Mit dem Arbeitsalltag überfordert - immer

    • (1) 12.03.17 - 13:22
      nix und wieder nix

      Hallo

      Verschiebt es - ich mg das hier nur nicht unter meinen nickname schreiben - man kriegt sowas schnell aufs Butterbrot geschmiert.

      Ich sitze momentan an einer Belegarbeit für eine Weiterbildung. Ich bin als Sozpäd/Psych. bei einem Bildungsträger aktiv und mache jetzt eben eine Rehaspezifische Weiterbildung, um auch mit Rehas arbeiten zu können (SGB II glaub ich)

      Ich komme nicht voran. Überhaupt nicht. Mein Hirn, mein Kopf, sie wehren sich regelrecht. Ich tieger in meiner Wohnung auf und ab. Mein Mann ist mit den Kindern wandern gegangen - eigentlich wollte ich mit, aber ich muss den Mist HEUTE fertig kriegen.
      Es sind nur 12 blöde Seiten, die zu schreiben sind. Für ne studierte Frau eigentlich kein Problem, oder?

      Wenn ich den Text sehe, muss ich einfach nur weinen. Ich schaffs nciht. Ich weiß nicht, wie ich aus der Literatur einen vernünftigen, themenbezogenen Txt hinkriegen soll.
      Das Problem hatte ich schon im ganzen Studium, weswegen ich doppelt so lange, wie normal studiert habe. Einfach weil ich ums Verrecken Hausarbeiten und letzten Endes meine Bachelorarbeit nicht fertig bekommen habe. Und ich hab mir echt viel Hilfe gesucht wegen der Schwierigkeiten. Stressseminare, Selbstmanegementseminar, psychologische Beratung, Lerngruppen...
      Sobald es darum geht, etwas mit Hand und Fuß herzustellen, versage ich aufs Jämmerlichste!
      Und es ist nicht so, dass mich das Thema nicht interessiert! Nein! Spannend ist es - bezeichnenderweise das Thema "Motivation"! #klatsch

      Während der Arbeit bin ich jemand, der schnell mal irgendwas aus dem Boden stampft. Der Gruppenübungen macht, der Unterricht hält, etc. Natürlich ohne roten Faden. Vieles verpufft mit der Zeit, weil nach und nach die Anknüpfstellen verloren gehen.

      Ich arbeite erst seit 2 Jahren. - Und nein, es lässt sich nciht mehr darauf zurückführen, dass ich Kinder habe, dass mir alles schwer fällt.
      Ich habe keinen roten Faden. Nirgends.
      Ich habe keinen Plan, ich habe keine Lust, nen effektiven Plan auszuarbeiten, weils sowieso schrott wird. Egal was ich anpacke, es wird ein wollknäuel aus Ideen, Ansätzen, halbwahrheiten...
      Ich ertrinke in meiner Arbeit, verzettel mich, vergesse alles...

      Ich will nciht mehr. Egal was ich mache - zu Hause, oder Arbeit, es ist alles ein einziger Knäuel. Und es ist ganz Wurst in welcher Intensität - ich bin von einem Kind so überfordert wie von 2. 6h Arbeit am Tag fordern mich wie 8.

      Ich will nciht mehr arbeiten.
      Ich will mich nciht mehr kümmern müssen.
      Ich mag ein tiefes Loch haben.

      Und doch muss ich arbeiten - sonst lande ich am Ende in so ner Maßnahme, wie ich sie betreue... und ich weiß ja, wie die Leute reden.

      Hilfe... :-(

      • Der Text könnte von mir sein.
        Es hat für mich so geendet , dass ich ein Jahr gar nicht gearbeitet habe und jetzt wieder mit wenigen Stunden angefangen habe.
        Ich vergesse auch alles, bin chaotisch, ich bin in schlimmen Phasen so verpeilt dass ich nicht mal eine Mahlzeit vernünftig zubereiten kann. Ich lege Ordner an,hefte ab und beschrifte und finde nachher doch nichts wieder ..die Steuererklärung ist der Horror, ohne meinen Steuerberater wäre ich verloren.

        Die Kartoffeln verbrennen im Topf, ich vergesse Zutaten, letztens hab ich Pizza ohne Käse gemacht ...die Wäsche wasche ich auch schon mal ohne Waschmittel, vergesse Termine, auch wirklich wichtige.
        Ich komm mir vor wie Dorie bei Findet Nemo...
        Dann das Unverständnis der anderen, es gibt Stress auf der Arbeit.

        Dort musste ich Dokumente für eine QM Zertifizierung erstellen.

