Baustopp...

    • (1) 27.03.17 - 17:34

      Nichts wird fertig...

      Ich erhoffe mir von euch einen Rat wie ich besser mit der folgenden Situation umgehen kann, sodass es mich nicht mehr so schnell aufregt...vielleicht habt ihr auch ein paar passende Handlungstipps :)

      Mein Freund und ich sind fast 7 Jahre zusammen u haben bis 10.2016 über 1,5 Jahre unser Eigenheim kernsaniert. Alles nach der Arbeit mit viel Eigenleistung! Nach dem Einzug blieb erstmal der Dachboden (den wir für seinen Sohn aus früherer Beziehung benötigen) u das Kinderzimmer unausgebaut -er: "das mach ich in Ruhe über den Winter". Nun scheint mittlerweile die Frühlingssonne draußen,

      ich bin nun übrigens in der 28.SSW und bekomme so langsam richtige Magenschmerzen, da nix in den Räumen passiert ist.

      Sogar der Wasserhahn usw im GästeWC wurde nicht eingebaut, obwohl seit 3 Monaten alles geliefert ist! Mir ist es vor Gästen langsam peinlich zu sagen, dass das immer noch nicht passiert ist... ich selbst kann es halt nicht - genauso wenig wie Rigipsplatten schleppen oder verputzen.
      Mir ist absolut klar, dass die Selbständigkeit meines Freundes aufm Bau u mein Beschäftigungsverbot seit der 13. Woche eine ungünstige Mischung sind: er ist abends ausgelaugt u ich bin nie richtig ausgelastet....
      Aber sind 6 Monate nach Einzug mit Hinblick auf das letzte Drittel der Schwangerschaft u dass sein 1. Sohn immer noch jedes 2. WE in einer "Kammer" schläft, nicht langsam Grund genug, die Wochenenden zum Umbau zu nutzen?
      Stattdessen geht er jeden vollen Samstag auch bei Freunden arbeiten, sonntags liegt er aufm Sofa-Hobbys vernachlässigt er eh... ich hab uns sogar letztens zu einer Woche Urlaub verpflichtet, damit er mal von seiner Selbständigkeit abschalten kann.. und was war: wir sind einen Tag eher zurück, damit er 3/4 des WEs wieder bei Freunden arbeiten kann...
      Ist er ein Workaholic? Flüchtet er vor mir, weil ich rumstresse (wobei ich meinen inneren Druck gerechtfertigt finde)? Warum baut er die Räume nicht aus, schließt den blöden Wasserhahn nicht an, sondern arbeitet lieber bei Freunden?

      Danke für eure ehrlichen Meinungen!!!

      • Hallo!

        Braucht ihr denn das Geld, was er bei Freunden schwarz dazu verdient? Oder kriegt er da gar nichts für?

        Und ein paar Sachen könntest Du schon machen, etwa ihn die Rigipsplatten anschrauben lassen und Du spachtelst dann.

        Wo soll eigentlich das Baby schlafen, am Anfang ja wahrscheinlich eher im Schlafzimmer?

        Wie alt ist sein Sohn, kann der vielleicht mithelfen?

        Wie sagst Du ihm denn, was gemacht werden muss? Nur meckern oder einfach "baust Du bitte dieses Wochenende den Wasserhahn ein?" nicht die ganze latte was alles zu machen ist, sondern ein Punkt.

        • :) ich muss schmunzeln... am Anfang habe ich ihn nach dem gr Umbau natürlich erstmal ruhen lassen, brauchte ja selbst ne Erholung. Dann ging's weiter mit bitten, aber in den letzten 4 Wochen hau ich ihm immer die ganze Litanei vor den Kopf, was eben noch nicht fertig ist. Sein Sohn wird 12 & könnte so wie ich in einigen Sachen zur Hand gehen, dennoch müsste mein Freund erstmal mit der Vorarbeit anfangen...
          Ja unser Sohn schläft erst bei uns u wäre nicht auf das Kinderzimmer angewiesen (Würde da nur gerne die Wickelkommode reinstellen und einen Stillplatz einrichten)...
          Die Hilfe bei Freunden ist meist geldlos, quasi "eine Hand wäscht die andere"-habe das Gefühl, dass wir dabei aber zu kurz kommen u er sich für alle einsetzt u unser Haus nicht fertig wird...

