Mein Freund hat kein Verständnis

    • (1) 22.03.17 - 12:42
      ohweih

      Hallo

      irgendwie hat mein Freund kein Verständnis für mich seit der Geburt von unserer Tochter (5 Monate). Vorher waren wir beide ziemliche party freaks, haben jedes Wochenende durchgefeiert und auch während der Woche viel unterwegs und klar wurde immer viel Alkohol getrunken. Finde ich auch in Ordnung so (wir sind beide noch sehr jung). Dann war ich ungeplant schwanger und ich habe damit aufgehört und schon da fing er an immer zu motzen ich bin so langweilig geworden. Weil ich nicht mehr so viel unterwegs war und auch oft platt. Aber er hat es noch einigermaßen verstanden. Doch seit der Geburt sagt er immer ich habe mich so verändert und das findet er blöd. Ich habe keine Lust jedes Wochenende von Freitag bis Sonntag nur zu saufen und zu feiern und er versteht das nicht. Auch während der Woche finde ich es schöner wenn wir ein paar Abende zu Hause sind und nicht immer auf Achse. Unsere Tochter schläft auch noch nicht so gut und ich will spätestens Mitternacht im Bett sein weil ich dann saumüde bin. Dann muss ich ihn immer 100 Mal erinnern wir wollten doch längst heim gehen. Findet er Mist und wieder darf ich mir anhören was bin ich langweilig geworden. Unsere Freunde sind auch nicht gerade verständnisvoll, sie wollen auch immer dass ich mit trinke und verstehen nicht wenn ich sage ich will nichts. Oft gehe ich dann schon nicht mehr mit weil mir das gegen den Strich geht und ich mir von allen seiten anhören darf wie langweilig ich geworden bin. Doch mit Baby alleine zu hause sitzen während alle anderen Spaß haben ist auch nicht toll. Irgendwie kommt es mir so vor als versteht er nicht dass wir jetzt Eltern sind und er sein Leben auch etwas ändern muss. Kommt das noch? Wird das mit der Zeit anders dass er checkt dass er Papa ist und auch mal zu Hause schön ist? Wie lange brauchen Männer für die Umstellung? Mich frustriert das alles sehr dass ich die einzige bin die das sieht und mir dann noch gemecker anhören kann dass ich mich so verändert habe und er das blöd findet.
      Danke
      Lavinia

      • Hallo.

        Trenn Dich und verschwende nicht weiter Lebenszeit und Energie ... bau Dir ein neues Leben als Mutter mit Deinem Baby auf ... dazu eine berufliche Zukunft, die Dich voranbringt und Dir und dem Kind ein abgesichertes Leben bietet ... vielleicht gesellschaftlich auch einen Mehrwert bringt ... ... das wird ganz wunderbar ...

        ... und irgendwann kommt dann auch der richtige Mann dazu ... außerhalb Deines gewohnten Party-Sauf-Umfeldes ...

        ... jung, unreif und ungeplant Vater ... das wird nix mehr.
        Tausendfach von gelesen ... tausendfach auf RTL II gesehen.

        LG

        • (3) 22.03.17 - 12:57

          Ich habe gedacht wenn das Baby da ist dann wird er auch einen Gang zurück schalten und merken wir können nicht mehr so leben wie vor dem Baby. Immerhin hat er auch gesagt ok wir behalten das Baby und ich treibe nicht ab. Doch er denkt es kann immer so weiter gehen.

          Wenn ich mich trennen würde habe ich keine Wohnung und auch keinen der die Kleine mal nimmt. Wegen Arbeit und so. Das ist ziemlich heavy alles wenn man denkt dass man dann ganz alleine da steht.

          • (4) 22.03.17 - 13:01

            das stimmt, das ist erst mal heavy.
            aber nicht unmöglich! Und Unterstützung findest du allemal. Du wirst diesen Schritt nicht ganz allein auf dich gestellt durchziehen müssen!

          • Tja, leider falsch gedacht ... aber Du kannst Dich trösten ... Du bist nicht die erste (und auch nicht die letzte) junge Frau, die auf diesen (schönen) Gedanken reinfällt ...

