Mann ist genervt von Kind

    • (1) 18.02.17 - 12:03
      luftballons

      Hallo

      ich weiß nicht mehr weiter. Mein Mann ist dauergenervt vom Kind. Egal was sie tut, es nervt ihn. Jetzt gerade hat er wieder gemault weil sie zu laut war und er nicht mehr schlafen konnte. Ja es ist auch schon hab zwölf, wie lange soll sie sich ruhig beschäftigen? Dann hat sie öfter einen Dauernörglerton an sich, wenn etwas nicht so läuft wie sie es sich wünscht, da könnte er jedes Mal schreien weil er das nicht mag. Ich bin nur am vermitteln, sie von ihm fern halten und schauen dass er seine Ruhe hat. Ich finde nicht dass es bei uns harmonisch zu geht auch wenn ich es mir sehr wünsche und das macht mich oft sehr traurig. Wir wollten am Valentinstag zu zweit essen gehen und sie sollte bei der Oma sein. Leider ist die Oma krank geworden und konnte nicht aufpassen. Also habe ich gesagt wir können sie mit nehmen und gehen dann eben zu dritt. Er wollte das absolut nicht und meinte bevor er zu dritt essen geht bleibt er lieber zu Hause. :-( Ich weiß nicht was ich tun soll damit er nicht immer so genervt ist. Er hat schon so gut wie keine Mühe mit ihr, weil ich alles mache. Trotzdem hat er kein liebes Wort für sie übrig und wenn sie zu ihm kommt und mit ihm spielen will ist er immer abweisend und meckert sie an weil er keine Lust hat. Er sagt er kann mit dem Mädchenkram nichts anfangen und wäre sie ein Junge wäre es anders. Toll. Gestern Abend wollte sie nicht einschlafen und hat immer wieder gerufen. Ich war bestimmt 5 Mal bei ihr, wir konnten keine 2 Minuten fernsehen weil sie immer gerufen hat. Irgendwann war er so sauer, dass er gemeint hat ich soll jetzt endlich mal sitzen bleiben und nicht dauernd zu ihr rennen. Das hat mir fast das Herz gebrochen sie schreien zu lassen. Er war zufrieden und hat in Ruhe den Film gucken können, mir ging es wieder den ganzen Abend schlecht deswegen. Wie läuft das denn bei anderen ab? Klar müssen wir auch irgendwann Feierabend haben, doch sie gehört auch zur Familie und muss sich nicht immer an uns anpassen, oder? Oder bei Kinderaktivitäten? Gehen eure Männer auf Spielplätze mit den Kindern? Er war noch niemals mit ihr auf dem Spielplatz. Noch nie. Im Sommer gehe ich alleine und er macht sein Ding. Er sagt früher war das auch so dass die Mütter alles mit den Kindern gemacht haben und die Männer waren jagen, das ist so ein Evolutionsding. Na klasse. Meint ihr das wird sich bei ihm noch ändern?

      Liebe Grüße Marie-Kristin

      • (2) 18.02.17 - 12:15

        Hallo,
        Ich vermute, dass sich etwas änder könnte, wenn die beiden eine Möglichkeit haben, eine Beziehung zueinander aufzubauen.

        Und dein Mann müsste schnell aufgeklärt werden, dass typisch Mädchen oder Jungs nicht die Ausgangsbasis ist und dass die klassische Rollenverteilung sich ergeben kann, aber dass nicht mehr davon auszugehen ist....
        Lg

        Ob er seien Vaterrolle noch finden muss? Kennt ihr keine coolen Väterr, die mit ihren Kindern Abenteuer im Wald o ä erleben?

        • (3) 18.02.17 - 13:31

          Leider kennen wir keine Väter. Wir sind so ziemlich die ersten mit Kind.

          • (4) 19.02.17 - 09:03

            ... vielleicht könnt ihr euch Inspiration holen in Büchern (Jesper Juul) oder Dokumentationsfilmen über Väter und Rollenfindung...

            das betrifft ja nicht nur euch...
            das was die Eltern möglicherweise vorgelebt haben, ist heute aufgeweicht und jeder muss viel mehr seine individuelle Art finden, wie sie/er Elternschaft, Beruf, Paarleben, etc. ausleben kann und möchte.

            Ich kann mir gut vorstellen, dass sich zwischen den beiden viel verändert, wenn sie regelmäßig ein par Stunden Zeit zusammen draussen verbringen würden. Und vielleicht ist sie ihm dann nicht so fremd als "Mädchen", welches er gerade in der Rolle "zickiges Weib" sieht - und möglicherweise ist sie nicht genug ausgelastet, unglücklich weil sie gerade in einem Wachstumsschub ist und ihr der Vater fehlt... und sie spürt, dass du versuchst alles abzufangen und auszugleichen und damit völlig zwischen zwei Stühlen stehst... und sie Kleine denkt dann, dass sie Schuld hat, weil Kinder das immer denken (meistens jedenfalls)...

