Mama sein = einsam sein?

    • (1) 17.03.17 - 11:04
      Alonealone

      Moin.

      Bin ich eigentlich alleine damit? Ich fühle mich immer einsamer.

      Ich bin 28 Jahre alt und hab 3 Kinder.. (10,6,1)

      Das Gefühl alleine zu sein kam erst so richtig mit dem letzten Kind.

      Zuvor sind wir aufs Dorf gezogen und nach 4 Jahren fühle ich mich immer

      Noch nicht angekommen. Die Nachbarn sind ok, aber alle viel älter. Der Kindergarten hat ganze 10 Kinder, irgendwie werde ich mit den Mamas nicht richtig warm.

      Man unterhält sich und die Kinder verabreden sich miteinander aber das sind alles so oberflächliche Unterhaltungen.

      Unsere Freunde sind teilweise alle selbst Eltern geworden (was sehr schön ist) aber viele davon sind selbst umgezogen, ins Eigenheim und wohnen dörflich.

      Meine beste Freundin ist ebenfalls darunter. Uns trennen zwar nur 20 km aber sie hat neue Freunde und Bekanntschaften, möchte mich nie besuchen (sie hat Angst Auto zu fahren)

      Zeit für mich hat sie auch selten. Die Interessen sind auseinander gegangen irgendwie hat man sich auch auseinander gelebt.

      Ich weiß das dass normal ist.. aber ich bin echt einsam. Die paar Freundinnen mit den ich noch Kontakt habe ist nur per WhatsApp und irgendwie reicht mir das nicht.

      Mir fehlt käffchen trinken, zusammen auf den Spielplatz mit den Kindern, oder blöd mal telefonieren.

      Ich weiß nicht wie ich Kontakte knüpfen kann.

      Im Dorf sind weitere Familien zugezogen und eine Mama war mir sehr symphatisch

      aber das Interesse lag wohl nur bei mir. Wo ist Platz für mich?

      Geht es noch jemanden so?

      • Hallo,

        also wir haben 2 Kinder und wohnen in der Stadt. Fast alle aus unserem Freundeskreis sind selbst Eltern geworden oder werden Eltern und die meisten davon sind auch ins Eigenheim umgezogen.

        Unter der Woche sehehn wir keinen von Ihnen, wir sind beide berufstätig, da bleibt nicht viel Zeit. Am Woen unternehmen wir entweder mal was mit Freunden bzw. besuchen uns gegenseitig (was aber eher selten ist) oder machen eben was alleine.

        Bist du noch zu Hause? Ich würde auch versuchen, Kontakt zu anderen Mama's zu bekommen, sollte dies allerdings nur von dir gewünscht sein, bringt es nichts. Was ist denn mit den Mama's aus dem Kindergarten? Oder lade doch für deine Kinder Spielbesuch ein, auch inkl. der Eltern, gerade jetzt, wo das Wetter schöner wird und man das alles draußen machen kann.

        ich muss ehrlich sagen, mit dem Mama's aus unserem Kindergarten unterhalten wir uns auch meist nur über die Kinder und eben alltägliche Sachen, was anderes mache ich mit Freunden aber auch nicht.

        Lg

        (3) 17.03.17 - 11:38

        Hallo,

        geh doch arbeiten, mach noch eine Ausbildung, eine Weiterbildung...
        Das geht auch mit drei Kindern. Man tut was für sich, lernt Menschen kennen.

        LG

        Hallo,
        Bei mir haben sich Kontakte ergeben aus Teilnahme an Sportkursen. Da hat immer irgendwer Geburtstag oder eine Weihnachtsfeier steht an. Ständig wird gewandert und so.
        Auch gibt es häufig auf dörfern eine freiwillige Feuerwehr, vielleicht für deinen Mann. Und die Feuerwehr Frauen treffen sich auch regelmäßig.
        Kuck doch, ob es in deinem ort vereine gibt.

      • Hallo,

        "Meine beste Freundin ist ebenfalls darunter. Uns trennen zwar nur 20 km aber sie hat neue Freunde und Bekanntschaften, möchte mich nie besuchen (sie hat Angst Auto zu fahren).

        Na dann fahr du sie doch besuchen. Oder dein Mann fährt dich z. B. am WE mal hin, damit ihr euch vielleicht sogar ohne Kinder mal treffen könntet. Also 20 km finde ich jetzt keine unüberwindbare Entfernung.
        Die würde ich, wenn es sein muss, sogar mit dem Fahrrad fahren.