            ... Ihr Mädels macht halt viel zu jung und viel zu früh Kinder mit Typen, die Ihr unterm Strich nicht besonders gut kennt ... ein Kind ist schon oftmals eine Belastung für eine gefestigte reife Beziehung ... bei solch "Teenie"-Beziehungen (und damit meine ich weniger das Alter, sondern die geistige Reife) geht das dann erst recht schief ... meistens.

            So, nun ist das Kind aber schon in den Brunnen gefallen, bzw. es ist da.
            Und Du hast Dich dafür entschieden ... gut so.

            Aber das kneif jetzt gefälligst die Arschbacken zusammen und mach was aus Euren Leben ... für das Kind und Dich.

            Es gibt zig Beratungsstellen, die Dir in einer Trennungssituation weiterhelfen können ... Caritas, ProFamilia, Sozialdienst Katholischer Frauen ... und auch das JobCenter, von dem Du ja sicherlich abhängig bist, bzw. wirst wenn Du alleine lebst.
            Dazu noch das Jugendamt für das Thema Kindsunterhalt.
            Hol Dir Freunde und Familie ins Boot, die Dir bei einem Umzug helfen.
            Bau Dir ein soziales Netzwerk auf, z. B. über Babygruppen.
            Guck mal. ob es Leihomas in Deiner Gegend gibt.
            Bemühe Dich frühzeitig um eine Kinderbetreuung, so wie Du sie benötigst.
            Guck, was du jobmäßig machen kannst, damit es zum Status Alleinerziehend passt. Vielleicht musst Du Dich noch mal umorientieren ... lass Dich bei der Arbeitsagentur/JoBCenter beraten.

            Aber mach!
            Jammern und hoffen bringt Dich null weiter ... weder jetzt, noch auf Dauer!

            Alles Gute.
            LG

            • (6) 22.03.17 - 13:13

              ich war schon 3 jahre mit ihm zusammen seit ich 16 war also eigentlich kenne ich ihn schon. Früher fand ich das auch cool dauernd unterwegs zu sein und nie zu hause und immer party. Aber das nervt mich nun nur noch wenn es zu viel wird und ich will auch mal meine Ruhe und nur auf dem Sofa gammeln. Das ist das was er nicht versteht weil ich früher nie so etwas wollte.

              Ich habe auch keine Familie die mich da unterstützen könnte weil die einzigen die da sind ist seine Mutter und ihr Freund die uns unterstützen und wenn ich mich von ihm trenne wird sie wohl nicht begeistert sein und weiterhin mein Baby hüten. :-(

              Und Babygruppen und so da habe ich mir das einmal angeschaut und es war schrecklich die waren alle doppelt so alt wie ich und haben mich sehr ausgegrenzt als wäre ich Luft. Und darauf habe ich keine Lust mit solchen Hausmuttis in Schlaberanzügen in einem Raum zu sein die denken nur weil ich Tattoos und pinke Haare habe sind sie was bessers.

              Ich passe einfach nirgends dazu. Zu meinen Freunden nicht mehr weil ich nicht dauernd auf Achse sein will und kann und mich nur volllaufen lassen. Und zu den anderen Müttern nicht weil die keinen Kontakt mit mir wollen und auf einer ganz anderen Wellenlänge sind.

              Ich könnte nur noch heulen!

              • (7) 22.03.17 - 13:49

                Du hast dich weiterentwickelt, dein Freund noch nicht so recht!

                Entgegen aller anderen Meinungen hier, würde ich dir nicht zwingend zur Trennung raten. Was macht die Trennung denn für dich und das Kind besser? Eigentlich nichts.

                Ich glaube schon, dass er sich im Laufe der Zeit noch zum Familienmenschen entwickeln kann, wenn er auch erst 19 - 21 Jahre alt ist, verhält er sich völlig normal und altersangemessen.

                Vielleicht solltest du seine Partygänge noch tolerieren, für dich jedoch auch "Freizeit" erbeten. Lass ihn in seine Rolle noch etwas hereinwachsen. Wenn euer Kind etwas größer ist, wird er damit auch mehr anfangen können.