      Hi,
      Ich habe ziemlich alleine mit meinem Vater neu gebaut. 18 Monate lang, bis zum Einzug.

      Ich kann mir vorstellen das er fertig ist. Aber warum er lieber bei Freunden, unentgeltlich hilft, Rätsel über Rätsel.

      Das unentgeltlich helfen und euch hilft keiner, finde ich schon mies, aber von den Freunden.

      Die große Clique hier im Ort, hilft sich nicht mehr unentgeltlich. Sie haben untereinander einen Stundenlohn von 10 €. So geht's einigermaßen gerecht zu.

      Warum rufst du nicht die Freunde an, und macht einen Termin für eure Baustelle aus? Du bereitest das essen vor und dann geht's mit vereinter Kraft bei euch zur Sache. Jeder sollte Verständnis haben, das du auch mal fertig sein willst.

      Alles Gute.

      Claudia

    • Frag ihn doch mal direkt, bis wann er den Wasserhahn anschließt und wenn er das nicht einhält, bestellst Du eine Firma, die das erledigt. Dasselbe für den Rest - ich meine, wenn er das nicht schafft, weil er seine Zeit anderweitig verbringt, dann muss es ja trotzdem gemacht werden.

      Allerdings finde ich das seltsam, dass Du nicht weisst, wieso er lieber bei Freunden arbeitet, redet ihr nicht offen miteinander?

      (6) 28.03.17 - 06:44

      Es gibt bei so einer Baustelle immer einen Punkt, an dem man keinen Bock mehr hat, man ist einfach leer und will den ganzen Scheiß nicht mehr sehen. Wir nennen das immer Baustellen-Burnout. Besonders wenn man wirklich "nebenbei" alles gemacht hat.

      Du siehst zur Zeit nur was noch nicht gemacht wurde....aber führ dir mal ganz bewußt vor Augen, was er schon geschafft hat! Ich weiß nicht ob du "unschwanger" richtig(!) mit angepackt hast. Falls ja, dann fällst du ja auch als Kraft fast komplett weg. Falls nicht, dann weißt du nicht was er da in den letzten Jahren gemacht hat. Gerade bei Kernsanierungen gibt es immer wieder böse Überraschungen, die alles verzögern.

      Das er anderen zZt hilft, ganz klar das ist nicht seine Verantwortung, nicht sein Material was er dort verbaut, nicht sein Geldbeutel der belastet wird. Und ich denke schon, das euch auch das eine oder andere Mal geholfen wurde.
      Dein Miesmacherfaktor ist die Schwangerschaft, dein Nestbautrieb...Scheiß Hormone. Die können auch ohne Baustelle zum Fluchtpunkt werden.

      Man könnte jetzt sagen, es sind doch nur 3 Handgriffe und der dämliche Wasserhahn ist dran....oder man sagt, naja...wir haben ja noch mehr Wasserhähne, die man benutzen kann. Ich finde es schon fast befremdlich, das dir das vor anderen peinlich ist...sorry, dann sorg du doch dafür das er angebaut wird! Sorry, das ist doch nun wirklich nicht schwer.
      Was bedeutet denn Dachboden und Kinderzimmerausbau genau? Was bedeutet "Kammer"?

      Du hast euch Urlaub verordnet? Ihr seid also verreist....sorry, dann kann es dir ja nicht so wichtig sein mit dem Ausbau! Da würde ich dich als Mann als Meckerziege empfinden....ehrlich. Was für eine Zeitverschwendung, wenn dir das doch alles so wichtig ist. Er ist nun mal selbstständig...weißt du nicht was das bedeutet? Vielleicht läuft es zur Zeit auch nicht so gut und die Kohle fehlt einfach um weiter zu machen. Warum du das dann allerdings nicht weißt, das wäre ein anderes Thema.

      Und ganz ehrlich, hat man gerade ein Tief bei so einer Sanierung, dann bringt es einfach nichts stumpf weiter zu machen...es läuft einfach nicht, man fängt das Pfuschen an...das kann ja nun auch nicht in deinem Sinn sein.

      Schade, das du nicht erkennst, was dein Mann bisher geleistet hat und du nur forderst. Den Druck machst du dir und ihm selber.

