Kinder haben obwohl man sich keine Kinder wünscht?

    • (1) 09.03.17 - 16:42

      Hallo zusammen,

      ich bin Mitte, meine Freundin Anfang 30 und wir sind nun gut >7 Jahre zusammen. Sie hat von vorneherein die Karten auf den Tisch gelegt und mir gesagt das sie irgendwann Kinder haben will und dieses irgendwann ist... jetzt. Damals war ich ebenfalls der Ansicht das ich irgendwann auch welche haben möchte. Naja und nun ist das irgendwie nicht mehr so.

      Um uns rum werfen sie alle wie die Karnickel und meine Freundin dreht durch. Seit Ende letzten Jahres bricht sich ihr Kinderwunsch bahn und das mit voller Wucht. Sie will natürlich das volle Programm Hochzeit, Kinder und Eigenheim. Während ich ihr das nicht verdenken kann stehe ich nun quasi mit der Pistole auf der Brust da und muss mich entscheiden. Entweder ich nehme das All-In Paket oder wir werden uns wohl trennen - auch hier kann ich ihre Einstellung vollkommen verstehen...schließlich hätte ich mir ja auch schon vor Jahren den einen oder anderen Meilenstein in unserer Bezeihung vornehmen können.

      Nun ja. Ich liebe meine Freundin und obwohl ich von Heirat nichts halte würde ich gerne den Gefallen tun und auch das auf mich nehmen. Das Problem sind aber die erwähnten Kinder. Aus "maximal einem" sind sogar schon "mindestens zwei" geworden und ich habe so gar keinen Drang danach.
      Ich versuche mir nun schon seit Monaten Kinder "schön" zu reden. Aber rational gesehen finde ich keine Grund und emotional ist da kein Verlangen. Wenn wir bei Bekannten sind stören mich die Kinder zwar nicht, aber ich habe weder groß Lust mich mit ihnen zu beschäftigen noch finde ich es "süß" oder "och gott wie niedlich" wenn es mit seinem Schnuller in der Hand den Sabber übers Sofa verteilt.

      Ich stehe zurzeit auf dem Punkt, wäre ein Kind "passiert" käme ich damit klar - müsste ich ja auch. Aber das bewusst wollen steht nicht auf dem Blatt.

      Da ich meine Freundin nicht verlieren möchte spiele ich jetzt mit dem Gedanken mich einfach mitreißen zu lassen und zu hoffen das sich dieses Gefühl von alleine einstellt.

      Vielleicht finde ich ja hier jemanden der schon in einer ähnlichen Situation gesteckt hat und mir da mal aus seiner Erfahrungen erzählen kann.

      Danke.

      • (2) 09.03.17 - 16:51

        Ich finde die Idee einfach mal Kinder zu bekommen obwohl man nicht möchte ziemlich dumm.. nett ausgedrückt ;-) nicht böse gemeint aber das kann ja fast nur schief gehen.

        Kinder sind eine große Belastungsprobe für fast jedes Paar und gerade in den ersten Jahren trennen sich sehr viele....und das obwohl es Wunschkinder waren von beiden. Wenn du jetzt schon nicht möchtest kann ich mir fast nicht vorstellen das du plötzlich begeistert bist von durchwachten Nächten, wenig Zweisamkeit, vielen Einschränkungen.

        Es ist zwar schade aber ich denke es passt bei euch einfach nicht. Klar du kannst es ihr zur Liebe versuchen....aber für sein Kind bist du dann sehr lange verantwortlich mindestens finanziell.

        Rede ehrlich mit deiner Freundin...sie hat nicht alle Zeit der Welt...

        (3) 09.03.17 - 16:58
        Einfachmeinemeinung

        Hallo,

        Ich bin zwar eine Frau, aber antworte dir trotzdem mal.

        Ich bin mit meinem Mann seit 8 Jahren zusammen, seit 2 verheiratet und wir haben 2 Kinder.

        Ich muss sagen, obwohl ich immer Kinder mit meinem Mann wollte, hab ich es mir viel romantischer und einfacher vorgestellt. Kinder sind toll, keine Frage, aber sie sind auch unheimlich anstrengend, kosten viel Kraft und Geduld.

        Unser Leben ist sehr turbulent, nicht mehr so unbeschwert wie früher und irgendwie sehr anstrengend.

