Anzeige beim Jugendamt? Sinnvoll? Mega lang, sorry

    • (1) 19.02.17 - 13:34
      wirwissenesnicht

      Hallo an alle #winke

      ich schreibe anonym, weil ich nicht weiß ob besasgte Person bzw Bekannte etc eventuell Kontakt zu jeweiligen haben.

      Unser Kind geht in eine Tagespflege, 2 Personen betreuen die Kinder. Ich habe schon einmal vor ein paar Wochen diesen Post hier verfasst und es läuft irgendwie alles drunter und drüber in letzter Zeit und einige sind sichtlich unzufrieden mit der aktuellen Situation.
      Hier der Post von mir, die die ihn nicht kennen, bitte vorher lesen:

      http://urbia.de/forum/16-partnerschaft/4859838-bin-ich-ein-schlechter-mensch-mord-an-1-jaehriger

      Es ist jetzt gehäuft vorgekommen das Pflegeperson 1 nicht da war und stattdessen die im Artikel aufgeführte Frau mit auf die Kinder aufgepasst hat. Wenn man dann die Kinder zuhause fragt wie denn der Tag war oder warum denn Haare nicht gekämmt sind, Sachen vertauscht wurden etc kommt als Antwort: "....... (Pflegeperson1) war nicht da, .........(Schwiegertochter) hat mit Pflegeperson 2 auf uns aufgepasst. Pfelegeperson 1 ist in der Zeit dann private Sachen erledigen wie einkaufen, mit beim Umzug des Sohnes helfen oder oder oder.

      1. möchte ich bzw. wir nicht das diese Frau auf die Kinder aufpasst weil sie eben keine Qualifikationen dafür hat und 2. nicht weil ich ihre Vorgeschichte kenne. Sie ist vorbestraft und hat nichts bei den Kindern zu suchen. Punkt. Die meisten Eltern kennen ja ihre Vorgeschichte nicht.

      Das ist Punkt 1. Punkt 2 ist, das es 2 Personen sind die auf die Kinder aufpassen dürfen. Soweit ich weiß liegt der Pflegeschlüssel bei insegamt 10 Kindern bei 2 Pflegekräften, mittlerweile sind es aber 13 Kinder und ab April dann sogar 15. Das heißt, das einige Kinder dort "schwarz" untergebracht sind. Wenn dann eine Kontrolle durch das JA angekündigt wird heißt es immer: "könnt ihr ...... an dem Tag zuhause lassen?"

      Ich finde das geht einfach nicht. Sicher ist es schwer heutzutage eine geeignete Einrichtung zu finden bzw. überhaupt einen Platz zu bekommen aber darunter leiden die Kinder. Gerade die männliche Pflegeperson ist sichtlich überfordert und kann damit nicht umgehen. Öfter kommen Kinder nach Hause mit den Worten "..... hat mich heut wieder doll am Arm gezogen." oder "...... schreit uns ja nur immer an, da will ich nicht mehr hin gehen." Der Ton ist manchmal grausam und die Kinder werden angebrüllt von ihm bzw. müssen dann allein in einem anderen Raum essen wenn nicht gehört wird bzw es gibt garnichts zu essen.

      Neulich haben 3 Kinder überhaupt kein Mittagessen bekommen weil sie angeblich nichts wollten. Im Endeffekt hat sich heraus gestellt das besagte Kinder keinen Rosenkohl wollten sondern nur Kartoffeln mit Soße. Aussage der Pflegeperson war dann: "Hier wird entweder alles gegessen oder es gibt garnichts." Hallo? 1. wozu zahle ich Essengeld, 2. sollte man gerade als Tagespflegeperson wissen das gerade Rosehnkohl etc. nicht gerade das Lieblingsessen von Kindern ist und 3. hätte man sich keinen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn die Kinder nur Kartoffeln mit Soße bekommen hätten. Dann kommt man sein Kind abholen und Sohn u. Schwiegertochter sitzen mit am Tisch und essen. In den Räumen der Tagespflege. Warum setzen sich diese nicht in die privaten Räumlichkeiten und essen da? Warum wird für diese mit gekocht, vom Essengeld das für die Kinder gezahlt wird? Ja gut mal ist das ok und keiner würde etwas sagen. Aber es ist seit ein paar Wochen mehrmals die Woche? Muss das sein?

