Wegen Kindern probleme in der Ehe

    • (1) 27.03.17 - 14:32

      Hallo Zusammen,

      ich möchte mich hier mal an alle da draußen wenden, die eventuell die gleichen Probleme haben wie ich. Selbst bin ich ein Mann mittleres Alters, verheiratet und habe Zwillinge.

      Möchte euch gerne meine Geschichte erzählen um Meinungen, Tipps, etc. zubekommen.

      Im Mai 2014 erblickten meine beiden Kinder ( Zwillinge) das Licht der Welt. Ein Gefühl was man leider nicht beschreiben kann als Vater. Man muss es erlebt haben.

      Unsere Kinder lagen nach der Geburt ca. noch 1-2 Wochen auf der Kinder Intensiv-Station wegen Frühgeburt. Ab dem Tag ging es endlich Nachhause. Alle Besorgungen für die Zwei erledigt, Unterstützungen von allen Seiten ( Familie, Freunde etc.). Alles klappte so super, dass es schon fast perfekt war. Durch das erste Jahr geht man als Elternteil ob ein Kind oder zwei Kinder regelrecht durch die Hölle, d.h die Beziehung wird der Art auf die Probe gestellt. Leider gehen in dieser Zeit viele Beziehungen kaputt. Meine Gott sei Dank nicht. Mit den Monaten wo die Kinder krabbeln lernten, essen, Geräusche (Töne) von sich geben, ist die wundervollste Zeit der Welt. Man möchte Sie auch gar nicht mehr missen, trotz schlafloser Nächte und Meinungsverschiedenheiten.

      Unsere Kinder sind jetzt fast 3 Jahre alt und was sich alles verändert hat ist folgendes.

      2 Jahre kein Sex mehr gehabt (Grund hierfür: Frau findet sich nach dem Kaiserschnitt nicht mehr wohl in ihrer Haut úsw. Müdigkeit, Meinungsverschiedenheiten am Tag,)
      Wenn wir Abends im Bett liegen, dann nebeneinander wie ein altes Ehepaar ohne Körperlichen Kontakt. Wir reden miteinander und lachen auch zusammen, aber wenn das Thema angesprochen wird, dann hört man nur : Müdigkeit, man ärgert sich über den Partner weil er vielleicht nicht zu hört am Tag usw.

      Meine Frau hat wegen ihrem Job vieles im Kopf und ist wegen den Kindern noch zusätzlich gereizt und wenn ich als Mann noch dazu komme. Dann knallt es manchmal( verbal) . Wir machen das natürlich nicht vor den Kindern(versuchen es)

      Küssen ist bei uns auch nicht mehr wirklich. Den letzten zärtlichen Kuss hatten wir vor ca. 2 Jahren. :-(
      Wenn wir uns Küssen , dann nur wenn einer zur Arbeit muss (kurzer Kuss) oder vor den Kindern um ihnen zu signalisieren das alles gut ist.

      Wir als Familie unternehmen viel mit Freunden ,gehen schwimmen , auf Kindergeburtstagen, Kinderspielplatz usw. aber alles zu 98% immer mit den Kindern.

      Leider weiß ich nicht mehr weiter, wie ich mich weiterhin verhalten soll. Ja als Mann möchte man gerne Sex haben und Zärtlichkeit keine Frage.. aber normal kann das doch nicht sein oder?

      Bitte jede Meinung oder eventuell Tipps/Ratschläge nehme ich gern an.

      Gruß Mosaikel

      • (2) 27.03.17 - 14:47

        Hallo mosaikel,

        In viele Fällen hilft es sicherlich seiner Frau zu sagen, dass sie auch mit Kaiserschnittnarbe schön und begehrenswert ist! Machst du das denn?
        Mein Bauch ist in der Schwangerschaft komplett gerissen, ich trau mich manchmal nicht, mich vor meinem Mann umzuziehen ( bin aktuell in der 38. Woche).
        Mein Mann sagt mir immer wieder, dass das überhaupt nicht schlimm ist und es auch wieder verblasst. Ich solle mir halt keinen Kopf machen, dafür trage ich schließlich unsere "Liebe" unterm Herzen. Das gibt einem schon ziemliches selbstvertrauen.