        Mit meinem Wissen von heute, würde ich wahrscheinlich wenn überhaupt maximal ein Kind bekommen. Ich will meine Kinder nicht missen ich liebe sie und tue alles für sie, trotzdem habe ich ein Stück weit mein selbstbestimmtes Leben aufgeben müssen.

        Man hat eine Rund-um-die-Uhr-Verantwortung, egal ob man möchte oder nicht. Die Nächte sind anstrengend, die Kinder wollen dauernd bespaßt werden und fordern natürlich viel Aufmerksamkeit.

        Ich finde, man sollte wissen, worauf man sich einlässt, wenn man Kinder in die Welt setzt. Natürlich läuft es mal phasenweise besser, aber trotzdem kosten mich unsere Kinder viel Kraft und Nerven.

        Jeder muss selbst entscheiden, ob er Kinder möchte. Aber ich würde es mir an deiner Stelle sehr gut überlegen.

        Nicht alle gehen in der Rolle als Eltern blühend auf.

        Ich wünsche viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung und alles Gute.

        Viele grüße

        Einefrau

        (4) 09.03.17 - 17:00

        Hi,

        Hast du Dir schon mal überlegt wie du dir dein Leben in 20-30 Jahren vorstellst?

        Findest du die Vorstellung einer Familie mit Kindern und Enkelkindern schön oder eher schrecklich? Wenn du vom Typ her eher der Einzelgänger bist und im Alter deine Ruhe haben willst, dann sind Kinder wohl wirklich nichts für dich. Dann leg aber auch die Karten auf den Tisch, deiner Freundin zuliebe!

        Vielleicht hast du auch einfach nur kalte Füße und Angst davor deine Freiheit zu verlieren oder davor dass ein Kind dich überfordert. Dann kann ich dich beruhigen.... Das wird schon! Da wächst man rein und mit Mitte 30 macht es auch wenig Sinn noch länger zu warten. Wie reif willst du noch werden.

        Übrigens muss man anderer Leute Kinder nicht mögen um eigene Kinder zu haben.;-)
        Ich kann mit 90% der Kinder auch nichts anfangen. Nicht mal in der eigenen Familie.
        Das ist mit den eigenen Kindern aber immer anders.#verliebt

      • (5) 09.03.17 - 17:22

        Du liebst die Frau, aber es ist für Dich nicht die Frau zum Heiraten und Kinder kriegen.

        Dein Text klingt eher nach Gewohnheit, 7 Jahre zusammen, alles nett und nun sollst Du aus Deinem Trott raus und Heiraten, Kinder , Haus.

        Sei ehrlich zu Dir selbst, möchtest Du grundsätzlich keine Kinder oder mit dieser Frau keine Kinder?

        Du solltest es ehrlich sagen, dass Du nicht heiraten willst und Du auch keine Kinder willst.
        Mrs Right kommt schon noch.

        • (6) 09.03.17 - 19:01

          Ich finde deinen Beitrag äußerst merkwürdig. Manche Menschen möchten einfach keine Kinder - Punkt.

          Diese Küchenpsychologie "du hast noch nicht den richtigen Partner", da kann man nur den Kopf schütteln.

          • (7) 09.03.17 - 19:27

            Deswegen schrieb ich, er soll sich fragen, ob er mit ihr keine will oder grundsätzlich nicht...und seine Mrs Right will dann auch keine Kinder. Also nix Küche...;-)

      (8) 09.03.17 - 18:20

      Ich kann dir sagen, dass mir die meisten fremden Kinder total auf die Nerven gehen. Meine manchmal natürlich auch, aber selten und nicht so lange:))

      (9) 09.03.17 - 18:50

      Hallo,

      Also ich kann dir von mir -nur andersherum- berichten. Mein damaliger Freund und ich wollten mit 23 noch keine Kinder .... Ich (mittlerweile 28) dann irgendwann schon - nur er nicht. Auch nicht heiraten.

      Ende vom Lied: wir haben uns getrennt, weil wir nicht auf einen Nenner kamen.

      Zum lachen (evtl): er hatte dann eher ein Kind als ich - und ist mittlerweile auch verheiratet. Ich gehe ganz fest davon aus, dass er schon eher mit der (für ihn) richtigen Frau verheiratet gewesen wäre und mehr Kinder hätte. Ich war im Nachhinein nicht die Richtige für ihn - er aber auch nicht für mich. Ich habe meinen 'Deckel' auch gefunden

      Zu dir: an deiner Stelle würde ich mich nicht zu sehr verbiegen. Wenn das nicht deins ist, dann hilft es auch nicht, es einfach drauf ankommen zu lassen.

