Sehr lang! Verunsicherung in langer Ehe, keine Partnerschaft mehr.

    • (1) 23.04.17 - 17:20
      freiheit17

      Hallo. Ich hab mir hier extra nen Account aufgemacht, weil mich das Thema schon seit längerem umtreibt, aber ich komme alleine nicht mehr mit meinen Gedanken weiter. habe zwar auch mit Freunden darüber geredet, aber ich schaff es nicht mehr so weiter wie bisher. Deshalb würden mich eure Gedanken oder Ideen sehr interessieren!
      Mit meinem mann bin ich seit 20 Jahren zusammen, unser Kind ist in der Grundschule. Zweifel oder komische Gedanken hatte ich schon seit wir uns kennen, weil wir einfach sehr unterschiedlich sind. wir haben uns allerdings sehr jung kennengelernt und da konnte ich vieles nicht abschätzen wo ich heute nie etwas mit jmd anfangen würde.

      Der Hauptpunkt, weswegen ich schon gesagt habe "ich trenne mich" ist, dass wir (meiner Meinung nach) überhaupt keine Partnerschaft mehr haben, es gibt fast keine Kommunikation mehr. Frage ich nach seinen Projekten, Arbeit, was ihn bewegt - kommt nichts. oder "kann grad nicht". oder "alles normal". Jedesmal fühle ich mich als würde ich ihn nur noch belästigen mit meinem Interesse. Will ich mal was loswerden, heißt es in 90 % der Fälle: Keine Zeit. Oder: ist nicht so wild, komm mal klar. Weinen, Tränen, Emotionen - das nennt er Manipulation. Geschenke, Aufmerksamkeiten, Umarmungen, Zärtlichkeiten (über Sex nicht zu reden!) - gibts nicht. Entweder sagt er, ich soll die eben einfordern oder er hats vergessen, "zuviel Stress, du weißt schon". Ich fühle mich total zurückgesetzt und ungeliebt. Fordere ich Aufmerksamkeit ein oder sage "bring mir doch von da und da was mit", dann passiert auch nichts. Der Satz "melde dich eben wenn du was willst" wird also auch ignoriert und bringt überhaupt nichts.

      ich versuche seit Jahren nach seinen regeln zu leben, weil ihn vieles auch nervt oder auf eine bestimmt Weise erledigt werden soll. Das geht soweit dass ich schon gar nichts mehr selber machen will weil es doch nur falsch ist und er dann einfach ausrastet, sauer ist, stunden- oder tagelang nicht mit mir spricht. Am besten, es ist alles total mit ihm abgeklärt, dann kann weniger schief gehen. Das geht los bei meiner und der unseres Kindes Kleidung und hört bei Besuchern auf. Er ist da sehr unberechenbar. Sogar beim Schreiben kriege ich schon wieder Herzrasen vor Nervosität bei all diesen Situationen.

      das sind so die beiden Hauptthemen die mich sehr belasten. Wir haben darüber schon mehrfach gesprochen, denn hin und wieder hat er auch gute Momente und dann ist alles total entspannt und sehr schön. Das ist auch der Grund weshalb wir so lange zusammen sind. Wenn er auf der positiven Seite ist, dann ist er sehr zärtlich, unterstützend und helfend. Er hat mich immer wieder unterstützt, mental und auch praktisch. Aber die Grundprobleme haben sich einfach nie geändert. Er sagt dann dass er das nie wieder tun wird und nach einiger Zeit ist es doch wieder das Gleiche. Wir haben beide schon gesagt, dass wir nicht mehr wollen, machen dann aber doch wieder weiter, Versöhnung etc.

      Vor einiger Zeit habe ich ihm nun gesagt dass es für mich endgültig vorbei ist, weil die Liebe und Kommunikation absolut tot sind. Er hatte auch vorher davon geredet "Zeit zu brauchen" um nachzudenken und seine Zukunft zu überdenken. Ständig lässt er mich tagelang ohne Nachricht (er arbeitet viel im Ausland und hat dann "extrem viel zu tun und nicht immer Netz"). Das hat mich lange Zeit auch nicht gestört, denn ich bin auch alleine sehr zufrieden (bzw. habe dann ja auch unser Kind, einen Job, den Haushalt und Freunde). Aber irgendwann war es so, dass ich alle Nachrichten nur noch abgesandt habe aber nie wirklich Rückmeldung kam. ausser "ok" oder "habe gelesen". Und nachdem ich meinte dass es jetzt aus ist, kam natürlich die große Show mit tränen, Verzweiflung, er wollte mich zurück, alles für mich tun was ich wollte, etc. Habe dann (auch wegen der langen Zeit, der vielen Jahre zusammen und des Kindes wegen) zugestimmt und war guter Dinge, dass es ja vielleicht jetzt doch besser würde.