      Punkt 3
      Es ist schön das mit den Kindern in den Garten gegangen wird aber es kann doch nicht sein das Person 1 drinnen bleibt und irgendwas macht und Person 2 mit allen Kinder draußen ist. Dann wird dort aber auch nicht auf die Kinder geachtet sondern es wird nebenbei mit der Schubkarre Holz vors Haus gefahren, der Schuppen auf Fordermann gebracht, geschnittene Hecke geschreddert etc. Also eben Gartenarbeit. Die Pflegeperson kann so garnicht schauen was die Kinder dort machen, es ist einfach nicht möglich, wenn die Person ständig private pflegearbeiten des Gartens vornimmt, während er eigentlich ein Auge auf die Kinder haben sollte. Der Garten ist im Moment eine Baustelle. Überall liegt abgesägtes Holz und geschnittene Äste von Hecken und Sträuchern, es ist nichts gestreut. Der Garten ist wirklich eine Eisfläche. Man kann zusehen wie sich ein Kind nach dem anderen buchstäblich aufs Maul packt. Sorry für die Ausdrucksweise. Auf der Holztreppe die in den Garten führt fehlen Stufen etc, sie sind einfach durchgefault. Wir sind der Meinung das der Aufsichtspflicht garnicht nachgekommen werden kann, wenn man nebenbei noch privat sein Holz hackt oder ähnliches. Der Buddelkasten ist leer und abgedeckt weil der Kies zum bauen eines neuen Teiches benutzt wurde. Das einzige was die Kinder im Moment draußen haben ist ein kleines Spielhaus.

      Es häufen sich einfach Sachen die einige von uns nicht in Ordnung finden. Manche Eltern bekommen verschiedene Sachen einfach nicht mit denk ich, weil ihre Kinder halt noch nicht sprechen können. Die großen Kinder erzählen natürlich zuhause auch schon mal wenn was war. Wenn man das dann anspricht bekommt man als Antwort: "da muss ..... etwas falsch verstanden haben, so war es garnicht. Da gab es bestimmt ein Missverständnis." oder "na das muss sich ...... ausgedacht haben:" Ich finde es eine Frechheit die Kinder als Lügner darzustellen. Ein Kind hatte sich beim Toilettengang etwas nass gemacht, da anscheinend die Hose nicht richtig herunter gezogen war oder sonst was.

      Es wurde dafür ausgeschimpft. Daraufhin fing das Kind an zu weinen und es erzählte dann zuhause: "Ja dann hat ...... geschimpft und gesagt ich soll aufhören zu jodeln und ich benehm mich ja schon wie mein Vater." Sowas denkt sich doch kein Kind aus. Gerade diese Wortwahl.

      Oder es kommt von den Kindern die Aussage zu ihren Eltern: "und morgen klopfst du aber leise bzw. machst die Tür leise zu weil ....... noch schläft."

      Die ersten Kinder werden so gegen 6 bzw. kurz nach 6 gebracht. Die meisten kommen so zu 8 Uhr morgens. Dann steht man mindestens 2 mal in der Woche vor der Tür und klopft und klopft und nach 5-10 Minuten macht dann jemand auf. Es ist nämlich so das Pflegeperson 1 noch im Bett liegt und schläft und Pflegeperson 2 sich mit den bereits gebrachten Kindern noch einmal hinlegt und schläft. Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn die kleinen Kinder nochmal hingelegt werden, wenn sie so früh gebracht werden. Aber es kann doch nicht sein das sich die Pflegeperson auch mit hin legt und schläft und die dann noch kommenden Kinder vor verschlossener Tür stehen und darauf hoffen das ..... beim 1. oder 2. klopfen dann wach wird. Klingeln ist grundsätzlich untersagt weil man ja dann die andere Pflegeperson die noch im Bett liegt und schläft wach machen würde.

