Nur wegen der Kinder bleiben?

    • (1) 24.01.17 - 11:02
      theaffair

      Hi,

      mir ist schon klar, was ihr sagen werdet - ich will trotzdem mal die Situation schildern.
      Seit einem knappen halben Jahr habe ich (alleinerziehend, Kinder 8 und 5) eine Affäre mit einem verheirateten Mann - von moralischen Belehrungen bitte ich abzusehen, ist unsere Entscheidung.

      Wir kennen uns schon sehr lange und es hat eigentlich schon immer geknistert. Nun leben wir es eben (im Verborgenen) aus und es ist wunderschön. Zuerst war es eigentlich nur Sex und gute Gespräche - keiner von uns hätte erwartet, dass es sich so entwickelt. Wir sind uns inzwischen wirklich sehr nah.

      Natürlich träume ich inzwischen irgendwie davon, dass er seine Frau verlässt und wir einfach ein Paar werden. Das muss nicht gleich die glückliche Patchwork-Familie werden (er hat auch zwei Kinder), vielleicht überhaupt nie. Aber ich möchte gerne einfach offen mit ihm leben können, ihn nicht mehr vor meinen Kindern verstecken, seine kennenlernen, spontan mit ihm ausgehen und das Haus verlassen können.

      Er sagt selbst, dass seine Beziehung am Ende und er in seiner Ehe nicht mehr glücklich ist. Er bleibt nach eigener Aussage bei seiner Frau wegen der Kinder, und ich denke auch wegen des gemeinsamen Hauses. Ich finde das so traurig.

      Ich wünsche mir - nicht nur für mich, sondern auch für ihn - dass er glücklich ist in seinem Leben und finde die Vorstellung furchtbar, dass er täglich etwas vorspielen muss. Aber ich möchte ihm das nicht sagen, weil ich nicht diejenige sein möchte, die ihn dazu bringt seine Ehe zu beenden. Ich möchte dass er es von selbst tut, weil er selbst glücklich sein möchte - nicht für mich. Ich bin sicher, dass es Wege gäbe, auch nach einer Trennung glücklich mit den Kindern zusammenzuleben. In irgendeiner anderen Konstellation. Ich tue das auch, und meinen Kindern geht es gut.

      Meine Frage ist eigentlich: Ist noch jemand von Euch bei seinem Partner geblieben wegen der Kinder? Wie lebt ihr damit?

      • (2) 24.01.17 - 11:08

        Was glaubst du, wie viele Frauen (Affären) sich diese Sprüche schon haben anhören müssen? Er erzählt dir diese Story um dich warm zu halten. Er hofft, dass du dich mit der Rolle Affäre zufrieden gibst und seine Frau von seinem "Schätzchen" nichts erfährt.

        Wenn die Ehe nichts mehr ist, müsste seine Frau das doch genauso sehen und es könnte ihr egal sein, ob ihr Versorger fremd poppt?

        Und selbst wenn er sie verlässt (oder sie ihn, wenn sie es rauskriegt). Willst du ihn wirklich als Partner? Irgendwann bist du auch langweilig und dann sucht er sich wieder ein neues Betthäschen!

        Im übrigen war ich mal die Geliebte und mein damaliger Partner hat seine Familie für mich verlassen. Er war gerade bei mir eingezogen, als seine Frau anrief um mir triumphfierend mitzuteilen, dass sie schwanger ist. Um es ihr leichter zu machen, ist er natürlich noch weiter mit ihr ins Bett gestiegen :-[ Nun ja, er ist bei mir geblieben, bzw. ich hab ihn trotzdem "behalten", die Beziehung hat aber nicht dauerhaft gehalten...

        LG H. #klee

        • (3) 24.01.17 - 13:29
          Küchenpsychologe

          "Wenn die Ehe nichts mehr ist, müsste seine Frau das doch genauso sehen und es könnte ihr egal sein, ob ihr Versorger fremd poppt?"

          Na diese Sicht der Dinge ist ja mal reichlich unterkomplex.

          Vielleicht könnte es sein, dass Mann und Frau unter den Zuständen unterschiedlichen stark leiden?

