Muss man total verliebt gewesen sein?

    • (1) 23.03.17 - 14:10
      Nieverknallt

      Hallo liebe Leserinnen,

      Meine beste Freundin ist gerade extrem verknallt und findet wirklich keinen Fehler an ihrem Freund.
      Ich stecke zur Zeit in einer kleinen Ehekrise und frage mich ob das alles jemals gepasst hat.
      Ich fand meinen Mann nie komplett attraktiv und war auch niemals so richtig stolz und verknallt. Weil ich generell sehr realistisch bin, hatte ich mich damals auf die Beziehung eingelassen. Ich dachte es liegt an meiner Person. Ich dachte ich würde mich eh nie total verlieben.

      Jetzt im Nachhinein bin ich sehr traurig. Ich hätte so gerne das Gefühl gehabt ohne den anderen nicht zu können oder jede Faser an meinem Partner zu lieben.
      Wie war das bei euch? Muss es immer die große Liebe sein oder kann das wachsen?

      • (2) 23.03.17 - 14:38

        In meinen ersten Freund war ich total verliebt.... vom Treffen und denken "ne ist nicht meins" bishin zum schönsten Menschen der Welt...

        Aber ich habe mich weiter entwickelt, die Beziehung hielt nicht und wenn ich ihn jetzt treffe, bin ich wieder bei "Ist nicht meins" ;-) Das ist jetzt 15 Jahre her und seid dem habe ich das nie wieder so extrem empfunden und manchmal frage ich mich, ob ich nicht aber genau drauf hätte warten und hören müssen...und eben auch den Vater meines Kindes sehr viel früher, also noch vor dem Kinderthema hätte verlassen müssen.

        Naja, ich bin ja wieder frei. Vielleicht kommt ja noch was.

        • (3) 23.03.17 - 14:42

          Danke für deine Antwort. Wer weiß was noch kommt. Manchmal bin ich ganz entzückt von meinem Mann. Heute war es aber gar nicht mein Typ. Ich bin nicht oberflächlich. Habe aber immer so ein Hin und Her und frage mich ob das normal ist oder ob andere ihrem Mann immer wunderschön und sexY finden

      (4) 23.03.17 - 14:52

      Hallo,

      jetzt, mit fast 40, kann ich sagen: Ja, es muss die große Liebe sein.

      LG

    • Hallo,

      Natürlich kann die große Liebe auch erst mit der Zeit entstehen, meiner Meinung nach entsteht eine richtig innige und vertraute Liebe sogar erst nach Jahren des Zusammenseins.

      Davon unterscheidet sich die Phase des Verliebt seins total: man hat die rosarote Brille auf, die Schmetterlinge im Bauch überschlagen sich nur so und man bekommt weiche Knie, wenn man das Geschöpf seiner Begierde sieht oder auch nur mit ihm telefoniert#schein#verliebt! In dieser Phase erkennt man meiner Ansicht nach wirklich kaum bis gar keine Fehler an seinem Partner, denn man ist ja verliebt;-). Diese Phase dauert dann einige Zeit an (ich würde mal sagen bis zu einem Jahr oder so#kratz) und dann irgendwann wird aus dem Verliebt seine die echte Liebe!

      Dass du dieses totale und absolute Verliebtheitsgefühl nie hattest, muss absolut nicht bedeuten, dass du keine tiefe Liebe für deinen Partner empfinden kannst/empfindest. Ich für meinen Teil habe das Verliebt sein jedoch immer seeeeehr genossen ehrlich gesagt#verliebt#hicks....die Schmetterlinge, das Bauch kribbeln und das ständige an IHN denken#verliebt....und ich muss zugeben, dass ich meinen (aber mittlerweile schon Ex:-p)Mann damals nie geheiratet hätte, wenn ich diese Gefühle bei ihm nicht gespürt hätte. Aber wie du siehst, meine Ehe hat dennoch nicht gehalten:-p;-)... also ist das alles keine Garant für eine immerwährende Beziehung!!!!!

      Jetzt bin ich seit über 5 Jahren mit meinem "neuen" Partner zusammen und auch bei ihm hatte ich wieder dieses totale Verliebtsein, die Schmetterlinge, das Herz klopfen etc#verliebt.....und obwohl wir "schon" fünf Jahre zusammen sind, spüre ich auch heute noch ein Kribbeln wenn ich ihn sehe und oft denke ich mir dann: "Verdammt, was sieht der gut aus!"#hicks

      Mittlerweile ist es aber schon viel mehr als bloßes Verliebt sein, es ist Liebe die ich für ihn empfinde....dennoch kann ich auch sagen: Ich bin bis über beide Ohren in ihn verliebt#verliebt:-)!

      Wenn du das auch sagen kannst, dann weißt du, dass du deinen Mann liebst und brauchst dafür keine physischen Reaktionen deines Körpers, um dir das zu bestätigen:-)!

      Lg

      • (6) 23.03.17 - 15:03

        Danke für eure Antworten. Manchmal sehe ich meinen Mann und denke das er schön ist und das ich ihn küssen will. An anderen Tagen nervt er mich irgendwie. Wie waren auch schon kurz vor der Trennung und ich weiß nicht ob es mit den Streitigkeiten zusammenhängt das ich nicht immer gleich liebe. Meinen Sohn liebe ich immer. So ein Gefühl habe ich nicht für meinen Mann. Ist es normal das man sein Kind stärker liebt.

