Nur noch Streit

    • (1) 07.02.17 - 08:02

      Hallo Ihr Lieben,

      ich habe ein ganz großes Problem. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

      Ich habe eine 13 Monate alte Tochter. Ich bin von dem Kindsvater schon seit der Schwangerschaft getrennt. Im November 2015 habe ich meinen jetzigen Partner kennen gelernt ( kenne ihn persönlich schon Jahre). Am 23.12.15 kam deine meine Tochter zur Welt. Es war ein Kaiserschnitt. Mein Partner war bei der Geburt dabei (nicht im Kreißsaal) aber das ist auch vollkommen okay gewesen. Als ich nach der Operation dann wieder bei meinen lieben war hatte er in diesem Fall dann unsere Tochter im Arm. Es war das schönste Bild auf der Welt voller Liebe und wärme. Er blieb die Tage auch mit mir im Krankenhaus.

      So nun daheim angekommen fing sage ich mal die Probleme ein wenig an. Unsere Tochter hat die ersten 6 Wochen ab 17 Uhr fast nur geschrien und geweint. Nachts hat Sie fast gar nicht geschlafen mussten sogar nachts um 3 Uhr das ein oder andere mal Spazieren gehen. Es war Anstrengend aber machbar. Es fing dann auf einmal an, das er über Fasnacht fast jeden Tag nur weg war. Ich dachte mir gut ist kein Problem er braucht seine Freiheiten noch und muss sich auch erstmal in die neue Situation einfinden. Auf mir lag allerdings die Verantwortung für dieses bezaubernde Mädchen alleine. Ich hatte Wochenbett Depression nur Angst und war über fordert. Ich war auch bin ich ehrlich neidisch auf Ihn das er sein leben einfach so weiter leben kann wie es aufgehört hat. Denn so hat er gelebt.

      Als ich nach 4 Tagen wirklich kaputt und fertig war habe ich Ihn mal Angerufen und gefragt ob er bitte um 17 Uhr daheim sein könne, da ich Hilfe benötige. Er sagte ja. Er kam nicht um 15Uhr reagierte nicht auf meine Anrufe oder Nachrichten. Ich glaube gegen 17 Uhr war er dann mal da. Er war total geknickt und schlecht drauf. Ich fragte Ihn was los sei und er meinte nur er wäre gerne noch länger dort geblieben. Gut alles klar hatte natürlich dann voll das schlechte gewissen.

      So nach ungefähr 1 Woche sind wir dann zu seinen Eltern gezogen. Ich habe vorher in einer 2 Zimmer Wohnung mit meiner Schwester gewohnt und Ihrem Kater aber das funktionierte nicht mehr. Also sind wir zu seinen Eltern gezogen die uns das Angeboten haben. Am Anfang war alles auch gut die ersten 3 Monate. Er ging immer noch fast jeden 2. abend weg deswegen hatten wir oft Streit, vor allem weil er auch öfters angetrunken oder betrunken heim kam und die kleine bei uns im Bett schläft. Ich ging nach 6. Wochen Geburt wieder auf 450 Euro arbeiten da uns sonst das Geld nicht gelangt hätte, weil er Arbeitslos war und noch ist. Kein Problem war eine große Herausforderung und anstrengend aber es ging.