          Und vielleicht könnte es auch sein, dass Mann und Frau bei einer Beendigung der Ehe unterschiedliche gute Auswegmöglichkeiten haben?

          Und schließlich könnte es vielleicht auch der Fall sein, dass die Frau, obwohl sie selbst gar nicht mit ihm poppen möchte, trotzdem nicht möchte, dass es eine andere Frau ihrem Versorger besorgt?

      Ich sehe mich in dir wieder ... mit dem Unterschied, dass ich nur ein Kind habe.

      Zwischen dem besagten Mann und mir geht es seit Jahren hin und her ... mal lange Zeit Ruhepause, dann heftiges Ausleben der Bedürfnisse. Nicht nur das, ich bin auch sein offenes Ohr, wenn es mal wieder rappelt im Karton zu Hause.

      Er erzählt auch, dass seine Beziehung oder besser Ehe mit seiner Frau schon lange am Ende wäre und er der Kidner wegen bleibt. Sicherlich auch des Hauses wegen. Dann heisst es, er habe sich immer ein wie mich gewünscht ... #bla#bla#bla
      Seine Frau ist, seiner Aussage nach, eher langweilig im Bett. Da ist keine Spannung mehr, keine Begierde, seit das zweite Kind da ist. Sie hat auch schon gesagt, dass sie froh ist, wenn er endlich ferrtig ist ... #augen

      Er ist wunderschön, sein Körper ist der Hammer ... ein lieber Mensch, 7 Jahre jünger ... gut im Bett. Und ehrlich?!
      Das ist es, worauf ich nun nur noch zähle!

      Wenn es mit den Gefühlen wieder zu doll wird, schränke ich den Kontakt ein. Denke aber, dass ich die Kurve nun bekommen habe.
      Ansonsten nutze ich, was ich brauche. Klingt vielleicht gemein, aber hey, anders behandelt er mich doch auch nicht.

      Man steckt leider nie drin, aber erfahrungsgemäß endet es für Affären NIE gut #cool

    • >> dass er glücklich ist in seinem Leben und finde die Vorstellung furchtbar, dass er täglich etwas vorspielen muss. <<

      Das erzählt er DIR vielleicht, denn sich will er ja auch bei der Stange halten.

      Das gemeinsame Leben mit ihm wird es nie geben, denn er fühlt sich in seiner Ehe wohl, ansonsten würde er diese wahrscheinlich beenden. Du hilfst ihm dabei, seine Ehe zu erhalten, denn bei dir bekommt er das, was er in seiner Ehe vermisst und zwar ohne, dass er selbige dafür hinschmeißen muss.

      Eine Beziehung mit ihm wäre für dich nie wirklich erfüllend und entspannend, weil du nie sicher sein könntest, dass du nicht irgendwann die Betrogene bist. Das Gras ist woanders immer grüner und der Alltag wäre mit diesem Mann irgendwann genauso grau wie mit jedem anderen auch.

      Meine Freundin hat seit fast 20 Jahren eine Affaire. Er sagte damals auch, er kann nicht gehen wegen seinem Sohn.
      Dieser ist jetzt längst erwachsen, aber er ist immer noch bei seiner Frau.

      • (7) 24.01.17 - 14:34

        Seit 20 Jahren????#schock#schock
        Kann man wirklich 20 Jahre eine "verborgene Beziehung" führen und leben,... boah DAS find ich ja nun wirklich heftig - wie hält man das denn so lange aus? egal ob als Geliebte, als Mann oder als Ehefrau...#kratz

    (8) 24.01.17 - 11:44

    <<<<
    Er sagt selbst, dass seine Beziehung am Ende und er in seiner Ehe nicht mehr glücklich ist. Er bleibt nach eigener Aussage bei seiner Frau wegen der Kinder, und ich denke auch wegen des gemeinsamen Hauses. Ich finde das so traurig.<<

    Der Klassiker und meistens stimmt das nicht.
    Denk doch mal nach.
    In langjährigen Ehen kehren neue Besen immer gut.

    Außerdem neigen Ehemänner dazu , ihre Ehe doch etwas schlechter darzustellen.
    Das kommt gut bei der Geliebten.Sieht man ja auch an dir.

