So wütend auf Partner

    • (1) 27.03.17 - 00:43
      Sowütend

      Hallo an alle,

      Ich, 33, mein Freund 46, mein Kind, 5. ich bin mit meinem Partner seit 3,5 Jahren zusammen. Wohnen seit fast 3 Jahren zusammen.

      Im würde auf seiner Arbeit eine wichtige interne Stelle gut 2 Jahre lang versprochen, er bekam den Job dann doch nicht, (lange Geschichte) fiel in ein tiefes Loch, nun hockt er seit 5 Wochen mit Depressionen zu Hause. Ich dachte, er reißt sich zusammen, geht zum Psychologen, (er hatte mal vor 5 Jahren burnout) stattdessen sucht er sich einen neuen Job. Wäre ja auch kein Problem, wenn die neue Stelle nicht 600 km weit weg wäre.

      Als ich meine neue Stelle angefangen habe, vor 2 Jahren, habe ich das mit ihm besprochen, dass ich morgens um 6 weg muss, er hat angeboten, mein Kind morgens in den kiga zu bringen. Ich habe eine Band, wo wir freitags Proben und ab und zu auch Konzerte haben, er sagte sofort, wie toll, er unterstützt mich.

      Und nun das mit dem neuen Job. Wenn es sich wenigstens lohnen würde. Abzüglich Fahrtkosten am WE und abzüglich Wohnung am neuen Ort bleiben ihm 300 Euro mehr monatlich. Dies aber so, dass er sich einen Steuerfreibetrag einrichtet.

      Ich habe davon als letzte erfahren, was er vor hat. Ohne mit mir zu besprechen, hat er alles organisiert. Er meint, ein Kindermädchen bringt dann mein Kind morgens in den kiga. Wer bitte schön kommt denn morgens um 5:55???? Und wer bezahlt es? Ich natürlich. So viel verdiene ich nun auch nicht. Dass er den Vertrag jetzt am Dienstag unterschreibt habe ich nur zufällig aus einem Telefonat bei ihm rausgehört. Habe ihn dann zur Rede gestellt: er will darüber nicht reden, ich rede nur alles schlecht, er muss arbeiten, muss Geld verdienen, er muss Unterhalt zahlen und Blablabla, ich denke nur an mich blablabla. Er hat doch einen guten Job hier! Ich habe damals alles mit ihm besprochen, dass er mich unterstützt. Ich würde ihn auch unterstützen aber nicht bei so einer verrückten Idee. Er wird doch 600 km weiter weg in einem 17 qm Loch noch tiefer rutschen, ich bezweifele, dass er jedes WE, wie er sagt nach Hause kommt. Für 300 Euro mehr 56 Stunden Zug jeden Monat? Bin so wütend. Dass ich dann umziehe mit ihm, ist ausgeschlossen, in der Stadt würde ich nie wohnen wollen. Vor allem, dies ist nur ein Projekt, es 2-3 Jahre dauert. Ich kann auch wegen meiner BAnd nicht umziehen, die ist mir sehr wichtig.

      Habe ihm auch gesagt, er soll wenigstens noch ein paar Monate arbeiten und sich was in der Nähe suchen. Er macht sofort zu, wenn ich ihn drauf anspreche.

      Ich kann nicht mal einschlafen. Habe schon Schlaftablette genommen. Wirkt aber nicht. Kopfkino ist an, weil ich nicht weiß, wie mein Kind in den kiga kommt. Am liebsten würde ich ihn rausschmeißen, nur alleine die Wohnung halten und Kindermädchen bezahlen kann ich auch nicht. Umziehen will ich echt nicht. Endlich haben wir einen Garten, wohnen noch nicht so lange hier. Und mit einer neuen Wohnung würde ich max 150 Euro sparen.

      Habe echt keine Idee mehr.

      LG

      • (2) 27.03.17 - 01:46

        Empathie ist für dich ein Fremdwort. Nur ICH ICH ICH.
        Ich finde es absolut nicht in Ordnung, wie dein Freund das mit dem neuen Job an dir vorbei geregelt hat, aber er wird für sich seine Gründe gehabt haben.
        Dir geht es nur darum, wie er deinen Alltag mitregeln soll, ich lese nichts davon, dass du versucht hast, IHM eine Stütze zu sein.

        • (3) 27.03.17 - 07:28

          Ich unterstütze ihn sehr wohl im Alltag, wo ich kann.

