.

      2 Jahre später kam unser Sohn zur Welt. Wir waren so glücklich. Leider hatte er einen sehr schweren Start.

      Mit 3 Monaten wurde er am Herzen operiert. Wir waren im ersten Lebensjahr oft im Krankenhaus.

      Die Zeit danach war wunderschön und entspannt. Wir sind als Familie immer näher zusammen gewachsen.

      Ich finde jetzt wäre ein sehr guter Zeitpunkt für ein zweites Kind.

      Der "große" kommt jetzt in die Schule, ich arbeite seid 4 Jahren wieder halbtags und unser Umzug steht auch bald an :-)

      Mein Mann hat mir allerdings gestern mitgeteilt das für ihn die Familienplanung abgeschlossen ist. Als Grund gibt er den schlechten Start unseres Sohnes an und das er das nicht nochmal durchstehen würde.

      Ich bin erstmal aus allen Wolken gefallen und musste es erstmal sacken lassen.

      Klar war die Zeit furchtbar und traurig und auch sehr anstrengend. Aber es heißt doch nicht das es nochmal so wird.

      Ich wollte immer viele Kinder. Ich bin als Einzelkind aufgewachsen. Habe aber viele Cousinen und Cousins. Wir haben einen festen Familienzusammenhalt. Für mich war einfach klar das ich mehr Kinder möchte. Das War es für ihn doch auch.

      Natürlich würde ich ihn deshalb nicht verlassen. Ich liebe ihn und Kinder möchte ich ja nicht von irgendwem, sondern von ihm.

      Nur weiß ich überhaupt nicht wie ich jetzt damit umgehen soll.

      Wir sind beide erst Ende 20.

      Vielleicht habt ihr einen Rat für mich und könnt mich objektiv beraten.

      Honey

      • Vielleicht hat dein Mann ja auch bedenken wg der finanziellen Seite?
        Wenn ihr gerade am Bauen seid bzw ward und du dann erstmal mit deiner halbtagsstelle wegfällst wg Schwangerschaft und Elternzeit oder was sonst noch?
        Und dann noch die Sache mit den vielen Krankenhaus Aufenthalten eures 1.kindes.
        Er hat bestimmt mehrere"Gründe" für seine Aussage.
        Am besten setzt ihr euch nochmal zu nen Gespräch zusammen.
        Das ist nunmal eine Entscheidung, die nur ihr beiden ( und zwar zusammen) treffen könnt.

        Alles gute!

        (3) 19.01.17 - 20:00

        Das Thema kommt hier gefühlt täglich vor.

        Und immer ist es die gleiche Story: in der Theorie waren 2 oder 3 Kinder geplant, dann kam mit Kind 1 die Realität ins Spiel und der Mann möchte kein weiteres.

        Euer zweites Kind bringt womöglich keine gesundheitlichen Probleme mit , dafür aber vielleicht andere Herausforderungen wie Schreikind, Schulprobleme oder eins von den zig anderen Problemen die Kinder frei Haus liefern.

        Und wrnn man da rational ran geht und das tun viele Männer, dann ist das Ergebnis halt oft, dass sie das Risiko nicht nochmal eingehen wollen.
        Frauen haben dagegen nur ihren emotionalen und unvernüftigen Wunsch nach einem weiteren Kind.
        Wenn eier nächstes Kind wieder krank ist was dann?
        Ausschließen kann man das nie und wenn man sich für ein Kind entscheidet muss man bereit sein und die Kraft haben, auch bei Schwierigkeiten voll für das Kind da zu sein und hinter der Entscheidung für ein Kind zu stehen.

        Wenn dein Mann jetzt schon sagt dass er das nicht nochmal schafft dann bedeutet es ,dass du überlegen musst ob du das wirklich willst.
        willst du riskieren mit einem überforderten Mann für zwei Kinder allein da zu sein?

        Er kann dann zurecht sagen dass er dir gesagt hat dass er das nicht schafft....du riskierst zu viel.
        Und das Leben ist nun mal so dass man nicht alles bekommen kann was man sich wünscht.

        Ich glaube viele Frauen steigern sich da unnötig rein und ein weiteres Kind ist dann der alleinige Weg zum Glück. ..nicht gesund finde ich diese Einstellung.

        Ich bin manchmal erstaunt, zu welchen Terminen so mach eine/r existenzielle Dinge an den Mann bringen will. Mit traumwandlerischer Sicherheit wird ein Zeitpunkt gewählt, der ungünstiger nicht sein könnte.

        Ich kenne so einige Paare, die während der Bausphase nicht immer nur nett zueinander waren. Selbst diejenigen, die schlüsselfertig gebaut haben und eigentlich nur noch die Möbel von A nach B tragen mussten, standen ziemlich unter Strom.

        Ist dein Mann selbst am Bau beteiligt, schaut er jeden Tag nach dem Rechten, läuft hier und da mal etwas nicht ganz nach Plan, müsst ihr selbst noch streichen, tapezieren und ähnliche Dinge? Da wäre es ein Wunder, wenn. Man(n) da noch den Kopf frei hätte, eine Entscheidung für oder gegen ein zweites Kind zu treffen. Vor allem nach eurer Vorgeschichte.

