Mutter lügt ständig

    • (1) 10.04.17 - 20:27
      Eigenschutz

      Hallo,

      ich brauche Erfahrungen... Meine Mutter lügt ständig. Wir haben kein gutes Verhältnis, was auch in ihren Lügen begründet ist (und anderen Dingen). Schon als ich ein Kind war, erfand sie oft Lügen. Z.b. redete sie dann bei Bekannten schlecht über mich, erzählte meinem Vater Lügen (in den Lügen bringt sie sich meist in eine Opferrolle und erhofft sich Bestätigung und Schutz, vor allem von meinem Vater). Nach einer dieser Lügen erhielt ich z.B. Schläge von meinem Vater, weil sie behauptete, ich hätte sie angegriffen etc.

      Nun ist es bis heute so, dass sie immer wieder lügt oder zumindest übertreibt (maßlos, es ist dann gleich "immer ..." oder "nie").

      Wenn die Lügen auffliegen, dann reagiert sie auch noch sauer auf die anderen.

      Als Beispiel: wir sind in der Stadt. Sie möchte meinem Kind etwas bezahlen, ich lehne das Geld ab. Sie steckt es mir in die Tasche. Meinem Vater erzählt sie zu Hause, ich wolle nur ihr Geld etc. Ich bekomme das Gespräch hinter meinem Rücken mit, stelle sie zur Rede und verlasse das Haus. Sie ist beleidigt. Das ist eine von den harmlosen Lügen und manchmal gibt es lange Zeiten ohne (mir bekannten) Lügen, aber es strengt mich so wahnsinnig an und ich ertrage es nicht.

      Aktuell hat sie mir zum Beispiel geschrieben, sie hätte aus dem Fenster (Dachgeschoss, Dachschräge) beobachtet, wie der Nachbar sein Kind verprügelt. Sie habe den Kopf geschüttelt und dann hat der Nachbar das Kind am Nacken gepackt und aus dem Zimmer geschleift. Nun kann man aus dem Zimmer (mein altes kinderzimmer) überhaupt nicht zum Nachbarn rüber schauen, geschweige denn erkennen, was er in seinem Haus macht. Zum anderen hat er es sicher nicht verprügelt, weil sie sonst die Polizei hätte rufen müssen. Und sie hat und als Kinder aber regelmäßig geschlagen.

      Sie ist generell sehr falsch. Zum Beispiel lästert sie bei meinem Vater über mich und bei mir über ihn etc. Über jeden Menschen wird schlecht geredet (nur hinten rum, vorne wird die Fassade gewahrt). Und dann ist da noch der Wechsel zwischen Euphorie und Lästern. Etwas kann zunächst total toll sein (egal ob Menschen oder Unternehmungen oder Dinge) und dann wieder ganz schlecht.

      Kann man da schon von notorischem Lügen sprechen? Ich versuche sehr auf meinen Eigenschutz zu achten. Als Oma ist sie sehr liebevoll und mein Kind liebt sie. Deshalb auch der regelmäßige Kontakt. Aber sie kann überhaupt nicht reflektieren oder Fehler eingestehen. Ihr gegenüber bin ich distanziert und kühl, manchmal sichtlich genervt. Ich muss mich wirklich anstrengen um nett zu ihr sein zu können weil mir das alles so widerstrebt.

      Hat jemand Erfahrungen mit solchen Menschen?

      • >>>Meine Mutter lügt ständig.<<<
        >>>Sie ist generell sehr falsch.<<<

        Ich könnte mit so jemandem keinen engeren Kontakt haben. Gerade WEIL sie Mutter und Oma ist.

        Das Problem ist, dass du durch den Enkel-Oma-Umgang das Kind sukzessive in diese Fänge lässt. Noch ist es klein, später wird es mal genauso in diese Lügen verstrickt und muss sich vielleicht Dinge anhören, die du getan oder gesagt haben sollst und sie wird damit Zweifel säen.

        Dieses notorische Lügen könnte schon mit einem psychischen Krankheitsbild zusammen hängen.