        LG

        Nici

        (6) 17.03.17 - 12:04
        ebenso ... nur anders!

        Hallo!

        ich wohne seit 17 Jahren im Heimatdorf meines Mannes. Unsere Kindern sind 15, 11 und ich bin immer noch nicht im Dorf angekommen. Ich habe hier keine Freundinnen, wohl aber durchaus gute Bekannte (SEHR wenige) und einen Haufen oberflächlicher Kontakte. ALLEINE bin ich trotzdem nicht.

        Ich weiß es nicht wie es bei Dir so ist, aber ich persönlich habe einfach keine Zeit für ein Käffchen trinken oder blöd telefonieren, ich bin berufstätig und JEDE Aktivität hat hier einen Zweck bei mir. Klar quatsch ich mit ca. 3 Müttern / Woche bei einer Tasse Kaffee, beim Abholen oder Hinbringen von Kindern - aber ehrlich Freundschaften sind das nicht! Wir unterstützen uns, tauschen uns aus, etc. aber mit keiner habe ich darüber hinaus jemals mehr Kontakt gehabt. Bei den Damen, die nicht berufstätig sind, ist es meistens so, dass sie sich ehrenamtlich engagieren: Flüchtlingshilfe, Altenheim, HA-Betreuung, Fördervereine KiTa, GS, Elternbeirat KiTa/Schulen, Sport-Verein (Jugendwart, Kassenwart, ....). Hinzu kommt noch, dass ab einem gewissen Kinderalter sie selber mehr Freiheiten haben ihren sportlichen, künstlerischen, sonstwie Hobbies nachzugehen: Schwimmen, Walking, Tennis, ZUMBA, Pferde, andere Haustiere, Chor, .... oder auch mal irgendwo "auszuhelfen" - beruflich.

        Ich denke, wenn man gesellschaftlich/beruflich nirgends eingebunden ist, ist man auch als Freund / Gesprächspartner irgendwie "uninteressant". Und wenn man irgendwo drinhängt dann ergeben sich zumindest Kontakt-Möglichkeiten, auch wenn es zu "Freundschaften" eher selten kommt.

        LG, i.

      • Was tust Du denn gegen die Einsamkeit und die fehlenden Freundschaften?
        Bist Du in Sportvereinen angemeldet? Gehst Du ins Fitnessstudio oder zu einem Lauftreff? In einen anderen Verein? Chor? Engagierst Du Dich ehrenamtlich? Besuchst Du einen VHS Kurs o.ä.? Machst Du eine Weiterbildung?
        Was ist mit den Eltern in der Schule Deines ältesten Kindes? Da ist wirklich niemand darunter, den Du mal auf einen Kaffee einladen möchtest?

        (8) 17.03.17 - 12:53

        Ich lebe jetzt 11 Jahre im Heimatkaff meinen Mannes.

        Abschluss hätte ich zwar finden können, aber mir sind die Rheinländer suspekt. Ich mag diese aufgesetzte Freundlichkeit nicht.

        Einsam fühle ich mich trotzdem nicht. Habe das Abi nachgeholt und studiere jetzt.

        Vielleicht wäre das auch eine Option für dich. An der Uni habe ich sehr viele Kontakte.

        Eine beste Freundin habe ich auch.

        Kaffee trinke ich keinen und dieses Kindergartenelterngequatsche geht mir auf den Zeiger.

        • Jetzt musste ich schmunzeln und habe fleißig genickt.

          Der Rheinländer ist aufgesetzt freundlich und lässt jeden Fremden lächelnd am langen Arm verhungern.

          Im Ruhrgebiet übrigens ähnlich, wenn auch etwas anders. Es gibt Gebiete, wenne da nich von wech kommst unne Ommma nich schon uf Zeche jeborn is, hasse Pech jehabt.

          • (10) 17.03.17 - 13:36

            Schön, dass es noch jemand so sieht:)

            Das stimmt. Im Ruhrgebiet gibt es auch solche und solche Ecken.

            Ich komme aus dem Sauerland. Wir sind erst einmal recht abweisend und scheinbar unfreundlich- das ist aber nur Show;)

            • Meine Heimat ist die Rhön. Dort bin ich geboren und aufgewachsen.