                Alles Gute
                LG H. #klee

                • (8) 22.03.17 - 13:57

                  er ist echt noch auf dem stand vor dem baby ja. Er ist 21 geworden aber ich bin erst 19 und muss mich doch auch umstellen. Deswegen finde ich das mit dem Alter nicht so ganz entscheidend. Ich sag auch nix dass er oft unterwegs ist und ich gehe auch gerne mit. Aber nicht immer und nur. Und mich dann noch blöd anmachen wenn ich nicht mit saufen will oder mal zu hause bleiben.

                  • (9) 22.03.17 - 14:11

                    Ich finde Rebecca hat es voll auf den Punkt gebracht, dir geschrieben wie es weiter gehen könnte, was du tun kannst usw. Das es schwer wird steht außer Frage, das würde es für jeden. Und wirklich reif scheinst du auch nicht zu sein, somit wird es sicher eine harte Nummer. Aber so jung wie du bist solltest du doch vor lauter Energie und Tatendrang nur so strotzen. Statt dessen jammerst du einfach nur weiter. Wie anmaßend sind alleine so Aussagen wie, die mit der Babygruppe und den Hausmütterchen. #kratz Unmöglich! Da sieht man alleine, dass auch dir an Reife fehlt! Ich war mit all den Müttern auch nie auf einer Wellenlänge. Durchaus älter als du (27 beim ersten Kind), aber selbst beim dritten (31) war ich die Jüngste. Irgendeine Mutti ist immer dabei. Man kommt raus, das Kind kommt unter Kinder, vielleicht hat eine Tips oder Ideen für dich, gerade wenn du so gar keine Ahnung hast und selber noch aus der Kinderstube kommst. Und mal ehrlich...Hausmütterchen? Die Frauen haben alle weitaus mehr geleistet als du, gehen meist nach 1-2 Jahren wieder in ihre Berufe,...da war in meinen Gruppen (Dorf) nicht eine schlabberlook-tattooverpönende Spitenhaubenträgerin dabei.

                (10) 22.03.17 - 14:04

                Was macht die Trennung denn für dich und das Kind besser? Eigentlich nichts.
                ------

                Vielleicht hätte sie ein ruhigeres Zuhause?? Wenn er sie ständig anmacht, dass sie sich negativ verändert hat und auf sie einquatscht, wie langweilig sie doch sei, ist die wenige Zeit, die die beiden zusammen verbringen, doch auch für die Katz.

                Wer hat schon Lust drauf, sich dauernd zu rechtfertigen und zu erklären für einen Umstand, den er mit zu verantworten hat?

                Entweder leben und leben lassen - oder Trennung und seine Ruhe haben und keinen Streit.

                Solche Kommentare finde ich immer sehr befremdlich.
                Ich frage mich immer, warum einige Frauen Männer so in „Schutz“ nehmen und „Extrawürste“ erlauben?!

                Warum darf er sich noch austoben, während sie mit dem Kind zuhause sitzen muss?
                Warum sollte sie seine Partygänge noch tolerieren?

                Wieso hat er noch Zeit in seine Rolle reinzuwachsen?

                Sie ist Mutter geworden, er Vater. Beide haben dieselben Pflichten und dieselbe Verantwortung.

                Aber ich lese immer wieder von Frauen, die ihren Männern den „Allerwertesten pudern“.

            Du könntest ja auch mal über meine anderen Tipps nachdenken, anstatt gleich alles abzuschmettern ...

            ... Du musst Dich schon bewegen.

            Und nein ... in einer Party-Teenie-Beziehung lernt man sich nicht existenziell kennen.

          Noch was ...

          ... erkundige Dich beim Jugendamt, ob es die Möglichkeit eine Mutter-Kind-Wohngruppe für Dich gibt.

          • (15) 22.03.17 - 14:52

            das finde ich eigentlich eine ganz gute Idee. Besser als eine eigene Wohnung weil die babysitten dann auch wenn man unterwegs ist oder? Weil ich ja sonst keinen habe.

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