Nach der Geburt geht alles Berg ab.

    • (1) 20.01.17 - 14:16

      Hallo, ich erhoffe mir hier vielleicht ein paar Tipps und auch etwas Hilfe. ????

      Dazu mal die ganze Geschichte.

      Ich habe am 28.09. meinen Sohn zur Welt gebracht. Es war eine ungeplante Schwangerschaft aber eine Abtreibung kam für mich keines Falls in Frage und ich hab mich natürlich über den Kleinen Krümel gefreut trotz Überraschung. :-) Das erste Manko war, der Papa vom Kleinen fand dies gar nicht toll. Ich sollte abtreiben, ansonsten würde er sich von mir trennen. Es ging die ersten Wochen so hin und her, bis ich die 13. Ssw erreicht hatte und er mich dann nach 5 Jahren Beziehung alleine lies. Ich hätte sein Leben versaut. So weh mir das alles tat, mein Kind war mir definitiv wichtiger. Er suchte sich eine neue Partnerin und wollte nichts mehr von mir wissen. Ich hatte keine Möglichkeit ihn irgendwo zu erreichen, da er alles sperrte, seine Nummer wechselte und mich einfach ignorierte. Kurz: ich war für ihn gestorben. Die meiste Zeit der Schwangerschaft lag ich dann zuhause oder hauptsächlich im Krankenhaus mit strenger Bettruhe. . Verkürzter Gebärmutterhals und Vorzeitige Wehen seit der 16. Ssw. Es war eine harte Zeit und ich lebte in ständiger Angst, mein Kind zu verlieren.

      Im Juni kam ganz plötzlich wieder Kontakt von ihm zu mir auf. Seine Neue hatte ihn in den Wind geschossen und auf einmal war ich wieder da. Ich ging vorsichtig an die Sache heran. Wollte aber auch nicht den Kontakt verwehren, da es schließlich sein Kind ist. Ein Monat darauf bereute er all seine Taten und bettelte ich sollte ihm noch eine Chance geben er war einfach zu überfordert mit allem. Nach langem überlegenen willigte ich ein, nur meinem Kind zu liebe. Es lief gut. Er schien sich echt geändert zu haben. Besuchte mich immer und war auch bei der Geburt dabei. Doch dann fing es an. Ich begann ihn zu hassen. Ich ekelte mich vor ihm. Ich konnte ihn nicht mehr ansehen. Wenn er mich nur berührt hat bekam ich Gänsehaut. Ich wollte ihn einfach nicht mehr da haben. Dieses Gefühl zu unterdrücken und mir nichts anmerken zu lassen war furchtbar schwer.. Ich wollte mit unserem Sohn nur allein sein.

      Wenn ich sah, wie er mit dem Kleinen hantierte bekam ich die Krise. Er war so unreif und alles war ihm egal. Er hatte nur sein zocken im Kopf. Nur er war wichtig und der Kleine musste sich auf IHN einstellen, nicht anders herum. Ich hatte das Gefühl sein Kind ist ihm egal. Dann kam der Tag, an dem er einfach nicht mehr kam. Bis heute. Der Kontakt wird immer weniger. Er fragt nie nach dem Kleinen. Er hätte keine Zeit. Einerseits finde ich es gut, dass er nicht mehr kommt. Ich Spüren diesen Hass nicht mehr, dieses Gefühl zu ihm erdrückt mich nicht mehr, da ich damit ja auch nicht mehr konfrontiert werde. Anderseits tut es mir für unseren Sohn total leid. Jedes Kind sollte doch einen Papa haben.

      Länger Text, viel Info, tut mir leid. Aber ich hoffe so, dass mir einer helfen kann. Ist dieser Hass normal nach der Geburt? Oder wodurch kommt der Hass bei mir zu stande? Ich glaube es gibt mehrere Paare, die sich trennen in der Schwangerschaft, wie war das bei euch? Wie habt ihr euch gefühlt? Bin dankbar über jede Antwort. ????

      • Woher der Hass kommt?