    Einmal ist es ( in meinem Umfeld ) für die Geliebte gut ausgegangen.
    Die Ehefrau hat sich glücklicherweise ( PC machte es möglich ) einen anderen Partner gesucht und ihren seit Jahren untreuen Gatten verlassen.Trotz Kindern und Haus.

    Erstaunlicherweise ist der Fremdgänger doch sehr ausgeflippt.
    Die Geliebte darf heute noch die Scherben mit auf kehren.Psychisch und finanziell.

    L.G.

    Ich kenne 2 Paare, die noch viele Jahre lang "der Kinder zuliebe" zusammen geblieben sind. Von solch einer konstruierten heilen Welt halte ich persönlich nichts.
    In eurem Fall denke ich nur daran, wieviele Männer der Geliebten vorgeben, die Ehe sei zerrüttet und eigentlich würde man nur noch so nebeneinander her leben und in Wirklichkeit fährt der Bursche hübsch zweigleisig und freut sich über seine schöne Ehefrau und die nette Geliebte.
    Muß bei euch natürlich so nicht sein, ist aber auch nicht ganz unwahrscheinlich.
    Mal abgesehen davon, selbst wenn ihr auch offiziell ein Parr werdet und er sich scheiden läßt: ich an Deiner Stelle hätte bei solch einem Mann immer (!!!) im Hinterkopf, dass er kein Problem damit hat, trotz Heirat und Kindern problemlos fremdzugehen und das nicht nur mal für ne Nacht, sondern eine richtige Parallel-Beziehung zu führen.
    Und wer sowas einmal macht, der macht das auch ein zweites mal.
    Hmmm... nee, das wäre so gar nichts für mich.
    Alles Gute für Dich!

    (10) 24.01.17 - 11:57

    "Er sagt selbst, dass seine Beziehung am Ende und er in seiner Ehe nicht mehr glücklich ist. Er bleibt nach eigener Aussage bei seiner Frau wegen der Kinder, und ich denke auch wegen des gemeinsamen Hauses. Ich finde das so traurig."..

    Ja der arme Mann, ich bin grad auch ganz traurig. Muss ja grauenhaft zuhause ein nur leider kann er die alte Hexe von Frau nicht einfach verlassen wegen der Kinder..#schmoll

    Zumindest gönnt er sich ein bisschen Spass nebenher- sein gutes Recht, er ist ja nicht mehr glücklich.

    • (11) 24.01.17 - 13:32

      "Muss ja grauenhaft zuhause ein nur leider kann er die alte Hexe von Frau nicht einfach verlassen wegen der Kinder."

      Ach so, und wenn Dein Mann unglücklich wäre und gehen wollte, dann dürfte er Eure Kinder mitnehmen oder wie?

      • (12) 24.01.17 - 19:48

        Mein Mann sieht unseren Sohn Werktags überhaupt nicht. Er ist drei Jahre alt und schläft längst wenn er von der Arbeit kommt. Wenn er mir erzählen würde er bleibt wegen unserem Sohn bei mir müsste ich erstmal lachen..

        Mit unserem Sohn würde er vermutlich mehr Zeit verbringen wenn wir uns trennen, dann wäre der Junge bestimmt jedes zweite Wochenende bei ihm. So sieht er seinen Sohn zwar jedes Wochenende- aber ich bin die Hauptbezugsperson und auch am Wochenende mehr mit dem Kind beschäftigt als er.

        Also nein, er würde den Jungen nicht mitnehmen, dass lässt sein Arbeitspensum nicht zu.

        Eine Trennung ist nie schön- für die Kinder nicht, für den Mann nicht und für die Mutter die sich als Alleinerziehende um die Kinder kümmert schon mal gar nicht.

        Aber das rechtfertigt doch nicht sich so feige aus der Ehe zu verabschieden ohne dem Partner Bescheid zu sagen. Ich finde das ist an Respektlosigkeit und Feigheit kaum zu überbieten.

        Wenn mein Mann mich nicht mehr liebt soll mehr mir das sagen und sich von mir trennen, dass wäre er mir schuldig. Für die Kinder findet man dann schon eine vernünftige Lösung.