      Grüssle

      (10) 09.03.17 - 19:16

      Wie soll das denn enden, wenn Du mit den Kindern auch nacher nichts anfangen kannst? Du zwingst Dich dazu, so zu tun, als würdest Du sie lieben? Spielst mit ihnen, obwohl Du es hasst? Oder Du ziehst Dich immer mehr nach und nach aus dieser Familie zurück, bis Du nur noch auswärts lebst?

      (11) 09.03.17 - 19:38

      Hallo!

      der "zum ausprobieren" gibt es nicht. Und gerade die Anfangsphase ist irre anstrengend und nur mit viel Liebe zu überstehen.

      Das Kind würde nachts oft aufwachen, Deine Freundin oft auf dem Zahnfleisch kriechen, und klar, sie würde dir abends das Kind in dem Arm drücken, damit Du Dich ein paar Stunden kümmerst... mal ehrlich, denkst Du wirklich, eure Beziehung würde das überleben? Wenn Du nur lustlos und gezwungenermaßen das Kind nimmst, überstunden machst so oft es gehst und zusiehst, dass du so selten wie möglich zu Hause bist? Deine Freundin ist doch nicht doof, die würde das doch merken und wäre erst recht enttäuscht. Und für das Kind wäre es dann richtig schlimm, getrennte Eltern, und der Vater hat null Bock auf Kontakt.

      Wenn Du das nicht willst, dann lass es wirklich besser bleiben. Auch wenn Du sie damit verlierst und erst mal im ganzen Umfeld der Arsch bist, der sich "jetzt auf einmal" anders entscheidet, während sie dann mit Hochdruck einen vermehrungswilligen partner suchen muss - in den 30ern ist das gar nicht mehr so einfach.

      Also sei fair und zieh den Schlussstrich so schnell es geht. Sie weiter hin halten wäre erst recht unfair, wenn sie auf die 40 zugeht wird die Partnersuche dann nahezu unmöglich.

      (12) 09.03.17 - 19:54

      Mein mann wollt auch nie kinder und heiraten und alles.
      .Ich werde es nie vergessen: unser Nachbar im regen mit seinen 2 Jungs Sonntag früh um 9 auf der strasse.

      Mein mann so: das würde mich soooo nerven. Ich will niemals ein kind. Das hat er ungefähr 1000x wiederholt.

      Auf einmal (ohne druck von mir) war aus dem niemals ein vielleicht geworden. Und dann wo ich meinte das wir uns die nächsten Jahre entweder dafür oder dagegen entscheiden sollten (wegen meines Alters) haben wir beide aus tiefstem Herzen eins produziert #verliebt

      Es kam dann aber schlussendlich von ihm.

      Und nein er kann mit fremden kindern nix anfangen aber mit unserem.

      Da ich schon ein kind habe, hätte ich auch mit nur einem Leben können.

      Eure Situation ist natürlich etwas anders.

      Rede mit ihr. Ich weiss das Frau sich gern anstecken lässt vom kinder kriegen.

      Aber bitte mach keines wenn du keines willst nur um den lieben Frieden willen.
      Du wirst dich nicht dran gewöhnen.

      Ein kind muss man wirklich wollen.
      Die sind nervig, rauben dir den Schlaf. Dein ganzes Leben krempelt sich um und wird nie mehr so wie vorher.
      Das muss man wirklich wollen.

      (13) 09.03.17 - 20:10

      Also mein Mann hat glaub auch nur Kinder mit mir bekommen, weil ich welche wollte.
      Er hat nix gegen Kinder, wäre aber auch gut ohne ausgekommen.

      Nun,was soll ich sagen: wir haben zwei Mädchen und mein Mann vergöttert sie und würde alles für sie tun!
      Das kannst du gar nicht mit den Kindern deiner Freunde vergleichen.
      Man kann das Gefühl zu seinen Kindern nicht beschreiben, wenn man es nicht erlebt hat.