          Mein post ist sehr ich bezogen, ja. Aber nunmal habe ich ein Riesen Problem, wenn er nicht hier arbeitet. Und er auch, da er Depressionen hat und denkt, dass es mit Tabletten gelöst ist, ohne Psychologen. Er müsste noch vieles aufarbeiten, aber dadurch, dass er sich in einen neuen Job stürzt, wird nix gelöst. Er rennt ins offene Messer, sowohl seelisch und auch finanziell, unsere Beziehung wird den Bach runtergehen, und oben drauf habe ich ein betreuungsproblem, was zur Zeit ein großes Problem für mich ist.

          • Liest sich immer noch nicht empathischer.

            Du erwartest von Deinem Partner, dass er funktioniert, weil die Betreuung Deines Kindes und die Ausübung Deines Hobbys dran hängen. Und jetzt bist Du wütend, dass Dein Knecht nicht so spurt, wie er soll. Ich les nur Kosten, Betreuungslücke, tralala. Nix von Gefühlen, außer von Deiner Wut wegen s.o.

            Vielleicht ist er ja ganz froh, dass er über den Job ein Sprungbrett aus Eurer Beziehung bekommt.

            • (5) 27.03.17 - 08:16

              Ja, das sind dann meine Probleme. Wenn wir etwas besprechen, dann soll er mich nicht hängen lassen.

              Und zu ihm, ich habe Angst, dass er bei diesem Job kaputt geht. Es ist keine Lösung einen Job anzunehmen, der so weit weg ist und so wenig mehr bringt. Und er dafür jedes WE 14 Stunden im Zug sitzt. Er müsste noch paar Monate warten, bis eine bessere Stelle oder ähnliche hier in der Nähe ist, damit er eine Therapie anfangen kann. Er wird dran kaputt gehen. Ich werde mein Problem irgendwie lösen aber am Ende stehe ich da mit einem kaputten Mann. Juhuu

              • Naja, abzüglich Fahrtkosten und Wohnung vor Ort hat er doch immerhin 300€ mehr, das finde ich schon ordentlich.

                Einen Kranken kannst Du nicht zur Therapie zwingen, so lange er nicht selbst die Einsicht hat, würde die nichts bringen. Vielleicht ist er ja auch der Meinung, er müsse weiter funktionieren und könne es sich nicht leisten, "krank" zu sein. Anscheinend ist er ja unterhaltspflichtig, und Du hast ja auch geschrieben, dass Du Dir Eure Wohnung allein nicht leisten könntest. Er versucht also, Verantwortung zu übernehmen und seinen Verpflichtungen nachzukommen. Ich finde, für einen Depressiven ist das schon hart am Maximum.

      HI,
      mhhh, vielleicht ist das einfach jetzt der Zeitpunkt auseinander zu gehen. An erster Stelle sollte deine Tochter stehen und ich finde einen depressiven Partner, der nicht der Vater ist, einen denkbar schlechten Lebensgefährten. Das kostet doch auch deine Ressourcen, Kraft, die eigentlich deiner Tochter zusteht. Seine allein gefällte Entscheidung spricht doch Bände. Entweder will er sich trennen oder er ist momentan nicht Herr seiner Sinne, und das braucht eine 5-Jährige nun wirklich nicht.
      So, dass er dich die ganze Zeit mit deiner Tochter unterstützt hat, ist natürlich toll und lieb von ihm, aber es ist DEINE Tochter und du bist für sie verantwortlich. Wo ist dein Plan B? Eine Beziehung ist nunmal nicht unkaputtbar und er hat euch ggü. keinerlei Verpflichtungen.

      vlg tina

      • (8) 27.03.17 - 08:20

        Danke für deine Antwort.

        Mein Plan B ist, dass ich mir einen Job in der Nähe suche, weil dann muss ich morgens nicht um 6 raus. Nur meine Arbeit ist so toll. Aber für meine Tochter werde ich die aufgeben müssen. Obwohl ich nachmittags schon um 2 zu Hause bin. Oder ich finde eine günstige Kindermädchen und ich bespreche auf Arbeit, dass ich 2x die Woche später komme und Rest macht das Kindermädchen. So viel könnte ich noch bezahlen.

        Ich finde nur so schade, dass er das ohne Absprache macht. Ich habe mit ihm alles besprochen. Und nun das. Er wird dran auch kaputt gehen ohne Therapie.