        Ich hoffe, du weißt, wann du eine Grenze ziehen musst. Wie steht denn dein Vater dazu?

        LG

        • (4) 11.04.17 - 10:19

          Das glaube ich nicht oder würde ich tatsächlich ausschließen. Da müsst ihr mir hier einfach vertrauen, dass ich das nach 35 Jahren besser einschätzen kann und das kann ich. Würde ich etwas in der Richtung beobachten, wäre der Kontakt vorbei. Das weiß sie. Sie versucht auch bei den Enkeln alles besser zu machen, ich sehe die Anstrengungen. Darum will ich diesen Kontakt nicht verwehren. Sie wohnen auch nicht in der gleichen Stadt, daher ist der Kontakt begrenzt.

          Danke für Eure Anregungen.

        • (5) 11.04.17 - 10:23

          Ach ja, mein Vater ist manchmal genervt und sagt "was redest du da" etc. Aber er hat auch immer mitgespielt. Ihr oft geglaubt oder mir gesagt, dass meine Mutter so eine schlimme Kindheit hatte und ich doch mal Verständnis zeigen soll. Denn ich hätte ja eine schöne Kindheit gehabt... Die beiden sind teilweise sehr symbiotisch und begünstigen sich gegenseitig.

          Sie hat vor einigen Jahren mal erzählt, mein Vater hätte etliche schulden gemacht etc. Ich hab meinen Vater damit konfrontiert und es stellte sich heraus, dass es nicht stimmt. Viel hat er dazu nicht gesagt.

      Als ich deinen Text gelesen habe, musste ich sofort an meine Mutter bzw. Kindheit denken, was du schilderst ist mir so oder so ähnlich auch mit meiner Mutter widerfahren. Situationen, wo man selber nicht mehr wusste, was wahr ist, obwohl man sich so sicher war, dass sie lügt..Aber sie konnte meinen Vater so wahnsinnig gut beeinflussen oder er wollte es einfach nicht wahr haben. Letztendlich hat sie, nachdem sie mehrere Male? mit Suizid gedroht hat, tatsächlich versucht, sich das Leben zu nehmen und sich in ärztliche Behandlung begeben. Wie schon immer vermutet, steckte hinter allem eine psychische Erkrankung, neben Psychosen auch manische Depression. Klingt bei deiner Mutter ähnlich, kaum vorstellbar, dass die sich solche Geschichten einfach so ausdenkt, aus Langeweile oder Boshaftigkeit. Meine Frage wäre auch, wie dann Vater die Sache sieht? Geschwister hast du nicht? Hat deine Mutter Freunde? Hat sie solche Allüren nur bei dir oder ist es dir schon in Zusammenhang mit jemand anderem aufgefallen. Es direkt anzusprechen wird wahrscheinlich nicht zum gewünschten Erfolg führen, ich glaube aber nicht, dass es das Beste ist, das Problem zum Wohle deiner Tochter zu ignorieren...

      • (7) 11.04.17 - 10:25

        Danke für das Teilen deiner Erfahrung. Es tut mir sehr leid für dich .. Ganz so stark ausgeprägt ist es bei meiner Mutter nicht (also sie hat ansonsten keine offensichtlichen psychischen symptome).

        Aber das Gefühl, als Kind selbst nicht zu wissen was jetzt die Wahrheit ist oder nicht kann ich gut nachempfinden.

        (8) 11.04.17 - 10:27

        Ich habe eine Schwester. Ihr geht es genauso wie mir, sie braucht auch immer wieder Distanz und wir können uns gut darüber unterhalten. Wir teilen da die gleichen Ansichten und Emotionen.

    Hallo,

    hast du sie damit schon mal ganz offen und direkt konfrontiert? Wenn ein Mensch mir etwas schlechtes will (Vater schlägt mich, aufgrund der Lügen der Mutter; Mutter macht mich schlecht vor anderen usw.), dann breche ich den Kontakt zu dieser Person ab.

    >>Über jeden Menschen wird schlecht geredet (nur hinten rum, vorne wird die Fassade gewahrt).<<
    Solche Menschen sind mir generell ein Graus und ich würde auch nicht wollen, dass mein Kind mit so einem Menschen aufwächst!

