Partnerschaft leidet unter den Kids

    • (1) 15.04.17 - 08:37
      feigeinschwarz

      Hallo.

      So langsam verzweifeln wir. Unsere Kinder sind im Kindergarten bzw Kleinkindalter.

      Während Nummer 2 sich regelmäßig selbst beschäftigen würde, ist Nummer 1 wirklich den gesamten Tag unter Strom. Das geht so, seit er 2-2.5 Jahre alt ist.

      1 geht in den Kindergarten mal bis 12.30 mal bis 14.30. Erhöhen der Stundenzahl ist keine Option. An allen Tagen, egal wie lange der Kindergarten geht oder ob es Wochenende ist, kann Nummer 1 niemals einigermaßen ruhig sein, sich selbst beschäftigen oder einfach nur "normal" spielen. Ab dem Aufstehen oder dem Heimkommen wird wirklich unübertrieben pausenlos geredet, gesungen, Babysprache nachgeäfft, gerannt, gesprungen, getobt... Zudem fordert Nummer 1 andauernde Spielanleitung oder Begleitung, von fangen über verstecken hin zu den meistgeforderten Rollenspielen in hundertfacher Variation.

      Natürlich spielen wir mit ihm, aber doch nicht immer. Wir basteln oder malen auch mal, gehen viel raus. Es gibt so viel Bewegungsmöglichkeiten. Aber selbst auf dem Spielplatz...Sind die Lieblingsfreunde nicht da, will er nicht mit anderen Spielen, nur mit uns. Sitze ich das aus, sitzt er neben mir auf der Bank um dann irgendwann wieder nach Hause zu kommen und dort wieder die Wände hochzukrabbeln. Er macht meist keinen Mittagschlaf, ist 12-14 Stunden wach. Aber er scheint nie müde. Nie ruhig.
      Sicherlich ist es eine Typsache, ich war auch ein eher aufgekratztes Kind. Aber dennoch ist das hier zu Hause kein Zustand.

      Mein Mann und ich können kaum einen Satz miteinander wechseln wegen des ständigen Krach. Er redet dauernd dazwischen. Vernünftiges ermahnen hilft nicht. Wir sind hier nur noch am motzen, er soll nicht dazwischen reden, er soll nicht ständig toben er soll sich bitte mal setzen und etwas spielen. Sitzt er dann muss er Sachen werfen oder schleudern. Er kann einfach nicht irgendetwas ruhiges spielen..

      Wir sind verzweifelt. Wir sind keine Dauerentertainer und haben das auch nicht anerzogen. Nummer 2 zeigt sich ja auch ganz anders. Wir halten das wirklich nicht mehr aus. Jeden Tag versuchen wir einfach bis zur erlösenden Bestzeit zu überleben.

      Mittlerweile schicken wir ihn hoch in sein Zimmer, auch mit der ehrlichen Erklärung., dass wir einfach keine Nerven für seine Dauerhampelei mehr haben. Da spielt er aber dann nicht, er sitzt seine Zeit traurig ab oder weint und möchte natürlich wieder bei uns sein. Also auch das fühlt sich furchtbar falsch an. Aber uns fehlen die Ideen?

      Wirklich, dieser Dauerzirkus ist kaum zu ertragen, wie können wir das bloß ändern? Kann ein solcher Extremwirbelwind überhaupt lernen sich mal im ruhigen Rahmen zu bewegen? Er muss sich nicht grundlegend ändern, aber nicht mehr den gesamten Tag unter Strom stehen und uns permanent extrem involvieren. Wir sind vollkommen fertig und gereizt. Wir möchten es gar nicht, aber dieser Dauertrubel würde wohl jeden an die Grenzen seines Verstandes bringen. Ich will nicht, dass das unsere Familie irgendwann zerbrechen lässt.

      Freundliche Grüße

      • Hiho, habt ihr schon mal überlegt ihn evt in einem Fussball oder Sportverein anzumelden, oder geht mal schwimmen, das macht auch richtig müde.
        Was ist denn mit Oma oder Bekannten, die euch evt den kurzen mal abnehmen können, das entlastet auch mal.

        Lg

        • (3) 15.04.17 - 09:04

          ...das Angebot hier begrenzt. Und es löst ja nicht so richtig das Problem. Er ist danach hier ja immernoch nicht ausgepowert. Und ich möchte ja keine täglichen Zusatztermine. Meine Idealvorstellung wäre, er lernt sich auch mal anders zu beschäftigen anstatt ihn abzuschieben. Er geht schließlich bereits in den Kindergarten.