    • Dein Mann ist einfach am Limit. Er kann nicht mehr.

      Er ist selbständig, hat wohl letztes Jahr/ die letzten Jahre das gesamte Haus saniert, jetzt muss er auch noch Freunden im Ausgleich helfen (und das möchte er vielleicht auch vor dem Baby hinter sich bringen), zu Hause sitzt seine gelangweilte,unzufriedene Frau im BV... Das ist schon nicht wenig, kein Wunder, dass der arme Kerl den Sonntag auf der Couch verbringt.

      Lass ihn doch einfach mal in Ruhe. Babys brauchen kein Zimmer, das weißt du ja selbst. Und den Dachboden kann er ja wirklich in irgendwelchen Ferien mit seinem Sohn gemeinsam ausbauen. Wenn es dem Sohn zu eng wird in seiner Kammer, wird er schon ordentlich nörgeln.

      Einzig auf den Wasserhahn im Gästebad würde ich drängen (evtl kannst du den aber auch allein einbauen, hast du das schon mal versucht?). Alles andere hat Zeit, dass könnt ihr auch machen, wenn du wieder voll mitanpacken und ihn tatkräftig unterstützen kannst. Ein Babysitter lässt sich bestimmt organisieren.

      • Vielen lieben Dank, dass ihr euch die Mühe gemacht habt über unsere Situation so nachzudenken!!!
        Ich werde mir einiges davon annehmen, vor allem was meinen Nestbautrieb, BV und Hormone angeht. Ebenso, dass das Kinderzimmer nicht nicht zur Geburt komplett fertig sein muss...der Tipp mit dem Dachboden +gemeinsamen Ferienumbau ist super. Meinem Freund versuche ich die Vorschläge bei einem Spaziergang in Ruhe zu mitzuteilen...naja, den Wasserhahn & Unterkonstruktion muss er allerdings kurzfristig einbauen, da wir am WE nun Besuch bekommen und ich immer noch der Meinung bin, dass ein Baustellen-Burnout bzgl dieser Kleinigkeit nicht 6 Monate anhalten darf.

        :)

    ich habe nun deinen beitrag und die antworten der anderen gelesen und sehe es einen ticken anders.
    wir haben auch ein ganzes haus in Eigenleistung gebaut. knapp 2 jahre.
    kurz nach dem einzug war ich dann auch schon schwanger.
    bei uns war so gut wie alles fertig, mein mann ist vom typ her aber auch so, dass er keine ruhe hat bis alles fertig ist (kann auch nerven!).

    ich verstehe, dass man nach dem einzug erstmal die schna..... voll hat.
    und das man seine ruhe braucht und keinen finger mehr rühren will.
    ABER ich finde ein halbes jahr ist dann auch mal genügend ruhe.

    es bringt nur leider nichts, wenn du es ihm immer und immer wieder vor den Latz knallst.
    dann ist er nur noch genervter und hat noch weniger bock.
    du bist unzufrieden und der Nestbau trieb hat dich voll im griff. nachvollziehbar.
    nur in Kombination mit Hormonen ist das nicht ganz so gut ;)

    bitte ihn mal einen abend, oder sonntag nachmittag in ruhe zusammen zu sitzen und eine liste zu machen, was noch alles gemacht werden muss.
    dann listet ihr gemeinsam auf, was wo gemacht werden soll, was noch besorgt werden soll und welche prio die einzelnen Gewerke haben.
    wenn er darauf keine lust hat, dann frag ihn ruhig (!) wann ihr das macht, er kann sich den Zeitpunkt gerne aussuchen.

    vllt hilft es und er braucht es als motivationsschub.

    als kleine Anekdote von uns: Unsere Türdrücker quitschen, hat ca. drei Monate bevor das Kind kam angefangen. ich habe ihn mehrmals darum gebeten sich darum zu kümmern und zwar VOR der Geburt. schlafendes Kind + quitschende Türen = kein spaß.
    drei Monate nach der Geburt hat er es sich dann tatsächlich mal angeguckt, hatte das richtige material nicht da......wieder nix passiert.
    als das Kind schon über ein jahr war, hat er sich endlich richtig damit beschäftigt, festgestellt, dass sie teilweise ausgetauscht werden müssen und das ist schon wieder 4 Monate her. sie quitschen immer noch.....

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