Mann trinkt seit Jahren jeden Abend... Seine Reaktion

    • (1) 20.02.17 - 21:55

      Hallo guten Abend.

      Ich habe mal ein Anliegen.

      Und zwar mein Mann teinkt JEDEN Abend 2bis3 Flaschen Bier!

      Wirklich jeden Abend.

      Er muss immer Bier im Haus haben.

      Wenn ich ihn darauf anspreche, dann sagt er immer, er wäre nicht abhängig aber Abends braucht er das?!
      Seine Mutter und sein Bruder haben mir erzählt gehabt, dass es schon seit Jahren so ist.

      Heute zb. Er hatte noch eine Flssche im Kühlschrank.

      Er geht los uns einen Döner zu holen und macht einen Umweg und kauft noch e Flaschen.

      Ich habe nun nochmal mit ihm gesprochen, ob es ihm auffällt wie viel er jeden Tag trinkt und das das Leberschädigend ist und er doch eine Familie hat.

      Ich habe gesprochen ohne zu urteilen und als Antwort bekomme ich " so wie du es rüberbringst ist es echt zum kotzen" .

      Ich hatte gesagt gehabt das ich selbst als Kind mitbekommen habe wie mein Vater jeden Tag getrunken hat.

      Was kann ich noch tun?
      Langsam verzweifel ich.

      Er sagt dann immer nur nach dem Gespräch er wird das eingrenzen aber wahrscheinlich nur damit ich ruhig bin denn es ist ja am nächsten Tag wieder hinfällig.

      Vielleicht hat ja jemand einen Tip.

      Liebe Grüße

      • e Flaschen = 3 Flaschen

        Schütte mal ein paar Tage JEDE Flasche Bier weg, egal, wieviel er neu kauft. Schütte ALLES weg und schau, wie er reagiert, wenn er einen oder mehrere Tage lang kein Bier trinken kann, weil einfach keins da ist. Seine Reaktion zeigt dir, wie abhängig er bereits ist.

        Wenn er jeden Tag Alkohol braucht, dann ist er abhängig. So einfach ist das. Du kannst wenig machen, ausser ihm sagen, wenn er nicht aufhört, dann ziehst Du Konsequenzen. Die Frage ist aber, ob Du das dann wirklich tust oder ob er schnell merkt, dass das nur heisse Luft ist.

        Ein Alkoholiker muss selbst merken, dass er zu viel trinkt und das ändern wollen. Wenn es Dir ernst ist, dann geh zu Treffen von Angehörigen alkoholabhängiger Menschen, die können Dir weiter helfen. Oder informiere Dich beim Hausarzt bzw. im Internet, es gibt z.B. Selbsttests, die einem sagen, ob man abhängig ist.

      • Hallo,

        er trinkt täglich. Er geht Döner holen - als Vorwand, um aus dem Haus zu können und Bier zu holen. Er sagt, er ist nicht abhängig, braucht den Alkohol nur? Aha, und was ist dann Abhängigkeit?

        Überlege Dir 1. was Du erträgst und was Du von ihm erwartest, 2. was Deine Konsequenz ist, wenn er so weitermacht, und 3. teile ihm das mit.

        Aber Vorsicht: Sei klar in dem was Du sagst, und setze um was Du sagst. Du MUSST tun, was Du ankündigst.
        Ob er abhängig ist, kann übrigens nur er selbst sagen. Ferndiagnosen im Forum oder auch eine Diagnose durch Dich ist nicht möglich. Aber bei dem was Du schreibst, dürfen Deine Alarmglocken läuten: "Ich bin nicht abhängig, brauche das Bier aber abends", "Zum Kotzen, wie du das rüberbringst" (damit dreht er den Spieß um), Versprechen, den Konsum einzuschränken werden nicht eingehalten.

        Wenn Du magst, nimm Kontakt zu AlAnon auf, das ist die Angehörigengruppe der Anonymen Alkoholiker. Da weiß und versteht man von was Du redest.

        Alles Gute!
        basta.pasta

        (6) 20.02.17 - 22:41
        Ähnliches Problem

        Ich habe ein ähnliches Problem mit meinem Mann.. bei ihm sind es "nur" 1-2 Flaschen, aber auch er trinkt das Bier aus den "falschen" Gründen, nämlich um abzuschalten.
        Ich finde sobald man Alkohol nicht mehr zu den "richtigen" Gründen trinkt, also zB mal an einem Samstag Abend gemütlich zu zweit, wenn man mal ein wenig feiern will, etc.. läuft etwas falsch.

