Kinderwunsch und Fehlgeburt

    • (1) 23.01.17 - 13:44
      hellboy

      Hallo!
      Ich bin ein Mann, 29 Jahre alt und seit 3 Jahren mit meiner Freundin zusammen. Wir wohnen auch seit 2 Jahren zusammen und sie hat schon damals gesagt sie möchte ein Kind. Wir haben gesagt wir lassen es auf uns zukommen und verhüten nicht, wenn es passiert, passiert es. Sie wurde dann 3 Monate später schwanger und war ganz aus dem Häuschen. Sie hat direkt angefangen Babykleidung zu kaufen und Kinderzimmer zu planen und alles. Leider hatte sie eine Fehlgeburt in der 11 Woche was sie sehr mitgenommen hat. Ich verstehe sie schon, es hat sie fertig gemacht, ich habe versucht sie zu trösten weil es ihr schlecht gegangen ist. Aber das Leben geht weiter und wir sind noch jung, für mich war das kein Weltuntergang. Sie hat das nicht verstanden, meinte ich bin sollte trauern um unser Kind. Für mich war das kein Kind, ihr Bauch war flach wie ein Brett, es ist traurig, aber es ist der Lauf der Natur. Sie war 2 Monate richtig down bis es ihr endlich wieder besser ging. Dann wollte sie es direkt wieder versuchen. Ich habe ihr gesagt ich würde noch warten, doch sie wollte unbedingt wieder schwanger werden. Direkt im nächsten Monat war sie wieder schwanger. Wieder himmerlhochjauchzend. Ich war froh, dass ihre Depressive Zeit vorbei ist und dass es so schnell geklappt hat, doch diese Luftsprünge habe ich nicht gemacht wie sie. Wieder meinte sie ich bin so emotionslos. Dann passierte es und sie hatte leider wieder eine Fehlgeburt, diesmal in der 10 Woche. Das ganze schlimme Szenario hat sich wiederholt. Es folgten wieder Wochen wo sie nur traurig, schlecht gelaunt und deprimiert war. Es war fast nicht mehr zu ertragen, denn egal was ich tat, es war falsch. Habe ich versucht sie zu trösten hieß es, du hast dich doch sowieso nicht gefreut, also tu nicht so als ob es dich traurig macht. Wenn ich es zwei Tage nicht angesprochen habe und es gewagt habe mit Freunden weg zu gehen, hieß es warum ich so viel Spaß habe. Es war grausam. Wir haben nur gestritten, sie wollte keine Zärtlichkeiten, keine Umarmung, dann wiederum hat sie mir vorgeworfen ich entfremde mich von ihr und mache mein Ding. Egal welche Probleme oder Stress ich hatte in der Arbeit, es hat sie nicht interessiert. Denn ihr Problem war das einzig wahre.

      Nun ist es wieder 3 Monate her und diese Zeit ist zum Glück vorbei. Es geht ihr wieder gut und wir haben auch wieder zusammen gefunden. Wir machen wieder etwas zu zweit und können miteinander lachen und Spaß haben. Auch sexuell ist es zum Glück wieder in Ordnung.

      Am Wochenende meinte sie zu mir, sie möchte wieder versuchen schwanger zu werden. Doch ich kann das nicht. Ich möchte nichts mehr von Schwangerschaft, Baby, Kinder oder sonstiges was Familienplanung angeht hören. Ich habe ihr gesagt ich möchte zur Zeit kein Baby. Die Ereignisse des letzten Jahres waren so schlimm, das ertrage ich kein weiteres Mal.