        • (13) 24.01.17 - 22:13

          "Aber das rechtfertigt doch nicht sich so feige aus der Ehe zu verabschieden ohne dem Partner Bescheid zu sagen. Ich finde das ist an Respektlosigkeit und Feigheit kaum zu überbieten."

          Was weißt Du denn, was dort beim Fremdgeher vorgefallen ist? Was er getan hat, was die Frau? Wie oft er Bescheid gesagt hat, was er versucht hat, bevor er sich aus der Ehe innerlich verabschiedet und die Affäre begonnen hat? Du weißt so viel wie ich: nichts, niente, nada.

          Und trotzdem leitest Du allein aus der Tatsache, dass er fremdgeht, aber zugleich seine Kinder nicht verlassen möchte, ab, dass er ein respektloser Feigling ist. Ist das nicht ziemlich anmaßend?

      (14) 24.01.17 - 20:11

      Ich war zwar nicht gemeint , aber:

      Wenn mein Mann kreuzunglücklich mit mir ist, dann erwarte ich von ihm , dass er ehrlich ist, das mit mir bespricht und wir dann gemeinsam eine Lösung für die Kinder finden.

      Es gibt doch nicht nur "Frau nimmt Kinder mit" oder "Mann nimmt Kinder mit" .

      Es gibt zB das Wechselmodell oder "offenen Umgang" , und aus der Welt ist der andere Elternteil auch nicht.

      Ich würde es fürchterlich finden , wenn mein Partner meint, mir gegenüber nicht offen sein zu können , weil er Angst hätte , dass ich ihm die Kinder vorenthalten würde - schrecklich wäre das.

      Auch Frauen können den Umgang nach einer Trennung nicht einfach mal eben so unterbinden....

      Lulu

      • (15) 24.01.17 - 21:53

        "Es gibt doch nicht nur "Frau nimmt Kinder mit" oder "Mann nimmt Kinder mit" ."

        Aber ganz im Ernst: Welcher Fall ist denn die Regel?

        "Es gibt zB das Wechselmodell oder "offenen Umgang" , und aus der Welt ist der andere Elternteil auch nicht."

        Wenn man am selben Ort wohnen bleibt nicht, aber das muss ja nicht der Fall sein. Am Wochenende kann man manchmal die Elternteile im Zug treffen, die Kinder quer durchs Land kutschieren...

        "Ich würde es fürchterlich finden , wenn mein Partner meint, mir gegenüber nicht offen sein zu können , weil er Angst hätte , dass ich ihm die Kinder vorenthalten würde - schrecklich wäre das."

        Es muss ja gar nicht die Partnerin sein, die einem die Kinder vorenthält, es können auch die praktischen Umstände sein, s.o. So oder so ist der Trennungsbedarf vermutlich nicht so sehr bei den "guten" Partnern gegeben, die diesen Gedanken fürchterlich finden, sondern gerade bei "schlechten".

        "Auch Frauen können den Umgang nach einer Trennung nicht einfach mal eben so unterbinden...."

        Nee, können sie de jure nicht, de facto können sie es dem Wochenendelternteil aber sicher sehr schwer machen und wenn sie link sind, auch fast unmöglich.

        Was mich einfach aufregt, ist diese Nonchalance vieler Urbiafrauen, die diese Begründung, Männer würden sich nur wegen der Kinder nicht trennen, ohne Kenntnis der jeweiligen Umstände ins Lächerliche ziehen.

        Wenn die große Mehrheit der Kinder nach der Trennung bei der Mutter bleibt, dann bedeutet eine Trennung von der Frau für den Mann mit großer Wahrscheinlichkeit auch eine Trennung von den Kindern.

        Und dann stelle ich mir schon mal die Frage, ob die Frauen, die sich hier so echauffieren, sich im umgekehrten Fall denn auch so einfach von den Männern trennen würden, wenn dies bedeuten würde, die Kinder oft nur noch für eine Übernachtung in der Woche und alle 14 Tage am Wochenende zu sehen...

        • (16) 25.01.17 - 11:55

          Sorry- aber wenn man so denkt- warum bekommt dann mit so einem Partner ein- oder mehrere Kinder?

          Ich habe doch nicht eine derart schlechte Meinung von einem Menschen und produziere munter fröhlich weiteren Nachwuchs?