      Mittlerweile ist es aber so, dass er sich total genervt fühlt weil ich jetzt eben mehr einfordere, ihn an unsere Absprachen erinnere, mehr einfordere und mich generell nicht mehr so klein mache. Er sagt mir dann ich soll aufpassen was ich sage, sonst wäre für ihn eben Schluss, und zwar endgültig. Ich sollte "nachdenken was ich sage oder tue". er nimmt keine Kritik an, keine Vorschläge oder Ratschläge (um die er aber selber bittet). er will einfach nichts mehr von mir hören, aber offensichtlich auch keine Trennung. Überhaupt gibt er mir das Gefühl dass ICH alles Falsch mache, falsch schreibe, falsch einfordere, dass das alles Murks ist und ICH etwas kaputt mache, was mir später leid tun wird.

      Ich weiß jetzt aber viel mehr als noch vor 6 Monaten was ich will und überlege ernsthaft ob das alles noch Sinn macht. eigentlich hatte ich uns eine Zeit gegeben um es nochmal zu probieren. Und nun bin ich hin & her gerissen bei seinen seltsamen Aussagen und stehe zwischen "ich lass das jetzt" und "er hat halt viel Stress" (wobei ich weiß dass das eigentlich Schwachsinn ist).

      Im Grunde habe ich fast immer das Gefühl dass ich als Partnerin gar nicht ernst genommen werde mit meinen Wünschen und Forderungen. was ich will ist irgendwie nie wirklich relevant oder wichtig genug um dauerhaft wahrgenommen zu werden. Ich muss dazu sagen dass ich ein Mensch bin, der eigentlich NIE irgendwas eingefordert hat. Ich hab immer versucht alles recht zu machen, vor allem mit meinem Mann der eben wie gesagt auch durchaus ausrastet wenn mal was anders läuft als gewünscht. Nur jetzt reichts eben seit Längerem und ich habe ihm das auch so gesagt. Auch dass ich jetzt eben mehr fordern werde und lauter bin. Aber seit Kurzem nimmt er das gar nicht mehr wahr, sondern nur noch mich als Störung. Also eigentlich so wie es die letzten Jahre sehr sehr oft war. ich will das alles nicht mehr, aber mein Gedankenkarussell geht einfach jeden tag in alle möglichen Richtungen. Meine Freunde will ich schon gar nicht mehr ständig damit nerven. Natürlich wäre es mir lieber mit ihm zusammen zu bleiben, eben wegen der Zeiten in denen er mich wirklich sehr glücklich gemacht hat. Und wegen unseres Kindes natürlich auch. Aber nicht so wie es jetzt ist, bzw. schon seit Längerem läuft.

      So. Danke fürs Lesen. Wenn ihr was sagen möchtet, dann nur zu. ich wäre mehr als froh wenn mir von außen neue Ideen oder Denkanstöße gegeben werden.

      freiheit17

      • Hallo Freiheit.

        Ich weiß nicht, ob mein Impuls Dir helfen kann, hoffe es jedoch sehr.

        In der Vergangenheit habe ich mich auch stets abhängig gemacht vom Tun und Lassen des Partners. Es hat mir nichts gebracht. Ich habe dann angefangen, mich auf meine Pläne, Visionen und Träume zu fokussieren. Und ja - bei manchen Sachen spielt der Partner darin keine Rolle. In den vergangenen vier Jahren habe ich einen extremen Schub nach vorne gemacht, beruflich, persönlich. Das hatte viele Veränderungen zur Folge. Mein Freundeskreis hat sich bspw. verändert, auch meine Lebensphilosophie.

