Partnerschaft - wie viel Kompromisse?

    • (1) 09.04.17 - 19:03
      Frustierte

      Hallo,

      Ich bin momentan ziemlich gefrustet.
      Mein Mann und ich sind über eigentlich fast alles immer an diskutieren und Kompromisse eingehen.

      Das fing schon mit der Heirat an( er wollte, ich nicht ) , letzten Endes haben wir uns auf Standesamt ohne Feier geeinigt.

      Es ging weiter mit Kindern, ich wollte nur eins, er mehrere , der Kompromiss waren zwei, wobei ein ungeplantes Drittes dazu gekommen ist....ich war für Abtreibung, er wollte das auf keinen Fall.
      Dann Beruf: er wollte dass ich 3 Jahre mindestens zu Hause bleibe, obwohl ich gut verdiene und auch ambitioniert war und bin.
      Kompromiss : nach 6 Monaten Teilzeit , nach 2 Jahren wieder Vollzeit .
      Kinderbetreuung: ich halte eune frühzeitige Betreuung in der Krippe für sinnvoll und förderlich und das hat nichts damit zu tun, dass ich nicht drei Jahre zu Hause sein wollte. ..die Kinder sollen zeitig lernen mit Gleichaltrigen klar zu kommen.

      Ich wollte die Kinder mit 8 oder 12 Wochen mal ein paar Stunden bei den Omas oder Opas lassen, um in Ruhe zum Friseur oder Arzt zu gehen. ..da hat er sich aufgeregt.

      Ausgehen als Paar vor dem 1. Geburtstag wäre ihm auch nie eingefallen, ich hab dann zum Hochzeitstag ein Wochenende mit Übernachtung vorgeschlagen, da wären wir 36 Stunden weg gewesen, das jüngste Kind war da 8 Monate alt...fand er unmöglich. Ich hab nur 8 Wochen gestillt, auch da hatte er was zu meckern, ist aber nun mal mein Körper. ..
      Mein Mann wollte frühestens ab 3 Kindergarten, vorher solltw seine Mutter die Betreuung übernehmen, auch da wiede der Kompromiss : ab 2 kamen die Kinder halbtags in die Kita ab 3 dann 45 Stunden. ..das letzte schon mit 1,5 Jahren
      . Das geht ewig so weiter: ich wollte OGS für die Kinder, er nicht, dahsb ich mich dann durchgesetzt aber nur weil seine Muttee krank wurde und klar war dass ich nicht aufhöre zu arbeiten , weil die Kinder mittags aus der Schule kommen.

      Ich merke dass ihm das am liebsten wäre aber er spricht es nicht mehr an weil er meine Einstellung kennt.
      Jetzt sind die Kinder größer und auch da ständig Diskussionen: abends weg gehen, wie lange, wann und wie nach Hause.
      Meine Arbeit : " darf " ich Projekte annehmen die mit Reisetätigkeit und Abrndterminen verbunden wären , er möchte das nicht, ich aber schon.

      Ich habe ihn immer unterstützt wenn er beruflich viel zu tun hatte und weiter kommen wollte...ach Mensch. .ich finde das alles so anstrengend und uns fehlt einfach die Leichtigkeit. ..
      Wie läuft das bei Euch ab?
      Ist das ähnlich zäh oder läuft der Alltag mit Familie, Partnerschaft und Beruf einfach so?

      • (2) 09.04.17 - 19:11

        Und täglich grüßt das Murmeltier!!! Wird es nicht langsam langweilig? Dieses Thema ist hier mindestens einmal pro Woche, ehrlich langsam ist genug! Das Thema früh wieder arbeiten, Kinder abgeben, Fremdbetreuung ist so ausgelutscht, du willst doch nur wieder hitzige Diskussionen auslösen! Wird nicht funktionieren, ist hier doch schon 1000 Mal durchgekaut worden in den letzten Wochen.

        • (3) 09.04.17 - 19:21

          Das waren doch nur Beispiele, es geht mir nicht um Fremdbetreuung etc.
          Es geht mir um die ständigen Diskussionen.
          Haus kaufen : Land oder Stadt, wie groß, wie soll es aussehen?

          Urlaub, Auto, Finanzen, es ist selten dass wir uns einig sind ohne lange drüber zu diskutieren.
          Vergiss das mit Kindern.

          Ich kann ja nicht wissen, dass hier so gereizt auf das Thema reagiert wird.
          Es geht mir nur um die ständigen Kompromisse, die mich immer mehr nerven. ..

          • Hallo,

            habt ihr euch denn nicht zeitnah nach der "Kennlernzeit" über sowas unterhalten? Mein Partner und ich haben immer mal aus Alltagssituationen (Freunde werden Eltern/ Freunde heiraten/ Freunde kaufen Haus etc) unterhalten und nach ca 2 Jahren wussten wir wo für jeden die Reise hingeht, bzw dass es für uns eine gemeinsame Reise mit gemeinsamen Zielen wird. Klar, ändern sich auch mal Ansichten, aber bei grundlegenen Dinge wird drüber gesprochen. Bis vor Kurzen zB war mein Freund der Meinung ein Kind reicht, jetzt will er noch ein Zweites, und auch ich bin von der Idee nicht abgeneigt bzw schon überzeugt... nach meiner jetztigen Elternzeit will ich mich beruflich neuorientieren und habe seine volle Unterstützung... weil wir eben von vorherein wussten, wir gehen unser Lebem flexibel an.

