Hoffnung, Stress, Verhütung... alles doof^^

    • (1) 14.02.17 - 04:06
      innerer Disput

      Moin zusammen,
      mein Mann und ich verhüten seit vielen Jahren nicht mehr, einen großen Grund zum nicht schwanger werden, haben wir vor zwei Jahren abstellen können, trotzdem hat es nicht geklappt. Meine Hormone sind okay, sein Spermiogramm auch... vermutet wird Endometriose bei mir, aber ich will ums Verrecken im Moment nicht unters Messer.

      Das "Problem" ist, dass wir uns mittlerweile auch relativ sicher sind, dass wir kein Kind (mehr/aktuell) wollen. Also eigentlich alles tutto... eigentlich. Denn jedes Mal vor einsetzen der Regelblutung hab ich doch wieder Stress... was wenn doch? Panik? Freude? Leben vorbei? Leben grade erst begonnen? Zieht es da in den Brüsten nicht etwas mehr als sonst? Mich bzw. uns stresst das ungemein. Periode nur um 2h verschoben lässt mich schon in helle Aufregung verfallen... eigentlich möchte ich das nicht mehr.
      Das Problem ist nur, ich hab keine Verhütungsmethode die mir/uns zusagt. Hormone geht einfach gar nicht, ich hab damit nur die schlechtesten Erfahrungen gemacht - unreine Haut, Gewichtszunahme... mein Vertrauen ist also dahin.

      Alles was die Periode verstärkt, geht auch gar nicht - sie ist schon immer recht stark und schmerzhaft und eigentlich wäre ich sogar dankbar, wenn sie ausbleibt.

      Am liebsten würde ich sagen "einmal bitte alles ausräumen", aber dafür bin ich mit 32 dann wohl doch noch zu jung... und irgendwo ist da dann ja doch auch immer wieder die kleine Stimme die sagt "und was wenn doch? Wunder des Lebens? Daseinsberechtigung? Wird bestimmt supidupiromantisch so mit Baby"
      Wie gesagt... kleine, leise Stimme... die große sagt: bloss nicht, wir sind vollständig, es würde zig Nachteile bedeuten - das Problem aktuell ist halt, ich hab diesen Disput jedes Mal aufs Neue, bis dann endlich die Blutung einsetzt.
      Silopo? Vielleicht^^. Vielleicht hat aber auch jemand eine Idee, die ich noch nicht hatte :)

      • (2) 14.02.17 - 06:28

        Das, was du durchmachst ist eine große Achterbahnfahrt. Und das schon seit Jahren. Es scheint, als schützt du dich mit der Suche nach anderen Verhütungsmitteln vor neuen Hiobsbotschaften.

        Vielleicht hast du mit dem Kinderwunsch etwas abgeschlossen. Jedoch ist das Gefühl nicht konstant.

        Hast du Angst wegen der OP?

        Was ist der Auslöser, dass ihr jetzt kein Kind mehr wollt?

        Eine Verhütung halte ich nicht für ratsam.Ich würde mich zu der OP durchringen. Jetzt.

        #winke

        • (3) 14.02.17 - 09:15
          innerer Disput

          Angst vor der OP? Ja, definitiv. Die letzte Bauch-OP war vor zwei Jahren und ich war lange genug ausser Gefecht gesetzt danach, die Narkose war (wie alle Narkosen zuvor) das absolute Desaster - ich will wirklich nicht, wenn ich nicht muss.
          Und meine Chancen nach der OP wären auch nur eventuell höher und dann bei weitem noch nicht normal hoch.

          Einen wirklichen "Auslöser" gibt es nicht...mein Mann kommt Montags ins Büro und sagt "Geiles Wochenende, schade, schon wieder Montag." - seine Kollegen sitzen da und sagen "endlich Montag, endlich Ruhe. Wochenende laut, stressig, Oma, Kinder."
          Meine befreundeten Mädels erzählen auch nur von Arztbesuchen, Einkäufen, freiwilligen Schuldiensten, Kinderhotels mit gefühlten 100 Dezibel...

          Ich frag ja sogar hin und wieder nach - so isses ja nicht... aber selten genug haben sie auch mal was "schönes" zu berichten :)

          Es ist halt mehr so ein schleichender Prozess, dass wir uns beide in unserem kinderlosen Leben eingerichtet haben und es vor allen Dingen zu schätzen wissen... der Sonntag im Bett, mal eben Abends weggehen... mein Mann sagt, er fühlt sich mittlerweile zu alt und hat Angst so zu enden wie seine Kollegen. Und für mich ist dieses Ideal mit "Werte weitergeben" und Nachwuchs großziehen einer sehr sehr realistischen Option gewichen.
          Ich kenne eine richtig Vollblut-Mama, die das mit Herz und Überzeugung und supertoll macht - all die anderen reden teilweise über das Haustier liebevoller (klar, ist ja auch weniger anstregend :D).