        Außerdem sollte man sich, meiner Meinung nach, auch Zeit zu zweit gönnen.
        Die Kinder vielleicht mal bei der Oma lassen und sich einen romantischen Abend machen. Essen gehen, Kino, ein bisschen Wellness, z.B. einen Tag in einer Therme, wenn ihr sowas in der Nähe habt.

        Da mein Mann beruflich stark eingeschränkt ist und nebenbei seinen Techniker macht, sehen wir uns auch manchmal nur 1-2 Stunden am Tag.
        Umso mehr freue ich mich jedes Mal, wenn wir etwas unternehmen, auch wenn es einfach nur durchs Shopping-Center spazieren ist.

        Ich weiß ja nicht, ob ihr auch mal zeit zu zweit habt, wenn die Kinder bei den Großeltern sind?

        Das konnte ich irgendwie nicht herauslesen.

        Ich hoffe bei euch wird alles wieder gut!

        Liebe Grüße

        • (3) 27.03.17 - 17:23

          Ehrlich gesagt, ich bin eine Frau, aber dieses "nicht mehr attraktiv" das habe ich noch nie verstanden. Vielleicht auch, weil unsere Beziehung nie auf das Aussehen fixiert war - ich bin halt mal zu dick und das schon immer. Wenn er ne super-schöne haben hätte wollen, hätte er mich nicht ausgewählt. Der ist ja nicht doof oder blind. Ich glaube meinem Mann, dass er mich selber liebt und ich halt mal so ausseh, wie ich ausseh - mit KS-Narbe (mal ehrlich, wer schaut denn beim Sex auf eine KS-Narbe???), SS-Streifen, etc. Klar kann ich nicht mit den Fernseh-Sternchen mithalten, dafür können die wahrscheinlich nicht mit mir mithalten, wenn es darum geht, über Gott und die Welt zu diskutieren, ein Festmahl oder das normale Abendessen zu richten, eine Wand zu verputzen, Spaß zu haben ohne daran zu denken ob das Make-up (hihi, sowas trage ich zu Bällen, Hochzeiten und da nur sehr dezent) verwischt, sich mit Partner oder Kindern beim Spielen zum Affen zu machen, etc. Wie kann man so wenig Selbstbewusstsein haben, dass man sich nicht mehr traut, sich vor seinem Partner umzuziehen? Ich fände sowas SEHR abstoßend, die Streifen nicht. Wenn mein Mann sagen würde, dass er es "nicht so schlimm findet" würde ich ihm den Vogel deuten. Die Streifen sind nicht "nicht so schlimm", die sind WURSCHT. Wir sind verheiratet, in guten wie in bösen Tagen. Oma hat Opa am Schluss den Arsch abgewischt, weil das das Alter eben halt so mit sich bringt. Und jetzt? Schockiert?

          Ich würde der Frau mal den Kopf waschen und ihr sagen, dass ich persönlich beleidigt bin, wenn sie so wenig Vertrauen zu mir hat und mich für so derart oberflächlich hält, dass mich so ein Quatsch stören würde.

          (4) 27.03.17 - 18:19

          Klingt alles super.

          Nur wenn man keine Großeltern hat die ihre Enkel mal nehmen, wenn leider auch im Umfeld keiner da ist der die Kinder mal betreut und Babysitter leider nicht zu finden sind oder für einen Abend (19 bis 23 Uhr) 90 Euro kosten, dann kann man Paarzeit leider vergessen.