        Ich war zum damaligen Zeitpunkt Single und alleinerziehend und konnte mich natürlich gut konzentrieren. Seit einiger Zeit lebe ich nun wieder in einer Partnerschaft, die insbesondere in den vergangenen Wochen große und für mich anstrengende Herausforderungen hat. Habe hier auch schon mein Leid geklagt - aber im Grunde weiß ich: Egal, was der andere tut (oder nicht tut) - es geht darum, bei mir zu bleiben. Das ist im Moment die Challenge, der ich mich stellen darf und ich tappe auch hier noch in eine alte Gewohnheitsfalle. Aber wie heißt es so schön: Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Veränderung.

        Es klingt jetzt abgedroschen, wenn ich sage: Such Dir ein tolles Hobby.

        Das mag nicht überzeugend klingen. Aber mir hilft es, mir Ziele zu stecken. Ein Ziel war unter anderem: Ich will ein Sixpack haben (also nicht das Biergebinde...). Als Alleinerziehende hätte ich nun jammern können: "Kein Geld fürs Fitness-Studio...ich kann abends nicht weg..." Ich habe mir bei Amazon DVDs dazu gekauft und mir vor dem Fernseher einen abgestrampelt, während andere unglücklich aufs Handy schauen und auf eine Nachricht hoffen - wie Du vielleicht. Wenn ich in die Abhängigkeitsfalle tappe, mache ich Yoga. Das Aufrappeln dazu ist das Schwierigste...:-p Schau nach Dir. Kümmere Dich um Dich selbst. Tue Dinge, die Dich voranbringen. Bei mir ist es das Thema Weiterbildung. Ich gehe zu Visitenkartenparties, um inspirierende Leute kennen zu lernen. Die Gespräche sind großartig (rein geschäftlich). Bei einem letzten Meeting habe ich einen erfolgreichen Geschäftsfrau und dessen Frau kennen gelernt. Der Mann ist kaum 30 und Millionär. Ich bin Ü40 - und habe all meinen Mut zusammengefasst und die beiden gefragt, ob sie meine Mentoren sein wollen, sprich: Ob sie mir ihre Erfolgsgeheimnisse beibringen. Die Antwort: "Ja.". Ich habe mich vor kurzem zu meiner Vollzeitanstellung noch selbstständig gemacht mit dem Ziel, von zuhause aus arbeiten zu können.

        Sei dankbar, dass Dein Kind schon so groß ist - es wird von Tag zu Tag einfacher, Dir mehr Zeit zu nehmen für das, was Dich voranbringt.

        Schau auf das, was Dich voranbringt. Sei es Literatur, Vorträge, Weiterbildungen (geht auch online). Ich habe mich mit 41 für ein Fernstudium entschieden. Einfach so. Weil es mir gut tut und mich beruflich voranbringt.

        Das Gute in unserem Leben ist: Wir haben jeden Tag die Freiheit, uns neu zu entscheiden.

        Für etwas oder gegen etwas.

        Momentan ist in meinem Beziehungsleben die Kacke am Dampfen. Aber wenn ich tief in mich hinhöre, dann weiß ich, dass es darum geht, mir und meinen Zielen treu zu bleiben und mich weiter auf das zu konzentrieren, was mich voranbringt. Sei es das Studium, der Urlaub, der mir vorschwebt, der Kauf meines Traum-Cabrios, der auf der Agenda steht (Mai 2018).

        Schau' nach Dir. Steck' Dir Ziele. Lerne eine Sprache, mach' einen Kurs - was auch immer. Schau auf das, was Dich weiterbringt, wenn es die Ehe im Moment nicht ist.

        Alles Gute!

        PS - noch ein Zusatz:

        Von Trennungskonzepten halte ich im ersten Moment nicht mehr so viel. Ich war früher eine Kandidatin, die sehr schnell die Flinte ins Korn warf, nach dem Motto: "Ist mir zu anstrengend, brauche ich nicht."

        Hat mich allerdings auch nicht weitergebracht. Denn: Man nimmt sich immer mit - egal, wo man hingeht.

        Deshalb ist mein Fokus nun der, dass ich mir meine Beziehungsthemen anschaue und überlege, welchen Beitrag ich dazu leiste und wie man eine Verbesserung herbeiführen kann.