          • Hallo liebe TE,

            meine Güte, Deine beiden Beiträge hätten auch von mir stammen können, mit dem Unterschied, dass ich bereits eine fast 16 jährige Tochter habe und dieses Jahr 37 werde.

            Mein Lebensgefährte und ich haben auch eine Zeitlang "geübt". (So kam ich auch (wieder) zu Urbia.) Und sind dann zu dem Entschluss gekommen, dass doch alles super ist, wie es ist.

            (Habe aber auch zwei FG's hinter mir. Allerdings schon viele Jahre her)

            Wir haben im Bekannten- und Kollegenkreis viele junge Eltern und finden es auch schön mit den Würmchen Zeit zu verbringen. Manchmal bringt das unseren Entschluss tatsächlich minimal ins Wanken, meistens sehen wir uns aber darin bestärkt.

            Auch bei uns stand die Frage der Verhütung im Raum: Hormone -> nein Danke (Brustkrebs bei Mutter), Sterilisation -> dann doch wieder so endgültig.

            Aus Ermangelung an Alternativen verhüten wir nun mit Kondom.

            Und wenn der Zyklus dann mal nicht ganz so regelmäßig ist wie sonst, diese was wäre wenn Gedanken. Irgendwo zwischen totaler Panik und babyrosa-blauen Träumen.

            Helfen kann ich Dir wohl nicht, aber Du hast hier eine Gleichgesinnte ;-)

            LG Nane

      Hallo,

      das liest sich extrem zermürbend aber weißt du, man hat immer Zweifel, wenn es um so eine Entscheidung geht - immer, immer!

      Bei dir wirkt es aber tatsächlich so, als wärst du eher gegen eine Schwangerschaft, dann würde ich an deiner Stelle auch definitiv verhüten wollen.

      Was spricht dagegen mit Kondomen zu verhüten?

      Wie steht dein Mann zur Vasektomie?

      Alles Gute

      • (6) 14.02.17 - 09:18

        Kondom und Vasektomie scheidet beides aus. Kondom mögen wir beide nicht und bei einer Vasektomie ging im Bekanntenkreis was schief... unter gar keinen Umständen wird da rumgeschnippelt #schein

    Für mich liest es sich eher als hättest du das mit dem Kinderwunsch verdrängt und nicht verarbeitet und zu den Akten gelegt? Warum lässt du die OP nicht machen? Außerdem warum ist auf ein Mal ein Baby so schlimm und würde euer Leben negativ beeinflussen wo ihr euch doch zumindest eingehender mit dem Kinderwunsch beschäftigt habt und auch Tests gemacht habt wodran die Nichterfüllung liegen kann.

    Klar ein Baby ändert vieles, wenn nicht sogar alles und es ist nicht immer toll und so weiter, aber es ist auch eine Bereicherung und wundervoll zu sehen wie ein Teil von sich selbst und vom Partner sich entwickelt. Man erlebt einiges anders und nimmt es auch anders wahr. Du bist noch so jung und für mich klingst du nicht als hättest du wirklich zu 100% abgeschlossen, denn wenn dem so wäre dann würdet ihr verhüten. Es gibt ja noch andere Möglichkeiten als Hormone oder Kondome.

    • (8) 14.02.17 - 09:23

      Ich hab oben noch was geschrieben... es war eben nicht plötzlich sondern eher ein schleichender Prozess.

      Danke übrigens fürs Alter-Kompliment :) Ich fühl mich mit 32 schon recht alt, zumindest was den Kinderwunsch so rein organisch angeht.

Hallo!
Hast Du Dich mal beraten lassen, welche Verhütung für Dich sonst noch so in Frage kommen würde? Ich verhüte mit einer östrogenfreien Pille und bin damit ganz zufrieden.

Das ist eine, die durchgenommen wird und ich bekomme nicht mal mehr meine Tage. ... netter Nebeneffekt wie ich finde!
Wenn jetzt wirklich jahrelang nichts passiert ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit auf eine Schwangerschaft ja jetzt erst mal nicht so sehr hoch. Wie wäre es, wenn ihr gemeinsam einen "Notfallplan" erstellt, wenn es jetzt doch zu einer Schwangerschaft kommt! Sprecht alles durch, was sich wie dadurch ändern würde oder könnte! Könnt ihr in Eurer Wohnung bleiben, braucht ihr ein neues Auto und wer bleibt wie lange mit dem Baby zu Hause!

So verliert sich vielleicht etwas der Schrecken und Du kannst hoffentlich etwas entspannen!

Was vielleicht auch noch möglich wäre, Temperatur zu messen oder Persona zu benutzen und so den Eisprung (wenn denn einer da ist) zu bestimmen! Dann könntet ihr in der "gefährlichen Zeit" mit Kondom verhüten oder enthaltsam leben. ... mehr fällt mir jetzt auch nicht ein.. #schwitz
LG
asira #winke

  • (10) 14.02.17 - 09:54
    innerer Disput

    Mein letzter Frauenarzt meinte "Jo, Probleme kann es überall geben. Wir können ja mal was ausprobieren und wenn Sie wieder zunehmen, dann setzen wir ab und probieren was anderes." Herzlichen Dank auch...