          • (5) 28.03.17 - 07:36
            Es gibt immer einen Weg

            Das die Familie nicht immer in der Nähe ist, ist heute leider üblich. Ich kenne nur wenige Freunde, deren Familien in der Nähe wohnen.
            Das man jedoch auch als Paar mit dreijährigen Kindern keine Freunde hat, die die Kinder mal nehmen könnten, finde ich mehr als traurig. Gerade als Eltern mit kleinen Kindern findet man doch so viele „Gleichgesinnte“. Und es muss ja nicht immer in den Abendstunden sein. 3-4 Stunden am vormittag wären doch auch schön, um z.B. zu brunchen…

            Das Babysitter über 20 EUR/h verlangen ist auch eher ungewöhnlich. Vor allem am Abend, wo die Kinder schon schlafen. Hier sollte man sich mal an seriöse Vermittlungsstellen wenden, da findet man zahlreiche geprüfte Babysitter, die weitaus weniger verlangen.

            Wie heißt es doch so schön: Wer wirklich (!!) möchte, findet man einen Weg. Wer nicht möchte, findet Ausreden! #nanana

            Ach komm, das sind doch alles nur Ausreden.
            Wer wirklich will, findet einen Weg.
            Dann muß man eben ab und zu mal etwas tiefer in die Tasche greifen und einen Babysitter bezahlen. Allerdings habe ich noch nie von einem Babysitter gehört, der 22,50€ pro Stunde kostet. Das ist doch wirklich Quatsch!
            Und auch ohne Babysitter kann man sich mal schöne Stunden zu zweit machen. Man muß ja nicht gleich immer ausgehen. Und die Kinder werden auch irgendwann einmal schlafen und dann bestellt man sich eben lecker Essen nach Hause und macht es sich in der Badewanne gemütlich oder, oder, oder.
            Und wenn die Kids in der Kita sind, kann man sich auch mal einen Tag Urlaub nehmen und dann den Tag gemeinsam zu zweit genießen.
            Wo ein Wille ist, ist immer auch ein Weg!

      Wenn deine Frau eure fehlenden Zärtlichkeiten mit Müdigkeit und den Streitereien vom Tag begründet, glaubst du ihr das? Gehst du also davon aus, dass das der tatsächliche Grund ist oder hast du die Vermutung, dass noch etwas anderes das Ganze begünstigt?

      In deiner Überschrift schreibst du von Problemen in der Ehe, während des Textes geht es dann aber doch eher um fehlende Zärtlichkeiten und mangelnden Sex. Ja, dass man Zärtlichkeiten und Sex braucht, ist normal. Oftmals merken Männer aber auch erst daran, dass etwas in der Beziehung nicht stimmt... Wie läuft eure Ehe denn ansonsten so? Warum streitet ihr euch? Habt ihr unterscheidliche Erziehungsansichten oder kommen weitere Dinge hinzu?

      Du schreibst weiterhin, dass ihr fast 100% der gemeinsamen Zeit mit den Kindern verbringt. Warum? Sie sind drei Jahre alt. Gebt ihr sie nicht auch mal zu den Großeltern oder an einen Babysitter???

      Wir hatten nach dem ersten Babyjahr auch eine Krise und uns haben klärende Gespräche geholfen. Zuerst einmal müssen beide Partner einsehen, dass etwas falsch läuft. Deiner Frau muss ja auch klar sein, dass 2 Jahre ohne Sex einen Mann nicht gerade erfüllen (eine Frau eigentlich auch nicht).

      Danach solltet ihr euch einmal OHNE Kinder im Background zu einem grundlegenden Gespräch aufraffen. Klärt EINMAL für euch alle relevanten Punkte. Sprecht alles an, was euch stört. Vereinbart vorher, dachlich zu bleiben, den Partner zu hören und nicht in Vorwürfen und Ausflüchten zu versacken. Seht es als eine Art Analyse. Danach könnt ihr dann besprechen, wie es weitergehen soll, um diese Probleme zu beheben.