      Das versteht sie nicht. Sie sagt es muss nicht wieder schief gehen, ihre Frauenärztin hat gesagt das passiert vielen Frauen. Doch ich möchte es einfach nicht. Vielleicht in 1 oder 2 Jahren wieder. Doch jetzt müssen wir erst auf unsere Beziehung aufpassen und sie pflegen. Sie ist seitdem komplett enttäuscht und abweisend. Sie sagt das kann ich nicht machen, ich wollte auch ein Kind und es ist unfair meine Meinung jetzt zu ändern. Was ist daran unfair? Sie scheint zu vergessen haben durch was wir beide!!! gegangen sind. Auch wenn nur sie sich als die Leidtragende sieht. Wir hatten dann gestern einen fiesen Streit und sie ist zu ihrer Mutter gegangen. Da sie mich zur Zeit nicht um sich herum tragen kann. Fein! Wir stecken also fest. Ich habe nicht vor mich zu einer Schwangerschaft erpressen zu lassen. Man könnte meinen sie hat Torschlusspanik dabei ist sie erst 29 und hat noch 10 Jahre Zeit schwanger zu werden. Was ist nur los mit ihr? Was kann ich tun damit sie wieder zur Vernunft kommt und merkt, dass es zur Zeit einfach nicht gut wäre. Und eine Pause vom Kinderwunsch ganz gut wäre? Damit sie nicht so irrational denkt.

      • (2) 23.01.17 - 14:02

        Hallo!

        Eine sehr schwiege Situation, in der ihr da steckt. Ich kann euch beide gut verstehen.. dich mit deinen rationalen Gedanken und sie mit ihrem verzweifelten Kinderwunsch.
        Aber euch gegenseitig verstehen, das ist euch momentan wahrscheinlich so gut wie unmöglich.

        Ich denke, ihr braucht einen neutralen Dritten. Sucht euch am Besten einen (Paar-)Therapeuten, der auf Trauerarbeit spezialisiert ist.

        Alles Gute!
        LG Claudi

        (3) 23.01.17 - 14:16

        Hallo!

        Ich wäre auch für eine Paartherapie.

        Das würde Deiner Freundin helfen, mit der Trauer wirklich fertig zu werden, statt nur schnell ein Ersatz-Baby hinterher zu schieben und die Trauer so zu überdecken. Und Dir würde es helfen, sie besser zu verstehen, denn ja, die Babys haben gelebt, auch wenn ihr Bauch noch flach war, und es gab einen direkten Kontakt zwischen Mutter und Kind. 10. und 11. Woche ist auch nicht mehr sooo früh, das ist schon heftig.

        Ich kann verstehen, dass Du Angst hast, dass es wieder so wird, aber auch Deine Freundin kann ich gut verstehen, auch wenn es trotzdem besser wäre, wenn sie ihre Trauer wirklich verarbeitet.

        (4) 23.01.17 - 14:21

        Soll ich ehrlich sein? Trenn dich von ihr! Ich kann verstehen, dass sie traurig ist, weil sie die Babys verloren hat, aber die Dinge die sie dir an den Kopf geworfen hat, gehen für mich garnicht. Ich finde schon, dass man trotz Trauer auch die Grenzen des anderen respektieren muss und das tut sie meiner Meinung nach nicht. Sie geht zu ihrer Mutter, um bei dir Druck aufzubauen.

        Keine gute Voraussetzung für eine zukünftige Elternschaft!

        • (5) 23.01.17 - 14:33

          Tut mir leid, das sehe ich ganz anders: es ist einfach hoch emotional, was beide durchlebt haben. Jeder ist an einer Lödung interessiert - nur dass die Wege unterschiedlich sind.

          Schaffen es beide, sich wieder anzunähern und ein gegenseitiges Verständnis wachsen zu lassen, haben Sie eine noch intensivere Basis für ihre Partnerschaft. Warum dem nicht eine Chance geben??

      (6) 23.01.17 - 14:30

      Ich kann Euch beide gut verstehen
      Sie hat 2 mal einen immensen Verlust erlitten, wo Du rational gesehen hast"kommt vor in Mutter Natur" und Du eher unter ihr littest als unter den Verlusten. Du bist da ganz Mann
      Männer verkraften es anders.

      Frauen leiden extrem, sie haben psychisch und physisch den Verlust eines Babys in ihren Augen durchgemacht und da will keine Frau hören: du warst flach wie ein Brett, wo bitte war da ein Baby

      Das ist extrem unsensibel von Dir und mit 29 hat sie Recht, ab 35 sinkt die Fruchtbarkeit, warum also soll sie 10 Jahre warten, wenn sie eigentlich bereits gerne Mutter wäre!!