    Als ich meinen Mann kennen lernte, war er gar nicht mein "Beuteschema". Das Gefühl des Verliebtseins kam erst viel später, sozusagen durch die Hintertür. Das war, als ich ihn näher kennen lernte und merkte, dass wir total auf einer Welle schwimmen und was für ein toller Kerl er ist.

    Ja, es war dann die große Liebe.

    Hallo

    <<<
    Muss man total verliebt gewesen sein?<<<<

    Einige ( Pragmatiker ) vielleicht nicht, aber mir hat es geholfen, bzw. hilft es über die Jahre.
    Selbst wenn die Ehe scheitert, ist es im Nachhinein anders.
    Man bereut vielleicht weniger, weil man den Mann ja mal geliebt hat und unbedingt haben wollte.;-)

    Schön finde ich auch meinen Kindern sagen zu können, dass ich ihren Vater mal sehr geliebt habe.
    Ob aus Verliebtheit wirklich Liebe wird, kann man vorher nicht wissen.
    Ich halte es aber für unwahrscheinlich, dass aus einer Zweckbeziehung, wirklich die große Liebe werden kann.

    <<<Ich fand meinen Mann nie komplett attraktiv und war auch niemals so richtig stolz und verknallt. <<<<
    Das sind für mich Grundvoraussetzungen, sonst hätte ich nicht geheiratet.
    Ich schwärme auch nach 13 Jahren von meinem Mann und seinen Vorzügen.
    Natürlich nicht immer.#rofl
    Grundsätzlich finde ich ihn aber genau so anziehend und attraktiv wie zu Beginn.
    Was aber die Liebe hat wachsen lassen, sind eher seine charakterlichen Vorzüge.

    <<<Ich hätte so gerne das Gefühl gehabt ohne den anderen nicht zu können oder jede Faser an meinem Partner zu lieben.<<<

    Das halte ich für überzogen.Ich kann sehr wohl ohne den Anderen, möchte es dann aber nicht. Das "Barfuß nach Alaska" Gefühl-sollte schon vorhanden sein bei mir.
    Jede Faser lieben? Du meinst sicherlich mit jeder Faser lieben?

    Wie gesagt die große Liebe kann aus einer heftigen Verliebtheit wachsen-muss aber nicht.

    Jetzt im Nachhinein und während einer Krise darüber traurig zu sein, bringt dir nicht viel.

    Entweder du willst ihn behalten und hältst auch mal schlechte Zeiten aus oder deine Gefühle reichen einfach nicht.

    L.G.

    So richtig Hollywood-Verknallt war ich nie. Aber dafür bin ich auch nicht der Typ, bin einfach zu sehr Realist.

    Aber ich bin immer noch, nach über 13 Jahren, in meinen Mann verliebt. Das kann ich schon sagen. Und dafür bin ich unendlich dankbar. Ich hätte nie gedacht, dass ich einen Mann mal so lieben würde und vor allem, dass ich mich mal so fallen lassen kann bei einem Mann.

    (10) 24.03.17 - 10:41

    Hmmmm, das ist eine Frage, die mich auch oft beschäftigt.

    Ich war in meinem Leben schon heftigst verknallt und habe durch die rosarote Brille teilweise die Realität aus den Augen verloren. Das Erwachen war dann teilweise sehr unschön. Die Phase des Verliebtseins hingegen war toll. Aber ich bin damit, wie gesagt, ein paar Mal so richtig heftig auf die Nase gefallen.

    Vielleicht leiden andere weniger unter hormonell bedingtem Realitätsverlust und geraten trotz Verliebtheit an die richtigen Männer, mich haben die Schmetterlinge immer zielstrebig zu Vollidioten geführt, diese elenden Viecher...

    Auf jeden Fall gab es diese Schmetterlingsphase, in der die Welt rosa glitzert, ausgerechnet bei dem Mann, mit dem ich seit Jahren verheiratet bin, nicht. Ich habe ihn nie idealisiert und nie im klassischem Sinne für ihn geschwärmt. Dafür habe ich mich von Anfang an bei ihm geborgen gefühlt und bin nach wie vor der Meinung, dass er ein wundervoller Mensch ist.

    Allerdings hat mir diese verzauberte Anfangsphase sehr gefehlt, als wir mal in eine Krise geraten sind. Mir hätte es in der Phase sicher gut getan, hätte ich mich an Schmetterlinge im Bauch erinnern können. Aber wir sind auch so über die Krise hinweg gekommen.

    Was ich damit sagen will: Ich glaube, es macht vieles einfacher, wenn man am Anfang so richtig heftig verliebt ist. Das schafft eine zusätzliche Bindung, die die Partnerschaft trägt. Ich halte diese Phase aber nicht für unabdingbar. Ich glaube, es gibt Menschen (wie mich), bei denen Liebe auch sehr kopfbestimmt funktionieren kann. Ich liebe meinen Mann auf jeden Fall.

    Trotzdem: Wenn ich diese totale Crazyness von Frischverliebten sehe, die du beschreibst, kenne ich dieses kleine Bedauern und deine Zweifel.

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