    Ich finde es auch nicht gut, dass er dich nicht einbezogen hat.
    Aber ich kann seine Entscheidung für den Job verstehen. Er ist ja, so wie es aussieht, deshalb in eine depressive Verstimmung gerutscht, weil ihm die erwartete berufliche Anerkennung entzogen wurde. Und jetzt hat er sehr spontan eine Stelle gefunden, von der er sich diese Anerkennung verspricht. Ich glaube, anders als du, dass ihm eine interessante Arbeit, bei der er sich kompetent und anerkannt fühlt, mehr hilft als jeder Psychologe, d.h. er hat genau das gemacht, was für ihn richtig ist.

    Dabei hat er euere Beziehung in Frage gestellt, das sehe ich auch so. Und das tut natürlich weh. Ich glaube auch, das über kurz oder lang sich sein Lebensmittelpunkt an den neuen Wohnort verlagert. Dass das wütend macht und kränkt kann ich wirklich nachempfinden. Verantwortlich ist er jedoch für sich und seine Gesundheit, und wenn das für ihn der Weg ist, ist das so.
    Du bist doch sehr stabil in deinen emotionalen und sozialen Kontakten, dein Kind liebt dich, du hast Kollegen bei denen du dich wohl fühlst und deine Band. Die soziale Anerkennung hat einen hohen Anteil an dem Lebensgefühl - du hast das und wirst an einer Fernbeziehung/ Trennung nicht zugrunde gehen.

(11) 27.03.17 - 08:47

Hi,

Schlaftabletten nehmen ist auch keine Lösung....mich wundert immer, was die Leute so schnell zu Hause haben, sprich, Du hast da eh auch schon Probleme?

Naja, er versucht sein Leben zu ordnen, hat noch für ein andere Kind aufzukommen und geht seinen Verpflichtungen nach.

Nur weil die neue Wohnung klein ist, heisst es nicht, das es ein Loch ist, wo er noch mehr unter Depri leiden wird.

Mein Gott, er versucht alles!
Würde er zu Hause bleiben, keinen Job bekommen, würdest du meckern ohne Ende und kein Verständnis zeigen. Hättest aber einen kostenlosen Babysitter.
Jetzt bewegt er seinen Po und es ist Dir auch nicht recht.

Sicherlich ist es nicht schön aber im Endeffekt - ohne Dich zu kennen - wären Gespräche im Vorfeld auch sinnlos gewesen.

Er ist arbeitslos und muss was ändern und Du wirst auch Dein Leben ändern müssen.

Egal ob ihr zusammenbleibt oder nicht, .....wenn ihr Euch trennt, hast auch kein Babysitter für Morgens oder für Deine Hobbyband.

Das Leben ändert sich ständig und du scheinst nicht bereit zu sein, dich zu bewegen.

LG
Lisa

  • (12) 27.03.17 - 09:05

    Hallo, er ist nicht arbeitslos. Er ist seit Wochen krankgeschrieben. Er hat hier einen gut bezahlten Job, er hat nur da keine Anerkennung bekommen, laut seiner Aussage.

    • und ja....soll er jetzt jahrelang dort bleiben, weil er auf leere Versprechungen reingefallen ist und dort wie der letzte Depp womöglich behandelt worden ist?

      Wenn er keine Chance sieht, seit Wochen krank ist, muss er was ändern.

      Keine ZUkunft in der Firma - super, er bewegt seinen Po und sucht einen neuen Job,
      Oder willst du, das er da bleibt, unglücklich ist und die nächsten Jahre zu Hause bleibt?

      LIsa

(14) 27.03.17 - 21:00

Die Tabletten sind nur pflanzlich mit Passionsblume. Schaltet die Gedanken ein bisschen ab.

Hallo,

jetzt schalt mal einen Gang zurück. Dein Partner hat offensichtlich die letzten Jahre dein Kind in den Kindergarten gebracht, war da, wenn du mit deiner Band Termine hattest. Das war wohl in erster Linie einfach praktisch für dich, du hattest gleichzeitig einen neuen Partner und Kindermädchen.

Klar ist es nicht in Ordnung, daß er diese momentanen Entscheidungen ohne Rücksprache mit dir trifft, das sollte in einer Beziehung anders laufen.

Aber so wie du das ganze hier schilderst, kann ich mir durchaus vorstellen, wie deine Reaktion von vorne herein aussehen würde, wenn er es denn mit dir beratschlagen wollte.

Ich finde, DU machst es dir etwas zu einfach, bloß merkst du anscheinend nicht wirklich, daß da vieles an DIR liegt.

LG

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