      Das muss ich Dir hoffentlich nicht erklären.

      Was ich verstehe, dass Du bei einer möglichen Fehlgeburt keine Lust auf das "Drama danach" hast, was unweigerlich folgen täte.

      Ganz genau aber kann es gut gehen und das Baby gesund geboren werden.

      Deine Freundin ist a) im richtigen Alter b) hat sie 2 Verluste erlitten, die Du als Mann (zum Glück) nicht nachempfinden kannst c) solltest Du mehr Herz zeigen, denn diese beiden Föten wären normal Deine Kinder geworden d) bist Du nicht bereit und willst, dass sie locker noch 10 Jahre wartet (wieso?)

      Im Alter steigt zumal das Risiko f. Fehlgeburten und Behinderungen.

      Die beste Lösung wäre, Ihr lasst es sacken, gebt Euch eine Auszeit vom KiWu und probiert es dann nochmal.

    • Hey,

      ....ich hatte auch zwei Fehlgeburten!
      Ich kann dir nur sagen, es ist das schlimmste was einer Frau passieren kann.
      Man fühlt sich als Versagerin.
      Man spürt die Schwangerschaft auch wenns noch so klein ist.
      Ich weiss ein Mann kann sich da nicht so hereinfühlen. Da mach ich dir auch keinen Vorwurf.
      Ich kann dir nur sagen, mein exfreund wollte keine Kinder mehr nach der ersten Fehlgeburt und die Beziehung ist daran zerbrochen!

      Mein jetziger Partner (2te.fehlgeburt) und ich haben es danach direkt wieder probiert und beim dritten Anlauf hat es geklappt.

      Ich hab nach der ersten Fehlgeburt sehr lange gebraucht, um mit dem Verlust zurecht zu kommen. Die depressive Phase hat über ein Jahr angedauert!

      Du möchtest doch Kinder oder?
      Und du möchtest es nicht versuchen weil du euch schützen möchtest, falls es wieder schief geht, richtig?

      Wie wäre es wenn ihr erstmal Ursachen Forschung betreibt?
      Ihr könntet euch eine Überweisung zur humangenetischen Beratung geben lassen. Da war ich nach meinen Fehlgeburten.
      Es wird euch Blut abgenommen und alles durchgecheckt. Es gibt ein langes Gespräch....
      Deine Freundin soll ihre Schilddrüse und Vitamine im Blut untersuchen lassen. (Das war bei mir der Grund für die Fehlgeburten).
      Das ganze dauert, alleine bis die Ergebnisse der Humangenetik da waren, 10 Wochen.

      So hättest du noch etwas Pause aber deine Freundin würde sehen, dass du dich interessierst und das Thema nicht beerdigst.
      Und du bekommst vielleicht mehr Sicherheit, dass es beim nächsten mal gut gehen kann.

      Wurde deine Freundin ausgeschabt?
      Auch in Der schwangerschaftswoche, findet eigentlich eine Sammelbestattung vom Krankenhaus statt.
      Das hat mir sehr geholfen um die Verluste zu verarbeiten.
      Trotzallem hab ich mir psychotherapeutische Hilfe gesucht, was wirklich sehr hilfreich war.

      Ich verstehe das du dich nicht zwingen lassen möchtest, zu einer erneuten Schwangerschaft, und ich denke du hast genauso Angst, wie sie auch....
      Aber ich denke wenn du dabei bleibst, und den Kinderwunsch Jahre zurück stellen willst, dann wird eure Beziehung das vielleicht nicht überleben.

      Mir geht es erst wirklich gut, seit ich mein Baby im Arm halten kann....

      Ich wünsche euch trotzdem alles gute und hoffe ihr bekommt eure Krise in den Griff.