          Das kippt doch in einer langjährigen Beziehung nicht ganz plötzlich von

          "der Mensch mit dem ich eine Familie gründe und Kinder in die Welt setze" zu

          "kaltblütiges Egomonster die mir den Umgang erschweren wird.."

          Ich finde diese Art der Argumentation fürchterlich.

          Entweder wird eine Beziehung schlechter, es entpuppt sich mein Partner als Arschlo*h, dann poppe ich nicht mehr mit ihm und bekomme nicht auch noch Nachwuchs.

          Oder er ist okay- dann wird dieser Partner entweder eine normale Beziehung mit dir führen oder sich im Zuge einer Trennung eine für alle gut machbare Lösung finden.

          Kinder sollten nie mit der Bürde leben müssen, der Ehekitt zu sein.

          Kinder spüren sowas und wachsen in einem schei* Klima auf....entwickeln Schuldgefühle usw.

          Kinder sollten niemals zum Spielball werden,wenn die Eltern in ihrer Paarbeziehung versagen.

          Und dass es beknackte Familienrichter gibt die auch heute noch sehr einseitig entscheiden mag ja sein...aber auch das ist besser geworden in den letzren Jahren. Manchmal heißt Lieben uU auch loslassen können.

          Als mein Sohn zu meinem Exmann ziehen wollte,weil er ständig Streit mit meinem Mann hatte, habe ich eingewilligt,denn es war oder wäre in der Situation für meinen Sohn das beste gewesen.

          Das eigene Ego muss dann eben zurückstecken- auch wenn es schwerfällt.
          Ein Kind lässt sich nunmal nicht teilen.

          Im Endeffekt hat uns eine Familienthetapie geholfen und er blieb- aber ich hätte mein Kind doch niemals unter Druck gesetzt!

          Eine Trennung ist immer Mist, vor allem wenn Kinder mitspielen.

          Aber die Männer/Frauen die ich kenne,die Affären und Kinder zu Hause haben,die haben eigentlich alle keine schrecklichen Frauen/ Männer, sondern oft mur einennsiven,teilweise ziemlich überforderten Partner,der sich dann auch noch anhören darf,wie zickig,frigide,ätzend er/sie ist,was sie/er für Paranoia hat usw- weil diese Person ganz genau spürt was los ist- der Betrüger aber immer fieser wird wefen dem ganzen Lügenmist- und letztendlich den Stress auch noch selbst und quasi alleine verursacht.

          Manipulativ ohne Ende.
          Die Betrogenen machen sich dann meistens auch noch Vorwürfe ohne Ende.
          Und für die Kinder wirklich da ist der Betrüger im Alltag meistens auch
          nicht...

          Und dann kommt "...aber die Kinder...?"

          Wohl eher die Angst, was eine Trennung wirklich bedeuten würde,vor allem finanziell.

          Jahrelang heißt es
          "..ich wollte eigentlich keine drei Kinder..", jahrelang betrügen und lügen und bei der Trennung auf einmal einen auf fürsorglicher Elternteil machen der ohne die Kinder nicht mehr leben kann?

          Sorry.

          Egal ob Mann oder Frau- aber das passt alles nicht und für mich ist sowas Nonsens.

          Lulu

          • (17) 25.01.17 - 14:01

            "Sorry- aber wenn man so denkt- warum bekommt dann mit so einem Partner ein- oder mehrere Kinder?"

            Im Verlauf einer Partnerschaft können bei Menschen leider die unangenehmsten Eigenschaften hervortreten. Wenn man das immer vorher alles wüsste, gäbe es weniger Trennungen.

            "Das kippt doch in einer langjährigen Beziehung nicht ganz plötzlich von
            "der Mensch mit dem ich eine Familie gründe und Kinder in die Welt setze" zu
            "kaltblütiges Egomonster die mir den Umgang erschweren wird..""

            Nee, aber gerade in Trennungen zeigen sich die schlechten Seiten von Partnern besonders massiv.

            "Kinder sollten nie mit der Bürde leben müssen, der Ehekitt zu sein.
            Kinder spüren sowas und wachsen in einem schei* Klima auf....entwickeln Schuldgefühle usw."

