Versteht er mich nicht oder bin ich ihm egal?

    • (1) 23.02.17 - 11:56

      Ich suche nette Gesprächspartner, die mir vielleicht helfen können. Ich weiß nicht, ob ich in meiner Wahrnehmung falsch liege, oder ob mein Mann egoistisch, bockig und uneinsichtig ist.

      Immer wieder kommt es zu Situationen, die zu "übertriebenen" Diskussionen führen. Lächerliche Auslöser, die sich dann zu großen Konflikten entwickeln.

      Zum Beispiel sagt er immer "wenn ich Fehler mache, dann stehe ich auch dazu". Wenn ich ihn aber auf mögliche Fehler anspreche, dann reagiert er mit Gegenvorwürfen, also Dinge die ich falsch mache, oder er beendet die Gespräche. "Ich habe jetzt keine Lust auf Diskussionen". Er lässt mich dann einfach mit meinem "Ärger" sitzen und redet nicht mehr. Wenn ich nachhake, kommt immer wieder "ich hab kein Bock auf diese Diskussionen".

      Ich hingegen möchte doch nur verstehen, warum er so gehandelt hat und ich wünsche mir in solchen Situationen etwas Verständnis und Einsicht. Manchmal würde es mir schon reichen, wenn er mir zeigen würde, dass er erkannt hat wie "blöd" das war und wenn er mich dann in den Arm nimmt. Dann wäre für mich schon wieder alles gut. Dadurch, dass er aber alles abblockt und ich mein Anliegen nicht klären kann, werde ich in meiner Hilflosigkeit immer lauter und versuche ihn zur Klärung zu drängen. Das Ergebnis ist immer das gleiche.
      Ich fühle mich schuldig und schlecht. Er sitzt auf der Couch und will seine Ruhe. Ich gehe ins Schlafzimmer und weine.

      Diese Anspannung löst sich erst, wenn ich mich für mein Verhalten entschuldige bzw. Ihn garnicht mehr auf die Konfliktsituation anspreche und einfach so zur Normalität übergehe. Dieser Zustand ist unerträglich für mich, denn in mir wächst immer mehr das Gefühl von Angst und Unsicherheit. Was bin ich ihm wert? Liebt er mich wirklich? Warum muss ich immer nur auf seine Bedürfnisse Rücksicht nehmen? Liegt es an meiner Art wie ich rede und versuche meine Bedürfnisse zu äußern? Wie könnte ich diese übertriebenen Ausartungen in Zukunft vermeiden und solche Situationen anders handhaben?

      Es geht in fast allen Situationen wirklich immer nur um Nichtigkeiten.

      Ich liebe ihn so sehr, wir haben erst vor zwei Monaten geheiratet. Beide haben wir Kinder in die Ehe mitgebracht, insgesamt vier. Das Leben als Patchworkfamilie selbst funktioniert hervorragend. Alle Kinder verstehen sich, als wären sie leibliche Geschwister. Mein Mann und ich lieben alle vier Kinder, als wären sie alle unsere gemeinsamen.

      Wenn ich nur wüsste, warum wir beide uns, wie oben beschrieben, verhalten!? :(

      Was kann ich nur anders machen!? :(

      • "Er sitzt auf der Couch und will seine Ruhe. Ich gehe ins Schlafzimmer und weine."

        Diese Szene würd ich mir an deiner Stelle genau 3 x in dieser Form geben. Ein Mann, der das nicht merkt oder dem das egal ist und der nicht gewillt oder imstande ist, mit dir dann zu sprechen, der liebt dich nicht. Egal, was du dir einredest. Der liebt dich nicht.

        • Ich kann deine Einschätzung verstehen. Aus den Textfetzen die ich hier zusammengefasst habe, lässt sich das sicher als Schlussfolgerung daraus ziehen.