              Der Rhöner ansich ist stur und muss auftauen.
              Hat man das überstanden, dann ist man füreinander da.

              Dieses oberflächliche von Rheinland und Ruhrgebiet passt dazu so überhaupt nicht. Heute wird ne halbe Stunde geratscht als kenne man sich aus dem Sandkasten und morgen tut man so als wäre man sich nie begegnet und grüsst nicht mal!

              Habe immer den Eindruck das ich nie weiss woran ich jetzt bin....

              • Oh Gott die Rhöner.Pröm..............
                Als Kind musste ich dort regelmäßig aufschlagen.Ich finde die Leute dort hart ( wie das Klima ) und konservativer als im tiefsten Bayern.Bei späteren Kurzurlauben hat sich dieser Eindruck immer wieder bestätigt.

                Komisch ich fand die Leute im Pott immer sehr kontaktfreudig und freundlich.

                • Da kommt es auch drauf an WO man sich in der Rhön befindet.

                  Gibt ja bayrische Rhön, thüringer Rhön und die richtige Rhön *grins

                  Konservativ muss nicht unbedingt schlecht sein. Allerdings bin ich dadurch geprägt und komme mit dem Rheinländer oder dem Pottler an sich nicht so ganz klar.

                  Umgebung prägt eben. Daran kann man wachsen - Menschen mit denen man nicht kann findet man überall. Genauso wie Menschen die nett sind.

                  Das ist ja nun zum Glück nicht regional begrenzt

                  LG

                  • Ich fand es halt extrem streng katholisch da, mit fremdenfeindlichen Tendenzen.Unser letzter Dienstausflug ging in die Nähe von Poppenhausen-Tann-Ehrenfeld.
                    Wir hatten auch farbige Dolmetscher dabei.Es gab Kommentare auf der Dorfstraße ( so locker vom Hoftor ) da fiel uns nichts mehr ein.Ich kenne nur die hessische und die übrige Rhön, durch die Thüringer bin ich nur durchgefahren.Wie gesagt ich war dort alle 6 Wochen übers Wochenende als Kind und fand es fast schon traumatisch.
                    Klar gibt es überall solche und solche Leute.
                    Dort könnte ich jedenfalls nicht leben.
                    Dann lieber Tod überm Zaun in der Eifel hängen.;-)

                    • Aus dieser Ecke in etwa komme ich sogar.

                      Ja es ist katholisch dort.

                      Aber auch ich bin geschieden und jetzt mit einem evangelischen Mann verheiratet.

                      Geht alles.

                      Zu solchen Sprüchen locker übern Zaun, ja das ist nicht zu leugnen. Es hat allerdings einen sehr bitteren Beigeschmack.

                      In der Region gibt es leider durch die Nähe zur A7 und A66 Probleme mit Bandenkriminalität.

                      Da ist einiges vorgefallen.

                      Kann jetzt nichts entschuldigen, da sind die Rhöner aber (wie ich bereits sagte) stur.

                      Unterkünfte für Flüchtlinge in der Umgebung wurden auch nicht mit Beifall begrüßt und es brachte in der Tat an manchen Stellen massive Probleme mit sich.

                      In dem Dorf wo meine Familie lebt läuft das allerdings soweit ganz gut, dort werden die Flüchtlinge mittlerweile integriert, die Kinder besuchen den Kiga und die Schule. Es hat sich eingespielt.

                      Anderswo gibt es Probleme. Die jungen Männer wollen nicht aufs Land, sondern eher in die Metropolenstädte Deutschlands.

                      Also anderes Thema.

                      So hat jeder eben seine Vorlieben.

                      Ich mag meine Heimat sehr, dort bin ich eben zugehörig und verwurzelt.

                      Wer diese Region kennt, kann erahnen das ein Ballungsgebiet das krasse Gegenteil ist.

                      Die Menschen sind eben anders geprägt.

                      Mit liegt das aufgesetzte eben nicht so. Lächeln und korrekt verhalten und dann rechts denken - das ist wohl nicht besser als zu wissen woran man ist.

                      Bei urbia ist das ein ganz schwieriges Thema.

                      Könnte Diskussionen geben. Weiss ich.

                      Dennoch möchte ich direkt klarstellen das ich keiner braunen Gesinnung angehöre.

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