      Wenn du also keine generelle Abneigung gegen Kinder hast, sondern nur sagst, du könntest auch ohne leben, dann finde ich , solltest du zumindest mal ein Kind bekommen.

      ich dachte früher auch, wenn es mit Kinder nicht klappt, dann ist es halt so.
      Was man aber verpasst, wenn man keine hat, weiß man erst wenn man welche hat.
      Jetzt denk ich immer: "wie konnte ich es jemals in Erwägung ziehen, kinderlos glücklich zu werden".
      Mh, wäre ich bestimmt auch geworden, weil ich ja nicht wissen würde, was ich verpasst hab!

      lg

      (14) 09.03.17 - 21:16

      Meiner ist auch ein IT-Nerd und die Situation ähnlich wie bei euch. Nur das Haus kam schon nach 3 Jahren, Heirat aber erst nach 11, vor wenigen Monaten.
      Ich hatte zwei Phasen in denen ich mich auch unbedingt vermehren wollte, relativ unreflektiert, beide Male ging es vorüber. Der Mann hat mich nicht gebremst, aber auch nichts dafür getan. Mit 30 gab es dann bewusste Diskussionen und mein Mann sagte klar: er für sich braucht keines, aber er versteht wenn ich es will und er trägt das mit. Die größte Liebeserklärung ever. Danach kam das volle Programm: Temperatur messen, Sex nach Termin, Hibbeln und Warten, Enttäuschungen wieder und wieder, Bluttests, Spermiogramm, Ultraschall... also er kann, ich bräuchte mindestens eine OP Ausgang ungewiss. Kinderwunschklinik wollte ich nie und jetzt erst vor wenigen Wochen habe ich gesagt "Haken dran, soll wohl nicht sein" und fühle mich gut damit. Im Moment. Bin halt auch erst 33 und weiß nicht, wie es weiter geht - andererseits plane ich grade eine Kinderfreie Zukunft und finde das ganz verlockend ;)
      Aber: vom bewussten Kinderwunsch bis zur Entscheidung waren es fast 3 Jahre und Su glaubst gar nicht, wie dankbar ich meinem Mann bin, dass er es mit mir gegangen ist.

      Kleiner Tipp: fangt doch erstmal klein mit dem Haus an... allein damit kann man jede Menge Spaß haben und hat den Kopf nicht für Dummheiten frei ;)
      Es sei denn, Du kannst mit dem Spiesserleben gar nichts anfangen - dann solltest Du aber wirklich ehrlich sein.

      • (15) 10.03.17 - 07:01

        Ich hab grade nochmal überlegt... wäre mein Mann von Anfang an gegen das Kind gewesen (also so richtig), dann wäre das für mich okay gewesen. Ich wollte immer ein Kind mit ihm, nicht einfach nur so ein Kind. Niemals hätte ich diese tolle Beziehung, diesen perfekten Menschen gegen die Hoffnung auf ein Baby mit einem anderen (den ich auch erstmal finden müsste, dann müsste es menschlich und später medizinisch klappen) eintauschen wollen.

        Aber mir war es schon wichtig, dass wir insgesamt ähnliche Lebensentwürfe haben - ein ewig feiernder Großstadt-Rocker in der Altbauwohnung im Szeneviertel, der einen Großteil des Gehalts in hippe Kleidung und Parties investiert wäre halt nicht meiner.

        Es ist für mich schon wichtig, dass man zumindest grob in die gleiche Richtung schaut. Vielleicht könnt ihr ja da erstmal ansetzen und eure Zukunftspläne abklopfen und schauen, was ihr gemeinsam erreichen wollt und wo ihr euch grundlegend unterscheidet oder wo man zu Kompromissen bereit ist.

        Auch fände ich es absolut nicht verwerflich zu sagen: ich kann mir kein Kind im Moment vorstellen - und im worst case wären es eben zum Großteil Deine Verantwortung (wobei Du ja finanziell sowieso mit drin steckst und auch sonst zurückstecken müsstest, aber es gibt da ja verschiedene Abstufungen des elterlichen Engagements).

        Wichtig ist halt ein offenes Gespräch und zwar abseits vom werfen der anderen... der "ich will ein Baby!"-Virus ist halt leider genauso ansteckend wie der "Ich will heiraten"-Virus, weiss ich beides aus eigener Erfahrung - und aus der meiner Freundinnen, irgendwie setzt es da bei vielen Frauen viel zu schnell aus ;-)