    >>Als Oma ist sie sehr liebevoll und mein Kind liebt sie. Deshalb auch der regelmäßige Kontakt.<<
    Das hat ein bisschen was von "Mein Mann schlägt mich, aber ich möchte mich nicht trennen. Wir haben doch Kinder und die lieben ihn!"

    • (10) 11.04.17 - 10:10

      Hmmmm das ist eine falsche Einschätzung. Liegt aber daran, dass man einen Menschen mit ein paar Zeilen nicht eindeutig beschreiben kann. Neben diesen Lügen gibt es auch andere Seiten. Und große Lügen über mich hat sie schon seit Jahren nicht mehr verbreitet, weil ich nach dem letzten mal (die Situation mit dem Geld) auch erst einmal Funkstille hatte und mich klar positioniert habe. Das war natürlich ein Prozess. Als Kind konnte ich das nicht.

      Und sie wünscht sich nichts mehr als ein gutes Verhältnis zu ihren Kindern. Will mkt dem Geld dann auch zeigen, ich helfe dir und bin für dich da. Aber ich bin nicht käuflich. Sie ist aber zu einfach gestrickt um das zu durchblicken.

      Vor meinem Kind hat sie bisher nicht gelogen (auch über mich nicht schlecht geredet). Das kapiert sie schon, dass das nicht geht. Momentan ist es in erster Linie das Gerede über andere Leute, das mich so stört. Wenn ich ihr sage, dass mich das nicht interssiert und sie sich lieber um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern soll, ist auch erstmal ruhe. Und dann geht's irgendwann wieder los..

Dein Mutter lügt ständig, Dein Vater hat Dich als Kind geschlagen und dort gibst Du Dein Kind hin?#schock#zitter

Was meinst Du, was Dein Kind da lernt?

Brich den Kontakt ab, das ist kein Umgang für ein Kind!

Wenn du den Kontakt nicht abbrechen möchtest musst du dich eben ganz klar Positionieren.

Wenn sie dir Quatsch schreibt über den Nachbarn würde ich es entweder ignorieren oder schreiben "interessiert micht nicht".

Geld würde ich keins annehmen. und man MUSS sich auch kein Geld in die Tasche stecken lassen. spätestens wenn sie zu Hause gesagt hätte "die will nurmein Geld" hätte ich es ihr auf den Tisch geknallt gesagt "dann steck es mir nächstes mal nicht einfach in die Tasche". Ich würde dann auch sehr konsequent kein Geld mehr von ihr nehmen.

Wenn sie über andere lästert würde ich klar sagen "das interessiert mich nicht, besprich das mit jemand anders - nicht mit mir"

  • (13) 11.04.17 - 10:04

    Das mache ich schon immer. Direkt sagen, dass ich davon nichts wissen will. Dass es keinen Sinn macht, dass sie lügt/ übertreibt. Dass sie selbst mal reflektieren soll, ob wirklich immer alle anderen schuld sind usw.

Da stimmt was nicht im Oberstübchen.

Mal im Ernst, entweder wurde sie so erzogen und sie hat es nie geschafft, aus diesen Verhaltensmustern auszubrechen. Oder in ihrem Gehirn läuft etwas nicht ganz rund. Dann kann sie erst recht nichts gegen ihr Verhalten machen. Ob da Tabletten helfen könnten, kann wohl nur ein Psychologe beantworten. Aber dorthin wirst du sie wohl nicht bekommen.

Ich hoffe nur, dass dein Kind sich nicht zu viel von ihr abguckt.

  • (15) 11.04.17 - 10:03

    Ja, sie ist generell eher einfach gestrickt. Hatte eine sehr schwierige Kindheit, keine Bildung.

    Zum Psychologen würde sie niemals gehen. Und ich bin sehr direkt und hab ihr schon oft gesagt, dass ich ihr nichts glauben kann, weil ich nie weiß, wann sie lügt, übertreibt oder die Wahrheit sagt.

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