      Gleichzeitig solltet ihr euch Paarzeit schaffen, also die Kinder abgeben. Deine Frau sollte Zeit haben für Sport, Friseur, Shopping - alles was ihr hilft, sich wieder attraktiver zu fühlen. Ihr müsst erst einmal überhaupt wieder ein Pärchen-Gefühl bekommen, dann erst kann man wieder an Sex denken.

      Mein Mann und ich haben vor dem ersten gemeinsamen Kind unsere Vorstellungen/Erwartungen einer erfüllten Partnerschaft diskutiert.
      Für uns war klar, dass den (sexuellen) Bedürfnissen beider Partner gegenseitig Rechnung getragen werden muss, das ist für uns eine Frage des gegenseitigen Respekts, der gegenseitigen Achtung und Liebe.

      Mit dieser für uns unverhandelbaren Tatsache schaffen wir es seit 20 Jahren, sechs Kindern Schichtarbeit beider Partner die (sexuellen, aber auch anderen) Bedürfnisse beider nicht aus den Augen zu verlieren. Sollte sich über die Art und Häufigkeit unseres Bedürfnisses nach Sexualität/Zärtlichkeit kein Konsens mehr finden, ist für beide klar, dass dann unkonventionelle Lösungen gesucht werden können.
      Leider gibt es immer wieder Paare bei denen es sich einer ziemlich einfach macht und seine Bedürfnisse (oder das Fehlen dieser) als alleinigen Massstab oder Machtinstrument zum Einsatz bringt. Gelingt da kein Umdenken, ist das wohl ein ziemlich direkter und dem Partner gegenüber respektloser Weg die Beziehung an die Wand zu fahren. Hast du es schon mal versucht mit ihr Klartext zu reden? Dass das was ihr lebt mit deinen Bedürfnissen und deinem Eheverständnis nicht zu vereinbaren ist?

      Puh, schwierig. Wir hatten auch immer mal wieder Zeiten mit wenig Sex. Aber 2 Jahre sind lang. Und es ist ja nicht das einzige Problem. Ich schreib dir mal - wild durcheinander - ein paar Dinge, die mir zu eurer Situation einfallen.

      - Ich selber und ich fürchte Frauen im Allgemeinen (besonders Mütter) neigen dazu, es allen recht machen zu wollen und haben deshalb sehr häufig ein schlechtes Gewissen. Ich denk mir z.B. auch gelegentlich: "Oh je, jetzt hatten wir so lange keinen Sex mehr, jetzt wird er sicher unbedingt wollen." und dann nervt mich jede kleine Berührung, die in diese Richtung gehen könnte extrem an, weil ich mich unter Druck gesetzt fühle. In dem Moment würde ich mir einfach wünschen, dass mein Mann mir EHRLICH und GANZ DEUTLICH versichert, dass es im Moment nicht darum geht Sex zu haben. Ich kenne niemanden (außer vielleicht Leute mit Störungen irgendwie), der abblockt, wenn ihm sein Partner nach einem harten Tag die Füße massiert oder den Rücken oder sowas. Häufiges "Frauenproblem": Man kann es nicht genießen, weil man meint, dafür "bezahlen" zu müssen. Versucht doch über Zärtlichkeiten euch wieder näher zu kommen und zwar über Zärtlichkeiten, die NICHT den Sex zum Ziel haben.

      - Auf der anderen Seite läuft Sex eigentlich am besten, wenn man es einfach macht - ohne große Erwartungen, sondern weil es dazu gehört. Wir hatten den besten Sex unseres Lebens in der Kinderwunschzeit, als wir einfach jeden zweiten Tag miteinander schlafen wollten/sollten und es dann häufig mehrmals täglich getan haben. Wie sagt man so schön: "Der Hunger kommt mit dem Essen." Fragt sich nur, wie sehr du deiner Frau die Dringlichkeit des Problems klarmachen kannst und ob sie zu dem Experiment bereit ist. Wenn sie einsieht, dass eure Ehe (auch) daran hängt, und sich auf das Experiment einlässt, könnte es funktionieren. Aber der Schuss geht leider wahrscheinlich eher nach hinten los.