        Wir haben bspw. heute morgen wieder eine heikle Diskussion geführt über ein Thema, über das ich hier auch Rat such(t)e. Mein Partner wollte nach einer Minute Gespräch das Haus verlassen mit den Worten: "Das ist mir zu anstrengend. Ich hab' darauf keinen Bock mehr." Wäre eine Lösung gewesen - aber wäre es die beste gewesen? Er saß gestiefelt und gespornt auf meinem Bett. Dass er geht, habe ich nie verlangt. Es war sein eigener Fluchtimpuls auf einen einzigen Satz, den ich sagte: "Im Moment geht es mir mit der Situation, die wir haben, nicht gut."

        Ich könnte mich jetzt trennen wie früher, von meinem Exmann und so - und stünde irgendwann wieder am gleichen Punkt.

        In dieser Beziehung, die ich jetzt habe, habe ich mir das Ziel gesetzt, Schwierigkeiten auch mal auszuhalten und nicht immer gleich wegzulaufen, wie früher. Und der Beziehung eine Chance auf Wachstum, Reife und Veränderung zu geben.

        Es ist...anstrengend und anders, da nicht mehr so bequem wie früher.

        Aber ich glaube, es war Mahatma Gandhi, der sagte: "Sei Du die Veränderung, die Du Dir von der Welt wünschst." Daran arbeite ich im Moment.

        Krasse Challenge, kann ich nur sagen #winke

        • Erstmal lieben Dank für deine ausführliche Antwort. Ich finde, dass das was du sagst, absolut stimmt und das bedenke ich auch schon seit längerem: vor allem das "man nimmt sich immer selber mit". Es verunsichert mich auch mir vorzustellen dass ich jetzt einen großen Schritt gehe und dann vor mir selber doch gleich bleibe und es evt mit einem neuen Partner genauso wäre. Ich bin sehr introspektiv und denke viel über mich & meine Muster nach. Das hat natürlich Vor- und Nachteile...man kommt auch leicht ins Grübeln.

          Andererseits finde ich es eben auch nicht richtig wenn mein Leben seit Jahren nur aus Tiefpunkten besteht und ich die guten Zeiten echt mit der Lupe suchen muss. Ist mir aufgefallen weil eine Freundin mich fragte wie oft denn die Schlechten Zeiten so seien. Meine Antwort: 70 % schlecht, 30 % gut. Hat mich geschockt dass mal überdenken und aussprechen zu müssen. Mein Mann sieht das aber alles ganz anders. Laut ihm gibt es eigentlich kaum Probleme und wenn dann liegen sie ausschließlich bei mir. Das sagt er mir auch momentan immer wieder: ich soll nachdenken dass ich nichts Falsches sage, denn dann wäre er weg. er baut eine echte Drohkulisse auf, von "pass auf was du sagst" bis "ich hab doch nur dich" (was stimmt, denn er hat keine Freunde). Ich will aber nicht mehr für alles verantwortlich sein, schon gar nicht alleinig für sein Glück.

          Hobbies: ich habe Hobbies und lebe sie sehr gerne. Da ich aber häufig alleine mit dem Kind bin (auch für längere Zeit), mache ich vieles davon zuhause. Das ist ok, aber viel zeit und raum habe ich nicht. Seit einigen Monaten habe ich wieder verstärkt Kontakt & Unternehmungen mit Freunden, was mir sehr gut tut und ich es auch angestoßen habe. Es gibt auch einige Dinge, die ich seit Jahren machen will, aber nie den Mut dazu hatte. Jetzt habe ich mich auch da auf den Weg begeben. Es läuft also bei mir persönlich (alleine) gut, ich bin generell ein lebensfroher und glücklicher Mensch der auch sehr gut alleine sein kann. Aber in der Partnerschaft sehe ich eben so viel Probleme dass ich nicht weiss was ich noch machen soll. Außer immer weiter reden? Bislang hat die Tatsache dass ich auch mal alleine mache und zufrieden damit bin, nur dazu geführt dass noch weniger Kontakt zu meinem Mann besteht, denn nachfragen oder interessieren tut er sich null dafür.

          Nochmal danke! und, wie du meinst: Krasse Challenge!

        • "Ich könnte mich jetzt trennen wie früher, von meinem Exmann und so - und stünde irgendwann wieder am gleichen Punkt.

          In dieser Beziehung, die ich jetzt habe, habe ich mir das Ziel gesetzt, Schwierigkeiten auch mal auszuhalten und nicht immer gleich wegzulaufen, wie früher. Und der Beziehung eine Chance auf Wachstum, Reife und Veränderung zu geben."

