Veränderung Partnerschaft

    • (1) 26.02.17 - 15:12
      Nachdenklich.

      Hat sich eure Partnerschaft verändert von

      Vor der schwangerschaft in die schwangerschaft

      und
      Von der schwangerschaft ins Leben mit baby?

      Inwiefern? Besser? Schlechter?

      Im Moment habe ich das Gefühl dass wir nur noch funktionieren. Nicht mehr so richtig ineinander verliebt. Seinerseits jedenfalls. Das war in der schwangerschaft ganz anders. Wie eine 180 Grad Drehung. Dabei streiten wir nicht einmal.

      • Vor der Schwangerschaft zu in der Schwangerschaft eigentlich wenig. Die erste lief nicht besonders gut, wir waren oft im Krankenhaus oder beim Arzt...das hat schon ziemlich an den Nerven gezerrt weil wir unterschiedlich damit umgegangen sind. Aber im Großen und Ganzen haben wir uns gemeinsam gefreut.

        Die ersten 3 Monate nach Geburt waren hart...Baby hat nur gebrüllt, wir haben viel gestritten und mussten erstmal einen gemeinsamen Rhythmus finden. Seitdem die kleine regelmäßig bei der Oma ist (7 Wochen nach Geburt) wurde es immer besser...wir haben unsere paarzeit genutzt wann immer es ging (Kind im Bett, bei der Patin usw)

        Mal abwarten wie es mit 2 Kindern bald ist.

        Wenn ihr nur noch als Eltern funktioniert hilft vllt eine kurze Auszeit? Oma, Babysitter oder ähnliches? Die Zeit wenn das Kind abends im Bett ist bewusst zusammen verbringen und nicht nur vor dem tv gammeln zB?

        • (3) 26.02.17 - 18:27

          Es ist schwer zu beschreiben. Es sind nicht die Zärtlichkeiten, die fehlen, sondern eher das Zusammengehörigkeitsgefühl. Früher an einem Strang gezogen. Jetzt irgendwie nicht mehr. Das Kind ist versorgt und wir lieben es sehr, aber zueinander ist es momentan schwierig. :-(

      (4) 26.02.17 - 16:56

      Kenne ich ähnlich, aber es ändert sich Stück für Stück.

      Während der Schwangerschaft waren wir noch mal wie frisch verliebt oder so. Totale Harmonie, als das Kind dann da war, war es irgendwann sehr schwierig. Der Schlafmangel, dachte ich. Aber als es durchgeschlafen hat blieben die schlechten Gefühle und die große Diskrepanz, erst langsam baut sich das (anders, neu) wieder auf. Irgendwie ist unsere Beziehung mit Baby eine andere, es ist, als müssten wir uns noch mal verlieben und finden. Komisch.

      Aber inzwischen ist es besser, wir reden viel darüber. Das ist hilfreich. Ich glaube es gibt einen Weg, er ist nur nicht so deutlich zu sehen oder so einfach zu gehen wie vor dem Kind.
      Alles Gute euch beiden!

      • (5) 26.02.17 - 18:29

        Genau das. Aber es lässt hoffen, dass es bei uns auch wieder besser wird. Bei uns war es während der schwangerschaft auch wie frisch verliebt. Und nun denke ich, sind die Hormone weg, kommen die positiven Gefühle nicht mehr zustande. Dabei liebe ich ihn, nur weiß ich nicht, ob das so wieder wird. Und das stimmt mich wirklich traurig.

        • (6) 27.02.17 - 08:01

          Wenn du ihn liebst, dann wird das wieder.

          Aber eure Liebe muss anders werden, du darfst nicht die Erwartung haben, dass eure Partnerschaft so funktioniert wie vorher. Zb. mussten wir lernen mit Konflikten anders umzugehen. Ich kann allerdings nur von uns sprechen. So haben wir etwa vor dem Kind Konflikte egoistischer ausgetragen, dh. die wenigen, die es mal gab. Heute sind da viel mehr kleine und große Konflikte. Wir müssen lernen dabei liebevoll und sachlich, vor allem verständnisvoll zu bleiben. Ich versuche zu verstehen, dass es nicht darum geht, dass ich alleine glücklich bin, sondern, dass wir als Familie glücklich sind, was etwas anderes ist, aber auch sehr schön.