        Ich konnte es nicht. Auch wenn ich längere Artikel lesen muss odee gar ein Buch, kostet es mich große Überwindung und ich muss jeden Satz fünf mal lesen um ihn zu verstehen .
        Hat mich letzten Endes den Job gekostet, weil ich die einfachsten Dinge nicht mehr auf die Reihe bekam.
        Mein Bruder hat ADHS, ich werde demnächst auch getestet, obwohl ich in der Schule keine Probleme hatte und ich auch erst im Studium an meine Grenzen gestoßen bin als es um Selbstorganisation und komplexe Zusammenhänge ging.
        Mittlerweile macht mir auch zu schaffen dass ich älter werde, meine geistige Leistungsfähigkeit lässt einfach nach, die Wechseljahre stehen bevor.
        Lies mal das Buch Brain at work.
        Da ist toll beschrieben wie das Gehirn arbeitet und dass es oft zu Überlastung durch falsche Arbeitsmethoden kommt.
        Ist sehr anschaulich und leicht verständlich.

        Das Schlimme ist dass man seinen eigenen Ansprüchen nicht genügt, da kann man auch mal resignieren oder depressiv werden.
        Leider kann ich dir keine richtigen Tipps geben, nur sagen : du bist nicht allein.

        • (3) 12.03.17 - 14:02
          nix und wieder nix

          Ich wüsste gern, was hinter den Problemen steht.
          Ich mein: blöd sind wir ja beide nicht, oder?
          Ich bin auch definitiv nicht blöd - ich hab mich testen lassen ;-)

          Das mit den eigenen Ansprüchen zum Beispiel erlebe ich als extrem hinderlich. Wenn ich sehe, dass jemand was besser hinbekommen hat, als ich, dann krieg ich die Krise, weil ich so ein Idiot bin - und ich bins ja eigentlich nicht, laut Test bin ich hochbegabt #klatsch
          Aber ich glaub, ich brauch meine ganze Begabung um morgens Handy, Hausschlüssel und Arbeitssachen mit zu nehmen... #augen

          Es ist zum Ausflippen!

          Ich überleg schon, ob ich nicht vielleicht lieber 5-6 Kinder zur Welt bringe und mich so um die Arbeitswelt herummogele - ist bloß Mist, wenn ich Rente brauch - ich hab erst 2 Jahre eingezahlt.

          Aber das mit den Kindern krieg ich ja auch nciht hin. Der eine ist stark verhaltensauffällig und der andere stottert. Wenn ich jetzt noch mehr Kinder kriege, bekommen die doch ne Vollmeise! Und ich gleich mit!

          Loch! Wo ist das ver*** Loch!

          • Das hat mit Intelligenz nichts zu tun.
            Gerade Hochbegabte sind im Alltag ja oft nicht besonders kompetent. ..bitte nicht als Angriff verstehen.

            Ist nur meine persönliche Beobachtung.

            Und das Resultat aus den Erfahrungen die ich mit mir selbst gemacht habe.

            Ich habe letzte Woche in einem Parkhaus eine halbe Stunde mein Auto gesucht, ich hatte mir die Nummer des Parkplatzes aufgeschrieben, bin aber aufgrund meiner Orientierungslosigkeit nicht in der Lage gewesen die Nummer wieder zu finden. ..zumindest nicht auf Anhieb.

            Die Folge ist : ich werde nervös, das GedankenKarussell geht los, ich werde panisch und dann setzt jeder vernünftige Gedanke aus...game over.
            Ich bin dann zurück ins Einkaufscenter, hab mich hingesetzt, einen Kaffee getrunken und bin dann nochmal los...dann ging es.
            Es behindert mich im Alltag auch enorm. ..
            Der Gedanke mit den Kindern ist auch keine Lösung, ich habe nur ein Kind und wäre mit einem Zweiten einfach nur überfordert. ..

            • Hallo

              das Problem mit dem Auto suchen kenne ich auch :-(

              Die Nummer vom Parkplatz schreibe ich mir auch immer auf den Parkschein, nachdem ich schon mal ne halbe Stunde gesucht habe.

              Wenn meine 14jährige dabei ist, lasse ich sie suchen, sie kennt das Problem und hat es nicht. Ansonsten habe ich schon die Orientierung, aber im Parkhaus vermisse ich sie ;-)

              Vor kurzem hab ich echt mal geträumt, ich irre umher und suche mein Auto. Ich bin fast panisch aufgewacht und hab gedacht "wo ist mein Auto?" Dann hab ich mich kurz umgeschaut "ach, ich liege ja daheim im Bett, mein Auto steht 5 m weiter in der Garage", hab mich umgedreht und weiter geschlafen #rofl

              LG
              Manu

      Hallo!

      Ganz ehlich. Ich würde sagen, dann ist das nicht der richtige Beruf für dich. Ein Sorialpädagoge ohne Struktur und roten Faden taugt nichts.Und du wirst so auch nicht glücklick, bist ja immer überfordert. Reicht ja schon, wenn dir Zuhause ein "Plan" fehlt,
      Du brauchst einen Job, wo man so etwas nicht braucht.

