Nur wegen der Kinder bleiben?

    • (1) 24.01.17 - 11:02
      theaffair

      Hi,

      mir ist schon klar, was ihr sagen werdet - ich will trotzdem mal die Situation schildern.
      Seit einem knappen halben Jahr habe ich (alleinerziehend, Kinder 8 und 5) eine Affäre mit einem verheirateten Mann - von moralischen Belehrungen bitte ich abzusehen, ist unsere Entscheidung.

      Wir kennen uns schon sehr lange und es hat eigentlich schon immer geknistert. Nun leben wir es eben (im Verborgenen) aus und es ist wunderschön. Zuerst war es eigentlich nur Sex und gute Gespräche - keiner von uns hätte erwartet, dass es sich so entwickelt. Wir sind uns inzwischen wirklich sehr nah.

      Natürlich träume ich inzwischen irgendwie davon, dass er seine Frau verlässt und wir einfach ein Paar werden. Das muss nicht gleich die glückliche Patchwork-Familie werden (er hat auch zwei Kinder), vielleicht überhaupt nie. Aber ich möchte gerne einfach offen mit ihm leben können, ihn nicht mehr vor meinen Kindern verstecken, seine kennenlernen, spontan mit ihm ausgehen und das Haus verlassen können.

      Er sagt selbst, dass seine Beziehung am Ende und er in seiner Ehe nicht mehr glücklich ist. Er bleibt nach eigener Aussage bei seiner Frau wegen der Kinder, und ich denke auch wegen des gemeinsamen Hauses. Ich finde das so traurig.

      Ich wünsche mir - nicht nur für mich, sondern auch für ihn - dass er glücklich ist in seinem Leben und finde die Vorstellung furchtbar, dass er täglich etwas vorspielen muss. Aber ich möchte ihm das nicht sagen, weil ich nicht diejenige sein möchte, die ihn dazu bringt seine Ehe zu beenden. Ich möchte dass er es von selbst tut, weil er selbst glücklich sein möchte - nicht für mich. Ich bin sicher, dass es Wege gäbe, auch nach einer Trennung glücklich mit den Kindern zusammenzuleben. In irgendeiner anderen Konstellation. Ich tue das auch, und meinen Kindern geht es gut.

      Meine Frage ist eigentlich: Ist noch jemand von Euch bei seinem Partner geblieben wegen der Kinder? Wie lebt ihr damit?

      • Was glaubst du, wie viele Frauen (Affären) sich diese Sprüche schon haben anhören müssen? Er erzählt dir diese Story um dich warm zu halten. Er hofft, dass du dich mit der Rolle Affäre zufrieden gibst und seine Frau von seinem "Schätzchen" nichts erfährt.

        Wenn die Ehe nichts mehr ist, müsste seine Frau das doch genauso sehen und es könnte ihr egal sein, ob ihr Versorger fremd poppt?

        Und selbst wenn er sie verlässt (oder sie ihn, wenn sie es rauskriegt). Willst du ihn wirklich als Partner? Irgendwann bist du auch langweilig und dann sucht er sich wieder ein neues Betthäschen!

        Im übrigen war ich mal die Geliebte und mein damaliger Partner hat seine Familie für mich verlassen. Er war gerade bei mir eingezogen, als seine Frau anrief um mir triumphfierend mitzuteilen, dass sie schwanger ist. Um es ihr leichter zu machen, ist er natürlich noch weiter mit ihr ins Bett gestiegen :-[ Nun ja, er ist bei mir geblieben, bzw. ich hab ihn trotzdem "behalten", die Beziehung hat aber nicht dauerhaft gehalten...

        LG H. #klee

        • (3) 24.01.17 - 13:29
          Küchenpsychologe

          "Wenn die Ehe nichts mehr ist, müsste seine Frau das doch genauso sehen und es könnte ihr egal sein, ob ihr Versorger fremd poppt?"

          Na diese Sicht der Dinge ist ja mal reichlich unterkomplex.

          Vielleicht könnte es sein, dass Mann und Frau unter den Zuständen unterschiedlichen stark leiden?