          Bezüglich Sexualität fällt es mir beispielsweise schwer, von der Mutterrolle in die femme fatale zu wechseln (überspitz formuliert), oder mich nach einem anstrengenden Tag noch in Stimmung zu bringen, so findet unsere Sexualität seltener statt. Dafür ist sie dann allerdings besonders schön, bedachter. Trotzdem ärgert es mich manchmal, dass es nicht mehr so rund geht wie früher. Allerdings sind das auch falsche Erwartungen, die da enttäuscht werden.

          Eure Beziehung erfährt jetzt eine Zeit der Reife. Wie man das von seiner persönlichen Reife kennt, kann die auch ernüchternd, anstrengend sein. Auch gehts nicht ohne das Gefühl ab, das man etwas verloren hat, eine Unbeschwertheit. Aber, wie ich es von meinem eigenen persönlichen Erwachsenwerden zwischen Teenager, Studi und Mutter sagen kann, so auch von meiner Beziehung: man erhält etwas anderes, neues, sehr schönes für das was verloren geht.

    Hallo!

    Liebe ist ja in erster Linie ein biochemischer, hormoneller Vorgang im Körper. Dafür sind zwei Dinge ganz wichtig:

    1. Zeit zu zweit - ohne Handy in der Hand, Baby auf dem Arm, Aufmerksamkeit beim TV sondern wirklich Qualitätszeit zu zweit, richtige Gespräche miteinander die über "wer geht einkaufen" hinaus gehen.

    2. Und der zweite Punkt: Sex. und genau das ist ganz oft ein Knackpunkt, mit Säugling.

    Wenn einer der Punkte fehlt, dann ist eben die Hormonproduktion der Bindungshormone geringer.e rst recht, wo im Moment viele Bindungshormone zum Baby in euch unterwegs sind, und daher die Bindungshormone zum Partner noch knapper ausfallen.

    Also: nehmt euch möglichst viel Zeit füreinander, und schaut, dass euer Sexleben wieder in Fahrt kommt, auch wenn es am Anfang noch komisch ist. Dann kommen auch die GEfühle wieder.

    • (8) 27.02.17 - 08:07

      bin wenig überzeugt von dieser Hormon-Theorie, bzw. halte ich das für zu simpel gedacht. Ich liebe meine Freunde und Familie auch ohne Hormone im Blut. Und ich glaube eine Liebesbeziehung braucht mehr als guten Sex und Zweisamkeit.

      • Ich denke an dieser Bindungshormon-Geschichte ist etwas dran.
        Guter Sex und Zweisamkeit sind auch für mich die Basis einer liebevollen Beziehung.
        Kommt etwas zu kurz ( dauerhaft ) wird es schwierig.

        Auch bei Freunden und Familie sind Hormone am Werk, aber andere, noch dazu verbinden einen da gemeinsame Interessen, ohne dass man allzu eng aufeinander hockt.

        Irgendwas unterscheidet aber die Beziehung zu einem guten Freund von der Beziehung zum Partner, und das ist eben der Sex. Sonst könnten wir alle wunderbar glücklich als WG zusammen leben, wenn die Leidenschaft hinüber ist, ohne Eifersucht, wenn sich einer gelegentlich mit dem neuen Kollegen trifft für eine Runde Matratzensport, während der andere auf die gemeinsamen Kinder aufpasst.

        Das funktioniert aber nicht, weil eben am Sex schon ganz viel hängt an Bindung, gemeinsamer Nähe, Zufriedenheit etc.

also bei uns war es vor der ssw so dass wir immer viel unterwegs waren. festivals, konzerte, urlaube kurztrips usw...haben uns sozusagen nochmal richtig ausgetobt vor der baby planung. trotzdem...unser sohn ist jetzt 4 Monate und unsere Beziehung bleibt voll auf der Strecke. ich leide da schon sehr drunter. und so lang er noch so klein ist will ich ihn halt auch noch nicht über Nacht oder so abgeben. hab mir das alles so sehr gewünscht und bin ja auch glücklich und lieb meinen partner und mein sohn. aber mir fällt echt die decke auf den kopf. vor allem weil ich Grad nur als 24 stunden mama funktioniere und mehr nicht wirklich!

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