        • (16) 10.03.17 - 09:20

          Deinen Beitrag finde ich etwas befremdlich. Wieso sollen sie ein Haus zusammen bauen, wenn die Lebensentwürfe unterschiedlich sind? Und wieso denkst du, dass bei seiner Freundin etwas aussetzt? Sie hat einen ganz reellen Kinderwunsch. Sie hat schon immer gesagt, dass sie Kinder möchte, nun ist sie Anfang 30 und es wird konkret. Das hat doch nichts mit Virus und anstecken und aussetzen zu tun. Es ist ein normaler Wunsch in einem normalen Alter. Jetzt bauen sie erst ein Haus, dann ist sie Mitte 30 und er will immer noch kein Kind, ihr Kinderwunsch ist aber noch stärker geworden. Und dann??? Nein, meiner Meinung nach, haben sie jetzt gemeinsam eine Entscheidung zu treffen. Hier gibt es genau 3 Möglichkeiten
          1. Sie entscheidet sich für die Beziehung und lässt die Kinderfrage offen
          2. Er entscheidet sich für die Beziehung mit Kind
          3. Sie trennen sich, weil sie sich im Punkt Kinderwunsch nicht einig werden.

    (17) 09.03.17 - 22:18

    Hi:-)
    Bei uns war es andersherum, ich (Frau) wollte auf keinen Fall Kinder, mein Mann unbedingt... Ich bin drauf eingegangen und habe ihm aber immer gesagt, dass es gut sein kann und ich das Kind nicht mag oder er zuhause bleiben muss im schlimmsten Fall und ich dann Karriere mache...
    Das Ende vom Lied: Ein Kind zu haben ist das Tollste der Welt!!! Unser Kind war ein Schreikind, das erste Jahr für unsere Beziehung mehr als hart, aber nun ist der Kleine fast 2 Jahre alt und ich trotzdem wieder gewollt(!) schwanger mit Nunmer 2. Fürs Zweite musste ich diesmal meinen Mann überreden, mehr wird es leider nicht geben...

    Ich war immer absolut gegen Kinder haben und jetzt ist es das Größte Glück auf Erden für MICH! Wie es für Dich sein wird, kann Dir keiner sagen.

    (18) 10.03.17 - 10:15

    Hallo!

    Na ja es kann Dir keiner vorschreiben, dass Du Vater werden sollst und den Job auch anständig machen sollst.
    Ich würde Dir zu einer ehrlichen Trennung raten, wenn Du diesen Job nicht willst und Dir auch kaum vorstellen kannst dich mindestens 20 Jahre da zu engagieren!

    Ganz übel finde ich ELTERN (nicht nur Väter), die die Elternschaft nur aus purer Pflicht durchziehen und dabei auch nur wirklich das (gesetzlich vorgeschriebene) Minimum einbringen.

    Auf der anderen Seite: worin genau besteht deine Selbstverwirklichung, was genau willst Du der Nachwelt hinterlassen, was genau ist Deine Vorstellung von Familie?

    LG, I.

    Dazu kann Dir niemand etwas raten. Das mußt ganz allein Du für Dich und dann anschließend Du mit Deiner Partnerin entscheiden.
    Kinder können toll und das größte im Leben überhaupt sein.
    Kinder können anstrengend und nervig sein.
    Sie kosten Geld und sie machen Dreck.
    Man muß sein bisheriges Leben nicht aufgeben, aber neu sortieren. Vieles an Hobbys, ausgehen, Urlaub, Freunde treffen etc. geht auch weiterhin, nun aber seltener und besser geplant.
    Ob man das will, muß jeder für sich entscheiden.
    ABER: ich finde, Deine Partnerin hat ein Recht darauf, von Dir eine direkte Antwort zu bekommen, ob Du mit ihr 1 oder 2 Kinder bekommen wirst oder nicht. Sie ist in einem gebärfähigen Alter und diese Zeit ist bei Frauen begrenzt. Während Du auch in 20 Jahren noch sagen kannst, dass eben erst dann der passende Zeitpunkt für Kinder gekommen ist, kann sie das nicht. Und es ist extrem unfair, sie hinzuhalten und dann, wenn sie keine/kaum noch eine Chance hat, jemals schwanger zu werden, sie vor vollendete Tatsache zu stellen.

    Vielleicht könnt ihr einen Kompromiß schließen, dass Du Dich auf 1 Kind einläßt und sie Dir im Gegenzug entgegen kommt und ihr auf ein zweites Kind verzichtet. Oder Du kannst Dich mit dem Gedanken an ein Kind gar nicht anfreunden und gibst ihr die Möglichkeit, entweder kinderlos mit Dir glücklich zu werden oder sich von Dir zu trennen.

    Male Dir den schlimmsten Kinderzustand aus: komplizierte Schwangerschaft, anschließend Schreikind. Bist Du bereit, dies einmal durchzustehen? Wenn nicht, dann sag es ihr und überlasse ihr die weitere Entscheidung.