      Wie gesagt die ersten 3 Monate war alles OK. Dann auf einmal fing seine Mutter an (nachdem Sie einen Streit von uns Mitbekommen hatte bevor er ein paar Tage nach Italien fuhr zum Trainingslager) mich richtig fertig zu machen. Ich wäre nur Schuld an unserem Streit und er würde ja kaum was mit seinen Freunden machen und wenn es so weiter geht müsste ich gehen. OK. Ich zog dann wirklich die 4 Tage die er in Italien war zu meinen Eltern. Das war aber keine Dauerlösung, da die Wohnung viel zu klein ist. Nach 4 Tagen bin ich wieder zurück und Sie war immer noch Eiskalt. Wenn die kleine geschrien hat, weil ich mal beim rauchen war oder auf Toilette wurde sie einfach schreien gelassen obwohl wir 5 Personen im Haushalt waren zu diesem Zeitpunkt. Klar mein Freund hat sich schon gekümmert aber nicht mehr die Eltern oder Schwester. Ich war am Anfang enttäuscht und unsicher, dachte mir aber dann klar ist ja nicht Ihr Kind sondern unseres. Die letzten 4 Monate die wir dann dort gewohnt haben war die Hölle. Tagsüber außer am Wochenende war ich mit der kleinen alleine. Mein Freund ging auf 450 Euro arbeiten. Ich wollte der mama von meinem Freund unter die arme greifen und habe den Haushalt gemacht habe mein Kind sogar schreien lassen aus Angst wenn sie gleich heim kommt und es ist nichts fertig wird wieder rum geschrien und ich werde als Schwein oder faul bezeichnet. Ich hatte auch öfters mit meinem Freund darüber gesprochen er hat nur gesagt das wird wieder. Gut das ging dann 4 Monate lang so. Seine mama sein papa und seine schwester sind dann in den Urlaub gefahren wir hatten das haus für uns. Waren aber kaum da, weil wir unsere Wohnung in die wir nach dieser Woche Urlaub der Eltern einziehen wollten. Sie kamen zurück und die erste Frage war wann ich das letzte mal die Geschirrtücher gewechselt hätte. Ich sagte vor 3 tagen, da wir fast nie da waren. Sie sagte nichts dazu. Als ich dann mit meiner Tochter im Flur spielte und die mama mit der Schwester in der Küche waren, hörte ich nur wie sie zu ihr sagte die kann aber auch gar nichts.

      Endlich ausgezogen in unsere Wohnung. Ich war ein Wrack innerlich mir taten die letzten 4 Monate nur noch weh. Habe mit meinen Freund auch versucht darüber zu reden aber er hat seine Familie in Schutz genommen.

      Ich dachte nur es kann jetzt eigentlich nur besser werden. Wie ich mich getäuscht habe. Die ersten Wochen waren super. Wir stritten nicht hatten wirklich Harmonie. Eines abends ging er mal weg gar kein Problem denn das mit dem oft weg gehen hatte sich super gebessert. Ich sagte ich warte gerne auf ihn bis er wieder kommt. Er sagte um 12 Uhr sei er da. Um halb eins habe ich Ihn versucht zu erreichen, weil ich mir sorgen machte. Er ging nicht ran. Hat auf nichts reagiert. Um 3 Uhr kam er besoffen nachhause. Die kleine schläft immer noch bei uns. Er torkelte konnte kaum reden. Ich war ein wenig sauer, weil er einfach so spät kam und nicht mal bescheid sagen konnte. Wir stritten. Er schmiess vor lauter Wut meine Anlage runter (Aus versehen). Ich schrie ihn dann an das er sein zeug packen soll und gehen soll in dem Moment packt er meine Handgelenke und schüttelt mich. Ich hatte Angst. Er schlief dann auf dem Sofa und ich mit unserer Tochter im bett. Am nächsten morgen entschuldigte er sich. Ich gab ihm diese Chance. Ein paar Tage später wie soll es anders sein wieder Streit. Ich schrie das erste mal seit ganz langer Zeit. Ich war gerade dabei die kleine zu wickeln als er mich im Genick packte und sagte hör auf zu schreien. Ich habe danach tierisch geweint vor Angst und Wut er sagte nur wie immer wenn ich Weine hör auf zu heulen. Nun sind wir soweit das wir uns immer noch fast jeden Tag streiten. Er ist zum Beispiel immer genervt wenn die kleine nachts wach ist und er mir doch bitte in Flasche machen soll. Ich habe momentan einen Bänderriss sonst mache ich das immer. Wenn ich ihn um Hilfe nachts bitte wegen der kleinen wird er sauer und aggressiv.

      So lange Geschichte. Bevor die Frage kommt weshalb ich mich nicht trenne. Keine Ahnung. Ich habe auf der einen Seite Angst mit der großen Verantwortung Kleinkind alleine zu sein. Und auf der anderen Seite liebe ich ihn doch.

      Könnt ihr mir Tipps geben wie wir das wieder hin bekommen?

      Geredet haben wir jeden Tag lange aber es ändert sich nichts.
      Liegt es an mir das er so ist?

      Ich gehe zu 87% arbeiten er ist arbeitslos ich muss arbeiten sonst können wir uns nichts mehr leisten.

      Bitte helft mir mit guten Tipps.