            Fraglos, das sollten sie. Aber zugleich werden trennt man sich (auch aus guten Gründen) wahrscheinlich nicht so schnell wie ohne.

            "Aber die Männer/Frauen die ich kenne,die Affären und Kinder zu Hause haben,die haben

            eigentlich alle keine schrecklichen Frauen/ Männer, sondern oft mur einennsiven,teilweise ziemlich überforderten Partner,der sich dann auch noch anhören darf,wie zickig,frigide,ätzend er/sie ist"

            Seit ich selbst eine solche Partnerin zu Hause tue ich einen Teufel und spekuliere, was in anderen Häusern passiert, wenn die Tür ins Schloss gefallen ist. Meiner Frau würde auch kaum jemand das zutrauen, was sie bisweilen abliefert...

            • (18) 25.01.17 - 14:47

              Rech dich nicht auf... ;-) Manche Menschen können über große Distanzen und durch Wände gucken um ihr qualifiziertes, detailliertes Urteil über intimste Details des systemischen Ehemilieus zu fällen. Mehr noch, viel mehr wissen sie.
              (Ironie Off)
              Sorry, das konnte ich mir nicht verkneifen. Bin deiner Meinung.

              • (19) 25.01.17 - 16:13

                Ich maße mir bestimmt nicht an allwissend zu sein...daher schrieb ich auch

                "....die ich kenne..." - im übrigen ist mir natürlich auch klar, dass hinter verschlossenen Türen und ohne Publikum sonstwas los sein kann....

                Mein Urteil bilde ich mir - wie jeder andere auch- aufgrund dessen, was sich bei mir und mir nahestehenden Menschen abgespielt hat, ganz einfach.

                Mag ja sein , dass da auf einmal hässliche Seiten zum Vorschein kommen....aber doch nicht völlig plötzlich?

                ...das ändert aber nichts daran, dass man sich auch mit diesem Partner besser auseinandersetzen, und der Sache auf den Grund gehen sollte,
                statt jahrelang zu lügen und zu betrügen.

                (Ich spreche natürlich nicht von offenen Beziehungen...)

                Ich kann mit eierlosen Menschen nichts anfangen, die die Schuld für ihr eigenes Fehlverhalten grundsätzlich woanders suchen...

                Und die Kinder dürfen es dann ausbaden.

                Suuuuper.

                Lulu

                • (20) 25.01.17 - 20:47

                  "Ich kann mit eierlosen Menschen nichts anfangen, die die Schuld für ihr eigenes Fehlverhalten grundsätzlich woanders suchen..."

                  Zweifellos ist das die preiswerteste aller Ausreden.

                  Jedoch wissen wir gar nicht, was genau der Lover der TE genau gesagt hat.

                  Es ist ja oft nicht mal so, dass an einem Gespräch aktiv Beteiligte das gleiche Gespräch geführt haben. #rofl
                  Deshalb werde ich mich hüten, jemanden moralisch zu verurteilen, der sich hier nicht mal verteidigen kann. Man kann über seine Motive eben nur spekulieren.

                  Ich sehe es so, dass elementare Konflikte in Beziehungen häufig schon von Anfang an da waren. Dennoch ändern Kinder z.B. die Systemzusammensetzung. Das sind völlig andere Vorbedingungen als die Paarbeziehung an sich. Jobs ändern sich, das soziale Gefüge.... und schwupp... ist die Konstellation im System eine komplett andere.

                  Weiterhin bekommen Paare zwar häufig erst nach einigen Jahren Beziehung Kinder, allerdings fehlt da oft der Erfahrungsraum, wer wirklich zu einem passt. (Fruchtbarkeit ist ja auch determiniert.)
                  Manche bleiben aus Loyalität, andere weil sie auf Sicherheit stehen, wieder andere, weil sie hoffen der andere würde ich ändern etc. pp.

                  Ich will nochmal deutlich machen, dass ich nichts vom Lügen und Betrügen halte.

                  Dennoch sollte man nicht darüber urteilen WARUM jemand sich so entscheidet, ohne ihn angehört zu haben. Manchen Menschen ist es scheißegal, was sie kaputt machen. In anderen Fällen ist es tatsächlich sinnvoll, lieber die Klappe über die eigenen Untaten zu halten.

