Vom Arbeitskollegen des Freundes begrabscht

    • (1) 24.04.17 - 13:11
      Karrottenkuchen

      Hallo zusammen,

      ich weiß, eigentlich ist der Post total lächerlich aber ich bin hin und her gerissen...

      Gestern waren mein Freund und ich im Garten eines Arbeitskollegen von ihm, war ein netter Tag, wir haben ein bisschen was getrunken, er hatte neue Whisky Sorten die wir probiert haben...

      Irgendwann hat dann mein Freund unseren Hund schon mal nach Hause gebracht und kam dann wieder...

      Ich hab mich ganz normal mit seinem Kollegen weiter unterhalten, wir standen uns gegenüber und auf einmal hat er mir an die Brust gefasst und ich glaube nicht das das ein versehen war weil er quasi auch zugedrückt hat, also nicht nur gestreift...
      Habe dann seine Hand weggenommen und nein gesagt...
      Das wars weil es mir in dem Moment auch nicht so gut ging konnte ich nicht groß was machen bzw. sagen...

      Bisher habe ich noch nichts erzählt, überlege aber schon...
      Ich bin unentschlossen...

      Was meint ihr?

      Es ist eben ein Arbeitskollege von ihm und unnötig Unruhe rein bringen ist ja auch Mist, es ist ja dann auch nichts passiert...

      Für mich steht jedenfalls fest das ich dort nun immer nüchtern bleibe ;)

      • Wegen was bist Du unentschlossen? Versteh ich nicht. Du hast klar nein gesagt und wenn er es nochmal versucht, sollten sich auf seiner Wange fünf Finger abzeichnen.
        LG Moni

        • (3) 24.04.17 - 13:29

          Ich bin unsicher ob ich es erzählen soll oder nicht... Doofe Situation

          Haha ja falls es ein nächstes Mal geben sollte lernt er mich schon noch richtig kennen...

      Klar würde ich das meinem Freund erzählen. Schon um den Kollegen unter vier bis sechs Augen nüchtern darauf anzusprechen und ihm ziemlich eindringlich zu sagen, sollte er auch nur noch einmal mit der Hand in meine Richtung zucken, beisse ich sie ihm ab.

      Ey, da werd ich aggro. Was mir da alles schon passiert ist in meinem Leben in Sachen sexueller Übergriffe.. aber ich hab gelernt mich zu wehren und die Täter auch zu konfrontieren!

      • (5) 24.04.17 - 13:32
        Karrottenkuchen

        Wenn es sich um einen Kumpel handeln würde dann wäre mir das ganze auch Schnuppe was passieren würde wenn ich es meinem Freund erzähle, aber die beiden arbeiten jeden Tag zusammen... Das macht mich in der Situation ziemlich unsicher...

        Ich ärgere mich gerade so das ich auf einmal so benebelt war... Dann hätte ich die Situation direkt klären können...

        • Ja und, dann arbeiten die halt jeden Tag zusammen. Meinst Du nicht, der Kollege hätte sich genau deshalb auch vorher überlegen können, was passiert, wenn er Dich begrapscht? Warum willst Du da jetzt denn rücksichtsvoll sein, Du hast doch nichts angestellt?

          Außerdem, gerade wenn einer so hemmungslos vorgeht, kannst Du drauf wetten, das hat der schon öfter gemacht und wurde noch nie größer damit konfrontiert. Gerade vielleicht weil er immer zusieht, dass er mit den Frauen alleine ist, es keine Zeugen gibt und die sich dann nicht trauen, es jemandem zu sagen und ihn noch einmal zur Rede zu stellen.

          • (7) 24.04.17 - 13:58
            Karrottenkuchen

            Nein, ich hab definitiv nichts angestellt und mit Sicherheit keine falschen Signale gesendet...

            Wie denn auch, mir war ja schlecht...

            Boah ich bin einfach so sauer auf mich selbst das ich nicht so gehandelt hab wie ich es sonst tue...

            Danke für deine Antwort

            • Ich finde, Du hast absolut gut reagiert! Ich war selbst mal in einer vergleichbaren Situation, mit einer Mixed-Mannschaft im Hotel, abends ordentlich einen auf die Lampe gegossen, die Zimmertür nicht abgeschlossen, und als ich bemerkt hab, dass sich einer ins Zimmer geschlichen und zu mir ins Bett gelegt hat, hätte ich mir Deine Reaktionsfähigkeit gewünscht. Aber zu mehr als "Beine zusammenkneifen" und Hände abwehren hat es nicht gereicht. Ich ärger mich noch heute, dass ich mich nicht einfach umgedreht und das Arschloch aus dem Zimmer geschmissen hab.

              Also schon mal Hut ab dafür!

              Ich würde mir den Kollegen zur Brust nehmen (kleines Wortspiel). Aber allein. Und ich bin mir nicht sicher, ob Dein Freund das unbedingt wissen muss. Wenn Du Angst hast, dass er das bei Deinem Freund gegen Dich verwendet ("Deine Alte ist ja auch notgeil, die hat sich neulich von mir befummeln lassen, als Du den Hund heim gebracht hast!"), dann sag es ihm lieber. Ansonsten würde ich es vermutlich nicht tun.