      Vielen dank fürs lesen

      • Hallo,

        entschuldige wenn ich das so sage aber dir ist schon bewusst dass dieser Mann nicht der Vater der Kleinen ist? (Zumindest schreibst du es zu Beginn)

        Du lernst ihn schwanger kennen, bekommst einen Monat später ein Kind und er bekommt die ganze Verantwortung eines Vaters. Du jammerst rum, die ganze Verantwortung bleibt an dir hängen. Ja, es ist nunmal dein! Kind. Mir ist schon klar, dass es dich ohne dein Kind nicht gibt, aber dass das so nicht funktionieren kann ist auch klar. Ihr seid seit einem Jahr zusammen und hattet seitdem nur Stress. Vielleicht ging alles etwas schnell? Vllt. sollte dein Partner erstmal dein Partner sein und evtl langsam mit viel Zeit zum Ersatzvater wachsen?

        Warum arbeitet dein Freund nichts?

        Die Sache mit deinen Schwiegereltern hab ich mir ehrlich gesagt gar nicht durchgelesen, ich denke die Probleme fingen bereits ganz am Anfang an.

        Alles Liebe und Gute!;

        • Ach und: Ihr habt eig. von Beginn an Streit. Mal ehrlich da ist doch gar keine Substanz vorhanden auf die ihr nun aufbauen könnt bzw die euch in schwierigen Phasen Sicherheit gibt oder?

          Entweder ihr schafft es nun miteinander zu reden und euch klar zu werden was ihr wollt, fangt ganz vorne an, jeder erstmal mit der Verantwortung für sich. Oder ihr trennt euch. Da dir seid nunja Beginn an eigentlich nur am streiten seid, glaub ich nicht dass ihr wirklich eine Zukunft habt. Vielleicht ist eine Trennung besser für alle?

          • Hallo. Danke für deine schnelle Antwort.

            Klar ist mir das bewusst das er nicht der Papa von meiner Tochter ist. Aber er sagte ja, das er als Papa für Sie betrachtet werden möchte und auch die Verantwortung übernhemen möchte. Wir hatten nicht viel Zeit für uns keine Frage.

            Ich verstehe deine Aussage. Ich gebe Ihm ja auch alle Freiheiten soweit dies geht. Ich habe ihn auch von Anfang an gesagt das er sich Zeit lassen kann um in diese Rolle hinein zukommen. Er macht das mit Ihr auch super toll das sage ich Ihm auch.

            Nur bin ich eben der Meinung ( liegt aber wahrscheinlich auch daran das ich in einer Patchwork Familie groß geworden bin) das jeder seine Verantwortung tragen muss und nicht Arbeit, Haushalt und Kind auf mir lasten kann. Er arbeitet nicht sucht auch nichts bewirbt sich nicht. Weshalb???? Er möchte nicht mehr in seinem Beruf arbeiten.

            Danke nochmal für deine Antwort.

            • Hey,

              das klingt jetzt definitiv schonmal ganz anders! Wenn er das auch so möchte, ist das natürlich ok.
              Zum Thema arbeiten: Ich denke auf Dauer wirst du das nicht ertragen können. Zum einen weil du vermutlich irgendwann die Last die somit auf dir liegt nicht mehr tragen kannst und zum anderen: Wer möchte bitte mit jemand zusammen sein, der bewusst sich einen Faulen macht? Das ist ja doch ganz schön "abturnend"
              Was macht er denn den ganzen Tag? Hast du ihm bereits gesagt dass das für dich so nicht funktioniert? Dass du erwartest dass auch er arbeiten geht?

              Nochmals alles Liebe

              • Hey.

                Hatte ganz vergessen dies zu erwähnen vor lauter Text :-)
                Ich wollte Ihm die ganze Zeit keinen Druck machen. Habe Ihm Zeit gelassen seinen Weg erstmal zu gehen. Habe Ihm Zeit gelassen das er weiß was er möchte. Aber nun ist wie geschrieben Stille es rührt sich nichts mehr.
                Ich denke er hat Angst wieder etwas neues zu beginnen er wurde von seinen letzten zwei Arbeitgebern ziemlich mies behandelt. Deshalb habe ich Ihm auch Zeit gegeben.

                Wenn ich arbeiten bin fährt er mit unserer kleinen zu sich nachhause zu seinen Eltern. Er passt solange auf die kleine mit seinen Eltern auf. Ich sage ja nicht das, das nichts ist. Es ist genauso Anstregend wie meine Arbeit. Wobei so empfinde ich es ( empfindet jeder anders) es eine schöne Anstrengung ist und er hat ja Unterstützung. Ich weiß einfach nicht wie ich das Thema Arbeit angehen soll. Ich habe Angst das er sich unter Druck gesetzt fühlt.