    Entweder du trennst dich und lässt ihr ihr Glück oder ihr versucht das Experiment gemeinsam.

    Ich, weiblich, war 24 als ich mit meinem Mann im Bad stand und mir die Eingebung kam, dass ich doch keine Kinder möchte. Jetzt sind 12 Jahre vergangen und habe immer noch keinen Kinderwunsch.

    Mir geht es so wie dir: ich sehe andere Kinder, spiele mit denen, aber da ist kein Fünkchen Muttergefühl da. Ich bin schon sehr zeitig Tante geworden und habe meinen Neffen aufwachsen sehen. Vielleicht spielt das auch in meine Entscheidung mit rein. Ich bin gerne Tante, aber Mutter?

    Wenn ich mir die Stories von Müttern anhöre, dann weiß ich, dass ich das nicht möchte. Der Stress hört nicht mit dem Baby-Alter auf, da sind auch diese ganzen Schul-Stories, die ich einfach nicht selbst erleben möchte. Dafür habe ich einfach keinen Nerv. Da kann das Kind noch so lieb und niedlich sein.

    Es ist so schön, nach der Arbeit nach Hause zu kommen und es ist Ruhe. Das gefällt mir wirklich. Zum Glück habe ich einen Mann, der das genauso sieht.

    Vielleicht bin ich als alte Frau irgendwann mal traurig, keinen Nachwuchs gezeugt zu haben. Aber ich weiß, dass ich in der ersten Hälfte meines Lebens das Richtige für mich getan habe.

    (21) 10.03.17 - 13:03

    Schon lustig die Frauen texten dich hier zu und du schreibst gar nicht mehr :-D

    Egal geb trotzdem meinen Senf dazu: ich denke auch, man muss nicht (alle) Kinder von anderen toll finden um selbst welche zu haben. Ich kenne aus meinem Umkreis verschiedene Fälle von nicht wollenden Männern: ein Paar liebt sich sehr, doch die uhr tickt und es kriselt regelmäßig heftig, wahrscheinlich bald Trennung. Schade um die große Liebe, und am ende finden sie so eine nie wieder. Bei einem anderen Paar wäre es fast zur Trennung gekommen, jetzt will er unbedingt ein zweites Kind, weil begeisterter Vater, aber sie zieht diesmal nicht so mit. Dann ein Paar mit zwei Kindern, wo fast alles die Mutter alleine machen muss und er sagt bis heute: "ich wollte nie Kinder." Und eins, wo sie sich seinem Wunsch gebeugt hat. Sie sind in den 50ern, wohl drüber weg und machen sich zu zweit das schönste leben. Vielleicht hast du eine Idee, wo du da am liebsten stehen würdest - und was mit deiner Freundin denkbar wäre. Vielleicht ist die Partnerschaft aber sowieso an einem toten Punkt angelangt

    • (22) 10.03.17 - 17:10

      Erstmal herzlichen Dank für die vielen Meinungen und Erfahrungen.

      Leider habe ich gerade nicht die Möglichkeit hier öfters reinzuschauen und möchte das entschuldigen.

      Um das nochmal klar zu stellen, weil ich es jetzt öfter gelesen:

      Mir ist klar das ich mir hier keinen Rat abholen kann, deshalb habe ich ja nach Erfahrungen gefragt. Mir geht es darum von gleichgesinnten Erfahrungsberichte zu sammeln. Weil meinen Freundeskreis voller Väter oder den Rest der Familie zu befragen ist sinnlos.

      Ich bin ein sehr rationaler Mensche und wie einige hier auch schon erläutert haben sehe ich halt nicht nur ein niedliches Baby sondern das ganze Spektrum was da dran hängt. Ich werde regelmäßig für bekloppt erklärt wenn ich damit argumentiere das ich z.B. später keine Lust habe meinem Kind bei den Hausaufgaben zu helfen oder die Verantwortung zu tragen wenn es mal Mist baut. Das macht für mich auch Diskutieren so schwer, selbst Väter von 3 Jährigen denken nicht soweit wie ich jetzt schon, dass merkt man an den grübelnden Blicken wenn ich solche Frage stelle. Deshalb denke ich das ich wohl zuviel darüber nachdenke.