          Und vielleicht könnte es auch sein, dass Mann und Frau bei einer Beendigung der Ehe unterschiedliche gute Auswegmöglichkeiten haben?

          Und schließlich könnte es vielleicht auch der Fall sein, dass die Frau, obwohl sie selbst gar nicht mit ihm poppen möchte, trotzdem nicht möchte, dass es eine andere Frau ihrem Versorger besorgt?

      Ich sehe mich in dir wieder ... mit dem Unterschied, dass ich nur ein Kind habe.

      Zwischen dem besagten Mann und mir geht es seit Jahren hin und her ... mal lange Zeit Ruhepause, dann heftiges Ausleben der Bedürfnisse. Nicht nur das, ich bin auch sein offenes Ohr, wenn es mal wieder rappelt im Karton zu Hause.

      Er erzählt auch, dass seine Beziehung oder besser Ehe mit seiner Frau schon lange am Ende wäre und er der Kidner wegen bleibt. Sicherlich auch des Hauses wegen. Dann heisst es, er habe sich immer ein wie mich gewünscht ... #bla#bla#bla
      Seine Frau ist, seiner Aussage nach, eher langweilig im Bett. Da ist keine Spannung mehr, keine Begierde, seit das zweite Kind da ist. Sie hat auch schon gesagt, dass sie froh ist, wenn er endlich ferrtig ist ... #augen

      Er ist wunderschön, sein Körper ist der Hammer ... ein lieber Mensch, 7 Jahre jünger ... gut im Bett. Und ehrlich?!
      Das ist es, worauf ich nun nur noch zähle!

      Wenn es mit den Gefühlen wieder zu doll wird, schränke ich den Kontakt ein. Denke aber, dass ich die Kurve nun bekommen habe.
      Ansonsten nutze ich, was ich brauche. Klingt vielleicht gemein, aber hey, anders behandelt er mich doch auch nicht.

      Man steckt leider nie drin, aber erfahrungsgemäß endet es für Affären NIE gut #cool

    • >> dass er glücklich ist in seinem Leben und finde die Vorstellung furchtbar, dass er täglich etwas vorspielen muss. <<

      Das erzählt er DIR vielleicht, denn sich will er ja auch bei der Stange halten.

      Das gemeinsame Leben mit ihm wird es nie geben, denn er fühlt sich in seiner Ehe wohl, ansonsten würde er diese wahrscheinlich beenden. Du hilfst ihm dabei, seine Ehe zu erhalten, denn bei dir bekommt er das, was er in seiner Ehe vermisst und zwar ohne, dass er selbige dafür hinschmeißen muss.

      Eine Beziehung mit ihm wäre für dich nie wirklich erfüllend und entspannend, weil du nie sicher sein könntest, dass du nicht irgendwann die Betrogene bist. Das Gras ist woanders immer grüner und der Alltag wäre mit diesem Mann irgendwann genauso grau wie mit jedem anderen auch.

      Meine Freundin hat seit fast 20 Jahren eine Affaire. Er sagte damals auch, er kann nicht gehen wegen seinem Sohn.
      Dieser ist jetzt längst erwachsen, aber er ist immer noch bei seiner Frau.

      • (7) 24.01.17 - 14:34

        Seit 20 Jahren????#schock#schock
        Kann man wirklich 20 Jahre eine "verborgene Beziehung" führen und leben,... boah DAS find ich ja nun wirklich heftig - wie hält man das denn so lange aus? egal ob als Geliebte, als Mann oder als Ehefrau...#kratz

    <<<<
    Er sagt selbst, dass seine Beziehung am Ende und er in seiner Ehe nicht mehr glücklich ist. Er bleibt nach eigener Aussage bei seiner Frau wegen der Kinder, und ich denke auch wegen des gemeinsamen Hauses. Ich finde das so traurig.<<

    Der Klassiker und meistens stimmt das nicht.
    Denk doch mal nach.
    In langjährigen Ehen kehren neue Besen immer gut.

    Außerdem neigen Ehemänner dazu , ihre Ehe doch etwas schlechter darzustellen.
    Das kommt gut bei der Geliebten.Sieht man ja auch an dir.