          • Dein Text erinnert mich ganz stark an das Leben, was mir meine Eltern vorgelebt haben. Und ich habe mir als Kind schon gedacht, so ein Leben möchte ich mal nicht führen. Trotz alledem haben sie sich geliebt und feiern am 1. April Goldene Hochzeit. Sie haben sich über Jahrzehnte zusammengerauft, sind durch richtig schwere Zeiten gegangen. Heute sind sie altersweise und ziemlich gelassen.

            Meine Mama war früher auch immer weinend in ein anderes Zimmer gegangen. Ich habe den Eindruck gehabt, dass mein Vater abgestumpft ist dagegen, weil es so oft passiert ist.

            Vielleicht könnte es euch helfen, dass ihr einen festen Termin ausmacht und er sich drauf einstellen kann, dass dann diskutiert werden muss. Dann kann er nicht sagen "ich habe jetzt keine Lust auf die Diskussion".

            Und wenn ihr dann diskutiert, kämpfst du die Tränen nieder. Das ist leichter gesagt als getan, ich weiß, ich war auch lange Zeit sehr nahe am Wasser gebaut. Aber ich hatte das leuchtende Vorbild meiner Eltern und habe deshalb an mir gearbeitet, damit ich nicht immer gleich losheule.

            Ich wünsch dir ganz sehr, dass ihr das beide in den Griff bekommt und zusammen einen Weg findet, auf dem ihr euch auf Augenhöhe begegnen könnt.

            Viel Glück! Leanda

      (6) 23.02.17 - 12:19

      ich verstehe es so, dass er nicht konfliktfähig ist - und dass das in erster Linie gar nichts mit dir zu tun hat.
      aus dem Problem, dass ihr beide anders mit Konflikten umgeht, entstehen neue Schwierigkeiten und Herausforderungen, die du dann als Nicht-Liebe vielleicht interpretierst.

      mein erster Tipp wäre:
      es gibt ein Problem, du beziehst das Verhalten und die Folgen nicht auf dich persönlich. du gehst eher in die Beobachterposition und sagst dir "aha, ich habe etwas zu kritisieren, er zieht sich zurück. das tut mir weh. wie kommen wir beide da jetzt gut raus?" und dann kannst du verschiedene Lösungsstrategien ausprobieren, ansprechen etc...

      oder du sagst: das ist mir zu mühsam mit einem Typen, mit dem ich nicht reden kann, wenn mir etwas gegen den Strich geht... und zeihst die Konsequenzen daraus.

      ich fände aber das erste Projekt spannender, weil du dabei einiges lernen kannst.
      allerdings: ist das Unterfangen nur mühsam und gibt es sonst nichts, wofür es sich lohnt, dann würde ich natürlich eine Trennung bevorzugen. Aber darum geht es dir im Moment nicht, oder?

      Meine persönliche Erfahrung ist, wenn ich nicht alles direkt auf mich beziehe und es als Ablehnung oder Verletzung sehe, habe ich eine ganz andere Position, kann leichter durch Situationen, die einfach unbequem sind (wer hört sich schon wirklich gerne Kritik an? - allerdings ist eine Beziehung nicht lebensfähig, wenn keiner was sagt!).

      vg

      • Danke für das Schreiben Deiner Gedanken bzw. Deiner Meinung.
        Das Zurückziehen, ist in solchen Situationen, nicht meine Stärke. Ich denke aber das es sich lohnt, neue Sichtweisen oder Umgangsweisen, umzusetzen bzw. es zumindest zu versuchen.

        Sollte es tatsächlich so sein, dass er nicht Konflikt- oder Kritikfähig ist, dann wäre das eine Charaktereigenschaft die zu ihm gehört. Entweder lerne ich damit umzugehen oder ich muss mir Gedanken machen, wie meine Zukunft ohne ihn aussehen könnte.

        Vielleicht lebt die ein oder andere Frau hier auch mit einem ähnlichen Partner zusammen, dann würde ich mich über weitere Tipps aus der Praxis freuen.

