Sorgen fressen mich auf - was mache ich nur

    • (1) 06.02.17 - 10:27
      eshörtnichtauf

      ich muss hier anonym schreiben, auch wenn es nicht hierher gehört

      ich liebe meinen Mann nicht mehr, wir haben schon ewig keinen und wenn nur noch schlechten Sex. Sind seit 27 Jahren ein Paar. Bei meinem Sohn wurde MS diagnostiziert, er ist gerade mal 18 Jahre alt, meine Tochter nimmt Drogen. Mein Mann ist Rentner, könnte aber dazuverdienen, ist er aber zu faul dazu.
      Ich bin selbständig, komme aber einfach nicht aus den Roten ´Zahlen, kämpfe Monat für Monat ums Überleben.

      Haben gemeinsam noch 90.000,- Euro Schulden auf unser Eigenheim, das solange der Bank gehört.

      Ich bin 45 Jahre alt und hätte einfach mal gerne wieder Spaß im Leben, keine Sorgen. Ich habe seit Jahren nur noch Sorgen und Ängste.

      Ich wünsche mir einen Partner mit dem ich mal wieder guten Sex haben kann, der auch seinen Teil zum Einkommen beiträgt. Alles bleibt an mir hängen. Die Last auf meinen Schultern wird immer größer. Ich habe ein Alkoholproblem um das alles aushalten zu können trinke ich täglich Alkohol.

      Alles wird immer schlimmer und nach aussen hin sieht es keiner, ich spiele die erfolgreiche Geschäftsfrau. Glücklich verheiratet, tolle Kinder, Haus......

      Wie soll das nur weiter gehen.....

      • (2) 06.02.17 - 10:29

        Mit was bist Du denn selbstständig? Gibt es Aussicht auf bessere Zeiten?

        Was sagt denn Dein Mann zu den finanziellen Problemen? Darüber muss man doch sprechen.

        Hallo!

        Du musst schon selber etwas ändern.

        Wenn Deine Firma tief in den roten Zahlen steckt, dann gib sie auf und such Dir geregelte Arbeit. Da bekommst Du wenigstens jeden Monat zuverlässig Dein Geld.

        Damit dürfte es dann finanziell schon deutlich besser laufen.

        Deine Kinder sind schon groß, die müssen selbst ihren Weg finden, auch wenn es schlimm ist, dass Dein Sohn krank ist und Deine Tochter Drogenabhängig - aber Du hast selbst eine Abhängigkeit gegen die Du kämpfen musst.

        Du musst die Dinge angehen, und zwar selber. Es kommt keine gute Fee und wedelt mit dem Zauberstab. Du musst Dich schon selbst drum kümmern.

        Zuerst einmal finde ich es bemerkenswert, dass du dein Alkoholproblem erkannt hast und dazu stehst!

        Ist in deiner Selbstständigkeit denn Besserung zu erkennen oder ist nicht absehbar, dass du jemals Gewinn erwirtschaftest? Wenn es aussichtslos ist, warum begibst du dich dann nicht lieber in eine Anstellung und lässt die Selbstständigkeit hinter dir? Das könnte der besser Weg sein.

        Wenn du in deiner Ehe keinen Sinn mehr siehst, solltest du eine Trennung erwägen. Die Finanzierung des Hauses würde ich in dem Fall mit der Bank besprechen. Wahrscheinlich wäre ein Verkauf für euch das Beste, dann kann jeder seinen eigenen Weg gehen und ihr hättet "das Haus von der Backe".

        Warum an einer Beziehung festhalten, in der man keinen Sinn mehr sieht, an einem Job festhalten, mit dem man kein Geld verdient und an einem Haus festhalten, das man nicht bezahlen kann?

        Nicht zuletzt solltest du dich wegen deines Alkoholproblems in Behandlung begeben, hierzu würde ich den Hausarzt ansprechen. Dieses Problem wird sich leider nicht von alleine lösen, selbst wenn du die Rahmenbedingungen änderst.

      • Ich würde als 1. an den existenziellen Schrauben drehen.

        Also, schauen, ob du die Selbständigkeit aufrecht erhalten sollst oder besser aufgibst.

        Schauen, was deine beruflichen Alternativen sind.

        Wenn du beruflich eine positive Perspektive hast, nimmt das schon viel Druck raus.

        Dann würde ich die Beziehung überprüfen. Im Zuge dessen mit der Bank sprechen, wie ihr das mit dem Haus lösen könnt. Evt. hat dein Partner dazu auch was zu sagen.

        Das wären die ersten Baustellen, die ich anpacken würde. Dann entzerrt sich sicher auch dein Alkoholkonsum.

        Alles weitere, deine Kinder betreffend, findet sich. MS ist heute gut behandelbar. Ich habe im Bekannten/Kollegenkreis zwei, drei Fälle, die leben schon Jahrzehnte kontrolliert mit dieser Erkrankung. Nur Mut!
        Über den Drogenkonsum deiner Tochter hast du zu wenig geschrieben. Wie akut ist es da?

        Gruss
        agostea

        Das muss so nicht weitergehen.

        Beispiel:
        Du kündigst an, Dich von Deinem Partner zu trennen - dann folgt zwangsläufig die Diskussion über das Haus. Warum nicht verkaufen, die Bank ausbezahlen und der Rest wird zwischen Dir und Deinem Partner aufgeteilt.

        Setz Dir schöne Akzente, bspw. wie sollte die nächste Wohnung aussehen, versuch das zu visualisieren.

        Was für Alternativen gäbe es, in einem Angestelltenverhältnis zu arbeiten? Zumindest für die nächsten 3 Jahre? Welche Jobs kämen dafür in Frage?

        Diakonie und Caritas bieten Beratungen an, hier kannst Du auch Dein Alkoholproblem thematisieren und Du fühlst Dich weniger allein.

        Die Entscheidung triffst Du letzten Endes selber, sonst trifft sie das Leben für Dich.

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