Übertreib ich? Oder Wunsch gerechtfertigt?!

    • (1) 07.02.17 - 18:58
      uebertreibich

      Hallo Leute!

      Ich muss mich jetzt mal mit meinem Anliegen an euch wenden, da ich gerne eine neutrale Meinung dazu hätte.
      Objektiv ist bei mir grad nicht. Ich bin in der 35ssw und schäume geradezu vor Hormonen.
      Ich glaube natürlich, ich bin vollkommen im Recht. Mein Partner sieht das wieder ganz anders.
      Ergo: Kracht es seit ein paar Wochen täglich zwischen uns und das zerrt an meinen Nerven.

      Ich erklär mal kurz worum es geht:
      Mein Partner und ich erwarten unser erstes gemeinsamen (Wunsch-) Kind.
      Ich habe bereits einen Sohn (6), er eine Tochter (4).
      Er arbeitet auswärts und wohnt Montag-Samstag in einer Monteur-WG. Diese liegt ca 6km vom Wohnort seiner Tochter entfernt.
      Zwischen uns liegen 150km.
      Nun ist es so, dass wir uns wirklich nur an den Wochenenden sehen, was mich so nicht weiter stört. Allerdings verlief die Schwangerschaft nicht so ganz reibungslos und ich lag zwischenzeitlich auch immer mal wieder ein paar Tage im Krankenhaus wegen drohender Frühgeburt.
      Es kann wirklich jederzeit losgehen und logischerweise hab ich meinen Partner so gut und so oft es auch nur geht hier an meiner Seite, für den Fall, dass sich die Geburt einstellt.
      Allerdings kürzt er seit neuesten ständig unsere Wochenenden, indem er Sonntag früh schon wieder fährt, weil er seine Tochter besuchen muss.
      Vornweg:
      Ich habe reingarnichts gegen seine Vater-Tochter-Zeiten einzuwenden.
      Wir haben uns kennengelernt, als ich Kleine noch unterwegs war.
      Er kümmert sich gut um sie, zahlt seinen Unterhalt und ich finde das toll.
      Die Kleine war immer Bestandteil unserer Beziehung.
      Im Gegenteil. Ich würde mir manchmal ein bisschen mehr Patchwork wünschen, denn für meinen Sohn ist mein Partner längst Papi. Seine Tochter hingegen hab ich bisher noch nie gesehen. Grund dafür ist die Mutter.
      Die Mutter...naja ich sag mal so: ich akzeptiere sie als Faktor in seinem Leben, mehr aber auch nicht. Ich finde sie ist völlig gestört und ich mag sie nicht.

      Allein ihre "Auflagen" sind schon echt manchmal der Knaller.
      Er darf die Kleine nur bei ihr zuhause sehen. Keine Ausflüge, keine Wochenenden. Immer nur für ein paar Stunden im Kinderzimmer und auch nur alleine!
      Als sie noch ein Baby war, sagte sie, wenn er sie abholen will solle er sich doch einen eigenen Kinderwagen besorgen #klatsch Allein das verrät schon, wie durchgeknallt sie ist.
      Aber gut, ich sag dazu nicht viel. Ist sein Part. Darum geht es eigentlich auch nicht.

      Was mich eigentlich stört ist, dass er neuerdings eben immer die Besuchstage aufs Wochenende legt. Somit bleibt uns nur Samstag Abend bis Sonntag früh.
      Dabei wäre es das wenigste Problem, dass er unter der Woche öfter mal zu seiner Tochter fährt, da es ja sowieso in unmittelbarer Nähe ist.
      Von mir aus auch täglich - aber die Wochenenden sind tabu und jetzt so kurz vor der Geburt sowieso!

      Er stellt sich jedoch völlig quer und ist total uneinsichtig.
      Immer wenn das Thema aufkommt, und das ist momentan echt jeden Tag, brüllt er mir ins Telefon, ich heule und das Drama ist perfekt! #heul
      Dabei finde ich es total ungerecht mir gegenüber!
      Ich wünsche mir doch einfach nur, dass er am Wochenende bei mir bleibt! Ist das egoistisch?
      Ich weiß einfach nicht weiter und so langsam gehen mir die Argumente aus!
      Helft mir Bitte!!!!!