                Er ist kein schlechter Mensch so will ich Ihn nicht hinstellen er hat mich mit Kind genommen. Nur seine Art und Aggressionen machen es so schwierig.

                • "Er ist kein schlechter Mensch so will ich Ihn nicht hinstellen er hat mich mit Kind genommen. Nur seine Art und Aggressionen machen es so schwierig."

                  Nee klar...... Er ist arbeitslos, will daran offenbar auch nix ändern (wozu auch, ist ja bequem), sein Alkoholproblem ist mehr als grenzwertig, er wird dir ggü. handgreiflich (so dass du Angst vor ihm hast!), er steht nicht hinter dir und ist genervt von DEINEM Kind und wird aggressiv.

                  Sorry, aber mit so jemandem würde ich definitiv nicht zusammensein und ihm schon gar nicht die Betreuung meines Kindes anvertrauen!

                  Er fährt jeden Tag mit dem Kind zu seinen Eltern? Ich hätte da Bedenken ob mein Kind dort gut aufgehoben und liebevoll versorgt wird. Sie kann ja noch nichts sagen. Dein Freund neigt zum aggressiven Verhalten (vielleicht schon auf dem Weg Alkoholiker zu werden) und seine Eltern haben das schreiende Baby einfach ignoriert. Das alles ließe mir keine Ruhe und ich würde mir andere Betreuung suchen. Und dein Freund lebt so in den Tag hinein ohne sich um eine neue Stelle zu bemühen. Er wurde mies behandelt? Da kommen mir die Tränen. So wie er sich dir gegenüber verhält wundert es mich nicht,dass er Stress im Job bekam. Und das 2x

      >> Wie gesagt die ersten 3 Monate war alles OK. <<

      Nein, auch in den ersten drei Monaten war nichts ok.

      Du hast diesen Mann im November 2015 kennen gelernt (oder ihr seid da zumindest zusammen gekommen) und einen Monat später hast du dein Kind bekommen. Ihr hattet keine Zeit, euch wirklich KENNEN ZU LERNEN oder als Paar zusammen zu wachsen. Vielen stabile Partnerschaften macht das erste Kind unheimlich zu schaffen - ihr hattet nicht einmal eine stabile Partnerschaft.

      Die Phase des Verliebtseins hattet ihr offensichtlich binnen eines Monats hinter euch gelassen oder ihr hattet sie vielleicht gar nicht richtig.

      Was dich geritten hat zu einer Familie zu ziehen, die du überhaupt nicht kennst - die Familie eines Mannes, den du ebenfalls nicht richtig kennst - weiß ich nicht. Aber leider war das alles eine Aneinanderreihung unglücklicher Entscheidungen.

      Ich halte diese von dir beschriebene Beziehung für nicht sinnvoll. Ihr streitet eigentlich von Anfang an, wirklich glücklich warst du mit ihm nie oder vielleicht nur 4 Wochen. Eigentlich habt ihr beiden nur Streit und Probleme, brüllt euch dauernd im Beisein des armen Kindes an und er wird handgreiflich.

      >> Ich schrie das erste mal seit ganz langer Zeit. Ich war gerade dabei die kleine zu wickeln als er mich im Genick packte und sagte hör auf zu schreien. <<

      Ich finde es an dieser Stelle äußerst bedenklich, dass ihr euch nicht im Griff habt, eure Streitigkeiten erst zu klären, wenn das Kind nicht dabei ist. Und selbst wenn man Uneinigkeiten vor dem Kind austrägt, dann muss man sich nicht gegenseitig anbrüllen. Ihr beide seid nicht einmal in der Lage, in einem normalen und respektvollen Tonfall miteinander zu diskutieren!

      Zum Wohle des Kindes würde ich mich trennen und mir einen Mann suchen, der nicht brüllt und handgreiflich wird. Außerdem solltest du selbst mehr darauf achten, deine Gefühle nicht in voller Lautstärke auf der Zunge zu tragen.

      Zum ganzen Umfeld, Gewalt, Streit, Alkohol, Arbeitslosigkeit, unmögliche Wohnverhältnisse usw. sage ich jetzt mal nichts, ausser: denkst du selber, dass man mit "Liebe" beim Kind all das ausgleichen kann, womit es da von ganz klein auf konfrontiert ist? Meiner Ansicht nach nicht.

      Die Fragestellung ob alles viel zu schnell ging, ob das der Grund für die Probleme ist, ist meiner Ansicht nach unwichtig, es ist wie es ist.

