Bald Sterilisation und nun Zweifel

    • (1) 29.01.17 - 10:04
      verhütungsfrage

      Hallo zusammen,

      ich frage mal in die Runde ob es jemanden auch so ging.

      Wir haben drei Kinder (9,8,6) und verhüten seit der Kinder mit Kondom .Das ist nervig und unsicher. Wir sind uns einig, dass wir keine Kinder mehr wollen. Ich bin endlich wieder glücklich im Beruf, bin mittlerweile 35 (wollte immer eine "junge" Mutter sein) und dazu noch chronisch krank (MS). Heißt, selbst wenn ich heute noch ein Kind bekommen würde, arbeitet die Zeit gegen mich durch meine Erkrankung. Ob es mir in 10/15 Jahren noch so gut geht wie heute steht in den Sternen.

      Vor ein paar Wochen dachte ich...nun ists passiert. Ich war 4-5 Tage überfällig (sonst immer 28 Tage). Zuerst habe ich wirklich nachgedacht ob ich abtreiben würde. Mir war klar, ich will eigentlich kein Kind mehr, möchte meinen Beruf nicht mehr missen, mir wird es zuviel. Allerdings hätte ich eine Abtreibung nicht mit mir vereinbaren können, sodass ich und mein Mann uns einig waren - wenn es passiert ist, dann bekommen wir das Kind. Zum Glück war es nur ein Verdacht und mein Zyklus hatte sich total verschoben.

      Der Termin der Sterilisation stand schon vorher fest - und nun träume ich ständig komische Sachen (das ich schwanger bin zb). Aber eigentlich steht alles gegen einen Kiwu. Ich finde Babys nicht mehr "putzig" wie früher und möchte es halten ect., ich möchte meine Arbeit nicht aufgeben, ich bin nervlich am Limit und meine MS sitzt mir auch im Kopf, ich wollte nie einen großen Abstand zwischen den Kindern ect....

      Warum also diese komischen Gedanken? Ist das normal weil es eben endgültig ist?

      Für eine andere Verhütung können wir uns nicht entscheiden. Pille, Spirale/Kette stehen nicht zur Debatte. Also entweder Sterilisation oder weiter mit Kondom.

      Kann das jemand nachvollziehen und es ging ihm vor dem endgültigen Schritt genauso??

      Danke fürs lesen!

      • Halli hallo

        Ja mir ging es auch so.

        Ich habe 2 Kinder (fast 2,5 jahre und fast 1 jahr) und bin 29 jahre. Ich habe mir nach der 2.Geburt die Spirale setzen lassen leider ist diese nur verrutscht. Da ich nie mehr ein Baby möchte habe ich mit meinen mann beschlossen das ich mich sterilisieren lasse.

        Die op war am 16.12.16 und ich glaub 4 Wochen vorher hatte ich auch Zweifel. Ich glaube das ist völlig normal. Die Zweifel hielten bei mir aba nur 2 tage an danach waren diese wie weggeblasen.

        Falls du fragen hast kannst du mir gerne schreiben.

        Liebe grüße Franzi mit Vanessa und Viktoria

        • Danke für deine Antwort. Das beruhigt mich. Ich dachte schon, ich spinne.

          Bei uns lässt sich mein Mann sterilisieren. Er hat nächste Woche das Vorgespräch und dann in 2 Wochen den Eingriff.

          Diese ständige Angst, dass das Kondom doch verrutscht ist usw...... ich dachte immer, ich bin froh, wenn er sich dafür entschieden hat. Seit 2-3 Jahren steht im Raum das er es machen lassen würde, wenn wir uns sicher sind. Das sind wir eigentlich seit die Keinste ca 3 Jahre alt ist. Ich habe aber immer gewartet, bis er selbstständig einen Termin macht ohne das ich ihn nerve. Das war mir wichtig.

          Schon komisch, was das Unterbewusstsein so mit uns anstellt....

          Aber es beruhigt mich zu lesen, dass es anderen auch so geht.

          Vielen Dank für deine Antwort

          Liebe Grüße

      Ja. Hier.

      Die Seele muss alles verarbeiten.

      Ich träumte davor und danach auch von ungeplanten Babys, aber ich möchte nie mehr.
      Mein endgültiger Schritt war korrekt.

      Ich habe meine Wunschkinder. Mein jüngstes Kind wird bald 6.

      Danach kam nie mehr auch nur der Funke auf.

      Bei mir ist auch die Phase " ach wie süss, ich will auch nochmal" vorbei.

      Das merke ich dauernd. Nix gegen Babys aber eben nicht mehr für mich.

      • Schön zu lesen, dass es anderen auch so geht. Habe schon an meinem Verstand gezweifelt....