      - Irgendwie muss deine Frau kapieren, dass du scharf auf SIE bist. Versuchs doch mal so. Frag sie ernsthaft, welche Gefühle sie hat, wenn sie bemerkt, dass du nen Ständer hast. Dann kommt wahrscheinlich etwas in die Richtung à la: Weil du eben unbedingt Sex haben willst, nur daran denkst, etc. Erklär ihr deine Sicht der Dinge: Nein, nicht weil ich Bock auf Sex habe, sondern weil ich dich so derart unwiderstehlich und sexy, attraktiv und schön finde, dass ich einfach erregt bin. Mir hat das mein Mann mal so gesagt und ich war platt. Seitdem liebe ich es, wenn er sich neben mich ins Bett legt und das Ding schon wieder steht. Da komm ich mir echt geil vor ;-).

      - Du schreibst, ihr unternehmt das meiste mit den Kindern. Find ich persönlich schrecklich und mir ist Paarzeit sehr, sehr wichtig. ABER noch wichtiger ist mir im Moment (erstes Jahr mit dem zweiten Kind) wirklich Zeit nur für mich. Und zwar Zeit, wo ich niemand höre, niemand sehe, auch kein Kind doch wieder zufällig reinläuft und mich von meiner Sache wegbringt (der Große ist z.B. bei den Nachbarn gern und auch die Oma bringt die Kleine wegen jedem Pups gerne mal einfach wieder). Organisiere das, dass sie ohne schlechtes Gewissen (da sind wir wieder) daheim ihre Ruhe hat, weil du z.B. mit den Kids zu einem Freund und dessen Kids gehst. Wenn sie genug Zeit für sich hat, kann sie mal wieder auftanken und ist dann auch bereit für Paarzeit.

      (10) 27.03.17 - 17:45

      Also, wir haben drei Kinder. Alle keine zwei Jahre auseinander, all per Kaiserschnitt geboren. Das letzte war auch ein Frühchen. Unterstützung aus der Familie haben wir eigentlich keine. Okay, so 2-3 mal im Jahr schlafen die drei bei Oma und Opa...sind dann von 18 Uhr bis 11 Uhr morgens weg, ist also nicht die Welt.

      Und ich kann sagen, dass ich mich wegen der Kaiserschnittnarbe noch nie unattraktiver gefunden habe als vorher. Und ich bin mir gegenüber sehr sehr kritisch. Ich finde, das ist eine blöde Ausrede.

      Wirklich gelitten hat unsere Beziehung auch zu keiner Zeit. Dass es mal "schwerere" Zeiten gibt, aufgrund von Beruf oder kranken Kinder oder sonst was, steht ganz außer Frage, aber das schöne überwiegt doch.

      Wir haben uns nie aus den Augen verloren. Ganz wichtig war und ist uns, dass wir abends "Paarzeit" haben. Die Kinder gehen um acht ins Bett. Ob sie nun schlafen müssen, oder lesen oder was auch immer...sie sind im zimmer (klar gibt es auch Familienwochenenden). Aber Paarzeit heißt, wir sind mal nicht "nur" Mama und Papa. Wir sitzen dann gemeinsam auf der Couch, trinken ein Glas Wein, quatschten über was auch immer,...kuscheln. Das finde ich super wichtig!

      Rede mit deiner Frau. Sag ihr was du willst, dass du sie vermisst, was du dir wünschst. Und versucht es umzusetzen. So schwer ist das nicht!

      Guten Morgen,

      deine Frau fühlt sich unwohl in ihrem Körper seit der Schwangerschaft und Geburt der Kinder. Das wirkt sich leider auch negativ auf das Intimleben aus, und dann wird auch gern mal Müdigkeit oder Stress vorgeschoben. Wenn man sich selbst nicht mag, fällt es schwer zu glauben, dass das ein anderer tut, selbst wenn es der andere beteuert. Ich spreche da aus Erfahrung. Mir ging es bis vor ein paar Monaten ähnlich.