    Einmal ist es ( in meinem Umfeld ) für die Geliebte gut ausgegangen.
    Die Ehefrau hat sich glücklicherweise ( PC machte es möglich ) einen anderen Partner gesucht und ihren seit Jahren untreuen Gatten verlassen.Trotz Kindern und Haus.

    Erstaunlicherweise ist der Fremdgänger doch sehr ausgeflippt.
    Die Geliebte darf heute noch die Scherben mit auf kehren.Psychisch und finanziell.

    L.G.

    Ich kenne 2 Paare, die noch viele Jahre lang "der Kinder zuliebe" zusammen geblieben sind. Von solch einer konstruierten heilen Welt halte ich persönlich nichts.
    In eurem Fall denke ich nur daran, wieviele Männer der Geliebten vorgeben, die Ehe sei zerrüttet und eigentlich würde man nur noch so nebeneinander her leben und in Wirklichkeit fährt der Bursche hübsch zweigleisig und freut sich über seine schöne Ehefrau und die nette Geliebte.
    Muß bei euch natürlich so nicht sein, ist aber auch nicht ganz unwahrscheinlich.
    Mal abgesehen davon, selbst wenn ihr auch offiziell ein Parr werdet und er sich scheiden läßt: ich an Deiner Stelle hätte bei solch einem Mann immer (!!!) im Hinterkopf, dass er kein Problem damit hat, trotz Heirat und Kindern problemlos fremdzugehen und das nicht nur mal für ne Nacht, sondern eine richtige Parallel-Beziehung zu führen.
    Und wer sowas einmal macht, der macht das auch ein zweites mal.
    Hmmm... nee, das wäre so gar nichts für mich.
    Alles Gute für Dich!

    (10) 24.01.17 - 11:57

    "Er sagt selbst, dass seine Beziehung am Ende und er in seiner Ehe nicht mehr glücklich ist. Er bleibt nach eigener Aussage bei seiner Frau wegen der Kinder, und ich denke auch wegen des gemeinsamen Hauses. Ich finde das so traurig."..

    Ja der arme Mann, ich bin grad auch ganz traurig. Muss ja grauenhaft zuhause ein nur leider kann er die alte Hexe von Frau nicht einfach verlassen wegen der Kinder..#schmoll

    Zumindest gönnt er sich ein bisschen Spass nebenher- sein gutes Recht, er ist ja nicht mehr glücklich.

    • (11) 24.01.17 - 13:32

      "Muss ja grauenhaft zuhause ein nur leider kann er die alte Hexe von Frau nicht einfach verlassen wegen der Kinder."

      Ach so, und wenn Dein Mann unglücklich wäre und gehen wollte, dann dürfte er Eure Kinder mitnehmen oder wie?

      • (12) 24.01.17 - 19:48

        Mein Mann sieht unseren Sohn Werktags überhaupt nicht. Er ist drei Jahre alt und schläft längst wenn er von der Arbeit kommt. Wenn er mir erzählen würde er bleibt wegen unserem Sohn bei mir müsste ich erstmal lachen..

        Mit unserem Sohn würde er vermutlich mehr Zeit verbringen wenn wir uns trennen, dann wäre der Junge bestimmt jedes zweite Wochenende bei ihm. So sieht er seinen Sohn zwar jedes Wochenende- aber ich bin die Hauptbezugsperson und auch am Wochenende mehr mit dem Kind beschäftigt als er.

        Also nein, er würde den Jungen nicht mitnehmen, dass lässt sein Arbeitspensum nicht zu.

        Eine Trennung ist nie schön- für die Kinder nicht, für den Mann nicht und für die Mutter die sich als Alleinerziehende um die Kinder kümmert schon mal gar nicht.

        Aber das rechtfertigt doch nicht sich so feige aus der Ehe zu verabschieden ohne dem Partner Bescheid zu sagen. Ich finde das ist an Respektlosigkeit und Feigheit kaum zu überbieten.