      (8) 23.01.17 - 15:26

      Hallo,
      Ich kann nachvollziehen dass das schwer für dich ist.
      Sicher wäre es besser, ihr macht erst mal Pause damit sie die Fehlgeburten verarbeitet.
      Außerdem finde ich schon, dass nach zwei FG die Gefahr erhöht ist, dass es nochmal passiert.

      Da würde ich auch nicht einfach weiter probieren, nach dem Motto, wird schon gut gehen beim dritten Mal. Ich finde den Frauenarzt da nicht sehr professionell.
      Da deine Freundin zweimal zum gleichen Zeitpunkt der Schwangerschaft die Fehlgeburt hatte, könnte es sein dass da etwas nicht stimmt?
      Vielleicht bildet sich die Plazenta nicht richtig aus, da würde ich den Frauenarzt schon fragen was an Untersuchungen möglich ist .
      Eure Beziehung ist im Moment nicht besonders stabil und harmonisch schon mal gar nicht.
      Daher ist es verständlich dass du jetzt kein Kind willst wo die Beziehung im der Krise steckt.

      Es wäre auch unvernünftig.

      Sag ihr das doch dass du zuerst die Beziehung stabilisieren möchtest und dazu muss sie auch bereit sein auf dich zuzugehen.
      Sicher leidet sie, aber sie erwartet nur Verständnis für dich.

      Auch sie sollte in der Lage sein sich in dich rein zu versetzen und nicht beleidigt reagieren nur wril du ehrlich und vernünftig bist.

      Einfach auf stur schalten und auf ihrem Kinderwunsch zu bestehen hat was von Erpressung.

      Außerdem solltest du für dich überlegen ob du mit einer Frau die sich so sehr auf den Kinderwunsch fixiert und nur noch ans schwanger werden denkt, eine Beziehung führen möchtest. ...ich finde das nicht normal wie sie sich verhält. ..braucht sie dich nur als Samenspender oder hat sie auch Interesse an dir als Menschen?

      Wenn sie nicht bereut ist ein oder zwei Jahre zu warten, dann war die Beziehung eh zum Scheitern verurteilt.

      Es ist ja nucht so dass du gar nicht mehr willst dondern nur eine längere Pause machen.
      Sie sollte in der Lage sein dir da entgegen zu kommen auch im Hinblick darauf dass es sicher sinnvoll ist erst mal Ursachen Forschung zu betreiben.

    (10) 23.01.17 - 15:43

    Ich kann auch euch beide verstehen. Für Männer ist das Baby meist erst real, wenn es im

    Kreissaal das Licht der Welt erblickt. Eine Frau spürt die grosse Veränderung, die der Körper durchmacht und hat einen völlig anderen Bezug dazu.

    Fehlgeburten in den ersten 12 Wochen sind schon recht häufig. Allerdings würde ich deiner Freundin empfehlen, eine/n auf Kinderwunsch spezialisierte/n Arzt oder Ärztin aufzusuchen.

    Ich habe zwischen zwei Geburten auch zwei Kinder verloren. Meine FA hat auch beruhigt und gemeint, dass sie erst nach der dritten FG genauer hinschaut. Als ich dann zum dritten Mal schwanger war, habe ich sofort Arzt gewechselt, worauf sich herausstellte, dass von einem Hormon zu wenig vorhanden war und ich mit wahrscheinlich auch das dritte Kind verloren hätte.

    Und soviel Zeit hat sie gar nicht mehr. Ab 30 sinkt die Fruchtbarkeit rapide, dafür steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Fehlgeburt und ein behindertes Kind. Ich würde an Eurere Stelle nicht unbedingt mehr Jahre warten.

    Es stimmt schon, es ist der Lauf der Natur. Ich bin zwar nicht in Depressionen versunken, doch ganz einfach wegzustecken ist eine Fehlgeburt trotzdem nicht. Die Angst begleitet einem doch die ganze Schwangerschaft hindurch - ganz zu schweigen von NACH der Geburt ;-)

    lg thyme

    • (11) 23.01.17 - 15:46

      Irgendwie ist ein Teil meiner Antwort verschwunden #gruebel
      Hier ist er:

      Trotzdem ist es nicht in Ordnung, wenn deine Freundin derart trotzig reagiert. Für mich grenzt das schon an Erpressung.