    Im Ernst, das war eine ganz grottige Beratung, leider.

    Unser "Babyplan" steht schon lange, der stand quasi ganz am Anfang des KiWu. Das Umschiffen der kritischen Tage scheint im Moment am ehesten die Option der Wahl zu sein, ich hab einen sehr regelmäßigen Zyklus und das "auf den Eisprung warten" ist in all den Jahren so in Fleisch und Blut übergegangen, das krieg ich eh nicht mehr raus.

Meiner Meinung nach belügst du dich selber und das weisst du auch selber!

Du hast jahrelangen kinderwunsch und hast aus selbsschutu wohl jetzt die Haltung eingenommen das Babys schrecklich sind.

Was ist passiert? Eins endo op ist kein Beinbruch und sicherlich zu schaffen.

Ich glaube du hast einfach Angst das es danach doch nicht klappt wie gewünscht denn die weitere bittere Enttäuschung willst und kannst du nicht mehr aushalten.

Nimm die endo OP als letzte Chance für euch ein gemeinsames Kind zu bekommen. Ich glaube wenn du jetzt feige bist wirst du es irgendwann bitter bereuen.

Alles Gute!!

>> Das "Problem" ist, dass wir uns mittlerweile auch relativ sicher sind, dass wir kein Kind (mehr/aktuell) wollen. <<

Dann solltet ihr verhüten.

Dass du einen inneren Disput hast muss nicht heißen, dass auch dein Mann sich mit einer Schwangerschaft anfreunden muss.

>> Das Problem ist nur, ich hab keine Verhütungsmethode die mir/uns zusagt. Hormone geht einfach gar nicht, ich hab damit nur die schlechtesten Erfahrungen gemacht - unreine Haut, Gewichtszunahme... mein Vertrauen ist also dahin.
Alles was die Periode verstärkt, geht auch gar nicht - sie ist schon immer recht stark und schmerzhaft und eigentlich wäre ich sogar dankbar, wenn sie ausbleibt. <<

Dir wird meine Meinung nicht gefallen, aber für mich sind das Ausreden... Ihr habt seit vielen Jahren nicht mehr verhütet. In dieser Zeit sind sicherlich zig neue Mittel auf den Markt gekommen, vielleicht ist etwas Passendes für dich dabei. Ich habe z.B. mit hormonbasierten Verhütungsmitteln kein Problem, da sie wirklich nur noch sehr gering dosiert sind.

Es gibt ja auch wirklich mehr als ein hormonfreies Verhütungsmittel. Wenn du dann für alles eine Ausrede findest, gibt es immer noch Kondome. Tja und wenn ihr die auch nicht nutzen wollt, dann müsst ihr wohl leider mit dem Risiko leben.

  • (13) 14.02.17 - 09:48

    Danke auf für diesen differenzierten Beitrag und sehr schön, dass Du nochmal darauf eingegangen bist, dass ich da evtl doch meinem Mann ein Kind unterschieben könnte, was der gar nicht will.
    Dummerweise läuft der versteckte Vorwurf dann doch etwas ins Leere, da wir eine sehr offene Kommunikation darüber führen und wir uns so ähnlich sind, dass wir sogar die Untentschlossenheit teilen.

    • Ich habe dir in keiner Weise unterstellen wollen, dass du deinem Mann "ein Kind unterschieben" willst. Im Gegenteil, ich gehe ja schon davon aus, dass er in die natürliche Verhütung eingebunden ist und das Risiko kennt.

      Ich meine damit eher, dass du deutlich diesen inneren Disput spürst und du nicht weißt, wie sich eine Schwangerschaft äußern würde - könntest du dich freuen oder würde es dich ins Unglück stürzen?

      Ich meine nur, dass dadurch eine sehr ungünstige Situation entstehen kann - du wirst schwanger und freust dich dann doch unendlich. Dein Mann aber kann sich mit der Schwangerschaft vielleicht nicht anfreunden und es kann sein, dass er das Kind nicht will. Das kann dann auch zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Beziehung führen.

      DAS war es, was ich meinte und nicht das Unterjubeln eines Kindes, denn so liest sich dein Beitrag ja nun wirklich nicht.

Es gibt nur zwei Alternativen - verhüten oder mit dem Risiko, schwanger zu werden, leben.
Sicher gibt es Risiken, aber ich habe in meiner Familie und Bekanntenkreis mindestens drei Vasektomien, die absolut erfolgreich waren und die Paare damit glücklich und zufrieden sind.
Ist die Endometriose bestätigt? Eine Op lehnst Du ab - somit auch eine Sterilisation?

Tja - das klingt nach "Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass"
Du wirst Dich schon entscheiden müssen, ob Du Äpfel oder Birnen willst. Ich denke durchaus,
dass Du eine Schwangerschaft sicher nicht abbrechen würdest, falls sie denn noch einträte.
Deswegen scheust Du radikale Maßnahmen.
LG Moni

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