    Moin,

    mangelnde Konfliktfähigkeit ist eine Charakterfrage und hat nichts damit zu tun ob man jemanden liebt. Und zu einer Beziehung gehört mehr als nur Liebe, eben auch ob man mit den Charkterschwächen des anderen umgehen kann oder eben nicht.

    Das Ziel ist es nicht einen Menschen ohne Fehler zu finden sondern einen mit den Fehlern mit denen man gut leben kann.

    Wenn ich das richtig sehe gehst Du wegen Kleinigkeiten in einen Konflikt, während er mit Konflikten nicht umgehen kann ... finde den Fehler. Warum ihr beide Euch so verhaltet? Weil jeder Mensch nun mal verschieden ist? Die "Liebesfrage" ist nur wie sehr ist der einzelne bereit an sich zu arbeiten. Wobei dazu mehr als nur Liebe gehört sondern das auch eine Frage von Stärke ist. Viele können das trotz Liebe nicht. Von jemandem der seine Fehler nicht eingesteht zu erwarten dass er am "Fehler" mangelnde Konfliktfähigkeit arbeitet um eine Beziehung zu verbessern ... fraglich.

    Entweder Du lernst damit umzugehen oder Du musst Deine Konsequenzen ziehen.
    Und als erstes solltest Du mal wenn Dir was daran liegt erstmal keine Konflikte wegen Kleinigkeiten führen sondern dich aud die Wurzel des Übels konzentrieren. Sowohl indem Du es ansprichst als auch indem Du an Deiner Einstellung arbeitest.
    LG
    Pikku

    • Danke für Deine Antwort. Ich lese alles sehr aufmerksam und mache mir in Ruhe Gedanken über alles. Für mich ist konstruktive Kritik sehr wichtig, denn nur so kann ich mich selbst reflektieren und vllt Dinge anpacken und verändern.

Hallo.

Das kommt mir sehr bekannt vor.

Wie reagierst du, wenn er dir Fehler nahelegt. Oder macht er das nicht? Aber warum muss man denn immer weiter nachhaken. Bist du ein diskutierfreudiger Mensch? Dann kann ich deine Reaktion verstehen. Aber manche diskutieren eben mal über, wie schreibst du Nichtigkeiten, nicht gerne ewig. Durch seine Reaktion hast du doch schon gemerkt, dass er sich ertappt fühlt. Muss man dann weiter diskutieren. Damit ruinierst du dir nur selber deinen Seelenfrieden, da du nicht nachgeben kannst. Und ich denke mal, du weiß selber manchmal nicht, was du als Antwort hören möchtest, oder? Ist nicht böse gemeint, aber mein Mann versucht auch immer hintergründig zu diskutieren, wo dann die Diskusion schon abschweift. Und ehrlich, darauf habe ich auch keinen Bock, da die Stimmung dann echt kippt.

LG

PS: Wir leben auch in Patchwork, was ja ansich schon eine Herausforderung für alle ist.;-)

  • Ich würde schon sagen, dass ich Kritik annehme und darauf unterschiedlich reagiere. Entweder bin ich ruhig, weil es mir peinlich ist, oder ich versuche mich sachlich zu erklären. Gefallen tut mir Kritik auch nicht, aber wie ich schon weiter oben schrieb: "ich bin über konstruktive Kritik dankbar, denn nur so kann ich an mir arbeiten und evtl Dinge verändern."
    Ich weiß nicht ob das Wort "diskutierfreudig" das richtige, als Beschreibung, für mich ist.
    Ich würde mich eher so beschreiben, dass ich nur das Bedürfnis habe nicht für blöd verkauft zu werden und das ich mir beim nächsten mal eine andere Reaktion wünschen würde.

(12) 23.02.17 - 12:44

Hallo,

warum streitet ihr denn so oft wegen Nichtigkeiten? Kannst du mal ein konkretes Beispiel machen?

Es nervt schon, wenn man oftmals auf Nichtigkeiten angesprochen wird.

Grüße

  • Im Familienkalender (online, mit Zugriff über unsere Smartphones und Emailaccount) können Termine eingetragen, bearbeitet oder gelöscht werden.