      Eine Beziehung ist eine Investition, im Idealfall aller Beteiligten. Man investiert eine gewisse Menge Zeit, Energie, Kompromisse und erhält dafür eine gewisse Menge Geborgenheit, Sicherheit, Liebe, was auch immer. Wenn die Investition deutlich grösser ist als der Nutzen und das über längere Zeit kann es nicht funktionieren, man zerbricht, laugt sich komplett aus, sprich man wäre besser dran wenn man nicht weiter investieren würde. Dass man den anderen "liebt" spielt irgendwann keine Rolle mehr in dieser mathematischen Gleichung, man kann ihn sich einfach nicht mehr leisten ohne selber zu Grunde zu gehen.
      Insofern müsste dir möglichst schnell klar werden, was du für dich und das Kind tun MUSST.

      Hallo und guten Morgen #tasse

      ich habe es mir jetzt komplett durchgelesen.

      Deine Situation, dass Du in der Schwangerschaft alleine gelassen wurdest, ist nicht einfach aber Deine jetzigen Probleme sind alle hausgemacht.

      Auch wenn Du den Mann schon lange kennst - in Deiner Situation wäre es am sinnvollsten gewesen, wenn Du erst einmal die Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit dem Baby alleine gemeistert hättest.
      Du hättest trotzdem sicherlich einige gute Freunde im Background gehabt oder auch mal Deine Eltern hier und da. Zudem kann man sich auch Hilfe beim Jugendamt, bei Pro Familia, bei Müttergruppen, Geburtstgruppen, Hebammen holen, wenn man als künftige AE Bedenken oder Ängste hat.
      Es ist sicher kein Spaziergang, aber absolut unlösbar ist es auch nicht. Es gibt immer gute Mittelwege.

      Mit dieser jetzigen Beziehungskiste machst Du es Dir nur schwerer, als es auch ihne Mann schon ist.
      Er hat keinen Job, er macht lieber sein Ding (von welchem Geld geht er eigentlich dauernd feiern?), er unterstützt Dich nicht, ihr streitet nur.

      Hand aufs Herz: Du bist mit Deiner Schnuckelmaus in einer kleinen hübschen Wohnung doch 1000x besser ohne ihn dran.

      Er packt Dich schon grob an, wirft Deine Anlage herunter.
      Was macht er, wenn die Kleine ihn mal nervt? Wenn sie z.B. Blödsinn macht, etwas unbeabsichtigt kaputtmacht, quengelt? Oder einen für ein Kleinkind typischen Wutanfall bekommt?

      Bitte geh!

      Dein Denkfehler ist, dass Du diesem Mann gleich als den Ersatzpapa gesehen hast.
      Es wäre ratsamer gewesen, nicht gleich in die nächste Beziehung zu hüpfen, sondern erstmal die Kalamitäten mit dem leiblichen Vater zu klären und dann alles mal auf Dich zukommen zu lassen.

      Ich denke, dem Mann war damals auch noch nicht richtig bewusst, was es bedeutet, sich auf das Abenteuer "Baby" einzulassen. Noch dazu, wo es nicht von ihm ist.
      Lies Dich nur mal hier durch das Forum - ich denke, hier können selbst die glücklichsten Paare ein Lied davon singen, wie heftig man gerade mit einem Baby/Kleinkind manchmal auf dem Zahnfleisch geht und wie stark sich das auch auf eine Beziehung auswirken kann.
      Da gibt und gab es schon viele Krisen - auch hier im Hause Flamingoduck hat es schon ein paar Mal ordentlich Zoff gegeben. :-[

      Das große Problem ist, dass Du von ihm und seiner Familie hier das Happy-Family-Paket erwartest.
      Er soll die Vaterrolle übernehmen, seine Mutter oder jemand aus seiner Familie soll sich liebevoll um das Baby kümmern.
      Das ist nichts gegen Dich und Deine Maus persönlich, aber ich kann mir vorstellen, dass z.B. seine Mutter jetzt auch nicht unbedingt happy mit der Situation war - der Sohn hat eine neue Freundin, diese ist frischgebackene Mutter und das Kind hat einen anderen Vater.
      Ich kann mir vorstellen, dass alle Personen hier einfach überfordert waren, als Du in diese Wohnung eingezogen bist, mit Baby und allem Pipapo und deren Alltag einfach mal über den Haufen gewirbelt hast.
      Das rechtfertigt natürlich nicht die Ausdrücke wie "Schwein" etc.