        Er hat versucht, Dich zur Abtreibung zu zwingen, hat Dich in der Schwangerschaft sitzengelassen, Dich aus seinem Leben gestrichen, sein Kind ignoriert, Dich durch eine neue Frau ausgetauscht, Dich in der Schwangerschaft nicht unterstützt, hat das Kind schlecht behandelt und dessen Bedürfnisse ignoriert, Dich und seinen jetzt Sohn zum zweiten Mal sitzen gelassen - und Du fragst noch, warum Du ihn hasst?

        Und nein, Hass auf den Partner nach der Geburt ist NICHT normal, aber Dein "Partner" hat sich auch nicht normal verhalten, sondern wie ein pubertierendes A.

        Dein Sohn muss Dir im Übrigen nicht wirklich leid tun. Sicherlich wäre das Vorhandensein eines liebevollen Vaters ein optimalerer Start ins Leben, aber gleich an zweiter Stelle kommt ein Leben ohne so einen Totalversager wie sein Erzeuger es ist.

        Du wirst es auch alleine schaffen, ganz sicher. Und irgendwann findest Du auch wieder einen neuen Partner, der Deinem Sohn ein verlässlicher (Ersatz)Vater sein wird.

        Glaube an Dich und Deine Stärke, auch wenn es nicht der Start ist, den Du Dir für Dein Kind gewünscht hast - aber das ist nicht Deine Schuld. Suche Dir Hilfe (Eltern, Freunde, Nachbarn, neue Kontakte aus Krabbelgruppen o.Ä., Alleinerziehenden-Foren etc.) und verabschiede Dich von dem Gedanken, dass der Erzeuger noch zum Vorzeigepapa mutiert.

        Alles Gute für Dich.

        • Hallo Anna,

          zuerst Mal tut es mir für dich schrecklich leid, dass es so gelaufen ist. Lass dich mal #liebdrueck
          Ich muss dir auch meinen Respekt ausdrücken, dass du dich von Beginn an so klar für dein kleines Wunder entschieden hast und dem Druck seitens des Erzeugers nicht nachgegeben hast...Ich kann mir vorstellen, dass das nicht die leichteste Situation für dich war!

          Im Übrigen kann ich mich meiner Vorrednerin nur anschließen! Ich hab zwar selbst (noch) kein kleines Wunder, aber ich würde meinen Partner auch dafür hassen!

          Ich wünsche euch (dir und deinem Krümel) alles Gute, viel Kraft und eine ganz tolle Zeit!

          Grüssle, #winke
          Nani

      Die erste Antwort ist DIE Antwort.

      An Deiner Stelle hätte ich ihn mit einer Greifzange nicht mehr berührt.

      Hass ist noch milde ausgedrückt

    • HI,
      naja, dass du ihn "hasst" ist er nun nicht schwer nachzuvollziehen. Ich denke, du hast dich entliebt, jetzt stimmt die Chemie so gar nicht mehr und du willst ihn nicht mehr in seinem persönlichen Individualbereich haben. Das finde ich übrigens sehr gesund, denn schließlich lässt er euch total hängen und er hat dich sehr verletzt.

      Übrigens kann man auch ohne Papa wunderbar aufwachsen. Ich habe meinen nie wirklich vermisst.

      Vlg tina

      • Erstmal vielen Dank für all eure lieben Antworten. :-) ich denke langsam auch, dass ich etwas klarer mit meinen Gedanken im Kopf und den Gefühlen im Herzen geworden bin. Ich glaube, ich wollte zu sehr eine 'heile' Familie für meinen Sohn, dass ich gar nicht drüber nachgedacht habe, wie problematisch und schwer ich es uns damit doch eigentlich gemacht hätte. #klatsch Und zum Teil könnten auch die Hormone in der Schwangerschaft eine Rolle gespielt haben. #kratz Jetzt bin ich schlauer und dank eurem Zuspruch schaue ich gelassener in eine Zukunft ohne Papa. Danke #winke Anna mit Baby Lasse #huepf #baby

Top Diskussionen anzeigen