    Er hatte Termine gelöscht und neue eingetragen, ohne das vorher mit mir abzustimmen. Normalerweise schreiben wir kurz oder telefonieren, damit der andere Bescheid weiß. (Kurzversion)
    Es waren wichtige Termine dabei, durch seine Änderungen, ohne Rücksprache, gibt es jetzt organisatorische Probleme.
    Schon als ich sagte: "ich finde es nicht in Ordnung, dass du die Termine änderst und neue vereinbarst...." da hat er schon das Gespräch abgebrochen.

    Für mich wäre das kein Streitgrund gewesen. Aber sein Aufstehen vom Tisch, diese Aussage "ich hab kein Bock auf Diskussionen", das ist es was ich so egoistisch und rücksichtslos finde.

Obwohl ich lebenslang fast nur mit Männern aller Altersstufen arbeitete und auch in der Familie etliche habe, kenne ich nur wirklich sehr wenige, von denen die Frauen sagen, dass man mit ihnen auch im Streit gut reden könne. Die meisten hauen ab in den Keller oder sonstwohin, oder drehen alles um und sehen sich sofort in die Enge getrieben und sind dann muffig. Mein Mann hatte von seiner 1. Ehe her so schlechte Erfahrungen, dass er auch immer flüchtete, wenn es ihm zu "heiss" wurde. Ich bin allerdings nicht der Heultyp, der sich dann schlecht fühlt, ich wurde dann doch auch sauer. ABER ..ich sprach das Thema dann erst in entspannter Atmosphäre und ohne die Kinder an. Nach ein paar Jahren hatten wir eine gute Ebene gefunden. Allerdings hab ich auch nicht wegen jeder Kleinigkeit bis zum Grunde des Meeres diskutiert, weil mir das selber nicht liegt. Lieber dachte ich mir dann, du hast recht und ich meine Ruhe.
Prinzipienreiterei ist tödlich in jeder Beziehung. Sprich mit ihm mal in Ruhe, lass auch mal fünfe grade sein und nimm nicht alles so persönlich und todernst. Manches kann man nämlich auch mit Humor auflösen.
Wenn Du das alles nicht kannst, tja dann..... ich glaube nicht, das er sich grundlegend wandeln wird. LG Moni

Hallo!

Wenn es bei euch vor allem um Nichtigkeiten geht - warum sprichst Du die dann überhaupt an?

Sagen wir mal, mein Mann holt sich was aus dem Kühlschrank, und vergisst ganz einfach, die Kühlschranktür danach wieder zu schließen. Nicht schön, unnötiger Stromverbrauch, klar. Einfach ärgerlich. Ich habe die Option, das anzusprechen, was wahrscheinlich dazu führt, dass er sich ärgert und die Stimmung schlecht ist. Wirklich etwas ÄNDERN wird diese Ansprache aber nicht, weil er ja nicht absichtlich den Kühlschrank offen stehen lässt, sondern es wirklich einfach nur vergisst. Oder ich sage nichts, mache den Kühlschrank wieder zu und fertig.

Anderer Fall: mein Mann bezahlt den Pizzaservice mit dem letzten Geld, das ich im Geldbeutel hatte und sagt nichts. Am nächsten Morgen stelle ich erst im Laden fest, dass ich nichts mehr habe. Hier würde ich es ansprechen, weil das ein Verhalten ist, was ja nun kein Zufall und auch nicht unabsichtlich war, sondern ihm war klar, dass er meinen Geldbeutel benutzt hat und er hat auch gesehen, dass nichts mehr drin war. Hier macht eine Ansprache Sinn, weil das wahrscheinlich eine echte Auswirkung hat.

Dabei ist dann aber immer noch die Frage, WIE ich sowas anspreche. Man kann meckern, man kann kritisieren, man kann eine Entschuldigung einfordern oder es eher scherzhaft ansprechen von wegen "wolltest Du, dass ich den Einkauf heute im Laden abarbeite?" oder "war es Dir in der Küche zu warm, dass Du ein bisschen kühlen wolltest?"