        Kommt doch erstmal an in eurem neuen Leben. Seht wie es finanziell läuft, ob ihr euch nicht verkalkuliert habt, richtet euch fertig ein, lass doch den Großen erstmal in die Schule gehen und dort ankommen und beobachtet, ob da der Start reibungslos läuft. Wenn dann Ruhe eingekehrt ist, würde ich das Thema ansprechen (ich hätte es jetzt im Leben nicht auf den Tisch gebracht). Vielleicht fühlt sich dein Mann dann auch sicherer und in ruhigen Gewässern und seine Angst vor erneuten Katastrophen nimmt ab. Ein gemeinsamer Besuch beim Frauenarzt vorab würde ich auch unternehmen, der über Risiken aufklärt bzw. deinem Mann die Angst vor Wiederholung nehmen könnte.

      • Ihr seid Ende 20...lasst doch erstmal den Bau sacken usw. Und dann redet nochmal. Allerdings, "viele Kinder" wirst Du mit dem Partner nicht bekommen können. Da wirst Du mit einem weiteren zufrieden sein können. Ausserdem müssen viele Kinder auch erstmal grossgezogen werden, sie bleiben keine süssen Kleinen, 20 Jahre samt Ausbildung kosten heute richtig Geld.

        Wenn Dein Mann wirklich so Angst vor einem weiteren kranken Kind hat, dann solltet ihr euch zusammen mit einem Arzt unterhalten, der Deinem Mann vielleicht die Angst nehmen kann. Vielleicht ist das dann eine Argumentationshilfe für ein zweites Kind. LG Moni

        Ich kann euch beide absolut verstehen. Man liest hier ja auch leider häufig davon, dass der Kinderwunschgedanke Paare entzweit oder zumindest unterschiedliche Ansichten bestehen.

        Die Ansicht deines Mannes kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich würde an seiner Stelle vermutlich auch kein zweites Kind mehr haben wollen. Auch wenn es ja äußerst unwahrscheinlich ist, dass einem das Gleiche noch einmal passiert.

        Leider musst du seine Entscheidung hinnehmen, denn ich denke, dass man dem Partner kein Kind unterjubeln sollte. Das geht sicherlich IMMER nach hinten los. Überreden wirst du ihn auch nicht können, wenn er nicht will.

        Eine eventuelle Lösung könnte für euch Adoption älterer Kleinkinder sein.

      • >>Nur weiß ich überhaupt nicht wie ich jetzt damit umgehen soll.<<
        Akzeptieren und weiter machen.

        LG

        Hallo,

        ich kann dich sehr gut verstehen.

        War selbst 12 Jahre Einzelkind und hatte dann für 29 Jahre einen Bruder, bevor er verstarb. Nun bin ich wieder alleine und ich finde diesen Zustand sehr unschön. Ich sehe es an meinen Eltern. Meine Mutter hat eine Schwester, mein Vater drei Brüder. Bei Probleme sitzen sie zusammen. Bei den Beerdigungen ihrer Eltern haben sie sich abgesprochen. Ein Einzelkind muss alles alleine durchstehen (abgesehen von Freuden, ist aber nicht dasselbe).

        Hättest du jetzt schon zwei Kinder, hätte ich geschrieben, lasse es gut sein. Hauptsache, deine Kinder haben Geschwister.

        So würde ich mit deinem Mann zu einem Arzt, der sich mit der Krankheit eures Kindes auskennt (Kinderarzt, Kardiologe) und besprechen, wie hoch die "Gefahr" ist, dass es sich wiederholen könnte. Vielleicht hilft es ihm weiter. Ich kann seine Angst schon verstehen.

        Wenn er dennoch kein weiteres Kind möchte, möchte ich dir auch sagen, dass es auch viele Kinder/Erwachse gibt, die froh sind, keine Geschwister zu haben.

        Hat dein Kind denn schon den Wunsch nach einem Geschwisterchen geäußert? Falls nicht, vielleicht ist er glücklich, seine Eltern nicht teilen zu müssen.

        Wünsche dir alles Gute

        Also, ich bin echt entsetzt, wie oberflächlich hier wieder viele argumentieren. Finanzielles? HÄH??? Dein Kind hatte eine HERZ-OP!!! Das ist schlicht lebensbedrohlich und ein Trauma für die Eltern. Ich weiß, wovon ich spreche, mein Kind war mit Krampfanfall auf intensiv. Das fand ich auch traumatisch.

        Ich verstehe deinen Mann voll und ganz. Die psychische Belastung, evtl. noch ein krankes Kind zu haben! Denke auch an deinen Sohn! Mein Großer war 6 und hat maximal gelitten, dass das geliebte Schwesterchen nach ein paar Tagen auf Intensiv war und niemand recht wusste, wie es weitergeht. Ich möchte ihm das nicht noch einmal zumuten. Die Kleine ist jetzt 6 Monate und "ganz der Alte" ist er immer noch nicht.

        Dein Mann hat schlicht Angst, dass das "Experiment" 2. Baby eure schöne Familie zerstören kann. Und du hast null Verständnis dafür? Ich finde, es zeugt von Weitblick und von Sorge um die Familie.

        Was evtl. helfen KÖNNTE: Ist denn genau abgeklärt, ob der Herzfehler erblich bedingt ist oder nicht? EVTL!!!! könnte ihm helfen, wenn ein Arzt, z.B. euer behandelnder Kardiologe erklärt, wie groß die Wahrscheinlichkeit für einen neuerlichen Herzfehler ist.

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