        Auch ich habe probiert zu reden..ohne großartigen Erfolg.

        Auch er weiß, dass ich vorbelastet bin und seht empfindlich auf das Thema reagiere.
        Er hat es dann, mehr schlecht als recht, sein Bier heimlich getrunken.

        man muss einfach verstehen, dass das schon zu einem gewissen Grad krank ist.

        Jedenfalls habe ich dann vor drei Wochen die Reißleine gezogen und mich räumlich getrennten.

        Ich hoffe, es hat etwas ihn ihm bewirkt.
        Er geht zur Psychologin, gleichzeitig machen wir eine gemeinsame Beratung.
        Man darf gespannt sein..

        Der wichtigste Rat, den ich dir geben kann:

        Mach DICH nicht kaputt!

        • Ich weiß nicht, inwieweit man bei diesem Thema Äpfel mit Birnen vergleichen kann.

          Der ehemalige Lebensgefährte meiner Schwester war zutiefst abhängig. Das war wirklich schrecklich mit anzusehen. Daher wissen wir, wie schlimm eine Alkoholabhängigkeit wirklich sein kann.

          Mein Vater hat nach der Arbeit (meistens nach den Spätschichten) auch immer sein Feierabend-Bier getrunken. Häufig sogar noch ein klares Schnäpschen dazu. Für uns war das normal, weil er seinen Alltag normal gemeistert hat. Er war nie betrunken (außer vielleicht mal zu den normalen Feiern) oder ausfällig. Er hat auch nie gesagt, er braucht das. War nie zittrig oder sonstwie auffällig. Wir wären nie auf die Idee gekommen, ihm Vorwürfe zu machen oder ihn als Alkoholiker zu bezeichnen. Er trinkt heute als Rentner (68) immer noch gerne sein Bierchen und Schnäpschen - aber eher unregelmäßig als jeden Tag. Er war jetzt im Krankenhaus, wo man sein Herz durchgecheckt hat. Man muss dazu noch sagen, dass mein Vater fast 50 Jahre raucht und auch nicht gerade der Schlankste ist. Der Arzt hat gestaunt, wie clean die Herzblutbahnen meines Vaters sind. Auch seine Leber ist kerngesund.

          Ob nun 1 bis 2 Bierchen am Abend auf einen Abhängigen hinweisen, mag ich nicht zu beurteilen. Da ist wahrscheinlich jedes Individuum anders. Ich finde es auch nicht in Ordnung, wenn unsere Führungsriege bei ihren Nachmittagsmeetings Rotwein trinkt und sich dann ins Auto setzt, um nach Hause zu fahren. Oder wenn ich sehe, was mein Chef auf Messe so alles wegtrinken kann und man merkt ihm kaum was an. Dabei ist er schmal und isst nicht viel. Da frage ich mich, wie viel trinkt er sonst? So sehen für mich Gewohnheitstrinker aus.

      (8) 20.02.17 - 22:46

      Also ist echt schwer zu sagen.... so lang es nur 2 - 3 Bier sind, und wirklich NUR Abends ist es vielleicht noch nicht sooo dramatisch.......?!?!

      Klar die Grenze ist oft schwammig, aber bei uns in Bayern gehört das Bier z.b. zum Grundnahrungsmittel. Sehr viele Männer und bestimmt vielleicht auch Frauen gönnen sich Abends das Feierabend Bier.

      Gestandene Mannsbilder die wirklich den ganzen Tag über schwer arbeiten und auch tagsüber wirklich keinen Tropfen Alkohol trinken gönnen sich Abends das kleine Bierchen. Und klar für einen 100 Kilo Mann sind auch 2Bier bestimmt noch legitim.

      Schwierig wird es erst wenn mal Schnaps oder so dazu kommt.

      Also ich will jetzt natürlich das nicht auf die leichte Schulter nehmen und sagen das ist überhaupt nicht schlimm.... Ich würde das sicherlich auch gut beobachten und im Blick haben. Aber ich denke immer noch, so lang ein Mann tagsüber problemlos ohne Alk auskommt und zuverlässig seinen Job erledigt..... ist er halt bestimmt auch noch kein Alkoholiker.