      Bezüglich meiner Lebensziele: Ich habe keine. Irgendwie hatte ich mal welche, aber die gingen nur bis zum Ende meines Studiums, seit dem bin ich eigentlich ziellos. Ich habe keinen echten Lebensplan. Mein Job ist gut, ich verdiene ausreichend Geld, aber ich habe auch keine Ambitionen daraus mehr zu machen. Auf Reisen gehe ich ebenfalls gerne, aber brauchen tue ich es auch nicht. Kann auch gerne mal ein, zwei Jahre zu hause bleiben.
      Das Einzige was ich wirklich brauche ist ein wenig Zeit für mich. Und den Punkt sehe ich durch ein Kind am meisten "gefährdet". Es gibt jetzt schon Wochen wo ich keinen einzige Minute meinem Hobby - dem Computer daddeln und basteln - frönen kann...mit Kind sehe ich da noch schlechtere Chancen.

      Ich rede viel mit meiner Freundin auch über dieses Thema...in letzter Zeit eigentlich nur über dieses Thema. Sie weiß auch im Groben wie ich dazu stehe. Aber das ändert an der Situation herzlich wenig. Trennen wollen wir uns beide nicht, der Kinderwunsch steht im Raum. Wie ich auch schon gesagt hat sie auch alles Recht der Welt dazu.

      Allerdings lässt sie mir im Moment auch keine Gelegenheit ein Gefühl dafür zu entwickeln, denn seit Stunde Null gibt es nur dieses Thema und ich fühle mich ständig beobachtet sobald ein Kind nur in Sichtweite kommt. Ich traue mich manchmal gar nicht hinzugucken weil ich genau weiß das meine Freundin direkt darauf anspringt um den Moment des Interesses vollkommen auszunutzen. Sie wird auch nicht müde mir bei dieser Gelegenheit immer wieder zu sagen was für ein toller Vater ich doch wäre und wie toll unsere Kinder doch sein würden.

      Übrigens komme ich aus einer Familie mit zwei Kindern. Wir haben sehr liebevolle und fürsorgliche Eltern und meiner Mutter hat es fast das Herz gebrochen als meine Schwester und ich uns entschieden haben mit unseren Partnern in anderen Städten zu wohnen (das war keine bewusste Entscheidung, es hat sich halt so ergeben). Meine Mutter hat ihr ganzes Leben auf uns Kinder ausgerichtet und als wir nicht mehr "zu hause" wohnten musste sie mit Mitte 50 nach einem neuen Lebenssinn suchen, dass war gar nicht so einfach. Wir treffen uns alle so 1-2 mal im Monat und es macht dann auch richtig Spaß, ich liebe meine Familie. Vielleicht fühle ich mich auch einfach noch nicht erwachsen genug um selber Kinder zu haben.

      Nochmals vielen Dank für eure Meinungen und ein schönes Wochenende.

      Ein paar Worte noch zum Thema Kinderwunsch allgemein:
      Ich finde die Meinung das man bloß keine Kinder will, weil man noch nicht die Richtige gefunden hat total daneben. Das ist ja so als würde ich zu einem Schwulen sagen das er seine sexuelle Einstellung schon noch überdenken wird, wenn er die Richtige getroffen hat.
      Manch ein Mensch ist so gepolt ein anderer wiederum anders. Ich bin sogar der Ansicht das die Evolution uns einen Hemmer eingesetzt haben muss, was würde aus dem Planet wenn wir uns hemmungslos vermehren?! Von daher kann ich ruhigen Gewissens sagen das ich meine Freundin aus tiefstem Herzen liebe und auch gerne mit ihr alt werden möchte. Auch ohne das ich dafür Kinder bräuchte.

      • Ich kann Deine Freundin da schon verstehen, für sie gehören Kinder eben dazu.

        Wie habt ihr es auch denn vorgestellt? Soll sie dann Elternzeit nehmen, danach Teilzeit arbeiten, und so sowieso 90% der Kindererziehung übernehmen?

        Und wenn Du schon ohne Kinder "keine Zeit" hast, dann überleg mal, wofür die drauf geht. Nur mal kurz bei Facebook rein gucken, bei Spiegel online das neuste Lesen, ein paar Gaming-Nachrichten auf Playnation und Gamestar? da sind 2 Stunden weg wie nix. Die hättest Du auch zocken können. Das heßt aber nicht, dass Du keine Zeit oder so viel Stress hast, nur lässt du dich einfach recht schnell ablenken.