      Was du tun kannst ? Mit deiner Frau sprechen und sie fragen, welche Unterstützung sie braucht und Ihr Unterstützung bei der Betreuung der Kinder und im Haushalt anbieten. Deine Frau braucht vor allem Zeit für sich selbst ! Zeit für Ernährung, Zeit für Sport, zum shoppen, Quatschen, mal eine Freundin treffen etc. Auch mein Mann hat Zeit für sich und seine Hobbys. Das finde ich wichtig

      Ich beispielsweise habe mich mit einer Freundin zusammengetan und nehme gemeinsam mit ihr ab. Mein Mann unterstützt mich, in dem er mir 2-3 mal pro Woche die Kinder abnimmt, damit ich mit meiner Freundin zum Sport kann. Wir haben außerdem unsere Ernährung komplett umgestellt- keine Süßigkeiten, keine Weißmehlprodukte, keine Fertiggerichte. Außnahmen gibt's am Wochenende. Außerdem habe ich 2x pro Woche jeweils 1 Stunde für mich, in denen meine Kinder länger in der Schule sind. So habe ich nach der Arbeit Gelegenheit, mich etwas zu entspannen und bin viel gelassener, als wenn ich von der Arbeit direkt zu den Kindern hetze. Seit ich wieder schlanker, fitter und entspannter bin, habe ich auch wieder Lust auf Sex !

      Du wirst sehen, das geht deiner Frau genauso. Zudem ist Partnerzeit sehr wichtig. Alle paar Wochen übernachten unsere Kinder bei Oma und Opa und wir unternehmen etwas schönes zu zweit. Das ist wichtig, um als Paar miteinander vertraut und im Gespräch zu bleiben.

      Viel Erfolg!

      (12) 28.03.17 - 10:05

      Guten Morgen,

      ich denke, je länger Ihr keinen Sex habt, je größer wird die Hemmschwelle....so habe ich es empfunden, wenn wir mal eine längere Pause hatten...

      Versuche doch mal einen Tag lang nicht zu streiten oder zu diskutieren - das tut schon gut...Euch beiden.

      Wenn Ihr beide frei habt, gestalte einen entspannten Tag...bereite zum Beispiel das Frühstück, mach Eure Kinder startklar und Deine Frau kann in der Zeit in Ruhe duschen. Macht gemeinsam das Mittagessen und wenn Eure Kinder Mittagschlaf machen setzt Euch zusammen hin, nimm sie in den Arm und genieße den Moment der Zweisamkeit, ohne gleich mehr zu wollen. Vielleicht möchte sie dann mehr...

      Aber ganz wichtig, rede mit ihr, mach ihr klar, dass Du Sie wegen ihrer inneren Werte geheiratet hast. Vielleicht hast Du Dich körperlich in den vergangenen drei Jahren auch verändert?

      Frage sie nach ihren Bedürfnissen, frage weshalb ihre Bedürfnisse sich so geändert haben, erinnere sie ggf. daran, dass ihr Mann und Frau und auch Eltern seid.
      Sprich auch ihre "Ausreden" an...was ist wenn wir nicht streiten und die Zeit des Mittagschlaf der Kinder nutzen?
      Wo sehr Ihr Euch in ein paar Jahren?

      Auf einer Hochzeit hat ein Pfarrer mal ein Gleichnis gesagt dass sinngemäß lautet, stellt Euch Euren Partner als Schatz vor....nach ein paar Jahren mag die Truhe etwas beschädigt sein, dann denkt an den Schatz im Inneren...

      Euch alles Gute!

      Viele Grüße

      Fahima

      Das Thema ist wohl so bekannt, wie es Familien gibt. Jede Situation ist immer etwas anders, aber im Kern ist das Dilemma häufig doch gleich.