              • (9) 24.04.17 - 14:19

                Also mal ehrlich, aber was wäre das für ein Freund, wenn er seinem Kollegen mehr glauben würde, als ihr? Auf sowas kann frau doch verzichten!

                (10) 24.04.17 - 14:22
                Karrottenkuchen

                Ich hätte lieber ein bisschen heftiger reagiert aber manchmal ist man eben nicht so schnell...

                Heftig was dir passiert ist... Da fällt einem nichts zu ein, ich hoffe du hast den Penner im nachhinein noch die Leviten gelesen.

                Nein, ich glaube nicht das er das macht...

                Aus dem alter ist der Mann raus... Er hat Töchter in meinem alter...

                Außerdem könnte ich den Spieß dann auch umdrehen und mich mit seiner Frau unterhalten

    Nun mach aber auch mal nen Punkt. Ihr hattet ordentlich einen sitzen und der Gute hatte seine Hände nicht ganz im Zaum. Du hast "nein" gesagt und seine Hand weggetan. Daraufhin hat er damit aufgehört. Da ich davon ausgehe, dass du eine erwachsene Frau bist, sehe ich da jetzt kein großes Problem dabei. Klar, ich find das jetzt auch nicht mega sympathisch, solche Männer gibt's aber halt. Ich wohn auf dem Dorf und da kennt "man" immer ein paar, die rumgrabschen, wenn sie besoffen sind. Nun, da halt ich halt dann einfach Abstand und damit ist der Käse aber dann auch schon gegessen. Du tust ja direkt so als hätte er dich massiv bedrängt oder gar vergewaltigt.

    Im Übrigen würd ich jetzt nicht mal die Hand wegnehmen und "nein" sagen. Am Ende war es tatsächlich ein Versehen, dann steht er als notgeiler Bock da - zu Unrecht - und du als überempfindliche Zicke. Ich dreh mich in solchen Situation mal geschickt aus der "Schusslinie" und ignorier das Ganze, zumal wenn es ein einmaliger Vorgang ist.

    Ich erinnere mich da an eine Situation: Meine beste Freundin bekam ein Baby und ich besuchte sie im Krankenhaus (2. Lebenstag). Ihr Mann bugsierte mir das Würmchen auf den Arm und wir haben uns dabei beide so derart blöd angestellt, dass er nicht nur kurz seine Hände an meinem Busen hatte. Er hat es wahrscheinlich nicht mal gemerkt und wir waren beide froh, dass wir die Sache mit dem Köpfchen irgendwann hinbekommen haben ;-). Wir haben übrigens schon (gemeinsam mit unseren Partnern) im selben Zimmer geschlafen, haben uns nüchtern und besoffen hunderte Male getroffen, waren schon Körper an Körper in einem überfüllten römischen Bus gequetscht (und waren beide froh, wenigstens an zu viele Fremde gequetscht zu sein) und nein, er ist kein Grabscher, es ist nie auch nur die kleinste Kleinigkeit gewesen. Mein Busen interessiert ihn so viel wie meinen Bruder, denk ich. Stell dir vor, ich hätte da die Hand weggenommen und "nein" gesagt???#zitter

    • (12) 24.04.17 - 15:55

      Aus deinem Text schließe ich für mich jetzt einfach mal das du auch meinst das es ne Sache ist die ich abhaken kann und kein Fass dafür aufmachen muss

      • (13) 24.04.17 - 19:00

        Sie meint damit, dass Du Dich fürchterlich anstellst, weil es generell nicht so arg schlimm ist, wenn betrunkene Männer Frauen absichtlich begrapschen. Als Frau sollte man sich dann charmant und möglichst unauffällig aus der Schusslinie nehmen, um den Mann nicht bloß zu stellen. Ist ja auch kein Drama, so bissi Antatscherei, gell. Haben Männer ja schon immer gemacht.

    Frauen wie du sind ein Grund, weshalb sich Opfer sexueller Belästigung noch immer mehr rechtfertigen müssen als die Täter. Ehrlich, ich habe schon sehr viel Mist von dir gelesen aber das geht zu weit.

    Super, dass du die armen alten Grapscher nicht bloßstellen willst - könnte ja unter Umständen dazu führen, dass sie ihr Verhalten ändern müssen.

    Und der Vergleich mit dem neugebackenen Vater und nem vollen Bus ist echt schlecht.

    An die TE: die Situation ist doof. Aber vielleicht sagst du es deinem Freund auch genauso? Dass du ihn nicht in eine doofe Lage bringen möchtest aber er das wissen sollte?

    • Danke für diesen Beitrag. Ich hab schon gedacht, ich seh nicht recht. Dass es immer noch Frauen gibt, die solch einen Stuss schreiben wie brille... Das geht gar nicht!