          Meinst du nicht, wenn du diese Haltung gleich wärend deiner Ehe gehabt hättest, dass du sie hättest retten können?

          Ich denke beziehungen vorallem Ehen werden so schnell in der heutigen Zeit aufgegeben.

          Natürlich ist es gerade für eine Frau schwer in einer Beziehung zu verweilen während sie vernachlässigt wird. Aber gerade weil es einen etwas ausmacht steht doch fest, dass man noch etwas für einander empfindet.

          Ich hatte mit meinem Mann auch schon problem in dieser Hinsicht. Mir blieb die möglichkeit für meien Ehe einzustehen oder diese zu beenden.

          Ich habe in dieser Zeit gemerkt wie viel ich für diesen Mann empfinde und suchte einen Weg es ihm deutlich zu machen. Gerade nach ein paar Jahren fehlt einem oft der zugang zu einander. Beide wollen über ihre gefühle sprechen wissen aber nicht wie.

          Hier habe ich es geschaft meinem Mann klar zu machen, was mir wichtig ist. Das hat eben nur 2-3 Monate gedauert und siehe da: Unsere Ehe ist besser als jemals zuvor.

          Ich kann mir nicht vorstellen, das wir uns noch trennen werden. ;-)

      PPS - noch ein zweiter Zusatz:

      Mein Partner ist jemand, der entweder nicht oder nur spärlich auf meine Nachrichten reagiert. Mich hat das in der Anfangsphase unserer Beziehung sehr aufgeregt, weil ich es eben immer anders kannte: Man chattet stundenlang, schickt sich Liebesbeteuerungen hin und her - hach...das ist ja soo romantisch...

      Jetzt habe ich einen Partner, der das alles nicht macht und auch nicht mag. Darüber könnte ich mich dauernd aufregen (habe ich anfangs auch getan), aber inzwischen denke ich: "Wow - ich hab' sooo viel Zeit für mein Kind, meine Tiere, meine Projekte - WAHNSINN! Ich bin so dankbar!"

      Versuche mal, die Zeit, die Dein Mann Dir schenkt, indem er sich nicht um Dich kümmert, für Dich zu nutzen.

      Du wirst sehen: Das ist echt gut!

      • So ging es mir auch sehr lange. Ich hab immer gesagt - mir macht das nix dass er lange nicht bei uns ist , ich komm damit gut klar. Ich bin gern alleine und wenn es mich packt, schick ich ihm Nachrichten oder Fotos. Mittlerweile ist das aber nicht mehr mein Ding, es ärgert mich einfach nur noch dass ich dann nie Feedback kriege und auch die Sachen offensichtlich nicht in seinem Gedächtnis ankommen .

        Aber danke, dass du es nochmal sagst denn ich habe das schon öfter gehört und weiß (theoretisch) dass Viele Menschen ganz anders kommunizieren als ich. Aber diese Menschen haben dann eben andere Kommunikationsstärken - zum Beispiel kann man gut mit ihnen reden. Das können wir alles fast nie. Egal ob Schrift, Telefon oder "in echt", die Zeiten in denen wir mal wirklich interessiert miteinander reden gehen gen Null.

    (8) 23.04.17 - 18:06
    wirklichfreiheit?

    Hallo,

    beim Lesen dachte ich - was ist nochmal die Frage? Das ist doch kein Zustand - woran hängst du noch?

    Allerdings habe ich auch nicht vergessen, dass ich bis vor 2 Jahren auch festhing, woran auch immer - mir einfach nicht vorstellen konnte, ohne diesen Mann zu leben, auch wenn wir seit Jahren nur nebeneinander herlebten, sogar in getrennten Räumen...

    Er hat dich sehr glücklich gemacht - womit? Das scheint sehr lange her und vorbei zu sein. Ich war 24 Jahre mit meinem Mann zusammen, davon 18 verheiratet. Glücklich davon - vielleicht 2, und das ziemlich am Anfang... Alte Zeiten kommen nicht wieder, auch wenn man noch so sehr an ihnen hängt und sich wünscht, man könnte die Zeit zurückdrehen.

    Wäre dein Mann nicht dein Mann sondern eine Freundin, oder ein Freund - hättet ihr wohl noch Kontakt? Was wäre dein Motiv, mit einem solchen Menschen Zeit verbringen zu wollen?