      Ich könnte Deine Frau sein und fühlte mich nach der Geburt unserer Kinder auch nicht mehr wohl in meiner Haut. Ich habe sehr stark durch die Schwangerschaften zugenommen und mein Mann gab mir auch zu verstehen, dass ihm das nicht gefällt. Das war dann ein zusätzlicher Verstärker.

      Anderseits habe ich mich auch in Sicherheit gewogen. Häuschen, Ehe, Kinder damit hatte ich meinen Mann an mich gefesselt. Das war mir klar, das war ihm klar.

      Ich habe mich auch total auf die Kinder gestützt und kam erst zur Ruhe, wenn sie abends im Bett lagen. Und wenn dann noch mein Mann ankam und Sex wollte, oh Gott, nein, ich hatte keine Lust.

      Ich habe mir auch nie Gedanken darüber gemacht, wie er damit umgeht. Ich hatte halt keine Lust, mir fehlte der Sex nicht. Das hatte er auszuhalten (so meine Gedanken).

      Das ging nicht nur 2 Jahre so, sondern über 20 Jahre, bis die Kinder ausgezogen waren. Nein, dann wurde es nicht schlagartig besser, sondern eines Tages packte auch mein Mann seine Sachen und zog aus. Zu seiner Geliebten, die er seit einigen Jahren hatte, wie ich dann feststellen musste. Ich hatte im meinem Fokus auf die Kinder nichts davon mitbekommen…..

      Aber meine Geschichte hilft Dir nicht. Ich habe inzwischen kapiert, dass kein normaler Mann der Welt es über Jahre ohne Sex aushält. Wenn Du tatsächlich nunmehr 2 Jahre es ohne Sex ausgehalten hast, dann ziehe ich den Hut vor Dir.

      Was hätte damals mein Mann anders machen können? Nichts. Vielleicht hätte er früher seine Sachen packen sollen. Aber er ist kein Mensch, der seine Familie im Stich gelassen hätte und das wusste ich auch.

      • Danke Danke... das was du schreibst, ist das was ich gerade durch mache. Alle Punkte stimmen .... es macht einen Angst !!!
        Ich ziehe mir selbst den Hut vor mir . Ich hoffe eigentlich immer jeden Tag das es besser wird. Wir hatten vor den Kindern fast täglich Sex und ja da ist der andere Körper noch interessant :-)

        Ja und es stimmt total das sie sich komplett auf die Kindee Stürzt. Unsere Leben ist eigentlich ziemlich normal außer das genau zwischen uns eine Blickade ist. Sie zieht sich sogar vor mir aus und um ohne Probleme.... aber ich habe das Gefühl mehr und mehr dass sie für die Kinder lebt . Natürlich tut das einem weh und man weiß nicht wie man sich verhalten soll. Die Laune von mir schlägt auch gerne mal um weil einfach auch die Zärtlichkeit fehlt. Sie denkt immer, dass ich nur Sex will.... aber sorry es gehört für mich dazu und ihrer Meinung nach braucht sie es nicht mehr. Es ist ja alles da !!!
        Wenn ich Möglichkeit sehe das die Kinder mal mit Oma und Opa weggehen oder wir frei haben, dann geht sie ihren Hobby nach und will von anderen Sachen nichts wissen. Die Chance irgendwann Zärtlichkeit zuzubekommen ist in meinen Augen gering.

        • Das ist natürlich echt hart. Du hast mein vollstes Mitgefühl! Aber ich glaube, du musst ihr noch mal ganz deutlich vor Augen führen, dass du sie sehr vermisst und so nicht auf Dauer weiter machen kannst. Dabei soll es nicht nur darum gehen, sie unter Druck zu setzen, aber vielleicht muss sie auch mal merken, dass sie dich verlieren könnten, wenn sie so weiter macht. Natürlich kann und solltest du ihr auch deine Hilfe anbieten. Aber wenn sie weiterhin alles so abblockt, dann musst du für dich selber entscheiden, wie lange du das so noch durchziehen willst. Manchmal ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende.

          Ich wünsche dir alles Gute!

          Liebe Grüße

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