      Ich bin weiß Gott nicht empfindlich, aber mich tatscht keiner einfach so an ohne Konsequenzen, auch nicht wenn ich mal betrunken bin. An der Stelle der TE würde ich es dem eigenen Freund auf ale Fälle erzählen. Selbst wenn es nur ein Versehen war, das Bauchgefühl ist in so einer Situation meist das Richtige. Und das sollte man auch nochmal dem Typen gegenüber ansprechen. Dass das sicher nicht mehr passieren wird / darf. So weiß er, dass er vorsichtiger sein muss, egal ob er es wirklich absichtlich gemacht hat oder eben nicht.

      Komm, komm, komm. Sexuelle Belästigung ist ein hartes Wort. Sie war besoffen, wer sagt denn, dass sie ihm nicht entgegengefallen ist, weil sie etwas geschwankt hat. Sie hat nein gesagt und er hat darauf die Hand weggenommen. Das ist doch jetzt echt kein Drama. Sexuelle Belästigung bedeutet für mich, dass es jemand nicht unterlässt. Und nur um es klarzustellen: Ich möchte auch nicht, dass mir jemand an den Busen fasst. Aber wenn ich mich wegdrehe oder irgendwie die Hand wegschiebe und dann hört derjenige auf, dann ist es auch gut damit. Im Endeffekt ist es doch auch nur ein Stück Haut mit Fett drunter. Ich sterbe nicht davon, wenn da einer hinlangt.

      Ich hab z.B. mal ziemlich besoffen mit meinem Nachbarn getanzt und auf einmal küsst der mich. Und jetzt? Ich war eigentlich nur überrascht im Sinn von: "Oha, das hätt ich jetzt nicht gedacht." Warum soll ich das meinem Mann sagen? Ich bin doch ein eigenständiger Mensch und als solcher problemlos mit ihm "fertig geworden". Es kam auch nie wieder vor. Anders wäre es m.E. wenn ein Mann dauernd belästigend wird und ich ihm nicht "Herr werde", mein Mann das aber nicht mitbekommt und gerne was gemeinsam unternehmen würde. DANN wäre der Punkt, wo ich sagen würd: "Du, hör mal, ich mag mit dem nichts unternehmen. Immer wenn du den Hintern rausdrehst, wird der so derart aufdringlich, ich fühl mich da nicht wohl." Aber so?

Hallo!

Was sagt denn Dein eigener Bauch zu dem Thema?

Das finde ich eigentlich die entscheidende Frage.

- Wenn das jetzt eine Sache ist, die Dir wochenlang nachgeht und dazu führt, dass Du auch von Deinem Freund nicht mehr am Busen angefasst werden magst - dann ja, dann solltest Du mit Deinem Freund sprechen und durchaus auch ein Gespräch unter 6 Augen mit dem Arbeitskollegen verlangen, bei dem der sehr offiziell zu Kreuze kriechen sollte.

- Wenn Du jetzt eine eher robuste Natur bist und eine Herangehensweise hast, dass manche Kerle halt grabschen und du die Situation ja durchaus gut im Griff hattest und das ganze schon jetzt halb zu den Akten gelegt hast als unschöne Erfahrung, aber alles andere als traumatisch, dann kannst Du auch sagen "Schwamm drüber" und maximal dem Kollegen noch ein paar Takte über Respekt sagen. Typischer Weise wäre das die Sichtweise von jemandem, der schon mal im Dirndl gekellnert hat und weiß, dass in einem Bierzelt diverse Hände irgendwo landen.

Vermutlich liegst Du irgendwo in der Mitte zwischen beiden extremen und musst daher abwägen. Je länger es Dich beschäftigt, desto wichtiger ist es, dass Du mit Deinem Freund redest und dem Kollegen gewisse Grenzen aufgezeigt werden.

Das Verhältnis zwischen den "guten Kollegen" ist aber weniger wert als Dein Seelenfrieden. Man kann auch mit einem Arschloch weiterhin zusammen arbeiten, halt auf einer eher professionellen Ebene und nicht mehr freundschaftlich.

Hallo,

ich sehe das so, Du warst betrunken, Dein Mann hat Dich in diesem Zustand so dort gelassen. Ich wäre nach dem Vorfall gegangen, hätte meinen Mann abgefangen und ihm davon erzählt.
Mir wäre das viel zu unangenehm gewesen, dort weiter zu trinken und vorallem würde ich da auch nicht mehr mit hin wollen.

LG

(19) 25.04.17 - 13:48

Manchmal, finde ich, brüskiert sich so manch eine Dame etwas sehr schnell, aber an die Brust fassen und zudrücken, geht absolut nicht und da gibt es auch kein verharmlosen wegen Alkohol oder es war Zufall.

Solche Typen probieren es in der Regel noch einmal sobald sie können, deswegen würde ich es deinem Freund sagen und beim nächsten Mal in die Offensive gehen.Du bist im Recht PUNKT...

Ich habe es selber mehrmals erlebt, dann zuerst den Mund gehalten und als ich es gesagt habe, wurde ich abgetan oder mir wurde nicht geglaubt und so geht es leider verdammt vielen....
Heute gehe ich in die Offensive, wenn man mir so oder so nicht glaubt und ich letztlich die Dumme bin, dann kann ich mich auch lauthals wehren und vielleicht hält es doch davor ab die nächste zu betatschen und ich komme mir nicht ganz so unsauber vor.

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