    Ich habe aktuell keinen Partner - wie ja die Jahre zuvor in der Ehe auch nicht. Aber ich habe meinen Seelenfrieden. Ich erwarte nichts von einem Partner - weil eben keiner da ist. Als ich noch mit meinem Mann zusammen wohnte, habe ich mich oft gefragt - wozu "habe" ich eigentlich einen Mann? Der bringt mir nichts, behindert mich nur, meckert rum. Ich habe mich seit meiner Trennung (für die ich aber Jahre gebraucht habe) zum Positiven hin verändert. Ich will nicht sagen dass ich alle meine Probleme lösen konnte, aber ich kann sie anschauen. Und auch viel häufiger das machen, was mich ausmacht. Und das ist tausendmal besser als das lieblose Nebeneinander bis dahin...

    Hallo,

    grundsätzlich kann ich einigem, was hier bereits geraten wurde, zustimmen: Du mußt zu deiner Mitte finden, auf dich achten, dies nicht vom Partner abhängig machen bzw. bestimmen lassen. Außerdem bin auch wirklich sehr zögerlich mit dem Rat: Trenn dich, das hat keinen Sinn. Ich finde eine Trennung sollte immer erst dann erwogen werden, wenn alle anderen Wege ins Leere führen oder man eben gemeinsam nicht mehr weiterkommt.

    Was ich aus deinem Beitrag herausgelesen habe, glaube ich wenigstens: Dein "Liebestank" ist leer. Jeder, der in einer Beziehung steht, hat doch irgendwie das Bedürfnis, sich geliebt fühlen zu dürfen. Klar - in einer langjährigen Ehe schleicht sich Alltag ein, da muß man hin und wieder ordentlich daran arbeiten, ... und genau das vermisse ich da bei euch. Du bräuchtest in irgendeiner Form wenigstens hin und wieder, eine gewisse Aufmerksamkeit, Liebe um etwas zu spüren. Und das fehlt dir. Ob du das auf Dauer ertragen wirst kannst nur du beurteilen.

    Du kommst mir vor wie eine Pflanze, die kaum gegossen wird. Die Eine hält das lange durch bzw. ihr reicht eine spärliche Wassergabe in langen Abständen, die Andere verabschiedet sich relativ schnell.
    LG

    Nein
    Einen toten Esel kann man nicht reiten

    Wir alle erleben Höhen und Tiefen in unserer Ehe.

    Aber der Grundtenus muss stimmen.

    Ich bin auch lange verheiratet. Mehrere Kinder, das Jüngste kommt erst zur Schule.

    Ich fordere auch klar ein. Viele Männer lassen gerne schleifen. Das hört man immer wieder.

    Ehe ist Arbeit. Oft tun sich da nur die Frauen Mühe geben in der Partnerarbeit.

    Sex schleifen lassen, ok, tun viele Ehefrauen.

    Egal. Was ich sage, bei Euch Ofen aus, tot.

    Daher keine Ideen. Warum auch? Wie soll man diese 0 zu einer 1 bringen?

    Wie gesagt Krisen hat jeder, es geht darum sich zu zeigen, man liebt sich und will sich behalten.

    Das erlebe ich auch hin und wieder. In unserer Ehe bin ich der aktive Part. Wenn ich merke, es schleift, kommt der Tiger in mir raus, haut aufm Tisch.

    Da die Liebe, Leidenschaft usw alles da ist und er das zeigt und an der Ehe festhält klappt es seit vielen Jahren gut.

    Müde Strecken kennt jeder. Es bedarf dann des Kaffee's und los gehts wieder

    Aber wenn man bei 100 nur die 0 zurück bekommt wäre bei mir Aus.

    Wäre ich mir zu schade.

    Dir alles Liebe!

    Wartet mal - habe ich das richtig verstanden, dass dein Mann austickt, wenn du oder das Kind die "falschen" Kleidungsstücke tragt? O.o
    Und dann kommen Selbstverbesserungs-Coelho-weisheiten?
    Bin ein bisschen irritiert.

    Wenn ich dich richtig verstanden habe, ist dein Mann ein Arschloch und du solltest dir Hilfe holen, um eine Trennung zumindest schon mal vorzubereiten.

    Ob euch geholfen werden kann, können ggfs gute Paartherapeuten ausloten.

    Alles Liebe

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