        Wenn mein Mann mich nicht mehr liebt soll mehr mir das sagen und sich von mir trennen, dass wäre er mir schuldig. Für die Kinder findet man dann schon eine vernünftige Lösung.

        • (13) 24.01.17 - 22:13

          "Aber das rechtfertigt doch nicht sich so feige aus der Ehe zu verabschieden ohne dem Partner Bescheid zu sagen. Ich finde das ist an Respektlosigkeit und Feigheit kaum zu überbieten."

          Was weißt Du denn, was dort beim Fremdgeher vorgefallen ist? Was er getan hat, was die Frau? Wie oft er Bescheid gesagt hat, was er versucht hat, bevor er sich aus der Ehe innerlich verabschiedet und die Affäre begonnen hat? Du weißt so viel wie ich: nichts, niente, nada.

          Und trotzdem leitest Du allein aus der Tatsache, dass er fremdgeht, aber zugleich seine Kinder nicht verlassen möchte, ab, dass er ein respektloser Feigling ist. Ist das nicht ziemlich anmaßend?

      Ich war zwar nicht gemeint , aber:

      Wenn mein Mann kreuzunglücklich mit mir ist, dann erwarte ich von ihm , dass er ehrlich ist, das mit mir bespricht und wir dann gemeinsam eine Lösung für die Kinder finden.

      Es gibt doch nicht nur "Frau nimmt Kinder mit" oder "Mann nimmt Kinder mit" .

      Es gibt zB das Wechselmodell oder "offenen Umgang" , und aus der Welt ist der andere Elternteil auch nicht.

      Ich würde es fürchterlich finden , wenn mein Partner meint, mir gegenüber nicht offen sein zu können , weil er Angst hätte , dass ich ihm die Kinder vorenthalten würde - schrecklich wäre das.

      Auch Frauen können den Umgang nach einer Trennung nicht einfach mal eben so unterbinden....

      Lulu

      • (15) 24.01.17 - 21:53

        "Es gibt doch nicht nur "Frau nimmt Kinder mit" oder "Mann nimmt Kinder mit" ."

        Aber ganz im Ernst: Welcher Fall ist denn die Regel?

        "Es gibt zB das Wechselmodell oder "offenen Umgang" , und aus der Welt ist der andere Elternteil auch nicht."

        Wenn man am selben Ort wohnen bleibt nicht, aber das muss ja nicht der Fall sein. Am Wochenende kann man manchmal die Elternteile im Zug treffen, die Kinder quer durchs Land kutschieren...

        "Ich würde es fürchterlich finden , wenn mein Partner meint, mir gegenüber nicht offen sein zu können , weil er Angst hätte , dass ich ihm die Kinder vorenthalten würde - schrecklich wäre das."

        Es muss ja gar nicht die Partnerin sein, die einem die Kinder vorenthält, es können auch die praktischen Umstände sein, s.o. So oder so ist der Trennungsbedarf vermutlich nicht so sehr bei den "guten" Partnern gegeben, die diesen Gedanken fürchterlich finden, sondern gerade bei "schlechten".

        "Auch Frauen können den Umgang nach einer Trennung nicht einfach mal eben so unterbinden...."

        Nee, können sie de jure nicht, de facto können sie es dem Wochenendelternteil aber sicher sehr schwer machen und wenn sie link sind, auch fast unmöglich.

        Was mich einfach aufregt, ist diese Nonchalance vieler Urbiafrauen, die diese Begründung, Männer würden sich nur wegen der Kinder nicht trennen, ohne Kenntnis der jeweiligen Umstände ins Lächerliche ziehen.

        Wenn die große Mehrheit der Kinder nach der Trennung bei der Mutter bleibt, dann bedeutet eine Trennung von der Frau für den Mann mit großer Wahrscheinlichkeit auch eine Trennung von den Kindern.

        Und dann stelle ich mir schon mal die Frage, ob die Frauen, die sich hier so echauffieren, sich im umgekehrten Fall denn auch so einfach von den Männern trennen würden, wenn dies bedeuten würde, die Kinder oft nur noch für eine Übernachtung in der Woche und alle 14 Tage am Wochenende zu sehen...

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