Offenbar hat Dein Mann ja große Probleme mit Kritik, und vielleicht hilft es Dir schon, ein bisschen anders mit ihm zu sprechen. Oder geht es um ECHTE Probleme die wirklich ausdiskutiert werden müssen? Da würde ich dann vielleicht eher eine Eheberatung anstreben, damit ihr wirklich miteinander ins Gespräch kommen könnt.

  • Danke für die Beispiele. Bestimmt habe ich nicht jedes Mal die passende Wort- und Tonwahl. An manchen Eskalationen, wenn man es so nennen mag, habe ich deshalb sicher auch nen größeren Anteil Schuld.
    ECHTE Probleme haben wir zum Glück nicht.

    • Probier es mal wirklich mit Humor.

      Mein Mann ist eher von der cholerischen Sorte und geht schnell in die Luft, da kann ich ihm echt gut den Wind aus den Segeln nehmen.

      Bei dem Kalender-Problem wäre es wohl ein Spruch gewesen, ob er mein Auto tunen will, damit ich in Lichtgeschwindigkeit von A nach B komme um die Termine schaffen zu können. Oder ob er sich vorher noch klonen lassen wollte.

      Damit hast Du dann auch genug zum Ausdruck gebracht, dass die Veränderungen am Kalender daneben und nicht gerade gut durchdacht waren, aber eben ohne ihn direkt zu kritisieren oder zu konfrontieren. Das erfordert ja auch gar nicht, dass man das ganze Thema bis zum Ende durch diskutiert, er ist ja nun nicht doof und wird selber auch gemerkt haben, dass am Ende die Organisation nicht so glatt gelaufen ist.

      Ich denke, alles ausdiskutieren wollen, wenn am Ende einer dann nur noch da stehen kann und sich entschuldigen kann, weil er eben einen Fehler gemacht hat, bringt euch nicht wirklich weiter. Das ist ja keine Lösungsorientierte Diskussion, sondern da geht es nur drum, recht zu haben.

Liebe Hasipferdi, kann das sein, dass Du auch ein paar Jahre mit meinem Schatz zusammen warst?
#rofl#rofl da hätte ich wirklich viel zu tun gehabt, wenn ich mich wegen sowas jedesmal aufgeregt hätte.....meine Bemerkungen haben Deinen seeehr geähnelt. Und wenn Schatzi an mir was zu meckern hatte, grinste ich ihn nur an "fass dich bitte an der eigenen Nase, die ist gross genug". Er wusste dann schnell, was ich meine#cool
LG Moni

Hallo!

Ich glaube, das Problem ist nahezu immer irgendwann, dass die Kommunikation in Problemfällen nicht richtig funktioniert. Ihr seid zwei verschiedene Charaktere und geht anders mit Konfliktsituationen um.

Wie wäre es, wenn ihr euch zusammensetzt und überlegt, was in so einer Situation in der Kommunikation schief läuft. Was wünscht ihr euch in so einer Situation? So etwas sollte am besten ohne Vorwürfe laufen (du hast, du machst, du....).

Vielleicht überfordert ihn dein Weinen. Deswegen will er eher die Konflikte vermeiden, als dass du "wieder" weinst. Du hingegen denkst dir von vorneherein wahrscheinlich "Ach, bringt bestimmt eh nix, aber..." und bist vielleicht auch etwas "aggressiver", als es eigentlich nötig wäre.

Wichtig ist es, meiner Meinung nach, die Kommunikation von beiden zu betrachten. Unabhänging davon, wer die meisten Konflikte durch sein Verhalten verursacht hat oder so..

Alles Gute :-)

  • "Wichtig ist es, meiner Meinung nach, die Kommunikation von beiden zu betrachten. Unabhänging davon, wer die meisten Konflikte durch sein Verhalten verursacht hat oder so..."