          Großeltern sind leider nicht greifbar und die Eltern von Spielkameraden melden mir das leider auch zurück, dass er dort dann Spielbegleitung der Gasteltern einfordert, anstatt mit den Freunden zu spielen.

          Das ist total traurig. Ich will ja die anderen Eltern nicht als Babysitter missbrauchen.

          Es geht mir ja in erster Linie nicht um unsere Entlastung indem wir das Kind anderweitig abgeben, sondern um eine Lösung, wie er dazulernen kann, nicht andauernd entertaint zu werden.

          LG

          • Hallo du!
            Ich glaube das mit dem Sportangebot siehst du falsch. Es gibt diese Angebote ja nicht um Eltern zu entlasten, sondern weil es auch förderlich für die Kinder ist. Es gibt nunmal Kinder mit starkem Bewegungsdrang und für die ist das sicherlich schön. Zudem lernen sie dort auch Grenzen und Regeln. Ich bin da aber total bei dir, dass Eltern gern Ihre Kinder "überfördern" und jeden Tag irgendwas auf Plan steht: Kinderturnen, Schwimmkurs, musikalische Frühförderung, Fußball....das finde ich auch zu viel, aber ein Hobby finde ich gar nicht schlecht.

            Woher willst du wissen , dass er danach nicht ausgepowert sein wird, wenn ihr es nie versucht habt? Es geht ja nicht nur drum körperlich platt zu sein nach dem Training, sondern die Kinder müssen sich ja auch konzentrieren und Bewegungsabläufe üben (egal ob Turnen, Schwimmen oder Fußball).

            Fühl dich gedrückt ich habe auch so einen Zappelphilipp, aber er konnte sich wenigstens schon immer mal selbst beschäftigen. Er stand aber so mit 3 Jahren aber auch ständig unter Strom sodass wir schon den Kinderarzt fragten ob er "normal" ist. Bei uns hat es sich gebessert seit er bis 16 Uhr in die Kita geht. Unsre Kita ist aber auch so, dass es ganz andre Angebote gibt. Es gibt einen Toberaum wo die Kinder nach Belieben rein können, ein Matsch Loch und einen richtigen Kletterbaum zudem gehen die IMMER raus und es werden oft große Ausflüge gemacht.

            Im Zweifel wendet euch doch mal an den Kinderarzt oder eine Erziehungsberatung. Sich hilfe zu suchen ist echt keine Schande und die haben manchmal ganz andere Ansätze (hab ich auch schon in Anspruch genommen. Ein anderer Blickwinkel ist da echt hilfreich).

            Ich wünsche euch alles Liebe

      (5) 15.04.17 - 09:54

      Hast Du denn, ganz ehrlich, das Gefühl, dass sein Verhalten noch im gesunden kindlichen Entwicklungsrahmen liegt?

      Was meinen die Erzieher im Kindergarten? Normal oder eher schon auffällig? (Wobei ich das absolut nicht abwertend meine!)
      Hast Du schon mit einem Kinderarzt darüber gesprochen? Normal scheint mir dieses 24 Stunden unter Strom zu stehen, nicht zu sein. Es gibt lebhafte Kinder, keine Frage, aber soooo
      aufgedreht - das macht ihn selber doch auch fertig.
      Wobei ein Sportverein wirklich auch eine gute Idee ist. Da können sie nicht nur toben, sondern müssen sich wohl oder übel auch an Regeln halten. Hättet ihr da ein Angebot?
      LG Moni

    • Hallo,

      also generell werdet ihr akzeptieren müssen, dass Kind 1 ein Wirbelwind ist und Kind 2 nicht. Allerdings kann es auch sein, dass sich das in einen Monaten oder Jahren komplett ändert. Mein erstes Kind war immer ruhig und lieb und pflegeleicht und Kind 2 war dauerwach und unruhig. Mittlerweile, mit Eintritt in die Schule, ist Kind 1 eine dauermaulige Zicke geworden und Kind 2 ist echt pflegeleicht und lieb die meiste Zeit.

      Euer Kind spürt ja eure Wut und eure Ablehnung und vielleicht dreht es dann erst recht auf. Sportverein würde ich sehr gut finden. Wie lebt ihr denn? In einer Wohnung in der Stadt? Oder in einem Haus? Wenn ihr einen Garten habt, habt ihr sicher die Möglichkeiten, wenn noch nicht vorhanden, Spielgeräte anzuschaffen. Wie Trampolin, Schaukel usw.