      Sie sollte schon auch ihrerseits versuchen, auch deine Sicht der Dinge zu sehen und deine Gefühle ernstzunehmen. Eltern werden nämlich beide Teile, das betrifft nicht nur die Schwangerschaft.

      lg

(12) 23.01.17 - 19:02

Was für ein Drama. Das wünscht man wirklich niemandem.

Ich kann euch beide verstehen. Jeder leidet eben anders und solche Krisen machen auch deutlich, wie es um eine Beziehung bestellt ist. Manchmal hat es eben auch etwas Gutes neben dem elend.
Denn stell dir vor, ihr hättet ein Kind mit Behinderung oder sonstige dramatische Probleme, die sich eben nicht so einfach lösen lassen oder wo Hoffnung auf ein gutes Ende besteht. Da kann nicht einer hemmungslos die Sau rauslassen, allen Frust und die Trauer rauslassen und erwarten ,dass der andere ausschließlich den Therapeuten spielt. In Krisen sollte man zusammenrücken als Paar und nicht so agieren, wie es deine Freundin tut.

Sie erpresst dich emotional und stellt ihren Kinderwunsch über alles - sogar über eure Beziehung. Und da sehe ich das Problem. Es sieht inzwischen so aus, als gäbe es ohne den Kinderwunsch und die sofortige Umsetzung gar keine stabile Beziehung zwischen euch. Das ist m. E. ein völlig falscher Ansatz. Vielleicht war es von Anfang an so, dass deine Freundin vordringlich jemanden suchte, der leidlich passt und ihr möglichst schnell ihren Wunsch erfüllt, denn ihr wart ja insgesamt sehr schnell mit allem. Wer weiß, was passiert wäre, hättest du gesagt, dass du nicht gleich zustimmst, sondern erst einige Jahre das Zusammenleben erproben und dann er eine Familie gründen möchtest. U. U. hättest du auch ständig Theater gehabt.

Deine Freundin verhält sich - bei allem Verständnis für ihren Schmerz (und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt) - wie eine verzogen Göre. Es sei unfair, dass du Zeit zur Besinnung und für die Stabilisierung eurer Beziehung.......#augen Sie spricht dir DEINE Empfindungen ab und das finde ich übergriffig.

Überlege dir sehr, sehr genau, was du dir mit ihr an Land ziehst für die nächsten Jahrzehnte. Ihr seid erst 3 Jahre zusammen. Da ist mal gerade erst die rosarote Hochphase der wirklichen Kennenlernen vorbei. Und manchmal lernt man nach der Zeit die Macken des anderen kennen und stellt fest, dass man damit nicht dauerhaft leben will. Wenn ihr erst ein Kind habt, dann hast du womöglich in 2 Jahren das Theater von vorne, weil sie dann unbedingt ein 2. Will usw..usw.

  • (13) 23.01.17 - 19:27

    Ich möchte nicht unfair sein und sie jetzt wegen dieser für sie schlimmen Ausnahmesituationen verlassen. Jedem geht es manchmal schlecht und eigentlich ist sie niemand die so verbissen nur ihre eigenen Wünsche sieht. Es schon sehr neu für mich, dass sie so besessen von etwas ist wie von diesem Kinderwunsch. Doch meine Entscheidung steht fest. Ich werde mindestens 1 Jahr lang verhüten, denn ich möchte dass wir beide zur Ruhe kommen und unser Leben und unsere Beziehung genießen. Und wenn dann die Zeit hoffentlich alle Wunden geheilt hat, können wir einen Neustart des Kinderwunsches angehen.

    • (14) 23.01.17 - 19:54

      Vernünftige Einstellung.............

      (15) 23.01.17 - 21:29

      Ich muss auch ganz ehrlich sagen:

      naja, wenn ich jetzt schon so Probleme habt, ohne Kind(er).

      Wie ist es dann mit Kind(er)????