      Halte einfach gut die Augen auf #fest;-)

      • (9) 20.02.17 - 23:08

        Der Mann der TE braucht jeden Tag Alkohol, die Menge ist hierbei nicht das Wichtigste.
        Ich finde du verniedlichst das Problem, kleine Bierchen u.s.w.
        Warum sollte man den Alkoholkonsum der Partners überwachen?
        Ich würde täglich zwei, drei Bier ganz sicher nicht akzeptieren.

        Ich kannte Alkoholiker die haben nie Schnaps getrunken,nur Bier, Sekt oder Apfelwein.
        Frauen die täglich auch nur zwei, drei Cognac...chen gekippt haben ( die wurden allerdings immer größer im Laufe der Zeit ) und trotzdem von ihrem Partner verlassen wurden.
        Nicht alle mögen die Wirkung, die Alkohol auf den Partner haben kann.

        Ichle be in Bayern und die ganz große Mehrheit der Menschen die ich kenne kommt sehr gut ohne Dein "Grundnahrungsmittel" aus. Die trinken nur mal am Wochenende, aber doch nicht unter der Woche, schon gar nicht wenn Kinder vorhanden sind. Selbst da ist nach einem Radler zum Essen Schluss.

        Und der Mann der TE kommt ja nicht problemlos ohne Alk aus, sondern wenn er kein Bier mehr hat, geht er los und kauft welches. weil er es "braucht.

        Ich kenne mehrere Leute, die in Bayern leben.
        Niemand von ihnen trinkt da täglich 1 Bier! Und mehr schon erst recht nicht.
        Und Deine Verniedlichung in Bezug auf Alkoholkonsum finde ich unmöglich!

        Ein "Bierchen"? Das "kleine Bierchen"? Gestandene Mannsbilder? #kratz
        Bier gehört zum Grundnahrungsmittel? Ach ja? Frag doch mal einen Arzt, der wird Dir das gut beantworten können.

        (12) 21.02.17 - 13:42

        So in etwa sehe ich das auch.

        Klar - es lässt sich darüber streiten "Wann ist man Alkoholiker?" Sobald man es unbedingt braucht, auf der anderen Seite die FRage: Ist er dann in betrunkenem Zustand?

        Mich würden 3 Halbe jeden Abend wohl auch nicht wirklich gefallen.

        Mein Vater hat täglich sein Feierabendbier getrunken, ob eine oder zwei Flaschen, das war verschieden. Er hat trotzdem seine tägliche Arbeit gut gemacht, ist nicht betrunken Auto oder sonst was gefahren und seit er altersbedingt regelmäßig Medikamente nehmen muss ist er auf Alkoholfrei umgestiegen - das hat ihm nicht viel abverlangt.

        Obwohl zwischendurch, so um das 60. LJ hat er dann das Bier auch jahrelang ganz weggelassen.
        LG

    (13) 20.02.17 - 23:17
    mangönntsichjasonstnix

    also die Steine die gleich geflogen kommen, sind mir wurscht! :-p

    So, dann oute ich mich mal als "Alkoholikerin" und Frau eines "Alkoholikers".

    Jep, ich trinke (so gut wie) jeden abend meinen Wein. Mal ein achtel, mal ein viertel, mal zwei Viertel. Oder auch mal Nachmittags eins, zwei Gläser Sekt für den Kreislauf.
    Mein Mann hat einen körperlich anstregenden Beruf und trinkt nach Feierabend sein Feierabend Bier. Mal bleibt es bei ein oder zwei. Mal nicht. (nagut, regelmäßig mehr als zwei finde ich auch zu viel, dann merkt man ihm den Alkohol auch an)

    Haben wir ein Problem?
    JA! Werden hier wohl alle schreien.

    O.k zugegeben, ich brauche das auch für meine Nerven. Ich gönne mir das. Auf Schokolade/Süßigkeiten könnt ich auch nicht einfach so verzichten und nasche jeden Tag! Bin ich deswegen Fresssüchtig?!