            Lg

      • (6) 10.04.17 - 13:33

        Was ich immer witzig finde, hier haben alle Projekte, mit Reisetätigkeit. Ist es schon ein Projekt, wenn eine Altenpflegerin einen neuen Bewohner im Altenheim erlebt? Reisetätigkeit ist dann, ich fahre mit dem Bus zur Arbeit? Ihr könnt doch nicht alle in der Führung der DAX-Unternehmen arbeiten?

        Aber andererseits können auch alle immer ganz unproblematisch Stunden aufstocken oder abbauen. In dem Traumland möchte ich auch arbeiten.

    Du böse Mutter! Die armen Kinder! Dein Mann hat Recht, bleib gefälligst daheim am Herd!

    /fight

Hallo,

ich antworte mal kurz: Bei einem Kompromiss gehen beide Parteien aufeinander zu und haben danach ein gutes Gefühl. Aber es gibt Dinge, da gibt es keine Kompromisse, gerade was Heirat, Kinderwunsch und die Anzahl der Kinder angeht.

Bei Dir sind es keine Kompromisse, Du wirst gezwungen und unterdrückt. Und diese Beziehung willst Du weiterführen? Warum?

LG
Manu

Wenn das hier kein gefakter Beitrag ist, dann sieht meine Antwort so aus: über solche grundlegenden Dinge unterhält man sich, wenn die Beziehung ernst wird und kommt man da nicht auf einen Nenner, was die lebensplanung angeht, beendet man die Beziehung. Denn um glücklich miteinander zu sein muss man auch die gleichen Ziele im leben haben. Die hattet ihr nie. Man redet doch wenn es ernst wird darüber, ob und wenn ja wie man heiraten möchte, ob und wieviel es Kinder man möchte, wie man sich Erziehung vorstellt und gehen da die Vorstellungen dermaßen auseinander, ist dies keine Basis für eine Beziehung. Ergo beendet man die Beziehung wenn man komplett andere Vorstellungen vom l3brn hat.

Also, natürlich diskutieren wir auch gelegentlich, aber doch nicht über solch grundlegende Dinge! Wie konnte es denn soweit kommen? Habt ihr euch vor der Ehe bzw. den Kindern nicht ernsthaft drüber unterhalten oder hat einer von euch beiden den anderen grob getäuscht über seine Ansichten? Oder habt ihr ernsthaft gemeint, dass es sich dann schon irgendwie fügen wird?

Wenn a) zutrifft, dann seid ihr grob verantwortungslos und es ist schade, dass in eure Situation Kinder verwickelt sind. Wenn b) zutrifft, dann muss derjenige, der den anderen getäuscht hat, halt jetzt öfter mal nachgeben. Und wenn c) zutrifft, dann seid ihr einfach heillos dumm und naiv.

Ein Kompromiss bedeutet meist, man trifft sich genau auf der Hälfte von dem, was jeder der Partner wollte. Ein Kompromiss ist nicht immer die beste Lösung. Es gibt das schöne Beispiel mit den zwei Kindern, die sich um eine Orange streiten. Die Mutter schneidet die Orange durch und beide sollen eine halbe nehmen. Tatsächlich wollte jedoch das eine Kind die Schale zum Kuchenbacken und das andere den Saft. So ist die beste Lösung eigentlich, dass beide gegenseitig die Bedürfnisse des anderen verstehen und dann eine Lösung gefunden wird, die zu beiden passt.

Bei euch hat man den Eindruck, dein Mann sei recht übergriffig. Viele von den Beispielen, die du nennst, fallen nicht in seinen Kompetenzbereich. Er möchte dir Vorschriften über dein Leben machen und du fühlst dich zu einem Kompromiss genötigt und kommst ihm zur Hälfte entgegen. Da du nicht so übergriffig bist, lässt du ihn bei Entscheidungen, die dich nichts angehen, sich frei entfalten. So hat er es natürlich gemütlich.

Ich kann viele von den Punkten, die sich dein Mann wünscht, nachvollziehen, bin da eher so gestrickt wie er als wie du. Ich wäre aber wohl nicht so übergriffig. Er wollte, dass die Kinder lange gestillt werden und spät fremdbetreut werden, finde ich alles klasse. Aber wo ist seine Umsetzung davon? Ok, stillen kann er sie nicht, aber du solltest ernsthaft die 3 Jahre zuhause bleiben, obwohl das sein Wunsch war? Was ist denn mit ihm? Hat er keine Elternzeit bekommen?

Ich würde mir das von meinem Mann nicht gefallen lassen, wenn er so über mich bestimmen will.

Jetzt sind eure Kinder ja schon älter und ihr seid euch anscheinend auch nicht einig über diverse Erziehungsansätze. Für mich wäre klar, dass derjenige die Mehrzahl der Entscheidungen trifft, der auch mit den Konsequenzen am ehesten leben muss. Bin ich öfter mit den Kindern zusammen als mein Mann, treffe ich mehr Erziehungsentscheidungen. Muss ich das Kind morgens wecken und ertragen, darf ich ihm vorschreiben, wann es nach Hause kommt und ins Bett geht. Usw.

(14) 10.04.17 - 07:15

Dein Mann wollte die Kinder lieber als du, dann hätte er auch die Elternzeit nehmen können. Dann hätte er die Betreuung für seine Kinder gehabt. Warum soll das immer die Frau machen?

(15) 10.04.17 - 07:46

Es hört sich einfach so an, als hätten sich hier zwei Menschen getroffen, die lieber hätten nie heiraten sollen.
Ihr passt ja irgendwie so gar nicht zusammen und macht euch nun das Leben schwerer als es sein sollte!

Wenn man so unterschiedlich tickt, dann hätte ich eine Beziehung/Heirat grundlegend in Frage gestellt!
Man hat sich hier somit selbst Probleme geschaffen, die gar nicht hätten sein müssen.

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