      Aber bitte geh nun klüger vor.

      Such Dir was eigenes.
      Und lass Dich beraten, wie es für Deine Maus z.B. mit einer Kita, Tagesmutter, etc aussieht.

      Dies wird mitunter sogar gut bezuschusst.
      Und Du kannst wieder arbeiten gehen.

      Denn glaube mir, für Deine Maus ist das auch nicht schön, wenn sie in so einem Umfeld aufwachsen muss mit erschöpfter und ausgelaugter Mutter, rumplärrender "Schwiegerfamilie" und einem Lebensgefähren, der nur feiern geht, aggressiv ist, arbeitslos ist und säuft.
      Bitte erspare ihr das.

      LG

      Du kannst doch nicht einem fast fremden Mann einfach so zum Vater machen. Klar sagt der, frisch verliebt und vielleicht nicht allzu schlau, dass er Verantwortung übernehmen will. Aber offensichtlich ist er eben doch nicht so gewillt ein fremdes Kind groß zu ziehen.Und da kann man ihm noch nicht mal richtig böse sein. So richtig die Wahl hatte er ja nicht.
      Und dann ziehst du mit deinem Kind noch monatelang zu seinen ebenfalls völlig fremden Eltern, und wunderst dich, dass das unter diesen Voraussetzungen nicht klappt. Sie haben das eh lange brav mitgemacht.

      Du musst in erster Linie Verantwortung übernehmen lernen, nicht er. Du musst selbständig werden, dein Leben in den Griff bekommen. Du bist alleinerziehend und du kannst nicht mal eben deinem Kind einen Vater und damit eine klassische Familie schaffen, aber du kannst es in geregelten Verhältnissen aufwachsen lassen.
      Du musst dich ja nicht trennen, aber nimm such dir und deinem Kind eine eigene Wohnung. Sorge du für euch beide. Mach die unabhängig von irgendwelchen Männern, du brauchst sie nicht.

      Dir wird es besser gehen und Du könntest sorgenfreier leben, wenn Du den Taugenichts abschiesst und die Kleine in eine Krippe gibst, wo Du weißt, dass sie gut umsorgt wird.

      Allein durch die Umstände, die er mit sich bringt (Alkoholexesse, Gewalt, immer weg, genervt vom Kind) kann das einfach nichts werden.

      Ok mal zusammenfassend:
      -Er geht nicht arbeiten, sondern lieber auf deine Kosten feiern
      -Er säuft sich dann die Hucke zu
      - Ihr streitet euch und er wird handgreiflich, aber eigentlich ist er ja ein lieber Kerl (sagen Weiber immer und wahrscheinlich noch danke wenn er mal zuschlägt)
      -Du bleibst bei ihm, weil du nicht mit dem Kind allein sein willst.

      Also zunächstmal macht der faule Hund ja eh nix.
      Ein Mann ohne Job wäre für mich nicht annähernd eine Option. Er übernimmt keine Verantwortung ist ja nicht sein Kind. Er geht dich körperlich an...Ganz ehrlich in dem Moment wo er mir ins Genick gepackt hätte, hätte ich ihm seines gebrochen.
      Ich verstehe einfach nicht wie Frauen sich so zum Opfer machen können. Ich hätte ihm einmalig eine Ansage gemacht und spätestens nachdem er mich angegangen wäre hätte ich ihn vor die Tür gesetzt

      Ganz ehrlich?

      Ihr kriegt das nicht hin. Es ist auch nicht ratsam das hinzukriegen. Nach so kurzer Zeit wird er dir gegenüber handgreiflich. Wie soll das in 10 Jahren aussehen? Meistens ist das leider nur der Anfang. Kannst du dir verzeihen, wenn es irgendwann deine Tochter trifft? Schon das Vokabular der SM ist entsetzlich.

      Ehrlich, ehrlich, ehrlich: lieber noch 2 Jahre Geld knapp und arbeitslos mit deiner Tochter zu Hause, als ein Kind diesem Umfeld aussetzen.
      Es gibt viele Männer, die Frauen mit Kindern nehmen und die ich kenne, sind nicht ansatzweise so drauf.
      Zu deiner Liebe kann ich wenig sagen. Aber ich nehme an, dass du dein Kind mehr liebst.

      Deine Tochter braucht deine guten Entscheidungen für ihr Leben!

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