      Bei gutem Wetter lass ich meine Kinder morgens schon die Tür raus und dann spielen sie, besonders, seit das Trampolin da ist. Ich habe aber Glück, dass unsere Kinder nur 22 Monate auseinander sind. Heißt, sie haben durchaus die gleichen Interessen.

      Und natürlich muss man auch mal auf den Tisch hauen und sagen, jetzt ist Ruhe. Jetzt reden wir Erwachsenen. Und wenn euch das nicht passt, müsst ihr spielen gehen.

      Zwei kleine Kinder SIND anstrengend. Da führt kein Weg dran vorbei. Aber mit steigendem Alter wird es wirklich immer einfacher.

      Habt ihr Omas oder andere Familienmitglieder, die die Kinder oder auch mal nur ein Kind nehmen können? Ansonsten ein Babysitter? Damit ihr mal ein bisschen zur Ruhe kommt?

      (8) 15.04.17 - 12:38

      ....Für eure Antworten.

      Ich muss wohl noch differenzieren.

      Ich habe ehrlich keinerlei Bedenken, dass es irgendeinen gesundheitlichen Hintergrund hat.

      Im Kindergarten ist der Spross präsent, aber stets hoch gelobt. Sehr fürsorglich zu Kleineren, sehr kommunikativ. Ich erlebe ihn dort gewohnt wild und laut, aber negativ gemeldet wurde es nie. Es stimmt aber, dass er sehr liebevoll mit kleineren Kindern umgeht.

      Ich muss auch sagen, dass es kein Problem ist, mit ihm ins Restaurant oder mal ein berufliches Meeting zu gehen.

      Da ist relativ still sitzen auch über Stunden kein Thema. Auch hier stets sehr positive Rückmeldung, dass das mit anderen Kindern so gar nicht machbar sei.

      Daher geht es mir auch nicht um Vereinstätigkeit oder wir haben kaum Probleme mit Regeln etc. Es geht mir um das Irrenhaus zu Hause.

      Auch hier etwas detaillierter. Gemeinsam malen oder Memorie oder die geforderten Rollenspiele zeigen keine Zappelphilip Allüren. Aber wenn es zB ans Toben mit Papa geht (was ich aufgrund der Thematik erst gar nicht machen würde) oder eben die totale Spielbegleitung nicht gegeben wird, ist es ihm nicht möglich, mal ohne totales Überdrehen etwas zu machen. Der Kleine dagegen beschäftigt sich konzentriert mit etwas, bis der Große es entreißt. Er ist komplett frei von eigenen Ideen.

      Also das Problem ist unser Alltag, dass er dort ohne absolute Vollbegleitung eben durchgehend laut und überdreht ist. Daran würde daher keine andere Aktivität etwas ändern. Und natürlich ist er abends müde und schläft. Nur wird er eben tagsüber auch über Stunden nicht müde, überdreht und laut zu sein, sobald die geforderte Spielführung ausbleibt.

      Ich hoffe, es ist nun verständlicher. Ich suche eine Lösung für unseren Alltag. Ob und wie ich ihn an etwas eigenständiges spielen ohne Dauerakustik und hochfrequenten Puls heranführen kann.

      Ich denke, wenn unser Alltag entspannter wird, wird es auch wieder mit der Ehe. Der Dauerstress drückt natürlich total auf die Stimmung. Wenn mal Ruhe herrscht, ist es wunderbar. Und unsere seltenen Privatdates sind auch sehr erfüllend für beide;-)

      Grüße

      • (9) 15.04.17 - 13:01

        Wenn Du das so siehst, dann wäre eine Erziehungsberatung wohl das Richtige. Eine außenstehende Fachkraft sieht oft Dinge und Zusammenhänge, die man selbst nicht mehr wahrnimmt. Was Du jetzt schreibst klingt nämlich nach purer Aufmerksamkeitsheischerei des Kindes gegenüber den Erwachsenen, weil er weiss, er muss nur hartnäckig, nervend und laut genug sein, dann bekommt er sie schon. Also doch eher anerzogenes Verhalten.

        Das wirst Du jetzt empört abstreiten, weil Dein anderes Kind nicht so ist und genau deswegen würde ich jemanden hinzuziehen, der beurteilen kann, wo es hakt, was man ändern und verbessern kann, weil ja auch das Kind selbst darunter leidet.