    Manchmal wünsche ich mir so einen stillen Beobachter. Zum Einen für mich, um ein Feedback zu bekommen, aber auch für ihn.

    Danke für deine Antwort :)

Meiner Meinung nach sollte euch keiner beurteilen, der euch in diesen Situationen noch nie beobachten konnte und euch nicht kennt.

Ihr seid in Konfliktsituationen zwei völlig verschiedene Menschen. Das müsst ihr akzeptieren. Wer weiß, was deinem Mann am Tag so über die Leber läuft, was er dann mit nach Hause nimmt. Wer weiß, vielleicht bist du auch eine kleine Drama-Queen und ihm geht das gehörig auf den Wecker.

Wenn man mir andauernd Fehler verwerfen würde, dann würde ich auch böse reagieren. Mein Mann reibt mir meine Fehler auch mal gern unter die Nase. Ich kann damit aber meistens gut umgehen und biete ihm Paroli. Dann ist auch wieder gut. (Meistens hat er ja auch Recht, mich regt nur seine Art auf ...)

Vielleicht redet mal jemand mit deinem Mann. Irgendwas brütet in ihm. Und du solltest vielleicht weniger weinen ... ;-)

(23) 23.02.17 - 13:33

Mein Mann ist wie dein Mann, wir sind aber schon seit fast 19 Jahren zusammen und ich weiß, dass es nicht an mir, sondern an ihm liegt.

Die Phase, die du durchlebst, habe ich in den ersten 10 (?) Jahren unserer Beziehung auch durchlebt, jetzt habe ich akzeptiert, dass er so ist, wie er ist und dass er nicht so handelt um mich zu ärgern, sondern weil er eben so ist. Btw.... unsere gemeinsame Tochter ist auch so wie mein Mann, ich weiß daher auch, dass man das nicht "weg erziehen" oder besser vorleben kann, nutzt alles nichts.

Wenn ich Kritik an ihm üben möchte, sage ich ihm deutlich, was ich denke und was mir nicht gefällt. Er hört es sich an und schweigt oder er antwortet mit unsachlichen Argumenten, die mit dem Thema wenig zu tun haben. Ich weiß aber, dass er darüber nachdenkt, glaubt er, dass ich recht habe, versucht er sein Verhalten zu ändern oder ändert es, wenn ich richtig sauer war und es richtig gekracht hat, bekomme ich meistens am nächsten Tag #blume#blume#blume

Entweder du akzeptierst ihn wie er ist und lernst mit seinen Marotten zu leben oder du musst gehen. Du solltest lernen, damit umzugehen ohne dass du selbst daran kaputt gehst.

LG

(25) 23.02.17 - 16:35

Hallo,

ich bin seit 26 Jahren verheiratet. Mein Mann war lange nicht bereit, im Streit seine Position zu vertreten, hat mich immer wieder ins Leere laufen lassen, und ich stand hilflos und mit wachsender Wut da. Es war genau so, wie Du es schreibst: Irgendwann war ein kleiner Anlass ein Riesenproblem. Und es kam in einer solchen Situation der Punkt, an dem ich ihn urplötzlich, unerwartet für uns beide und gegen jede Gewohnheit angeschrien habe. Und zwar gründlich. Ich war nicht länger bereit, diese Missachtung hinzunehmen und habe ihm das ins Gesicht geschrien. Und ich war bereit, die Ehe aufzugeben. Ich konnte es nicht mehr ertragen. Mein Mann hat da zum ersten Mal eine Ahnung davon bekommen, wie unmöglich sein Verhalten war.

Unser Bekanntenkreis besteht aus vielen lange verheirateten/liierten Paare, und ich beobachte, dass die Männer einfach so sind. Ich halte das für Bequemlichkeit, denn wer denken kann, kann sich auch auseinandersetzen! Es nicht zu tun, betrachte ich als Faulheit, als ein Sich des Partners allzu sicher fühlen, als Frechheit. Gespräche, auch im Konflikt, sind Beziehungsarbeit.

Gruß - pfefferundsalz

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