    Ein Problem hätte ich in meinen Augen dann, wenn ich frühs schon verlangen nach Alkohol verspüren würde.
    Apropo Verlangen: Wieviele von uns sind "Kaffeesüchtig", weil morgens nix ohne Kaffe geht?! ;-):-p

    Ja, ich kann auch mal ein paar Tage ohne Alkohol auskommen. Und NEIN, ich hab dann keine Entzugserscheinungen!
    Nämlich dann wenn ich krank oder stark erkältet bin. Dann trinke ich übrigens auch keinen Kaffe, sondern Tee und hab keine Lust auf Süßigkeiten, sondern esse Obst und Salat.

    Bier und Wein ist bei uns auch immer im Haus. Also keinen goßen Mengen. Ein, zwei Flaschen und ein, zwei Kästen. Sind die leer oder fast leer, wird beim Einkauf wieder was mitgenommen.

    Da wird auch nix verheimlicht. Es schleicht sich keiner aus dem Haus um Alkohol zu besorgen. (Warum ich hier dann anonym schreibe? Weil das halt der Vorteil eines Forums ist, ganz einfach. Jeder kann seine Meinung kund tun, ohne dass Bekannte aus dem Ort ein neues Klatschthema haben...;-))
    Warum auch?! Sind wir in Amerika, wo man zwar mit 16 eine Waffe kaufen, aber erst mit 21 Alkohol konsumieren darf?
    Nö, wir sind erwachsene Menschen. Wir sind nicht besoffen und unsre Kinder erleben uns auch nicht volltrunken.

    Den Vollsuff meines Vaters hab ich als Kind auch oft miterleben müssen. Schrecklich.
    Irgendwo hat halt alles seine Grenzen und die beginnen spätestes dann, wenn andere darunter leiden.

    Meiner Leber geht es übrigens bestens!
    War zumindest noch während/nach der zweiten Schwangerschaft so und seit dem hab ich meine Organe mit sicherheit nicht totgesoffen.
    (Eigentlich könnt ich es mir ja sparen, aber ich erwähne es trotzdem mal: NEIN ich hab während der SS natürlich keinen Alkohol getrunken!)

    Meine Mutter hat mir mal erzählt, dass früher zu Hause (also bei meiner Oma und Opa) früher immer ein Krug Most auf dem Tisch stand. Hatte ein Kind durst, hieß es: Da steht was!
    Ja... muss nicht heißen, dass früher alles richtig war.
    Aber man hat sich eben nicht gleich wegen allem verrückt gemacht. Zumindest auf dem Land gab es da halt schlichtweg andere Prioritäten.
    Aber in unsrer heutigen "Cleaneater-veganwerdenden-kalorienzählenden-Helikoptermom-stressigen-schnelllebenden-Welt" zeigt eben jeder gleich mit dem Finger, sobald man meint, jemand anderes macht etwas nicht perfekt.

    Okay, ich scheife ab!...

    Wie hast du es denn deinem Mann gegenüber rübergebracht?
    Hast du es in einer ruhigen Minute, beim Essen oder so, angesprochen, oder eher vorwurfsvoll erwähnt, wenn es dich so sehr belastet?!

    Wenn die Situation so schlimm für dich ist, müsst ihr natürlich einen gemeinsamen Weg finden.
    Ansonsten; trink vielleicht mal ein Gläschen Wein ab und zu! ;-)#schein

    So, Prost und Gute Nacht!

    (Ich guck vielleicht morgen nochmal rein und schau nach dem Steinestapel der jetzt fliegt. :-p)

    • Mir gefällt dein Beitrag, aber ich werde auch regelmäßig gesteinigt. Vielleicht hängt das zusammen? ! :-)

      Mir gefällt dein Beitrag auch. Würde man mir eine von mir gekaufte Flasche Wein einfach ausschütten, dann wäre ich diejenige, die auszieht. Ich bin nämlich nicht mehr in der Krabbelgruppe, wo entschieden wird, was gut für mich ist und was nicht. Mein Schoppen Wein am Abend, den ich übrigens nicht als Schorle trinke, macht mich noch lange nicht zum Alkoholiker. Ich stehe trotzdem jeden Tag um 06:00 auf und arbeite dann bis Abends durch. Und dann, wenn ich mit meinem Buch auf der Couch sitze, dann trinke ich ein Glas Rotwein. Leben und leben lassen, liebe TE. Das sähe natürlich anders aus, würde dein Mann jeden Abend im Vollsuff auf der Couch einschlafen.

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