        • (10) 15.04.17 - 13:13

          kannst du damit recht haben. Auf meinen Mann kann das sogar etwas zutreffen. Er ist halt weniger konsequent als ich und knickt oft beim drittenmal Nein ein.

          Aber generell sehe ich eben eher, dass es Charaktere gibt, die eher selbstständig sind, andere nicht. Dass wir nicht 100 Prozent alles richtig machen, ist sicherlich klar. Ich denke nur, dass der überwiegende Part macht die Persönlichkeit des Kindes aus, eben die Lautstärke und der Bewegungsdrang und weniger, ob wir irgendetwas unbewusst falsch gelenkt haben. Zumal wir keinen anderen Weg beim zweiten Kind einschlagen und doch bewegt es sich im Alltag so ganz anders.

          Das hier ist der erste Schritt. Ich hätte kein Problem damit nach einer Erziehungsberatung zu fragen. Ist denn JA Personal wirklich geschult? Oder sind das nur etwas bessere Hausfrauentipps aufgrund eigener Erfahrung? In diesem Bereich bin ich noch ganz unbedarft, daher meine Nachfrage.

          • (11) 15.04.17 - 13:42

            Wie gesagt, hier beim Lesen kommen schon viele Gedanken, die aber sicher in der Praxis differenziert werden müssten. Deshalb eben auch mein Rat, jemanden sehen zu lassen, nicht nur lesen oder hören. Ich würde nicht einfach behaupten, der Junge sei schlecht erzogen. Ist er sicherlich nicht. Aber jetzt braucht er Anleitung, ich sage bewusst nicht Grenzen oder Erziehung.

            Du kannst beim Jugendamt nach Erziehungshilfe fragen, zumindest sollte man Dir dort auch Adressen vermitteln können. Wie gut diese Hilfen bei Euch vor Ort sind kann man natürlich so nicht sagen.

            Übrigens den Tipp unten mit so viel wie möglich draussen spielen möchte ich unterschreiben. Eine Freundin hat zwei Kinder, eins davon mit ADHS und beide schafften es, sich in der Wohnung völlig aufzuschaukeln und zerstörerische Energien zu entwickeln. Also ist sie mit ihnen viel in den Wald, hat sie rennen oder zum Beispiel Stöcke sammeln und damit auf den Boden hauen lassen, natürlich in gebührendem Abstand zueinander. Sie haben Spiele erfunden und sie hat sie regelrecht gescheucht. Abends waren sie zu müde für Unfug zu Hause und sind nach dem Sandmann in die Betten gefallen.

    Hallo,

    wie alt ist denn Dein großer? Alt genug, um alleine raus zu dürfen? Wenn ja, kann er draußen was mit sich alleine anfangen?

    Wir haben auch so ein Kind. Er brauchte lange meine Spielbegleitung, war/ist Wenigschläfer und immer unter Strom. Dazu kommt noch die Eigenschaft 'gegen jede Regel'. In der 4. Klasse meinte seine Lehrerin mal, er würde nie in gehender Weise seinen Müll zum Papierkorb in der Raumecke bringen, sonder immer nur hüpfend oder rennend.

    Zu Hause waren ca. die ersten 4 Jahre die heftigsten. Ich kann Dich so sehr verstehen. Ich habe auch viel geschimpft, weil ich oft keine Kraft und Nerven mehr hatte. Mein Mann und ich waren sowas, wie dauerausgebrannt.

    Ich bin mit ihm oft raus, in Wald und Flur unterwegs gewesen. Da war er einfach besser zu haben. Wenn wir meine Oma, die auf dem Land wohnte, besucht haben, war er den halben Tag auf dem Hof verschwunden (Hühner mit selbstgebuddelten Regenwürmern füttern, auf dem Heuboden rumwirtschaften, im Dreck spielen, etc.) - alles war ganz anders. Ich habe für uns festgestellt, dass Freiheit und Natur ihn ein gutes Stück weit auslasteten.
    Diese Zeiten bei meiner Oma habe ich immer zum Auftanken genutzt.

    Ab einem Alter von 5 Jahren haben wir ihn jedes Jahr für ein paar Tage, als allein reisendes Kind, mit dem Flieger zu meiner Mutter geschickt, weil diese 600 km weit weg wohnte. Wir konnten endlich mal ein paar Tage durchatmen.