                  Es ist halt alles nicht schwarz oder weiß sondern sowohl als auch. Hier wird halt gerne mit der Schwarz/Weiß Logik gearbeitet und mich ärgert das. Weil das Ergebnis ja durchaus schwarz oder weiß aussehen kann, das heißt aber nicht, dass die Motive der Betroffenen es auch sind.
                  In aller Regel sind die Menschen doch ganz gut in der Lage zu beurteilen was richtig und was falsch an ihrem Verhalten ist. Dass der Weg dorthin aber fast nie einer dualen Logik folgt, wird von den "Ratgebern" mit der verbalen Axt nie berücksichtigt. Das ist wenig hilfreich.
                  Genug des Sermons
                  Viele Grüße

Der arme Mann ist ja soooo unglücklich......

Das glaubst du doch nicht wirklich, oder?

(22) 24.01.17 - 12:33

Muss gerade etwas lachen...das ist doch der Klassiker, den die Geliebte erzählt bekommt
Kinder und gemeinsames Haus und mit der Frau findet auch kein intimes Verhältnis mehr statt und er ist ja überhaupt der Held, dass er es alles mitmacht.

Der wird sich nie trennen, Du bist die zum Spaß haben und mehr bist Du nicht! Du solltest Dir selber leid tun, dass ER DIR soetwas vorspielt und Du darauf reinfällst.

(23) 24.01.17 - 12:43

Hallo,

wenn er in seiner Ehe nicht mehr glücklich ist, muss er einen Schlußstrich ziehen. Aber ich glaube, daß er Dir die Ehe schlechter darstellt. Welcher Mensch kann in einer schlechte Beziehung jahrelang leben? Schwierig. Und die aufregendste Affäre wird im Alltag auch nicht mehr so aufregend sein.

LG
Yoha

(24) 24.01.17 - 12:43

Du hast nur eine Möglichkeit das herauszufinden:
Du sagst ihm, dass du so nicht weiter leben kannst. Dazu musst du aber bereit sein ihn dadurch zu verlieren.
Er hat alles. Er hat keinen handlungsdruck. Das kann noch Jahre so dahin ziehen. Du kannst da kaum was falsch machen.
Denn irgendwann wird es dich doch schmerzen, z.b. Dass er nie mit euch in den Urlaub fährt etc. pp.
Ich weiß, wie schwer das ist, dennoch solltest du es riskieren. Und je eher, desto besser. Denn dir raubt das ganze auf Dauer Zeit und Lebensqualität.

Es tut mir leid, dass ich dir da keine Schönere Prognose aus der Glaskugel zaubern kann.

Wenn er es nicht ist: Sieh dich nach einem Mann um, der deiner ganzen Familie eine Option gibt. So unvorstellbar dir das jetzt erscheint.

Good luck

  • (25) 24.01.17 - 12:53

    Wie ich oben geschrieben habe geht es mir nicht darum, jetzt und sofort mit ihm in die Patchwork-Familie zu starten. Aber ein etwas unkomplizierteres Miteinander wäre ganz schön. Ich bin in meinem Leben sonst ganz gut gesettelt und brauche weder einen Ernährer noch einen Mann für den Alltag. Als dummes Betthäschen für nebenher fühle ich mich deshalb so gar nicht - ich bekomme auch das, was ich brauche.

    Im Übrigen heult er mir mitnichten von seiner schlecht laufenden Ehe vor. Er erzählt bewusst von sich aus gar nichts von zu Hause. Was ich weiß habe ich auf meine eigenen Nachfragen erfahren.

    Ich weiß für mich, wenn irgendwann ein unverheirateter attraktiver Mann vor mir steht werde ich zugreifen. Aber ich mag meinen Affärenmann einfach supergern und wäre sehr traurig darüber, ihn zu verlieren. Das wird aber passieren, früher oder später, wenn er sich nicht für mich entscheidet. Das ist der Hintergrund meiner Frage.

    Bis dahin genieße ich das Mehr an Lebensqualität, die ich mit ihm habe. Besser als ganz ohne Mann!

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