      Ich meine, das Leben mit Kind wird nicht einfacher!! ganz im Gegenteil, da sollte die Beziehung schon sehr gefestigt sein.

      Gut dass du verhüten willst, ist auf jedenfall richtig. Wäre neugierig wie deine Freundin darauf reagiert!

      LG Kelly

      (16) 23.01.17 - 21:51

      Rechne damit, dass sie sich von Dir im Stich gelassen fühlen wird. Vielleicht "löst" sich das Problem, indem sie die Beziehung beendet.

      Wenn Du sie unterstützen und ihr nicht einfach vor den Latz knallen willst, dass Du das nächste Jahr nur mit Kondom willst (achte dann aber gut auf die Kondome, nicht, dass die Mäuse drangehen), dann bitte sie, zusammen mit Dir weitere Schritte zur Diagnostik zu unternehmen. Und dann kannst Du ja auch gut argumentieren, dass Ihr erstmal gemeinsam gucken müsst, woran ihre FG liegen könnten, bevor ihr das Risiko einer weiteren FG eingeht. Und dass ihr so lange eben verhüten solltet. Um sie zu schützen, um Dich zu schützen, um Eure Beziehung zu schützen.

      Ich hab übrigens auch schwer daran zu knabbern gehabt, dass mein Partner nach meiner FG nicht getrauert hat. Zumindest hat er für mich nicht erkennbar Trauer gezeigt, er hat sich vielmehr ähnlich sachlich geäußert, wie Du. Zusätzlich zu meinem Schmerz hab ich mich noch furchtbar allein gelassen gefühlt. Ich war der einzige Mensch, der unsere Tochter "kannte", und ich war auch die einzige, die sie vermisst hat. Und ich hab mich an die Trauer geklammert, weil sie das einzige war, was mir von meiner wunderbaren Tochter geblieben ist. Ich denke, Deine Freundin sollte sich Unterstützung von neutraler Seite suchen. Das kann ein Therapeut sein, aber auch ein Pfarrer/eine Pfarrerin. Oder Du schlägst vor, mal eine Trauergruppe zu besuchen. Die gibt es auch für Eltern von Sternenkindern. Ich denke, Ihr könntet beide vom Austausch profitieren.

      (17) 24.01.17 - 07:51

      Ja. Über Deine Leiche hinweg bringt nichts. Du hast das Recht nicht zu wollen und selbst!!! zu verhüten.

      Hoffe sie verweigert sich dann nicht, das wäre Erpressung step 2

      Da müsste die Beziehung in Frage gestellt werden, denn in späteren Jahren würde sich das irgendwo/irgendwann fortsetzen.

(18) 23.01.17 - 19:35

Hallo

Mit dem Brett, dass Deine Freundin derzeit vorm Kopf vor sich her trägt, würde ich mich konsequent weigern als Samenspender her zu halten.

Lass sie sich zwingend runterkühlen - ich würde da dann lieber einen Bruch der Beziehung in Kauf nehmen, als mich zur Elternschaft zwingen zu lassen.

Du selber solltest schauen, ob es nicht besser ist die Zeit für Dich arbeiten zu lassen.

(19) 24.01.17 - 08:02

guten morgen,

ich selber hatte drei Fehlgeburten.
es war für uns beide eine schwere zeit weil wir uns so sehr ein baby gewünscht haben.

es nicht mehr zu versuchen erstmal wäre das schlimmste gewesen was mein mann mir hätte sagen können.

wenn der kinderwunsch so gross ist, kann sie keine pause ertragen.

möchtest du denn grundsätzlich ein kind? oder nur ihr zu liebe? es klingt für mich so, dass du nicht so überzeugt wie sie davon bist.

nach der zweiten ging bei uns der untersuchungsmarathon los. damit könntest du dir eine pause verschaffen.

wir haben es einfach weiter versucht aber ohne Eisprung zu bestimmen etc.

ich hoffe, ihr könnt eine lösung finden...