        Mit Kind steht dem auch nicht wirklich was im Wege, nur musst Du eben warten, bis das Kind schläft, bis Du die ab-18-Titel anwirfst. Aber die gehen ja schon früh schlafen, da bleiben immer noch ein paar Stunden.

        Und die Hausaufgaben würde sowieso eher Deine Freundin machen, wenn die Teilzeit arbeiten will mit Kindern.

        Nur die Wochenenden würden wirklich anders verlaufen, mit ausflügen in den Zoo und Besuchen bei den Großeltern und bei Freunden mit Nachwuchs. Aber ich glaube, einiges davon macht ihr ja sowieso schon, oder?

        (24) 11.03.17 - 19:01

        Hallo it.nerd

        Nach langem hin und her stellte sich bei mir auch Kinderwunsch ein. Meinen Mann freute es, denn Familie war immer seinnIdealbild. Vorher war unser Deal ähnlich wie bei euch. Ich bot ihm fairer Weise auch die Trennung an, um ihm seinen Familiendrama nicht zu verwehren.

        Aus mir wurde eine Vollblutmutter, während er mir nach wenigen Monaten mit Baby offerierte, er könne sich gut in sein altes Leben ohne Kind zurückdenken. Also für ihn ist es nicht immer die Erfüllung. Nach viel Überreden gewährte er mir Kind 2. Aber bereits beim positiven Test bekam er Zweifel. Eigentlich wollte er gar nicht mehr. Die Zweite ist auch einfach nur furchtbar anstrengend und das erste Jahr war furchtbar. Aber er liebt seine beiden Mädels total und kümmert sich sehr viel um sie. Natürlich motzt er manchmal, dass er seltener Freizeit hat, aber ist er auf einer mehrtägigen Tour mit Kumpels, plagt ihn das Heimweh nach uns.

        In der Nachbarschaft haben wir noch zwei Fälle. Einmal das Frau-zuliebe Kind. Einmal sogar den absichtliche Verhütungsfehler. Beide Väter sind gute und zufriedene Väter. Vater eins wird Frau zuliebe auch Kind zwei zeugen. Vater zwei sagt gabz klar, noch einen Verhütungsfehler mache ich nicht mit.

        Kinder zu haben ist vorher immer theoretisch. Die gewünschtesten Wunschkinder können ein Fehler sein, während ungewollte Kinder ein Segen sein können. Das kann man vorher nicht wissen. Deine rationalen Gedanken hatte ich früher auch, gerade das Thema Schulstress... Meinen Kinderwunsch unterdrücke ich jetzt auch, obwohl ich mir noch zig Schwangerschaften und Babies vorstellen könnte. Aber ich will später mein Bad nicht mit 7 Jugendlichen teilen. Deine Gedanken dazu sind okay.

        Und nun zu meinem Eindruck von dir. Dein zweiter Beitrag zeigt, dass du ein wenig in dein Leben hineinlebst und es nimmst, wie es kommt. Du hast keine Pläne. Du brauchst große Freiräume wie Urlaub oder finanzielle Angelenheiten nicht essentiell.

        Du schließt auch Kinder nicht kategorisch aus. Weist du, die Voraussetzungen könnten schlechter sein. Vermutlich würdest du hineinwachsen. Hinein in die Vaterrolle, in die Liebe zu deinem Kind in die Verantwortung.

        Ich würde dir also eher dazu raten, deiner Freundin den Gefallen zu tun, wenn sie es sich so sehr wünscht. Du hast normale Zweifel, aber keine wirklich großen.

        Alles Gute für euch.

(25) 11.03.17 - 16:43

Hallo!

Meine Mutter gab mal zu, dass sie keine Kinder wollte. Bei ihr war es mein Vater, der das volle Programm wollte. Sie ließ sich mitreißen. Die Trennung folgte dann als ich noch im kiga war. Sie nahm meine Schwester und mich mit. Sie hat sich sehr Mühe gegeben, ich habe heute aber echt Probleme, weil sie mir dieses Gefühl von "Eigentlich wollte ich keine Kinder und nun bist du mir was schuldig" ständig ausgespielt hat und noch tut. Und ich verstehe bis heute nicht, warum sie nicht einfach verzichtet hat. Hätte mir einiges erspart. Klar. Ich liebe mein Leben und meine Kinder und meinen Mann. So ist es nicht. Aber dennoch bin ich deswegen klar gegen Menschen, die ausschließlich dem Partner zu liebe Kinder bekommen.

Alles Gute

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