Ratlos

    • (1) 24.01.17 - 11:48

      Hallo,

      ich bin neu hier im Forum und ich weiß nicht, ob mein Beitrag in diese Kategorie passt. Falls nicht bitte verschieben. Ich habe schon nach Beiträgen hier gesucht, die meine Situation wiedergeben, aber so wirklich passt nichts.

      Also zu meinem Problem. Im Oktober verbrachte ich eine Nacht mit einer Freundin. Sie ist verheiratet und hat eine Tochter. Es war ein einmaliger Ausrutscher und wir ware uns einig, dass sich das nicht wiederholen wird. Jetzt war es so, dass bei unserem Schäferstündchen das Kondom gerissen ist. Ich bin dann kurzerhand in die nächste Notdienstapotheke gefahren und habe ihr die Pille danach besorgt, die sie noch in meiner Wohnung in meinem Beisein genommen hat.

      Seit damals haben wir uns nicht mehr gesehen. An Silvester erfuhr ich von einer gemeinsamen Freundin, dass sie, also die Frau mit der ich geschlafen habe, schwanger ist. Ich dachte sofort an die Panne, die wir hatten und bekam Muffensausen. Das Ganze hat mich nicht losgelassen und mich ständig verfolgt.Ich habe mich zunächst damit beruhigt, dass sie ja die Pille danach genommen hat. Aber dann las ich, dass diese Pille gar nicht so sicher ist. Ich entschloss mich nach tagelangem hin und her sie anzurufen. Gesagt getan. Ich sagte ihr, dass ich erfahren habe, dass sie schwanger ist, gratulierte ihr dazu und fragte ohne weitere Umschweife, ob es von mir ist. Sie verneinte das und sagte, das sei ausgeschlossen und ich soll mir keine Gedanken machen. Sie bat mich noch, sie nicht wieder anzurufen und das Gespräch war beendet. Ich schrieb ihr noch eine Nachricht, dass sie sich jederzeit bei mir melden kann, wenn irgendetwas sein sollte. Daraufhin blockierte sie mich.

      So richtig beruhigt hat mich das Gespräch nicht. Ich hatte das Gefühl, dass sie nicht ganz aufrichtig war, aber ich konnte nichts weiter machen und hab es so hingenommen. Fünf Tage später, wache ich morgens auf und habe eine Nachricht von ihr, die sie um 3 Uhr morgens geschrieben hat. Sie schrieb mir, dass ich der ERZEUGER des Kindes bin, aber ich soll mir keine Sorgen machen, sie will mich als Vater nicht angeben. Ihr Mann denkt es sei sein Kind und damit sei ich aus der Sache raus. Sie findet es aber fair, mich wenigstens zu informieren.

      Ich war völlig vor den Kopf geschlagen. Vollkommen von der Rolle. Bis dahin hatte ich gehofft, das Kind sei nicht von mir. Ich habe ihr auf diese Nachricht erst mal nicht geantwortet. Ich meine, was schreibt man da? - Danke für die Info- oder was? Ich musste das erst sacken lassen, meine Gedanken sortieren. Am Abend kam eine weitere Nachricht von ihr. Darin schrieb sie, dass das Kind nicht von mir ist. Sie wollte mir nur einen Schrecken einjagen, hat aber gemerkt, dass sie übers Ziel hinausgeschossen ist. In dem Moment war ich so wütend, dass ich sie anrief, aber sie ging nicht ran und hat mich wieder blockiert. Ich kaufe ihr die Sache mit dem Scherz nicht ab. Wer macht denn solche Scherz und steht dafür um 3 Uhr morgens auf? Außerdem ist sie nicht der Typ dafür, solche geschmacklosen Scherze zu machen.

      So jetzt stehe ich hier und seit vierzehn Tagen drehen sich meine Gedanken Karussell. Ich weiß nicht was ich machen soll. Einerseits denke ich, es ist besser es dabei zu belassen und das Kind in einer intakten Familie aufwachsen zu lassen. Andererseits denke ich, dass das MEIN Kind ist! Ich bin und war nie verheiratet und habe auch keine Kinder und wollte auch nie welche, aber wie soll ich denn jetzt weiter mit diesem Wissen leben, dass ich ein Kind habe. Wenn dieses Kind tatsächlich von mir ist, dann will ich es kennenlernen und ihm ein Vater sein. Aber was wäre ich für ein Vater? Einer der nie da ist. Mein leben ist sehr unbeständig. Ich bin beruflich und privat viel unterwegs. Ich will die Ehe dieser Freundin nicht kaputt machen und eigentlich wäre ja niemandem damit geholfen, aber dann denke ich wieder: DAS IST MEIN KIND und ich bin der VATER. Ich kann einfach keinen klaren Gedanken fassen und weil wir einen gemeinsamen Freundes- und Bekanntenkreis haben, kann ich auch mit niemandem darüber reden.

      Bitte entschuldigt etwaige Rechtschreibfehler. Ich schreibe mit dem Smartphone und bin etwas aufgewühlt.