    Mein Tipp an Dich: Mache ein paar Tage Urlaub bei Verwandten, die Dich unterstützen können; die das gerne machen, die Kraft dafür haben! Du musst zwischendrin auftanken!

    Ist die einzige Möglichkeit, sich bei Euch draußen auszutoben, der Spielplatz? Vielleicht langweilt ihn der inzwischen auch. Findet 'Geheimverstecke' in Büschen, lass ihn auf Bäume klettern (jetzt bald Kirschen abflücken und im Herbst Kastanien runterschütteln) oder kaufe einen kleinen Kescher, mit dem Ihr - erstmal zusammen - schaut, was sich alles in Bächen oder Weihern fangen lässt (hierfür sollte Dein Sohn vielleicht des Schwimmens mächtig sein). Diese Dinge hat meiner in der Vorschulzeit für sich entdeckt. Manches habe ich ihm gezeigt, auf manche Dinge kam er von alleine. Bringe ihm die Natur nahe; ich glaube fast, alleine der Spielplatz um die Ecke wird für ihn nicht ausreichend sein. Sportliche Vereinsangebote nutze mein Sohn übrigens nie lange, weil er nicht mochte, etwas vorgegebenes zu tun. Das wollte er lieber selber bestimmen.

    Wie Du Deinen Sohn jetzt in Haus oder Wohnung beschäftigst, ist schwieriger. Damals habe ich nicht so viel Wert drauf gelegt, aber heute bin ich der Meinung, es ist immer gut, den Kindern Aufgaben im Haushalt zuzuteilen. In dem jungen Alter am besten jeden Tag das gleiche. Versuchs mal! Wenn er ansonsten gar so wild wird, schicke ihn doch einfach raus spielen (sofern er schon alleine darf). Vielleicht hilft Dir auch ein positiver Verstärkerplan - einfach um aus der Schimpf-tretmühle raus zu kommen (Google mal danach)! Das machen wir hier grade und mein Sohn ist schon 13 Jahre alt, aber noch hilft es uns im Alltag.

    Du merkst schon, dass sich solche Eigenarten evtl. so durchs Leben ziehen. Bei meinem Kind ist es einfach schwieriger mit allem und ich denke, damit werden wir klar kommen müssen, bis er eines Tages einmal auszieht.

    Gib nicht auf, Du wirst Strategien finden. Es ist wie ein Puzzle, immer wieder findet man ein Teilchen. Eine große Aufgabe, aber wir wachsen daran.

    Gruß

    mare88

    • (13) 15.04.17 - 13:24
      Super, danke dir.

      Ich werde es googlen.

      Er ist erst 3.5 könnte aber durchaus allein raus in den Garten, in der großen Einfahrt fahren. Wir haben einen Spielturm, Sandkasten und natürlich ein paar Fahrzeuge, die sich so ansammeln.

      Natürlich hat er totale Langeweile. Aber das schlechte Wetter bringt nunmal mit sich, dass draußen wenig Kinder angetroffen werden und schon sind wir wieder beim Dauerthema "Spiel was mit mir". Und diese Langeweile hat er ja tagtäglich wenn nichts besonderes ansteht.

      Wir machen auch mal was anderes. Aber ich möchte nicht dreimal wöchentlich etwas unternehmen bloß weil er niemals allein zurecht kommen möchte. Allein raus ohne Andere will er auch nicht.

      Ich hoffe auf schlagartige Besserung im nächsten Jahr, wenn die Geschwister beide raus in den Garten können ohne Daueraufsicht.

      • Ist er es denn überhaupt gewöhnt sich allein zu beschäftigen oder müsst ihr immer Vorschläge zur Beschäftigung machen?

        Normalerweise ist Langeweile für Kinder das beste um ihre Kreativität zu entwickeln. Wenn es im Restaurants oder Meeting klappt sollte es auch zuhause gehen, außer eben er ist gewöhnt , dass ihr ihm ständig Vorschläge zur Beschäftigung unterbreitet.

        • (15) 15.04.17 - 18:38

          Es ist tatsächlich schon immer so. Es wurde nie allein gespielt. Natürlich haben wir kein rundum Entertainment praktiziert, aber ohne Anleitung hat er nie allein mal vernünftig gespielt nur sehr laut getobt.

          Sicher lief es nicht immer perfekt. Ich hoffte auch, der Kindergarten verbessert etwas, aber Fehlanzeige.

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