      Lg Sportskanone

      • (7) 12.03.17 - 14:20
        nix und wieder nix

        ohje... da sagst du was...
        Also ich habe schon in der Landwirtschaft gearbeitet - dort war ich unzuverlässig, nicht belastbar und habe ständig Fehler gemacht.
        Alkoholiker, die nciht bis 3 zählen konnten habe ihre Arbeit besser gemacht als ich.
        Dann habe ich einmal in der Systemgastronomie gearbeitet - ich war zu langsam, zu kompliziert.
        Kellnerin in nem Freizeitcenter - zu langsam, zu hektisch und unfreundlich.
        In der Archivierung - ich hab ständig Akten verloren, weil ich sie in der Hektik völlig falsch gehängt habe.
        Textilproduktion - zu langsam.
        Assessmentcenter - zu unwissenschaftlich.

        Is nicht so, als hätte ich nichts versucht... Ich bin langsam zu alt um noch zu suchen...

        • (8) 12.03.17 - 14:27

          und ich muss sagen: so lange wie in der arbeit als sozpäd./psych. habe ich noch nirgendwo (für Lohn) gearbeitet. Ich psse vielleicht nirgends rein, aber das ist aktuell der noch am wenigsten unpassende Beruf für mich.
          In der Landwirtschaft habe ich meine erste Ausbildung gemacht. Da war ich die drei Jahre, die sein mussten und hatte auch nen guten Abschluss.

          Da will ich aber nie wieder hin.

          Oje, jetzt weiß ich warum wir Studierten uns immer die Sprüche anhören dürfen "Die, die studiert haben, haben ja gar nichts drauf. Hauptsache mehr Kohle bekommen, aber mit dem Leben überfordert sein!" ;-)

          Hast du dich in irgendeiner Art medizinisch schon untersuchen lassen? Für mich klingen deine Ausführungen nämlich nicht nach einfacher "Verwirrtheit".

          • Hallo! Ich finde auch das es über das normale " Verwirrt" sein hinaus geht. Würde mich mal bei einem Neurologen untersuchen lassen. Vor allem auf ADS, Demenz und Alzheimer...

            Schon komisch, hat dein Partner oder deine Eltern nie was gesagt. Dieses Sprunghafte und planlose hört sich nicht gut an.

    Puh . Stopptaste drücken.Es könnte sein, dass der Hinweis ADHS nicht so ganz falsch ist - aber das hilft jetzt gerade nix.
    Normalerweise würde ich sagen, Arbeitsgruppe gründen und mit jemand zusammen am Stoff arbeiten, dann steckt Frau den Kopf nicht so tief in die eigenen Problemkiste.

    Ansonsten gehts leider nur mit Disziplin. Wobei hinsetzen und 12 Seiten schreiben ist da nicht gemeint, sondern die Strategie der kleinen Schritte - die bei mir immer hilft, wenn mich ein Thema langweilt.
    Tee machen, Schreibtisch. Inhaltsverzeichnis schreiben. ( Egal ob es Teil der Arbeit ist - sich hierfür 30 Minuten Zeit geben, am besten den Wecker stellen). Es ist egal wie gut dieses ist. Entscheidend ist 30 Minuten Spaziergang und danach Kaptiel 1 schreiben, wieder mit Wecker max. 30 Minuten usw.

    Viel Erfolg und vielleicht dochmal schauen, wie du dein Selbstwertgefühl stärkst, denn so hab ich dass Gefühl, dein "Ich mag ein tiefes Loch haben." gibt dir die Chance nicht "perfek"t zu sein. Wobei "perfekt" ist niemand, braucht niemand - sei nicht so streng zu Dir.

Hallo,

wenn Du kein Fake bist, bist Du im falschen Beruf. Gründe: 1. Solltest Du wissen, welches SGB Deine "Rehas" regelt, Du solltest es sogar detailliert kennen. 2. Jemand in Deinem Fach ist nicht so schnell mit 1(!) Kind überfordert. Er wäre in der Lage, zu delegieren und Ressourcen effektiv zu nutzen. 3. Wer u. a. Selbstorganisation, Zeitmanagement und Alltagsbewältigung vermitteln will, sollte sie selbst beherrschen. 4. Fehlen Dir einfach die Fähigkeiten für (dieses Level) Deines Berufs. 5. Würde ein Soz.Päd./ Psychologe nicht in anonymen Foren Hilferufe posten, sondern sich an die Arbeit begeben oder konkrete Hilfe suchen.

Wenn Du in diesem Bereich arbeiten willst: Bist Du mehr der Anpacker als der Theoretiker? Das ist keine Frage des IQ, sondern des Typs. Wärst Du als Erzieherin/Heilerziehungspflegerin, Ergotherapeutin o. Ä. besser geeignet?

LG, basta.pasta

  • (14) 12.03.17 - 14:30
    nix und wieder nix

    na klar...

    Ich bin traurig, weil ich denke dass ich scheiße bin und du gibst mir die Beweise dafür.
    Perfekt

    • Stopp! Sch***e sein ist was anderes, als im falschen Job zu sein. Und in meinen vorgeschlagenen Berufen arbeiten intelligente Menschen kreativ und praktisch mit hoher Verantwortung. Sie sind Teil eines Teams und arbeiten mit Anweisungen - die Du evtl brauchst und nicht gut erdenken kannst, da unstrukturiert. Nicht jeder intelligente Mensch ist Theoretiker.

      basta.pasta

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