(20) 24.01.17 - 08:54
dlsjtfopweinvoöd

Hallo,
ich hatte selber zwei Fehlgeburten, einmal in der 14. Woche und einmal in der 8. Woche.

Klar, am Anfang war der Schmerz da, aber ich sehe so etwas auch eher rational. Unsere Kinder "müssen irgendwas gehabt haben", sonst hätte Mutter Natur den Abbruch nicht herbeigeführt.

Mittlerweile haben wir 2 gesunde Söhne, die Schwangerschaften waren ohne Komplikationen (und ohne Bauchzuwachs und den Purzelbäumen hätte ich nicht gedacht, schwanger zu sein).

Vielleicht solltet ihr gemeinsam die Erlebnisse des letzten Jahres aufarbeiten, ggf. mit Hilfe eines Therapeuten. Ich persönlich finde weder Dein noch das Verhalten Deiner Freundin normal.

Kann euer Problem total verstehen!
Ich wurde mit 22 nach 5Jahren Beziehung ungeplant schwanger - wir freuten uns total, mein Freund machte mir einen Antrag und wir suchten eine gemeinsame Wohnung.

Dann hatte ich eine FG.

Was sagte mein Freund: Sehr traurig zwar aber jetzt brauchen wir erstmal nicht heiraten und ich will in meiner kleinen Wohnung auch lieber alleine wohnen bleiben (aus finanziellen Gründen). Es reicht ja wenn wir in ein paar Jahren erst Kinder bekommen! Davor können wir zu zweit das Leben genießen und uns was aufbauen.

Ich war geschockt. Hatte alles verloren was grade noch zum greifen nah schien.
Ich wurde depressiv. Mein Kinderwunsch war riesig. Ich habe alle Schwangeren beneidet und mir nichts mehr als eine " Veehütungspanne" gewünscht.

Bei jeder Schwangerschaft im Bekanntenkreis hab ich geheult.
Trotzdem bin ich bei meinem Freund geblieben.

Aber das wir in dieser Zeit nicht auseinandergegangen sind war wohl eher Zufall (weil eben kein anderer da war).
4Jahre später sind wir dann in unsere eigene Wohnung gezogen, ein Jahr später geheiratet und ein Jahr später haben wir unser Wunschkind bekommen. (Nachdem ich da auch gesagt habe in max. einem Jahr werden wir es drauf ankommen lassen! - Sonst hätte er noch länger gewartet!)

Jetzt bekommen wir unser zweites Kind und unser Familienleben ist soweit harmonisch und finanziell abgesichert. Er ist ein besserer Partner und Vater als ich mich je erträumt habe. Vielleicht hätte es früher nicht so gut geklappt?
Trotzdem konnte ich ihm seinen Rückzieher sehr lange nicht verzeihen weil ich mich mit meinen Wünschen total im Stich gelassen fühlte.
Dadurch dass ich meinen starken Kinderwunsch jahrelang aufschieben musste war ich auch wie besessen und wollte um jeden Preis sofort schwanger werden. Das hat meinem.Mann auch keinen Spaß gemacht und die KIWU Zeit ziemlich versaut.

Mein Rat:

Redet und findet einen Kompromiss! Vielleicht kannst du es ihr erklären, dass es dich sehr mitgenommen hat und du auch sie vor weiteren Enttäuschungen erstmal bewahren willst. Vielleicht könnt ihr euch drauf einigen, es z.B. am Jahresende/ab Herbst ect. wieder zu probieren. Und davor z.B. einen schönen Urlaub machen/heiraten, irgendetwas das mit Kind eben nicht mehr so gut geht!
Ich habe meinem Mann damals auch gesagt;: was will er unbedingt noch machen bevor Kinder kommen? Dazu hat er jetzt 1.5Jahre Zeit. Dann will ich ein Kind! (Bei ihm war es z.B. die Route 66 abfahren).
Gib deiner Freundin die Chance auf eine Zukunft mit Kind (in absehbarer Zeit). Sonst wird es wirklich schwer für euch. Sowas kann eine Beziehung jahrelang belasten.

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