        Ja, früher war ich ganz verrückt nach Babys...allein Bilder oder anschauen hat Sehnsucht ausgelöst. Und nun....kurzer Blick in den Kinderwagen und das wars. Auch der Anblick bei Schwangeren....früher war ich immer etwas neidisch - heute denke ich oft "zum Glück hat es nicht mich erwischt ;-):-p".

        Ich bin mir wirklich sicher. Allein der Gedanke, ob ich evtl doch abtreiben würde hat mir gezeigt....nein, gewollt wäre es nicht passiert. Ich hätte es bekommen, es wäre sicher auch geliebt gewesen....aber bewusst entschieden dafür - nein.

        Danke für deine Antwort. Ich bin schon beruhigter. Ich weiß, es ist die richtige Entscheidung - jetzt muss das nur noch mein Unterbewusstsein verstehen ;-).

        Liebe Grüße

        • Nach der Op in der ersten Nacht hab ich auch ein Tränchen der Endgültigkeit verdrückt.

          Finde ich auch normal. Ich wollte es und bereue es nicht. Ich bin aber ein Mensch und man kann nicht von heut auf gleich oben und unten abstellen.

          Ich hätte kein weiteres Kind bekommen wollen, daher war mir der entgültige Schritt wichtig.

    Du meinst doch aber bestimmt die Vasektomie Deines Mannes, oder? LG

    • Ja. Mein Mann möchte es durchführen lassen da auch für ihn klar steht - selbst mit einer anderen Frau würde er keine Kinder wollen und er ist auch "schon" über 40.

      Geht schneller, komplikationsloser und günstiger....

      Er hat zum Glück keine Angst der "Entmännlichung" :-D

      Liebe Grüße

      • Er hat zum Glück keine Angst der "Entmännlichung"

        Na da kannst Du aber froh sein. Einige Männer in meiner Familie und Bekanntenkreis haben kurz vorher genau aus diesem Grund den Schw**** eingezogen, buchstäblich #rofl und die Frauen ließen sich dann sterilisieren.

        Die Sorge ist sowieso unbegründet, kenne auch sterilisierte Männer - alles bestens #freu kannst Deinem Schatz sagen.

        LG Moni

Ich ließ mir 1987 aufgrund wirklich massiver gesundheitlicher Probleme die Gebärmutter entfernen, war erst 33 Jahre alt und hatte zwei Kinder mit einigen Problemen - also war ein weiteres Kind ohnehin nicht zu schaffen.
Die Zweifel kurz vorher waren aber auch da - nach der Op überwog aber die maßlose Erleichterung, zum einen keine Hormone mehr schlucken zu müssen und Angst vor einer Schwangerschaft zu haben und keine Schmerzen mehr zu haben.
Alles gut - diese Gedanken sind normal.
LG Moni

Das beruhigt mich jetzt, das alles zu lesen, ich dachte schon ich spinne!

Hallo

nein mir ging es nicht so.
Ich habe mich mit 41 Jahren, während der Geburt des dritten Kindes, sterilisieren lassen.
Mein Ex -Mann war dagegen, er wollte zumindest einen Abstand von mehreren Wochen zwischen Geburt und Sterilisation.Das wäre besser für die Psyche meinte er.
Für mich war das eine klare Sache, dass man mit drei kleinen Kindern, unnötige Krankenhausaufenthalte vermeidet.
Ich habe es nicht bereut.
Es kam in den ersten Monaten danach ,manchmal eine kleine sentimentale Anwandlung auf ,wenn ich die Jüngste im Arm hatte.
Ich dachte dann schon mal "mein letztes Baby". Vielleicht genießt man dieses dann ganz besonders und bewusst.

L.G.

Hallo. Das ging mir damals auch so. Ich denke die Gedanken sind deshalb weil es endgültig ist. Ich hatte auch viel gegrübelt. Wir hätten nie abgetrieben wenn es passiert wäre. Aber ich bin froh dass ich sterilisiert bin und nochmal von vorne anfangen möchten wir nicht. Ich finde Babys immer noch megasüss . Aber ich sehe dass Ganze drumherum. Und dass schreckt mich ab. Unsere Mädels sind 9 und 11. Ich gehe auch wieder arbeiten. Und mach das gerne. Ich wünsche alles Gute.

Lg Gabi

Hallo!

Mein Mann hat sich vor 2,5 Jahren sterilisieren lassen. Da waren wir uns beide zu 100% sicher, dass die Familienplanung angeschlossen ist.

Und jetzt schauen wir grade, wie wir das wieder rückgängig gemacht bekommen, weil wir uns doch noch ein Kind wünschen..

Allerdings, im Hinblick auf deine Gesundheit (und das Alter eurer Kids) würde ich es sowieso machen lassen, rein aus Vernunftgründen.

LG Claudi

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