      • (2) 24.01.17 - 11:55

        Da sie verheiratet ist, ist ihr Mann automatisch der rechtliche Vater.
        Wenn du die Vaterschaft mit allen Rechten und Pflichten willst, musst du sie meines Wissens einklagen..

        • Hallo.

          >>> Wenn du die Vaterschaft mit allen Rechten und Pflichten willst, musst du sie meines Wissens einklagen.. <<<

          Das kann er als unehelicher Vater nicht, da in diesem Fall (ehelicher und damit rechtlicher und sozialer Vater in Form des Ehemanns vorhanden) die Familie/Ehe geschützt werden.

          Es gibt in seinem Fall keine rechtliche Grundlage für eine Vaterschaftsanfechtung.

          LG

      Es ist schon komisch, dass sie ihre fruchtbaren Tage hatte und dann das Kondom gerissen ist.
      Zu guten letzt hat auch die Pille danach nicht gewirkt?

      • Ja und wenn ich mir das vor Augen halte, dann denke ich, dass das alles gar nicht sein kann. Ich komme mir vor, wie in nem falschen Film. Und dann denke ich, dass es vielleicht doch ein Scherz von ihr war.

        • Sie braucht ja nur 2 Tage später mit ihrem Mann geschlafen haben.

          Also wenn ich mich überhaupt auf irgendwas einlassen würde, dann wäre ja ein Vaterschaftstest angebracht.
          Überlege gut, ob Du da noch weiter drin rumrühren willst.

          • Ich überlege ja, aber dabei kommt nichts rum.

            Ich weiß auch gar nicht wie weit sie schon schwanger ist. Ich hatte keine Möglichkeit sie danach zu fragen.

            • Ihr Verhalten Dir gegenüber finde ich wirklich unmöglich. Sie bekommt möglicherweise ein Kind von Dir, möchte aber keinen Kontakt und knallt Dir das mit dem Erzeuger mal eben per Textnachricht vor den Koffer.

    Unabhängig von der tatsächlichen Vaterschaft, lass das kind doch bitte in der Familie aufwachsen.

    1. würdest du die Ehe zerstören

    2. würdest du dem Kind eine Familie bieten? Du würdest doch die Frau nicht als Partnerin nehmen.

    Sie würde Alleinerziehend sein mit zwei Kindern. Und hättest du dann deinen Frieden?

    Hallo Anton77,
    weder Sie noch Du wissen doch wirklich wer aktuell der Erzeuger des Kindes ist.
    An Deiner Stelle würde ich mich da jetzt noch nocht so reinsteigern und vor Allem beten mit dieser Frau eben kein Kind zu haben.

    Sie spielt ja jetzt schon mit Dir...war wäre wenn Du wirklich der Erzeuger bist.
    Was Du machen sollst? den Ball flach halten, nicht mit verheirateten Frauen ins Bett steigen und abwarten.

Unabhängig von der Vaterschaft sollte deine Freundin schnellstens zum Frauenarzt und sich beraten lassen, denn ich könnte mir vorstellen, dass diese Pille den Embryo massiv geschädigt haben könnte. Sie sollte sich Gedanken machen und beraten lassen, ob in diesem Fall die Schwangerschaft nicht besser abgebrochen werden sollte.

  • Das würde ich ihr gerne raten, nur leider komme ich nicht an sie ran. Sie hat mich blockiert. Was soll ich denn machen? Ihr auflauern?

    (14) 24.01.17 - 15:51

    Selten so einen massiven Blödsinn auf Basis von gefährlichem Halbwissen gelesen! Die Pille danach wirkt NICHT fruchtschädigend! Sie hat keinen Einfluss auf das Heranwachsen und die Entwicklung des Babys.

    Was du meinen könntest,ist die Abtreibungspille, aber die ist etwas vollkommen anderes und hat mit der Pille danach nichts zu tun!

(15) 24.01.17 - 12:40

Wenn du dem Kind ein guter Vater sein willst, sofern du überhaupt der Vater bist (und das wird sich ohne Vaterschaftstest nicht klären lassen), stell dein Interesse, ihm ein Vater sein zu wollen zurück und belasse es in einer "intakten" Familie.
Du schreibst selbst, du könntest dem Kind kein solides Leben bieten, was also hätte es gewonnen? Eine Mutter, die vermutlich vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens steht, ein Vater, der nie da ist? Tu ihm das nicht an. Das Kind kann ja nun wirklich am wenigsten etwas für die fast schon unglaubwürdige Verkettung von Zufällen.

Was ich machen würde, ist, der Frau eine Nachricht zu schreiben, dass, sollte eines Tages doch deutlich werden, dass du der Erzeuger bist, deine Türen immer offen steht und das Kind dich gerne kennen lernen kann. Ich bin nämlich der Meinung, jeder hat das Recht darauf, seine genetischen Eltern kennenzulernen, wenn er/sie das möchte.

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