            Der Vater hat das mehr in der Hand als eure Tochter... und er kann die Situation positiv beeinflussen. und ich denke, dass du dich da bisschen rausnehmen musst und darauf vertrauen solltest, dass die beiden das schon hinbekommen - nachdem du mit deinem Mann noch mal gesprochen hast und er seinen Teil der Verantwortung und seine Rolle sehen kann (wenn auch noch nicht im Detail)...
            Er kann seiner Tochter zeigen, was er an der Welt liebt, was er als Kind gerne gemacht hat, ...

            ich hoffe, dass ihr einen Weg findet... und er sich nicht komplett aus dem Familienleben rausnimmt... dann würdet ihr vermutlich nicht so glücklich werden... (ich habe alle folgenden Beiträge nicht gelesen, falls da noch aufschlussreiche Antworten stecken)

            alles Gute

      Von allein ändert sich es sicher nicht...man könnte meinen so wie du schreibst es ist gar nicht sein kind und stört im Prinzip nur...

      Es bringt dir auch nichts wenn dir jetzt alle schreiben was Väter mit ihren Kindern machen....das es so wie es bei euch läuft nicht normal ist weißt du sicher selbst.

      Ich würde mal ein ernstes Gespräch mit ihm führen und zwar wenn eure kleine nicht da ist. Wenn er gar kein einsehen hat das ihr eben eine Familie seid und er sich ändern muss. wäre diese Beziehung für mich auch nichts was ich weiter bräuchte. Die arme kleine sollte nicht mit so einem lieblosen Vater aufwachsen müssen. Da seid ihr alleine besser dran.

    • Wie alt ist die Tochter denn?

      Denn je nachdem, was du da antwortest, kann ich auch deinen Mann mehr oder weniger verstehen und fände manche Aussage von ihm vielleicht gerechtfertigt.

      Wenn eine 7-Jährige dauerhaft einen Motzton drauf hat, und abends noch 15 Mal nach Mama heult, wäre eine klare Ansage an deine Tochter angebrachter als an deinen Mann.
      Wenn sie 3 ist, wäre das eher andersrum.

      Für mein Gefühl zumindest.

    In meinem Bekanntenkreis ist eine Ehe fast zerbrochen, weil der Vater von den kleinen Kindern (Jungs) so genervt war. Nach einem Gespräch darüber in dem die Frau ihm auch eine entsprechende echt heftige Aussage aus der Nase gezogen hat, ist die Entscheidung gefallen, sich räumlich zu trennen. Erst war er erleichtert und hat sich ausgetobt - um dann wenige Wochen später reumütig bei ihr zwei Stunden auf dem Sofa zu heulen, er will sie und die Kinder wieder zurück haben.

    Nach einem halben Jahr sind sie wieder zusammen gezogen und alles ist jetzt wunderbar, er konnte sich mit dem Abstand wieder an die Kinder und Frau annähern.

    Fazit: Wenn er so gar kein Interesse am Kind hat und ständig nur sein eigenes Ding machen und seine Ruhe haben will, würde ich ganz ernsthaft vorschlagen, zum Schutz des Kindes eine räumliche Trennung zu vollziehen. Er wird ja seine Einstellung kaum ändern, aber Eure Tochter wird lernen, dass ihr Papa sie als nervige Pest betrachtet und nicht liebt. Scheint ihn aber nicht zu interessieren, wie sie ihn wahrnimmt und ob sie unter seinem Verhalten leidet, oder?

    Und noch was: Ich würde mir von keiner Person der Welt, auch nicht von meinem Partner, sagen lassen, dass ich nicht zu meinem Kind gehen darf, wenn mir das richtig erscheint!

    • (10) 18.02.17 - 13:37

      Ich war vorher schon sehr oft bei ihr bevor ich nicht mehr gegangen bin. Sie weiß es ist irgendwann Schluss und sie ruft trotzdem noch 1000 Mal.

      Ich möchte mich nicht räumlich trennen und mich sozusagen zwischen ihm und meiner Tochter entscheiden müssen. Wir sind doch eine Familie.

      • Das heisst, Eure Tochter muss mit ihrem Vater halt irgendwie klarkommen?

        • (12) 18.02.17 - 13:49

          Soll ich mich trennen weil er nicht so ein guter Vater ist wie ich es mir dachte? Ich möchte dass wir als Familie besser funktionieren. Also natürlich dass auch er mit ihr klar kommt.

          • Ja du solltest dich trennen wenn er nicht bereit ist überhaupt mal sowas wie ein Vater zu sein... schon allein für deine Tochter. Das arme Kind.

            Wenn du es wirklich nicht weißt...natürlich geht mein Mann mit seiner Tochter auf den Spielplatz, ließt Bücher und spielt sogar Puppen ab und an...

            Denkst du denn du bist eine gute Mutter?
            Zu meinem Verständnis was eine gute Mutter ausmacht, gehört auch, dass meine Hauptverantwortung bei den Bedürfnissen des Kindes liegt und ich es vor Menschen schütze, welche ihm nicht gut tun, oder dafür sorge, dass die Menschen sich "kindgerecht" verhalten.
            Mit anderen Worten: eine gute Mutter muss sich im zweifelsfall für ihr Kind und gegen den Partner entscheiden, oder aber dem Kind die Chance geben ausserhalb des ungeeigneten Milieus aufzuwachsen.

            • (15) 18.02.17 - 15:06

              Ja natürlich finde ich ich bin eine gute Mutter. Meine Hauptverantwortung liegt bei ihren Bedürfnissen. Trotzdem werde ich mich nicht Hals über Kopf nach 8 Jahren von meinem Mann trennen nur weil er keine Lust hat mit ihr auf den Spielplatz zu gehen oder mit ihr zu spielen. Ich möchte ihm helfen und ihr sich näher zu kommen und uns als Familie zusammenzuwachsen.

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