      Liebe Grüße

      • Ich finde nicht das du übertreibst. Wie wäre es wenn er sich einen neuen Job sucht und jeden Tag nach Hause kommt? Ganz ehrlich. Das geht doch nicht. Das ist einfach arg wenig Zeit zuwenig Zeit fuer eine Partnerschaft meiner Meinung nach.

        • (3) 07.02.17 - 19:27

          das mit dem Job ist leider nicht zu ändern.
          Er ist Facharbeiter und wir wohnen hier sehr ländlich. Jobangebote sind rar und wenn, dann schlecht bezahlt. Sein Arbeitsort (und quasi Heimat) liegt in einem Ballungsgebiet und das Gehalt ist überdurchschnittlich hoch.
          Drum haben wir uns dazu entschieden, dass er (weiterhin) dort arbeitet und wir eben nur die Wochenenden zusammen verbringen. Auch zum Wohl seiner Tochter eben.
          Für uns war dieses Modell von Beziehung nie ein großes Problem.
          Sehe es auch nicht direkt als Fern- oder Wochenendbeziehung, denn wir haben ja eigentlich ein richtiges Familienleben. Und das seit über 4 Jahren glücklich!
          Anderswo arbeiten Männer im Ausland, sind auf Montage, Fernfahrer, Soldat ect. Da ist es oft noch schwieriger.

          Für mich ist Umzug im Moment auch (noch) kein Thema. Mein Sohn ist gerade erst eingeschult, habe meinen Job und meine Familie hier, insbesondere meine Eltern, an denen mein Sohn sehr hängt.
          Langfristig steht dann schon ein Hauskauf auf dem Plan und wir wollen uns irgendetwas in der Mitte suchen, wo sich auch das Pendeln zur Arbeit lohnt. Außerdem hoffen wir ja auch irgendwann auf ein geregeltes Besuchsrecht für die Tochter meines Partners, z.b. Wochenenden und Ferien. Das würde einiges erleichtern.

          Im Moment geht es mir rein um die letzten Schwangerschaftswochen und die Zeit um die Geburt!

          • <<<Außerdem hoffen wir ja auch irgendwann auf ein geregeltes Besuchsrecht für die Tochter meines Partners, z.b. Wochenenden und Ferien. Das würde einiges erleichtern.>>>

            Warum wurde das noch nicht geregelt. Ehrlich, dieses Theater würde ich nicht mit machen. Mir wäre diese Beziehung zu anstrengend. Und ich vermute mal, dass er vielleicht noch nicht abgeschlossen hat mit seiner Ex. Und sie vielleicht auch noch nicht. Warum hast du die Kleine noch nie gesehen. Woher weißt du, dass er nicht zweigleisig fährt. Hast du mit ihr auch schon mal geredet oder glaubst du nur das, was dein Freund dir erzählt. Mir ist diese Geschichte zu unklar. Warum haben sie sich getrennt, während sie noch schwanger war. Ups, du bist auch schwanger, vielleicht wirst du jetzt auch verlassen? Weiß denn die Ex, dass er mit dir zusammen ist und ihr ein Kind erwartet? Das kann ich aus dem Text nicht so raus lesen. Mit dem Unterhalt und die Besuche, hast du es schriftlich gesehen oder hat er es erzählt.

      Ich finde Dein Ansinnen auch nicht übertrieben - generell nicht aber jetzt gerade mal gar nicht!
      Du bist hochschwanger und er muss unbedingt jetzt immer Sonntags die Tochter besuchen?!
      Insbesondere weil er sie unter der Woche jederzeit sehen kann - ein Unding!

      Da würde ich auch Amok laufen. Wenn er beruflich schon die ganze Woche weg ist sollte er sich doch wenigstens das Wochenende nur für Euch nehmen!

      Hört sich an als würde er weglaufen, kann das sein?

      Ich würde ihm diesen Beitrag am Ende ausdrucken und zeigen, ich nehme nicht an dass viele

      sein Verhalten angemessen finden, um es mal vorsichtig zu formulieren.

      LG, katzz

      • (6) 07.02.17 - 19:43

        Ich weiß ja auch nicht...weglaufen vor was?

        Im Moment ist es total sinnlos dieses Thema auch nur im Geringsten anzuschneiden.
        Er reagiert nur noch aggressiv und blockt sofort ab. Erst recht, weil ich immer sofort anfange zu weinen.

        Hab ihm auch schon einen Brief geschrieben, um ihm meinen Standpunkt ganz in Ruhe klar zu machen. Ohne Erfolg!