      Dann müssen sie eben von Anfang an ihre Öffnungszeiten ändern und sagen Kinder können erst ab 7 oder acht gebracht werden. Aber es ist jedes mal ärgerlich, das man vor verschlossener Tür steht obwohl man selbst schon im Zeitdruck ist weil ....... schläft und nicht auf macht. Oder es machen einfach Kinder auf, wenn man klopft obwohl die Pflegeperson ja garnichtweiß wer dort vor der Tür steht. Das kann ja was weiß ich wer sein. Kommt man dann rein liegt Pflegeperson 1. im Gruppenraum auf der Matratze mit den anderen Kindern und pennt. Wir möchten das die Tür persönlich von einem Erwachsenen geöffnet wird.

      Es sind einfach so Dinge die nicht sein können und nicht sein dürfen. Wir haben uns mal ein bisschen belesen und so einige Sachen werden einfach nicht eingehalten. Es müsste z.B. 1 x im Jahr ein Arzt bzw Zahnarzt kommen der nach den Kindern schaut. Das passiert auch nicht. Wenn z.B. ansteckende Krankheiten auftreten in der Einrichtung möchte ich das ein Zettel aushängt. Das ist auch nicht der Fall, das erfährt man dann von den Eltern des betroffenen Kindes etc. Im Bad stehen Zahnbürsten und Becher für die Kinder, Zähne werden jedoch nie geputzt dort. Hauptsache es sieht erst einmal danach aus.

      Wir haben einfach den Eindruck das sie mit der Anzahl der Kinder überfordert sind und dem nicht mehr gerecht werden können. Es war mal eine sehr schöne Einrichtung in das unser Kind gern gegangen ist und wir waren wirklich zufrieden. Doch seit ca. einem Jahr treten Sachen auf die einfach nicht sein dürfen. Wir haben einfach Angst das wenn wir so manches ansprechen, das es an den Kindern ausgelassen wird. Ich weiß das eine Pflegeperson sehr unprofessionell mit den Kindern umgehen kann. Es wird geschrien, am Arm gepackt und einfach unfair behandelt bzw. teilweise werden herabwürdigende Bemerkungen den Kindern gegenüber gemacht. Wir haben einfach Angst das es an den Kinder der Eltern ausgelassen wird die etwas sagen bzw. sich beschweren. Deswegen überlegen wir anonym beim Jugendamt bericht zu erstatten. Nicht wir müssen den ganzen Tag dort verbringen sondern unsere Kinder. Man merkt der Person einfach an das sie kein ausgebildeter Pädagoge ist sondern eine angelernte Kraft. Beruf und Berufung eben.

      Sorry für diesen mega langen Text, aber wie würdet ihr euch verhalten? Bzw. was würdet ihr tun? Es weiß z.B. nur eine weitere Mama was besagte Schwiegertochter für eine Vergangenheit hat und niemand sonst. Sollte man das JA darauf aufmerksam machen das diese Person auch mit auf die Kinder aufpasst ohne das die Eltern davon in Kenntnis gesetzt wurden?

      Ich danke euch schonmal.

          • Dann hättest Du längst beim Jugendamt vorstellig werden müssen, um so einen anderen Platz zu bekommen ...

            ... zu Not im Job erst einmal Urlaub nehmen, das Kind mit zum Job nehmen, ein Kindermädchen vorübergehend engagieren ... oder, oder, oder ...

            ... aber doch nicht wochenlang tatenlos zusehen ...

            ... das sind doch alles keine Vorfälle von 1 Woche, sondern da lag doch von Beginn an alles im Argen.

            Ich verstehe auch nicht, warum man in der Situation hier fragen muss und derart unselbstständig ist.

            Hast du nicht in deinem anderen Artikel geschrieben, dass du es nicht verstehst, dass eine Mutter ihr Kind nicht wie eine Löwin beschützt?

            Wenn ich wüsste, dass die Zustände dort so sind, wie du sie beschreibst, dann würde ich ALLES daran setzen, dass mein Kind dort nicht mehr hinmuss. Dann suche ich mir eine Einrichtung, die nicht in der Nähe ist. Dann fahre ich einfach länger, suche mir eine Tagesmutter etc.

