Kind von Asperger Autist

    • (1) 10.03.17 - 11:55
      PKU

      Hallo,
      Mein Partner war schon immer schwierig im Umgang, einfach asozial im wahrsten Sinne des Wortes und nicht abwertend gemeint.

      Er ist ein Eigenbrötler neigt zu Depressionen als Folge seiner Persönlichkeit, hatte immer schon Probleme im Job mit Kollegen und war in der Schule ein Außenseiter, Freunde hat und hatte er nie.
      Er hat einen Sohn mit der Diagnose Asperger Autismus und es ist echt schwierig mit ihm klar zu kommen.

      Mein Mann hat es nie geschafft, seinem Sohn seine Liebe rüber zu bringen, da ist irgendwie gar kein richtiger Kontakt zwischen den beiden.
      Ich denke dass mein Mann auch diese autistischen Züge hat.
      Wir wollten eigentlich ein Kind, aber mir ist das Risiko einfach zu groß, auch ein Kind mit dieser Behinderung zu bekommen.

      Ich hatte vor 2 Jahren eine Fehlgeburt und war erleichtert, dass diese Schwangerschaft nicht gehalten hat.

      Ich hatte sogar schon über einen Abbruch nachgedacht und war bei einer Beratungsstelle.

      Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass sich so eine Behinderung vererbt?
      Ich sehe wie anstrengend und schwierig das Leben mit meinem Partner ist und bekomme ja auch ständig mit, dass die Mutter seines Sohnes mit seiner Krankheit überfordert ist.
      Ständig Probleme in der Schule, Therapien, Untersuchungen, auch der Alltag ist einfach anstrengend durch sein Nicht Vermögen seine Gefühle zu kommunizieren. . .ständig Stress und Streit.
      Ich schaffe das nicht.
      Gäbe es die Möglichkeit sich irgendwo zu informieren wie hoch die Gefahr ist dass unser Kind das erbt?
      Und auch auf die Gefahr hin dass ich hier jetzt auf Unverständnis stoße : gäbe es die Möglichkeit eine vorgeburtliche Diagnostik durchzuführen so wie bei Muskeldystrophie, damit ich die Schwangerschaft im Zweifel noch abbrechen könnte?

      Meinem Partner habe ich meine Sorgen mitgeteilt und er ist verletzt über meine Aussage dass ich ein Kind mit dieser Behinderung nicht riskieren möchte.

      Wie seht ihr das?

      • Dein Text ist ein Scherz oder?
        Wenn für dich Autismus eine Behinderung, eine Krankheit darstellt, etwas was für dich nicht mit dem Leben vereinbar ist, warum bist du mit einem Autisten zusammen?

        Und was ich mich noch viel mehr frage, warum ist dein Partner mit dir zusammen? Sowas würde ich mir an seiner Stelle nicht antun. Wer ein solches Bild von mir hat, der ist nichts für mich.

        • Und dafür gibt's noch zwei Sterne? Erstaunlich.

          Schön Schwarz-Weiß gedacht und sehr einfach......... Und gleich mal pauschal verurteilen.

          Es ist doch wohl ein gewaltiger Unterschied, ob man einen erwachsenen Mann hat, mit dessen Eigenheiten man sich auseinandersetzt und auch klarkommt (zumal sie ihn sicher kennen gelernt hat, als er schon erwachsen war und sich ein Bild von der Ausprägung der Erkrankung machen konnte) oder zu seinem autistischen Sohn (der, so habe ich es verstanden, auch Kontakt zur TE hat und Umgang mit beiden pflegt) noch ein weiteres Kind mit ungewissen Problemen bekommen möchte.

          Deiner Meinung nach sollte sie den Mann in den Wind schießen - oder umgekehrt -, weil sie sich keine 3. Person mit Asperger zutraut und realistisch denkt? Sie hat sich nicht despektierlich geäußert über ihren Mann, nur dass es schwierig ist.

          • Hätte sie gesagt, sie traue sich ein Kind mit Autismus nicht zu, ok, kein Ding.

            Aber im Text ist permanent von DIESER Krankheit, DIESER Behinderung die Rede, sie zieht Vergleiche mit Muskeldystrophie, tut mir leid, aber für mich als Mensch der wesentlich häufiger und lieber mit Autisten zusammen ist als mit Nicht-Autisten ist so ein Text ein Affront.

      (6) 10.03.17 - 12:22

      Hi,

      Ja, Autismus ist erblich. Ich kann verstehen wenn man sich das nicht freiwillig antun will. Ich finde mich selbst auch sehr anstrengend.

      Allerdings ist die Forschung noch nicht soweit dass alle Gene bekannt wären. Bei eineiigen Zwillingen sind auch nicht immer beide betroffen, so dass auch noch eine Umweltkomponente dazu kommt.
      Eine vorgeburtliche Untersuchung ist somit natürlich nicht möglich.
      Wie hoch im Einzelfall die Gefahr der Vererbung ist, ist somit auch nicht vorhersehbar.
      Ich habe selbst Asperger, mein Sohn (10) wahrscheinlich auch, kommt aber gut in der Schule zurecht, die Kleine (9) ist das totale Gegenteil und extrem extrovertiert und sozial.

      Da wird dir nichts anderes übrig bleiben als kein Kind zu bekommen oder über eine Samenspende nachzudenken.

      Lg

    (15) 10.03.17 - 16:49

    Hallo!

    Autismus wird nicht zwangsläufig vererbt, es gibt auch Kinder von Autisten, die völlig normal sind. Und auch die Ausprägung kann sehr stark unterschiedlich sein - einige haben massive Schwierigkeiten wie Dein Stiefsohn, andere leben ein nahezu normales Leben, sind nur ein wenig anders - aber nicht so sehr, dass man sie jetzt so leicht von einem stillen, introvertierten Kind groß unterscheiden könnte. Auch bei "normalen" Kindern reicht die Bandbreite ja ein ganzes Stück weit.

    Wünscht ihr euch denn Kinder? Beide?

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