        • Und Du bist sicher dass es ein beiderseitiges Wunschkind ist?!

          Wenn man jemanden liebt will man doch gerade in so einer Situation für den anderen da sein so viel es geht, das ist bei deinem Mann aber offensichtlich nicht so.

          Oder bist Du vielleicht gerade wirklich richtig anstrengend, Hormone etc.?!
          Aber selbst wenn, da muss er halt auch mal durch, geht ja vorbei.

          Ich weiß auch nicht wie ich da noch reagieren würde aber vermutlich sehr viel weniger freundlich, ich glaube ich würde ihm sagen, dass er die paar Stunden am WE auch gern gepflegt woanders bleiben könnte, darauf käme es ja nun auch nicht mehr an.

          Betteln damit der werdende Vater sich bequemt in dieser Situation mal da zu sein?
          Ist ja das Letzte!

          LG, Katzz

    Hallo liebe übertreibich,

    ich finde deine Wut sehr verständlich. Nach deiner Schilderung leuchtet mir auch nicht ein, warum die Besuche am Wochenende sein müssen. Ist die Mutter dagegen, dass dein Partner seine Tochter unter der Woche sieht?

    Dein Partner weiß aber, dass er ein Umgangsrecht hat, das üblicherweise deutlich umfangreicher ausfällt als die Mutter es anscheinend zur Zeit vorgibt, oder? Er kann da deutlich mehr Kontakt einfordern, vor allem was Ausflüge betrifft.

    Ich weiß überhaupt nicht, was ich dir raten kann :-( Fühl dich mal gedrückt. Ich finde sein Veralten befremdlich und wäre auch sauer.

    • (9) 07.02.17 - 19:36

      danke für die netten Worte.

      Ich kann im Moment gar nicht so recht beurteilen, ob das auf seinem Mist gewachsen ist, die Tochter jetzt sonntags zu besuchen, oder mal wieder eine neue Spielregel der Mutter.
      Er sagt, er WILL sie halt auch am Wochenende sehen und das das nichts mit seiner Ex zu tun hat...obwohl ich mir das durchaus vorstellen kann. als sie von meiner Schwangerschaft erfahreb hat, ist sie regelrecht ausgeflippt!

      Wir wissen beide, dass diese Form von Umgang absolut nicht ok ist. Aber die Mutter macht eben Druck. Wenn er was dagegen sagt, dann braucht er halt gar nicht zu kommen.
      Die klassische wie-erpresse-ich-den-Kindsvater-Methode #schmoll

Wie lang arbeitet er unter der Woche? Wann geht das Kind ins Bett?

  • (11) 07.02.17 - 19:39

    Überwiegend arbeitet er nachts. von 20.00 bis ca 6.00
    Also eigentlich kein Problem vor oder nach der Arbeit die Kleine zu besuchen.
    Selbst wenn er Frühschicht hat, dann hätte er nach 14.00 ausreichend Zeit.

Hallo,
nein, du übertreibst nicht.
Aber: Du hast deinen Partner kennen gelernt, als seine Ex von ihm schwanger war. Hat er sie wegen dir verlassen? Wenn ja, hast du dich mal gefragt, ob du dich im Ernstfall auf ihn verlassen kannst? Ich hätte von Anfang an kein Vertrauen in die Zuverlässigkeit eines Mannes, der so mit seiner Frau und seinem (ungeborenen) Kind umgegangen ist.

LG, basta.pasta

  • (13) 07.02.17 - 19:50

    Nein, nein. So war es nicht.
    Sie hatten auch keine Beziehung, mehr eine Gelegenheitsaffäre.
    Sie wurde schwanger und wollte abtreiben.
    Er wollte das Kind, aber (weiterhin) keine Beziehung zu ihr.

    er hat sie während der gesamten Schwangerschaft unterstützt und ist ein wirklich aufopferungsvoller Vater.
    Wir haben uns kennengelernt, als sie gerade in der 10. Woche ca war.
    Erzählt hat er es mir ca 1 Monat später und ich hatte von aller Anfang nie ein Problem damit.

(15) 07.02.17 - 19:36

Warum wehrt er sich nicht gegen diese Auflagen, das Kind nur im Kinderzimmer besuchen zu dürfen?
Hat er kein Interesse, das Kind mit zu Euch zu nehmen an seinen Wochenenden? Dagegen sollte man doch was machen können.

Wie oft sieht er sie überhaupt unter der Woche?

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