            Mir kann hier keiner erzählen, dass es so gar keine Alternativen gibt!

            Ich wäre die Erste, die im JA persönlich vorspricht und von den Zuständen berichtet und auch gleich dort auf eine neue Unterbringungsstätte pocht.

            Für mich schaust du eigentlich auch nur tatenlos zu, sorry...

      (7) 19.02.17 - 13:43

      Warum geht Dein Kind dort noch hin?

      • (8) 19.02.17 - 13:49
        wirwissenesnicht

        Weil ich bis jetzt noch keine andere Einrichtung in der Umgebung gefunden habe die ihn aufnimmt bzw einen platz frei hat. Ich kann aber auch nicht zuhause bleiben ich habe einen 40 Std. Job. Großeltern sind ebenfalls noch berufstätig. Das ist nicht ganz so einfach

        • (9) 19.02.17 - 13:53

          Seit einem Jahr geht das so, wie Du ja schreibst.
          Und das ist ernsthaft die einzige Einrichtung, in der Du Dein Kind lassen MUSST, weil es keine Alternativen gibt?

          Das kann ich nicht glauben. Was machst Du denn, wenn Du eine Meldung ans Jugendamt machst und die schließen diese Asihöhle?

          • >>> Was machst Du denn, wenn Du eine Meldung ans Jugendamt machst und die schließen diese Asihöhle? <<<

            Dann wird wundersamerweise ein Platz aus dem Hut gezaubert, den es vorher auf gar keinen Fall und nimmer nicht gab ;-)

    Kind abmelden per sofort und dann jugendamt informieren

    (12) 19.02.17 - 13:50
    Frage weitergeben---

    du kannst die Frage ans JA weitergeben und dort besprechen

    Ich hatte dir bereits im letzten Post geschrieben, dass ich mein Kind UMGEHEND aus dieser Einrichtung abmelden würde, aber das wolltest du ja nicht. Wenn dir das wohl deines kindes lieb ist, findest du eine andere Lösung als diese Einrichtung. Aber, wie beim letzten mal: "Wer will, findet Wege, wer nicht will, Ausreden."

    Du jammerst hier schon zum zweiten Mal herum, dass Du das Kind nicht aus der Einrichtung nehmen kannst, weil Du keinen Ersatz hast. Jetzt willst Du wissen, ob Du das Jugendamt informieren sollst, weil die Umstände untragbar sind.

    Ja glaubst Du ernsthaft das Jugendamt wird dort nicht erstmal sofort den Riegel vorschieben, die Einrichtung zumindest vorübergehend schliessen und intensiv prüfen, ob überhaupt jemals wieder dort jemand Kinder betreuen darf?

    ... man kann die Kinder für eine Weile bei den Großeltern lassen, auch wenn die nicht vor Ort sind. Einen Notfall werden sie sicher verstehen. Wenn nicht die eigenen, dann die Schwiegereltern und eventuelle Geschwister von Dir oder Deinem Partner. Es gibt Urlaubstage (und was ist eigentlich mit deinem Partner? Sind schließlich auch seine Kinder), es gibt unbezahlten Urlaub, es gibt au pairs, es gibt Kinderfrauen, manche Firmen bieten bieten Homeoffice an - also viele, viele Möglichkeiten. Wenn ich bei uns online im Arbeitsamt nach Haushaltshilfen mit Kinderpflegeerfahrung suche, spuckt es eine ewig lange Liste aus. Ist natürlich teurer, aber ist ja nicht für ewig.

    Und dann das wichtigste: Jugendamt informieren, Kind rausnehmen und zwar so schnell wie möglich.

    Freunde von mir hatten auch Ärger mit der Kinderbetreuung. Beide voll berufstätig. Trotzdem haben sie es rausgeholt. Vier Monate Kampf bis sie was anderes gefunen haben in ihrer Großstatdt. Überbrückt wurde es mit einem wilden Mix aus Urlaub, Großeltern, Freunde und Homeoffice. Die beiden gingen auf dem Zahnfleisch. Dafür ist der Kleine jetzt um so glücklicher in seinem neuen Kindergarten.

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